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Fördermassnahmen

Locker Bleiben Sozialtraining für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf – Handlungsorientierte Methoden zum Sozialen Lernen und zur Gewaltprävention

von Herbert Schatz und Dorothea Bräutigam (2017) 

Einsatzbereich

  • Sekundarstufe I und II, Berufsfachschule
  • Einzel- und Gruppentraining
  • Selektive und indizierte Prävention

Qualitätskriterien

Durchführbarkeit Theoretische Fundierung Evaluation
Bewertung Gefüllter Kreis Halb gefüllter Kreis Leerer Kreis
Erläuterung Verständliche Hinweise zur praktischen Umsetzung des Programms. Die Übungen und Spiele orientieren sich an Stufen der sozial-emotionalen Entwicklung. Noch keine Belege vorhanden.

Inhalt

Das Trainingsprogramm «Locker Bleiben» wurde an Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung für Schüler:innen mit einem zusätzlichen Bedarf in der sozial-emotionalen Entwicklung entwickelt. Das Förderprogramm richtet sich an Schüler:innen der Sekundarstufe I und II.

Im ersten Teil des Buches wird der theoretische Hintergrund des Programmes beschrieben. Der zweite Teil umfasst den Praxisteil und beinhaltet 122 handlungsorientierte Übungen und Methoden und versteht sich als eine Sammlung, aus welcher individuell ein eigenes Programm zusammengestellt werden kann. Die Übungen finden grundsätzlich in einer Turnhalle oder einem Bewegungsraum einmal wöchentlich à 45-60 Minuten statt.

Das Programm «Weiter Locker Bleiben» (Schatz & Bräutigam, 2014) stellt eine Weiterentwicklung von «Locker Bleiben» dar und umfasst 133 neue Spiele und Methoden mit Aspekten der Psychomotorik.

Durchführbarkeit

Der Praxisteil besteht aus insgesamt 122 Spielen, Übungen und Methoden, welche verständlich beschrieben sind und Hilfestellungen zur Planung, methodisch-didaktische Hinweise sowie anschauliche Bilder beinhaltet. Dem Buch ist eine CD-ROM mit den benötigten Materialien beigelegtZudem wird im Buch auf die Webseite verwiesen mit weiteren Spielideen und der Möglichkeit zum Austausch über Erfahrungen und Fragen.

Theoretische Fundierung

Im ersten Teil des Buches wird der theoretische Hintergrund beschrieben. Das Trainingsprogramm basiert auf dem Konzept der Entwicklungspädagogik nach Mary Wood, welches von Marita Bergsson in Deutschland adaptiert wurde. Die Übungen und Spiele des Programmes orientieren sich an fünf hierarchisch aufeinander aufbauenden Stufen der sozial-emotionalen Entwicklung in der Entwicklungspädagogik. 

Evaluation

In unserer Recherche konnten wir keine Evaluationsstudien finden, die sich mit der Wirksamkeit in Bezug auf «Locker Bleiben» beschäftigten.

Eine Studie von Teschke et al. (2016) untersuchte die Bedeutung der Bewegung innerhalb von drei Sozialtrainings, wobei das Training «Locker Bleiben» mituntersucht wurde. Im Vergleich zu den anderen beiden Sozialtrainings – «Sozialtraining in der Schule» von Petermann et al. (2012) und «Lubo aus dem All! 1. und 2. Klasse!» von Hillenbrand et al. (2013) – war der Anteil an Übungen mit Bewegung bei «Locker bleiben» am grössten.

Literatur

  • Erich, R. (2005). Emotionale und soziale Entwicklung im Kontext entwicklungspädagogischer Erkenntnisse. In: Kinder fordern heraus. Bausteine für eine positiv wirksame Erziehung. Auer Verlag.
  • Schatz, H., & Bräutigam, D. (2017). Locker bleiben: Sozialtraining für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf-Handlungsorientierte Methoden zum Sozialen Lernen und zur Gewaltprävention (3. Aufl.). Borgmann Media. 
  • Schatz, H., & Bräutigam, D. (2014). Weiter locker bleiben: Sozialtraining für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf; neue Ideen aus Psychomotorik und Erlebnispädagogik. Borgmann Media. 
  • Teschke, K., Schäfer, C., & Südkamp, A. (2016). Zur Bedeutung von Bewegung in Sozialtrainings für die Grundschule. motorik, 39(4), 182-189.

Verfügbarkeit an der HfH


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Letzte Änderung: 04/2026

 

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