Studium und Lehre bei Autismus
Einleitung
Student:innen im Autismus-Spektrum nehmen ihre Umwelt und soziale Interaktionen oft detailorientiert wahr, was im Studienalltag zu spezifischen Herausforderungen führen kann. Insbesondere spontane sozialen Anforderungen, Gruppenarbeiten oder die Interpretation mehrdeutiger Aufgabenstellungen können für Student:innen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) schwierig sein.
Für einen erfolgreichen Studienverlauf sind die proaktive Kommunikation der eigenen Bedürfnisse wichtig. Ausserdem kann die Beantrag eines Nachteilsausgleichs, z.B. für reizarme Prüfungssettings, Ruhepausen oder alternative Formen der Leistungserbringung hilfreich sein.
Dozent:innen unterstützen eine neuroinklusive Lehre massgeblich durch eine eindeutige und strukturierte Kommunikation, die auf Ironie, Floskeln und unangekündigte Themenwechsel verzichtet. Zu den Best Practices gehören die frühzeitige Bereitstellung digitaler Materialien, der Einsatz von Advanced Organizern zur visuellen Gliederung sowie die Rücksichtnahme auf sensorische Aspekte im Hörsaal. So kann eine Überreizung vermeiden werden und der Fokus auf einer klaren Orientierung liegen.