{"id":580,"date":"2026-10-09T11:26:46","date_gmt":"2026-10-09T09:26:46","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/?post_type=chapter&#038;p=580"},"modified":"2026-10-09T11:55:31","modified_gmt":"2026-10-09T09:55:31","slug":"perceptions-of-inclusion-questionnaire-piq","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/chapter\/perceptions-of-inclusion-questionnaire-piq\/","title":{"raw":"Perceptions of Inclusion Questionnaire (PIQ)","rendered":"Perceptions of Inclusion Questionnaire (PIQ)"},"content":{"raw":"von Martin Venetz, Carmen Zurbriggen, Michael Eckhart, Susanne Schwab &amp; Marco G.P. Hessels (2015)\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n&nbsp;\r\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>3. bis 9. Klasse<\/li>\r\n \t<li>Einzel- und Gruppentest<\/li>\r\n \t<li>Einsatz Heil- und Sonderp\u00e4dagogik<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\r\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<td style=\"width: 20%;height: 81px\"><\/td>\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Objektivit\u00e4t<\/th>\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Reliabilit\u00e4t<\/th>\r\n<th style=\"width: 20%;text-align: left\">Validit\u00e4t<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 84px\">\r\n<th style=\"width: 20%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"half\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\r\n<td style=\"width: 20%\">Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%\">Durchf\u00fchrung und Auswertung sind standardisiert und von Testleiter:innen unabh\u00e4ngig. Normen sind gem\u00e4ss unseren Recherchen f\u00fcr die deutschsprachige Version gegenw\u00e4rtig keine verf\u00fcgbar.<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%\">Die Ergebnisse sind zuverl\u00e4ssig.<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%\">Belege zur Validit\u00e4t liegen vor.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<h2>Inhalt<\/h2>\r\nDer \u00abPerceptions of Inclusion Questionnaire\u00bb (PIQ) ist ein \u00f6konomischer Fragebogen zur Erfassung von drei zentralen Dimensionen der subjektiv wahrgenommenen schulischen Inklusion: dem emotionalen Wohlbefinden in der Schule, der sozialen Inklusion in der Klasse sowie dem akademischen Selbstkonzept. Nebst der Selbsteinsch\u00e4tzung f\u00fcr Sch\u00fcler:innen (PIQ-S) kann auch eine Fremdeinsch\u00e4tzung vorgenommen werden. Erg\u00e4nzend zur Sch\u00fcler:innenversion sind zwei weitere Versionen f\u00fcr Eltern\/Erziehungsberechtigte (PIQ-E) sowie f\u00fcr Lehrpersonen (PIQ-L) verf\u00fcgbar. Als Screeninginstrument dient der PIQ beispielsweise zur Fr\u00fcherkennung, Evaluation von Interventionen oder zu Forschungszwecken.\r\n\r\nDer Fragebogen besteht aus 12 Items, welche auf einer vierstufigen Likert-Skala von \u00abstimmt gar nicht\u00bb bis \u00abstimmt genau\u00bb beurteilt werden. Die Bearbeitungsdauer betr\u00e4gt nur wenige Minuten. Der PIQ liegt zurzeit in 26 verschiedenen Sprachen vor. Die verschiedenen Versionen werden auf der Webseite als PDF-Datei \u00f6ffentlich und kostenlos bereitgestellt. F\u00fcr die Auswertung ist ein Auswertungstool in Form einer Excel-Datei verf\u00fcgbar. Das Auswertungstool erm\u00f6glicht eine einfache Datenauswertung und zudem eine \u00fcbersichtliche Darstellung \u00fcber die gesamte Klasse.\r\n\r\nDer PIQ wurde f\u00fcr die Schuleingangsstufe (PIQ-EARLY; Gr\u00fcter et al., 2023) als Einzel-, Kleingruppen- und Schulklassenverfahren adaptiert. Zudem ist eine Weiterentwicklung in Form einer m\u00fcndlichen Einzeltestform f\u00fcr die Kindergartenstufe (PIQ-K; Schurig et al., 2022) vorhanden.\r\n\r\nDer PIQ wurde in zahlreichen Studien in verschiedenen sprachlichen Versionen und f\u00fcr unterschiedliche Altersstufen untersucht. Die vorliegenden Angaben beziehen sich auf die deutschsprachige Version des PIQ.\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\r\n<\/div>\r\nDer PIQ basiert auf dem \u00abFragebogen zur Erfassung der Dimensionen der Integration von Sch\u00fclern \u2013 FDI 4-6\u00bb von Haeberlin et al. (1989). Der FDI entstand auf Basis mehrerer Forschungsstudien zur schulischen Integration einer Fribourger Forschungsgruppe und die theoretische Herleitung (u.a. Reference Group Theory; Kelley, 1968) f\u00fchrte zu den drei Dimensionen \u00abemotionale Integration\u00bb, \u00absoziale Integration\u00bb und \u00ableistungsmotivationale Integration\u00bb (Zurbriggen, 2021).\r\n\r\nIm Rahmen der Entwicklung einer Kurzversion des FDI 4-6 entstand der KFDI, welcher weitestgehend dem deutschsprachigen PIQ entspricht. Die Entwicklung und Validierung der Kurzversion KFDI wird bei Venetz et al. (2014) umfassend beschrieben. Die Itemformulierung wurde so gew\u00e4hlt, dass der Fragebogen f\u00fcr Sch\u00fcler:innen ab der 3. Klasse sowie mit unterschiedlichen sprachlichen Kompetenzen einsetzbar ist.\r\n<h2>Objektivit\u00e4t<\/h2>\r\nDie Instruktionen zur Durchf\u00fchrung sind schriftlich vorgegeben und erm\u00f6glichen eine standardisierte Durchf\u00fchrung. Die Auswertung erfolgt anhand einer genauen Anleitung und mit Hilfe eines Auswertungstools. Zur Interpretation der Skalenwerte liegen gem\u00e4ss unseren Recherchen gegenw\u00e4rtig keine Informationen vor.\r\n\r\nDie Durchf\u00fchrungs- und Auswertungsobjektivit\u00e4t sind gew\u00e4hrleistet, die Interpretationsobjektivit\u00e4t scheint aufgrund fehlender Normen nicht vollst\u00e4ndig gegeben zu sein.\r\n<h2>Reliabilit\u00e4t<\/h2>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n\r\nDie drei Skalen weisen gute bis sehr gute interne Konsistenzen auf: \u03b1 = .90 (McDonald\u2019s \u03c9 = .94) f\u00fcr emotionales Wohlbefinden, \u03b1 = .83 (\u03c9 = .90) f\u00fcr soziale Inklusion und \u03b1 = .79 (\u03c9 = .85) f\u00fcr akademisches Selbstkonzept (Zurbriggen et al., 2017). Informationen zur Messgenauigkeit \u00fcber die Zeit liegen f\u00fcr die deutschsprachige Version gem\u00e4ss unserer Recherche noch keine vor, deuten jedoch bei weiteren Untersuchungen mit anderen Sprachversionen auf eine ausreichende Reliabilit\u00e4t hin (Retestreliabilit\u00e4t r<sub>tt<\/sub> &gt; .73; Guillemot &amp; Hessels, 2021).\r\n<h2>Validit\u00e4t<\/h2>\r\nDie dreifaktorielle Struktur konnte durch Faktorenanalysen in mehreren Untersuchungen best\u00e4tigt werden. Verschiedene Untersuchungen best\u00e4tigen zudem erwartungskonforme Zusammenh\u00e4nge hinsichtlich der Konstruktvalidit\u00e4t und Inhaltsvalidit\u00e4t (z.B. Venetz et al., 2014, Zurbriggen et al., 2017, Knickenberg et al., 2022).\r\n<h2>Normierung<\/h2>\r\nNormen sind gem\u00e4ss unseren Recherchen f\u00fcr die deutschsprachige Version gegenw\u00e4rtig keine verf\u00fcgbar.\r\n<h2>Literatur<\/h2>\r\n<\/div>\r\n<ul>\r\n \t<li>Gr\u00fcter S., Goldan J., &amp; Zurbriggen C. L. A. (2023). Examining early learners\u2019 perceptions of inclusion: adaptation of the student version of the perceptions of inclusion questionnaire for first- and second-grade students (PIQ-EARLY). <em>Frontiers in Psychology, 14<\/em>,1181546. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3389\/fpsyg.2023.1181546\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3389\/fpsyg.2023.1181546<\/a><\/li>\r\n \t<li>Guillemot, F. &amp; Hessels, M. G. P. (2021). Validation of the student version of the Perceptions of Inclusion Questionnaire on a sample of French students. <em>European Journal of Special Needs Education,<\/em><em>\u00a037<\/em>(5), 850\u2013865. <a href=\"https:\/\/urldefense.com\/v3\/__https:\/doi.org\/10.1080\/08856257.2021.1961195__;!!Dc8iu7o!nrpXLlkQ9ueF6Em3U4t5sZcJG6EzcAWKvM_FgdCmqkIWU3TGsrJ5zQ4gTJtgVOC7c2Q$\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/08856257.2021.1961195<\/a><\/li>\r\n \t<li>Haeberlin, U., Moser, U., Bless, G. &amp; Klaghofer, R. (1989). <em>Integration in die Schulklasse. Fragebogen zur Erfassung von Dimensionen der Integration von Sch\u00fclern FDI 4-6.<\/em> Haupt.<\/li>\r\n \t<li>Kelley, H. H. (1968). Two functions of reference groups. In H. H. Hyman &amp; E. Singer (Eds.), <em>Readings in reference group theory<\/em> <em>and research <\/em>(pp. 77\u201383). Free Press.<\/li>\r\n \t<li>Knickenberg, M., Zurbriggen, C. L. A., &amp; Schwab, S. (2022). Validation of the student version of the Perceptions of Inclusion Questionnaire in primary and secondary education settings. <em>SAGE Open, 12<\/em>(1). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/21582440221079896\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/21582440221079896<\/a><\/li>\r\n \t<li>Schurig, M., Kunz, A., Gebhardt, M., Paccaud, A. &amp; Luder, R. (2022). <em>PIQ-K - Perceptions of Inclusion Questionnaire in Kindergarten.<\/em> Deutsche Version. <a href=\"http:\/\/www.piqinfo.ch\">www.piqinfo.ch<\/a><\/li>\r\n \t<li>Venetz, M., Zurbriggen, C. &amp; Eckhart, M. (2014). Entwicklung und erste Validierung einer Kurzversion des \u201eFragebogens zur Erfassung von Dimensionen der Integration von Sch\u00fclern (FDI 4-6)\u201c von Haeberlin, Moser, Bless und Klaghofer.\u00a0<em>Empirische Sonderp\u00e4dagogik<\/em>, <em>2<\/em>, 99-113.<\/li>\r\n \t<li>Venetz, M., Zurbriggen, C. L. A., Eckhart, M., Schwab, S., &amp; Hessels, M. G. P. (2015).\u00a0<em>The Perceptions of Inclusion Questionnaire (PIQ).<\/em> Deutsche Version. <a href=\"http:\/\/www.piqinfo.ch\">www.piqinfo.ch<\/a><\/li>\r\n \t<li>Zurbriggen, C. L. A., Venetz, M., Schwab, S., &amp; Hessels, M. G. P. (2017). A psychometric analysis of the student version of the perceptions of inclusion questionnaire (PIQ). European Journal of Psychological Assessment, 35, 641\u2013649. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1027\/1015-5759\/a000443\">https:\/\/doi.org\/10.1027\/1015-5759\/a000443<\/a><\/li>\r\n \t<li>Zurbriggen, C. (2021). Was und wie gut misst der Perceptions of Inclusion Questionnaire? Qualit\u00e4t, Spezifit\u00e4t und (Weiter\u2011)Entwicklung. In P. Klaver (Hrsg.), <em>Heilp\u00e4dagogische Forschung: Bildung f\u00fcr Alle<\/em>.\u00a0Interkantonale Hochschule f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik.\u00a0<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/chapter\/4-was-und-wie-gut-misst-der-perceptions-of-inclusion-questionnaire\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/chapter\/4-was-und-wie-gut-misst-der-perceptions-of-inclusion-questionnaire\/<\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Der Fragebogen ist online (open access) als PDF verf\u00fcgbar: https:\/\/piqinfo.ch\/<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\nHaben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n\u00dcberpr\u00fcft: 10\/2026\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber diagnostische Verfahren.<\/a>","rendered":"<p>von Martin Venetz, Carmen Zurbriggen, Michael Eckhart, Susanne Schwab &amp; Marco G.P. Hessels (2015)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\n<ul>\n<li>3. bis 9. Klasse<\/li>\n<li>Einzel- und Gruppentest<\/li>\n<li>Einsatz Heil- und Sonderp\u00e4dagogik<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<td style=\"width: 20%;height: 81px\"><\/td>\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Objektivit\u00e4t<\/th>\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Reliabilit\u00e4t<\/th>\n<th style=\"width: 20%;text-align: left\">Validit\u00e4t<\/th>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 84px\">\n<th style=\"width: 20%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--half' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Halb gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<th style=\"width: 20%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\n<td style=\"width: 20%\">Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\n<td style=\"width: 20%\">Durchf\u00fchrung und Auswertung sind standardisiert und von Testleiter:innen unabh\u00e4ngig. Normen sind gem\u00e4ss unseren Recherchen f\u00fcr die deutschsprachige Version gegenw\u00e4rtig keine verf\u00fcgbar.<\/td>\n<td style=\"width: 20%\">Die Ergebnisse sind zuverl\u00e4ssig.<\/td>\n<td style=\"width: 20%\">Belege zur Validit\u00e4t liegen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Inhalt<\/h2>\n<p>Der \u00abPerceptions of Inclusion Questionnaire\u00bb (PIQ) ist ein \u00f6konomischer Fragebogen zur Erfassung von drei zentralen Dimensionen der subjektiv wahrgenommenen schulischen Inklusion: dem emotionalen Wohlbefinden in der Schule, der sozialen Inklusion in der Klasse sowie dem akademischen Selbstkonzept. Nebst der Selbsteinsch\u00e4tzung f\u00fcr Sch\u00fcler:innen (PIQ-S) kann auch eine Fremdeinsch\u00e4tzung vorgenommen werden. Erg\u00e4nzend zur Sch\u00fcler:innenversion sind zwei weitere Versionen f\u00fcr Eltern\/Erziehungsberechtigte (PIQ-E) sowie f\u00fcr Lehrpersonen (PIQ-L) verf\u00fcgbar. Als Screeninginstrument dient der PIQ beispielsweise zur Fr\u00fcherkennung, Evaluation von Interventionen oder zu Forschungszwecken.<\/p>\n<p>Der Fragebogen besteht aus 12 Items, welche auf einer vierstufigen Likert-Skala von \u00abstimmt gar nicht\u00bb bis \u00abstimmt genau\u00bb beurteilt werden. Die Bearbeitungsdauer betr\u00e4gt nur wenige Minuten. Der PIQ liegt zurzeit in 26 verschiedenen Sprachen vor. Die verschiedenen Versionen werden auf der Webseite als PDF-Datei \u00f6ffentlich und kostenlos bereitgestellt. F\u00fcr die Auswertung ist ein Auswertungstool in Form einer Excel-Datei verf\u00fcgbar. Das Auswertungstool erm\u00f6glicht eine einfache Datenauswertung und zudem eine \u00fcbersichtliche Darstellung \u00fcber die gesamte Klasse.<\/p>\n<p>Der PIQ wurde f\u00fcr die Schuleingangsstufe (PIQ-EARLY; Gr\u00fcter et al., 2023) als Einzel-, Kleingruppen- und Schulklassenverfahren adaptiert. Zudem ist eine Weiterentwicklung in Form einer m\u00fcndlichen Einzeltestform f\u00fcr die Kindergartenstufe (PIQ-K; Schurig et al., 2022) vorhanden.<\/p>\n<p>Der PIQ wurde in zahlreichen Studien in verschiedenen sprachlichen Versionen und f\u00fcr unterschiedliche Altersstufen untersucht. Die vorliegenden Angaben beziehen sich auf die deutschsprachige Version des PIQ.<\/p>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\n<\/div>\n<p>Der PIQ basiert auf dem \u00abFragebogen zur Erfassung der Dimensionen der Integration von Sch\u00fclern \u2013 FDI 4-6\u00bb von Haeberlin et al. (1989). Der FDI entstand auf Basis mehrerer Forschungsstudien zur schulischen Integration einer Fribourger Forschungsgruppe und die theoretische Herleitung (u.a. Reference Group Theory; Kelley, 1968) f\u00fchrte zu den drei Dimensionen \u00abemotionale Integration\u00bb, \u00absoziale Integration\u00bb und \u00ableistungsmotivationale Integration\u00bb (Zurbriggen, 2021).<\/p>\n<p>Im Rahmen der Entwicklung einer Kurzversion des FDI 4-6 entstand der KFDI, welcher weitestgehend dem deutschsprachigen PIQ entspricht. Die Entwicklung und Validierung der Kurzversion KFDI wird bei Venetz et al. (2014) umfassend beschrieben. Die Itemformulierung wurde so gew\u00e4hlt, dass der Fragebogen f\u00fcr Sch\u00fcler:innen ab der 3. Klasse sowie mit unterschiedlichen sprachlichen Kompetenzen einsetzbar ist.<\/p>\n<h2>Objektivit\u00e4t<\/h2>\n<p>Die Instruktionen zur Durchf\u00fchrung sind schriftlich vorgegeben und erm\u00f6glichen eine standardisierte Durchf\u00fchrung. Die Auswertung erfolgt anhand einer genauen Anleitung und mit Hilfe eines Auswertungstools. Zur Interpretation der Skalenwerte liegen gem\u00e4ss unseren Recherchen gegenw\u00e4rtig keine Informationen vor.<\/p>\n<p>Die Durchf\u00fchrungs- und Auswertungsobjektivit\u00e4t sind gew\u00e4hrleistet, die Interpretationsobjektivit\u00e4t scheint aufgrund fehlender Normen nicht vollst\u00e4ndig gegeben zu sein.<\/p>\n<h2>Reliabilit\u00e4t<\/h2>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<p>Die drei Skalen weisen gute bis sehr gute interne Konsistenzen auf: \u03b1 = .90 (McDonald\u2019s \u03c9 = .94) f\u00fcr emotionales Wohlbefinden, \u03b1 = .83 (\u03c9 = .90) f\u00fcr soziale Inklusion und \u03b1 = .79 (\u03c9 = .85) f\u00fcr akademisches Selbstkonzept (Zurbriggen et al., 2017). Informationen zur Messgenauigkeit \u00fcber die Zeit liegen f\u00fcr die deutschsprachige Version gem\u00e4ss unserer Recherche noch keine vor, deuten jedoch bei weiteren Untersuchungen mit anderen Sprachversionen auf eine ausreichende Reliabilit\u00e4t hin (Retestreliabilit\u00e4t r<sub>tt<\/sub> &gt; .73; Guillemot &amp; Hessels, 2021).<\/p>\n<h2>Validit\u00e4t<\/h2>\n<p>Die dreifaktorielle Struktur konnte durch Faktorenanalysen in mehreren Untersuchungen best\u00e4tigt werden. Verschiedene Untersuchungen best\u00e4tigen zudem erwartungskonforme Zusammenh\u00e4nge hinsichtlich der Konstruktvalidit\u00e4t und Inhaltsvalidit\u00e4t (z.B. Venetz et al., 2014, Zurbriggen et al., 2017, Knickenberg et al., 2022).<\/p>\n<h2>Normierung<\/h2>\n<p>Normen sind gem\u00e4ss unseren Recherchen f\u00fcr die deutschsprachige Version gegenw\u00e4rtig keine verf\u00fcgbar.<\/p>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Gr\u00fcter S., Goldan J., &amp; Zurbriggen C. L. A. (2023). Examining early learners\u2019 perceptions of inclusion: adaptation of the student version of the perceptions of inclusion questionnaire for first- and second-grade students (PIQ-EARLY). <em>Frontiers in Psychology, 14<\/em>,1181546. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3389\/fpsyg.2023.1181546\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3389\/fpsyg.2023.1181546<\/a><\/li>\n<li>Guillemot, F. &amp; Hessels, M. G. P. (2021). Validation of the student version of the Perceptions of Inclusion Questionnaire on a sample of French students. <em>European Journal of Special Needs Education,<\/em><em>\u00a037<\/em>(5), 850\u2013865. <a href=\"https:\/\/urldefense.com\/v3\/__https:\/doi.org\/10.1080\/08856257.2021.1961195__;!!Dc8iu7o!nrpXLlkQ9ueF6Em3U4t5sZcJG6EzcAWKvM_FgdCmqkIWU3TGsrJ5zQ4gTJtgVOC7c2Q$\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/08856257.2021.1961195<\/a><\/li>\n<li>Haeberlin, U., Moser, U., Bless, G. &amp; Klaghofer, R. (1989). <em>Integration in die Schulklasse. Fragebogen zur Erfassung von Dimensionen der Integration von Sch\u00fclern FDI 4-6.<\/em> Haupt.<\/li>\n<li>Kelley, H. H. (1968). Two functions of reference groups. In H. H. Hyman &amp; E. Singer (Eds.), <em>Readings in reference group theory<\/em> <em>and research <\/em>(pp. 77\u201383). Free Press.<\/li>\n<li>Knickenberg, M., Zurbriggen, C. L. A., &amp; Schwab, S. (2022). Validation of the student version of the Perceptions of Inclusion Questionnaire in primary and secondary education settings. <em>SAGE Open, 12<\/em>(1). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/21582440221079896\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/21582440221079896<\/a><\/li>\n<li>Schurig, M., Kunz, A., Gebhardt, M., Paccaud, A. &amp; Luder, R. (2022). <em>PIQ-K &#8211; Perceptions of Inclusion Questionnaire in Kindergarten.<\/em> Deutsche Version. <a href=\"http:\/\/www.piqinfo.ch\">www.piqinfo.ch<\/a><\/li>\n<li>Venetz, M., Zurbriggen, C. &amp; Eckhart, M. (2014). Entwicklung und erste Validierung einer Kurzversion des \u201eFragebogens zur Erfassung von Dimensionen der Integration von Sch\u00fclern (FDI 4-6)\u201c von Haeberlin, Moser, Bless und Klaghofer.\u00a0<em>Empirische Sonderp\u00e4dagogik<\/em>, <em>2<\/em>, 99-113.<\/li>\n<li>Venetz, M., Zurbriggen, C. L. A., Eckhart, M., Schwab, S., &amp; Hessels, M. G. P. (2015).\u00a0<em>The Perceptions of Inclusion Questionnaire (PIQ).<\/em> Deutsche Version. <a href=\"http:\/\/www.piqinfo.ch\">www.piqinfo.ch<\/a><\/li>\n<li>Zurbriggen, C. L. A., Venetz, M., Schwab, S., &amp; Hessels, M. G. P. (2017). A psychometric analysis of the student version of the perceptions of inclusion questionnaire (PIQ). European Journal of Psychological Assessment, 35, 641\u2013649. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1027\/1015-5759\/a000443\">https:\/\/doi.org\/10.1027\/1015-5759\/a000443<\/a><\/li>\n<li>Zurbriggen, C. (2021). Was und wie gut misst der Perceptions of Inclusion Questionnaire? Qualit\u00e4t, Spezifit\u00e4t und (Weiter\u2011)Entwicklung. In P. Klaver (Hrsg.), <em>Heilp\u00e4dagogische Forschung: Bildung f\u00fcr Alle<\/em>.\u00a0Interkantonale Hochschule f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik.\u00a0<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/chapter\/4-was-und-wie-gut-misst-der-perceptions-of-inclusion-questionnaire\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/chapter\/4-was-und-wie-gut-misst-der-perceptions-of-inclusion-questionnaire\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\n<ul>\n<li>Der Fragebogen ist online (open access) als PDF verf\u00fcgbar: https:\/\/piqinfo.ch\/<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Haben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcberpr\u00fcft: 10\/2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber diagnostische Verfahren.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Martin Venetz, Carmen Zurbriggen, Michael Eckhart, Susanne Schwab &amp; Marco G.P. Hessels (2015) &nbsp; &nbsp; Einsatzbereich 3. bis 9. Klasse Einzel- und Gruppentest Einsatz Heil- und Sonderp\u00e4dagogik Qualit\u00e4tskriterien Theoretische Fundierung Objektivit\u00e4t Reliabilit\u00e4t Validit\u00e4t Bewertung Erl\u00e4uterung Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise. Durchf\u00fchrung und Auswertung sind standardisiert und von Testleiter:innen unabh\u00e4ngig. 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