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III. Schulkultur

Diskriminierung

«Alle sind in unserer Schule willkommen und werden wertgeschätzt.»

Eine integrative Schule setzt sich gegen Diskriminierung ein und pflegt ein wertschätzender Umgang mit Vielfalt. Dazu gehört, Differenzen wahrzunehmen und den Umgang damit zu thematisieren wie auch eine wertschätzende Kultur für alle zu pflegen.

Diskriminierungen können über die Sprache, jedoch auch über nonverbales Verhalten geschehen. Schauen Sie hin und reagieren Sie, wenn Sie ein ungutes Gefühl haben.

Mobbing / Cybermobbing / sexuelle Gewalt

In den Themen Mobbing und Gewalt ist eine Nulltoleranz notwendig. Dies erfordert ein ständiges Dranbleiben von den Lehrpersonen in den Klassen (z.B. über den Klassenrat resp. Schulfächer M&I und RKE) und bei Vorfällen ein bestimmtes Reagieren.

Eine grosse Linksammlung zu unterschiedlichen Themen und Anlaufstellen zum Thema Gewalt finden Sie unter den → Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention der PHZH.

Beurteilung / Noten

Seit den 1970er-Jahren wurde immer wieder bestätigt, dass die Schule in der Leistungsbeurteilung diskriminiert. So wirkt sich Geschlecht und Migrationshintergrund auf die Beurteilung aus. Laut Studien erhalten Mädchen in der Regel für die gleichen Leistungen bessere Noten und Kinder mit Migrationshintergrund erhalten für die gleichen Leistungen schlechtere Noten. Auch sind die Noten von der Klassenleistung abhängig – in besseren Klassen erhalten gute Schüler:innen im Vergleich zu schlechteren Klassen tiefere Noten[1].

Mit dem Projekt «Lernen sichtbar machen (Lesima)» sind einzelne Schulen daran, die Beurteilungspraxis weiterzuentwickeln. Sie leiten sich vom Grundsatz, dass Lernen mehr ist als Noten. Lerndialoge, Portfolios und Kompetenzraster verhelfen zu einer inhaltlichen und formativen (zukunfts-, und lernprozessgerichteten) Orientierung in der Beurteilungspraxis.

Die institutionelle Diskriminierung ist in jedwelcher Beurteilungspraxis zu berücksichtigen. Beachten Sie die Relativität und die möglichen Bias der Beurteilungen.

Vielfalt schätzen

Nehmen Sie die vielfältige Schüler:innenschaft und Mitarbeiter:innenschaft bewusst wahr und interessieren Sie sich für unterschiedliche Feste / Bedürfnisse / Themen. Als Mensch im Dialog mit anderen Menschen.

  • Lassen Sie (wenn möglich) Ihre Bürotür offen.
  • Gehen Sie in manchen Pausen ins Teamzimmer und auf den Pausenplatz.
  • Sprechen Sie über (ausgewählte) Themen, die für Sie und die Schule gerade wichtig sind.
  • Kümmern Sie sich um kleine Gesten des Willkommens, die für die Mitarbeiter:innen keinen zusätzlichen Aufwand bedeuten.
  • Fragen Sie Ihre Mitarbeiter:innen nach ihrer Arbeit und ihrem Befinden.

Sozialräumliche Verankerung

Eine gut eingebettete Schule kann die Bedürfnisse der Schüler:innen am Besten aufnehmen und Diskriminierungen entgegenwirken.

 

Instrumente & Materialien

Eine grosse Linksammlung zu unterschiedlichen Themen und Anlaufstellen zum Thema Gewalt finden Sie unter den → Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention der PHZH.

Empfehlungen des Volksschulamtes Zürich zum → Umgang mit verschiedenen Religionen

Zum Thema → Rassismus (Fachstelle Integration)

Zum Thema → Gewalt / Mobbing / etc. (PHZH)

Gewalt und Gewaltprävention an Schulen – eine Homepage des Kantons Zürich

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Lizenz

Tragfähige Schule Copyright © Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik. Alle Rechte vorbehalten.

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