III. Schulkultur
Haltung
«Die Kinder und Jugendlichen aus unserem Quartier gehören in unsere Schule!»An einer integrativen Haltung muss konstant gearbeitet werden. Die Haltung zeigt sich dabei weniger in dem, was gesagt wird, als vielmehr in dem, wie im Alltag gehandelt wird.
Eine positive Haltung zur schulischen Integration ist zusammen mit dem Aspekt der Selbstwirksamkeit für die Umsetzung einer integrativen Schule zentral. Eine → Schulkultur muss längerfristig gepflegt werden. Dabei rückt die kollektive Selbstwirksamkeit in den Fokus – nicht eine individualisierte „Einstellung“. Haltung zeigt sich in Praxis. An der Praxis ist anzusetzen.
Mittelfristig ist insbesondere wichtig, in den Dialog zu gehen und das Commitment zur Integration vorzuleben. Das heisst: Sie als Leitungsperson stehen zuallererst dafür ein, die herausfordernden Situationen nicht mit einer längerfristigen Separation zu lösen, sondern neue Lösungen zu suchen, damit die Schule auch bei sich wandelnden Ansprüchen tragfähig bleibt.
In den Dialog gehen
Suchen Sie den Dialog mit den Lehrpersonen bzw. mit den Unterrichtsteams. Dabei können folgende Fragen diskutiert werden:
- Welche Erwartungen haben die Lehrpersonen gegenüber sich selbst und gegenüber den Schüler:innen?
- In welchen Situationen können die Lehrpersonen welchen Schüler:innen gerecht werden?
- Wie können die Situationen verändert werden, damit während des Tages alle Schüler:innen berücksichtigt werden?
- Wie können die Ressourcen in der Klasse genutzt werden?
Damit die integrative Schule gelebt werden kann, braucht es die Zustimmung aller Beteiligten. Mit dieser Zustimmung wird auch die Verantwortung auf alle Schultern verteilt.
«Commitment» zur Integration
«Keine:r fliegt raus!»Integration gelingt dann, wenn alle Beteiligten dazu «Ja» sagen. Dies hat diesbezüglich eine Auswirkung, dass die beteiligten Fachpersonen die Schule für das Kind / die Jugendliche:n verändern möchten, anstatt zu sagen, dass das Kind nicht zur Schule passt.
Instrumente und Materialien
Der → Index für Inklusion ermöglicht, in eine Wertediskussion zu treten. Haltungen sind jedoch nicht so schnell zu ändern – und hängen eng mit der Alltagspraxis zusammen. Die Praxis „Keine:r fliegt raus!“ muss über mehrere Jahre durch die Schulleitung gefordert und mitgetragen werden.
Einige der → Impulskarten der Schule Wetzikon behandeln den Themenbereich «Haltungen» und können deshalb als Ausgangslage für Gespräche dienen.