Was wir tun / Nachhaltigkeitsberichterstattung
2 CO2-Bilanzierung
Die Firma carbon-connect AG hat für die HfH die Treibhausgasbilanz für das Jahr 2025 berechnet bzw. aktualisiert (Basisjahr war 2023). Die Bilanz erfasst alle wesentlichen Treibhausgasemissionen der Hochschule und bezieht dabei den Energieverbrauch, die Mitarbeitendenmobilität, eingekaufte Waren und Dienstleistungen, Investitionsgüter sowie Abfälle mit ein. Die Bilanzierung basiert auf dem GHG-Protokoll (Greenhous Gas Protocol).
Die Treibhausgasbilanz 2025 entspricht:
Die Auswertung zeigt ein differenziertes Bild der Emissionsentwicklung. Während in einzelnen Bereichen deutliche Fortschritte erzielt wurden, führen strukturelle Veränderungen und methodische Anpassungen (genauere Datenlage und Emissionsfaktoren) insgesamt zu einem Anstieg der bilanzierten Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2023, in dem die Treibhausgasbilanz 340’065 kg CO2-eq betrug.
Im Folgenden ist die Aufteilung des CO2-Fussabdrucks nach Emissionskategorien aufgeführt:

Fazit von Carbon Connect
Im Energiebereich wirkt sich der vollständige Bezug erneuerbaren Stroms klar positiv aus. Der market-based Ansatz verdeutlicht den Nutzen der gewählten Stromprodukte, und auch im Vergleich zum allgemeinen Verbraucherstrommix resultiert eine substanzielle Einsparung. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass der erhöhte Fernwärmeverbrauch sowie die Anwendung eines aktualisierten, realitätsnäheren Emissionsfaktors die Scope-2-Emissionen steigen lassen. Der Energiemix der Fernwärme liegt zwar unter dem nationalen Durchschnitt, enthält aber weiterhin fossile Anteile, die die Emissionsbilanz beeinflussen.
Die Mobilität fällt insgesamt vergleichsweise emissionsarm aus. Verglichen mit dem Basisjahr fallen die Emissionen höher aus, was einer genaueren Datenlage durch eine zu der Mitarbeitendenumfrage auch Studierendenumfrage geschuldet ist. Der sehr hohe Anteil des öffentlichen Verkehrs beim Pendeln wirkt sich aber klar emissionsmindernd aus und liegt deutlich unter branchenüblichen Vergleichswerten. Auch die Geschäftsreisen tragen – gemessen an der Organisationsgrösse – moderat zur Gesamtbilanz bei, wobei insbesondere Langstreckenflüge ins Gewicht fallen. Aufgrund der Hochrechnungen besteht jedoch eine gewisse Unsicherheit in dieser Kategorie.
Die grössten Emissionsbeiträge stammen in diesem Berichtsjahr aus Scope 3, insbesondere aus Investitionsgütern sowie eingekauften Waren und Dienstleistungen. Der deutliche Anstieg bei den Investitionen führt dazu, dass diese Kategorie den grössten Einzelposten der Bilanz darstellt. Gleichzeitig konnten die Emissionen aus laufenden Beschaffungen gegenüber dem Basisjahr reduziert werden. Beide Kategorien wurden ausgabenbasiert berechnet, was zwar eine pragmatische Vorgehensweise darstellt, jedoch mit einer vergleichsweise hohen Unsicherheit verbunden ist.
Abfall und Wasserverbrauch spielen demgegenüber eine untergeordnete Rolle im Gesamtbild.
Zusammenfassend zeigt die Bilanz, dass operative Bereiche wie Strombezug und Pendelverhalten bereits gut aufgestellt sind. Die grössten Hebel für zukünftige Emissionsreduktionen liegen in der strategischen Beschaffung, bei Investitionsentscheidungen sowie in der weiteren Reduktion fossiler Wärmeanteile durch energieeffizienzmassnahmen. Gleichzeitig sollte die Datenqualität (insbesondere in Scope 3) schrittweise weiter verbessert werden, um die Aussagekraft der Bilanz weiter zu erhöhen und Entwicklungen über die Zeit noch präziser bewerten zu können.
Die Unsicherheit der CO2-Bilanz wird auf rund 25 % geschätzt.
