{"id":574,"date":"2026-10-09T11:16:12","date_gmt":"2026-10-09T09:16:12","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/?post_type=chapter&#038;p=574"},"modified":"2026-10-09T14:05:19","modified_gmt":"2026-10-09T12:05:19","slug":"skalen-zur-erfassung-des-schulischen-selbstkonzepts-sessko","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/chapter\/skalen-zur-erfassung-des-schulischen-selbstkonzepts-sessko\/","title":{"raw":"Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts (SESSKO)","rendered":"Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts (SESSKO)"},"content":{"raw":"von Claudia Sch\u00f6ne, Oliver Dickh\u00e4user, Birgit Spinath &amp; Joachim Stiensmeier-Pelster (2012)\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-528 \" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/wp-content\/uploads\/sites\/108\/2026\/10\/SESSKO.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"377\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>3.-10. Klasse<\/li>\r\n \t<li>Einzel- und Gruppentest<\/li>\r\n \t<li>Einsatz Heil- und Sonderp\u00e4dagogik<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\r\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<td style=\"width: 20%;height: 81px\"><\/td>\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Objektivit\u00e4t<\/th>\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Reliabilit\u00e4t<\/th>\r\n<th style=\"width: 20%;text-align: left\">Validit\u00e4t<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 84px\">\r\n<th style=\"width: 20%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\r\n<td style=\"width: 20%\">Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%\">Durchf\u00fchrung, Auswertung und Interpretation sind standardisiert und von Testleiter:innen unabh\u00e4ngig.<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%\">Die Ergebnisse sind zuverl\u00e4ssig.<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%\">Belege zur Validit\u00e4t liegen vor.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<h2>Inhalt<\/h2>\r\nDie \u00abSkalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts\u00bb (SESSKO) dienen der differenzierten Erfassung des allgemeinen schulischen Selbstkonzepts von Sch\u00fcler:innen der 3. bis 10. Klasse. Die SESSKO k\u00f6nnen eingesetzt werden, wenn die Vermutung besteht, dass zu niedrige oder zu hohe Einsch\u00e4tzungen der eigenen F\u00e4higkeiten zu allgemeinen Leistungsproblemen im Schulkontext beitragen. Die SESSKO umfassen vier Skalen zum schulischen Selbstkonzept. Dabei bewerten die Sch\u00fcler:innen ihre F\u00e4higkeiten im Vergleich zu Mitsch\u00fcler:innen (\u00absozial\u00bb), zu den schulischen Anforderungen (\u00abkriterial\u00bb), zu ihren eigenen fr\u00fcheren F\u00e4higkeiten (\u00abindividuell\u00bb) oder unabh\u00e4ngig von einer bestimmten Bezugsnorm (\u00ababsolut\u00bb).\r\n\r\nDer Fragebogen besteht aus insgesamt 22 Items, welche auf einer f\u00fcnfstufigen Antwortskala beantwortet werden. Die SESSKO werden als Paper-Pencil-Verfahren durchgef\u00fchrt. Die Bearbeitungsdauer betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 10-15 min in der Primarstufe und 7-15 min in der Sekundarstufe. Die Auswertung dauert etwa 5-7 min. Je nach Fragestellung k\u00f6nnen einzelne Skalen des Fragebogens separat erfasst werden.\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\r\n<\/div>\r\nTheorien zum Selbstkonzept integrieren oftmals kognitive wie auch affektive Komponenten des Selbstkonzepts (Arens et al., 2011), dementsprechend wird zwischen Selbstbeschreibung von Selbstbewertung unterschieden. In den SESSKO wird das schulische F\u00e4higkeitsselbstkonzept ohne emotionale Bewertungen erfasst. Das F\u00e4higkeitsselbstkonzept beschreibt die Gesamtheit der kognitiven Repr\u00e4sentationen eigener F\u00e4higkeiten in akademischen Leistungssituationen (Meyer, 1984; Pekrun, 1983). Bei der Fragebogenkonstruktion wurden Items formuliert, welche sich auf kognitive Elemente fokussieren und keine wertenden Aspekte \u00fcber die eigene F\u00e4higkeit beinhalten.\r\n\r\nIn den kognitiven Repr\u00e4sentationen k\u00f6nnen Vergleichsprozesse in Relation zu verschiedenen Bezugsnormen stattfinden (Sch\u00f6ne et al., 2003): die soziale Bezugsnorm (eigene F\u00e4higkeiten werden mit F\u00e4higkeiten anderer verglichen), die individuelle Bezugsnorm (eigene F\u00e4higkeit wird mit einem fr\u00fcheren Zeitpunkt verglichen) und die kriteriale Bezugsnorm (Leistung wird anhand von Kriterien z.B. Lernzielen verglichen). Zudem k\u00f6nnen Aussagen zur H\u00f6he der eigenen F\u00e4higkeit auch unabh\u00e4ngig einer bestimmten Bezugsnorm getroffen werden (absolut). Das F\u00e4higkeitsselbstkonzept kann die Leistungen und entsprechend auch schulische Leistungen positiv wie auch negativ beeinflussen.\r\n<h2>Objektivit\u00e4t<\/h2>\r\nDie Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t ist durch eine genaue Durchf\u00fchrungsanleitung sowie w\u00f6rtlichen Instruktionen gew\u00e4hrleistet. Zur Auswertung liegen eine Auswertungsschablone und exakte Auswertungshinweise vor. Die erreichten Werte k\u00f6nnen mit Hilfe der Normtabellen eindeutig zugeordnet und interpretiert werden.\r\n\r\nInsgesamt tr\u00e4gt die pr\u00e4zise Einhaltung der vorgegebenen Instruktionen und Anleitungen zu einer hohen Durchf\u00fchrungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivit\u00e4t bei.\r\n<h2>Reliabilit\u00e4t<\/h2>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n\r\nDie SESSKO weisen f\u00fcr die vier Skalen sehr gute interne Konsistenzen (Cronbachs \u03b1) auf: F\u00fcr die Primarstufe von \u03b1 = .80 bis .86 sowie f\u00fcr die Sekundarstufe von \u03b1 = .82 bis .89. Die Split-half-Reliabilit\u00e4tskennwerte nach Spearman-Brown liegen zwischen r<sub>tt<\/sub> = .84 und .87 (Primarstufe) sowie zwischen r<sub>tt<\/sub> = .84 und .88 (Sekundarstufe).\r\n\r\nDie Test-Retest-Reliabilit\u00e4ten (Zeitspanne: 6 Monate) wurden bei zwei Teilstichproben berechnet und liegen zwischen r<sub>tt<\/sub> = .59 bis r<sub>tt<\/sub> = .68. Dabei ist zu beachten, dass bei einer Teilstichprobe innerhalb des entsprechenden Zeitraumes ein Schuljahreswechsel mit Zeugnisvergabe stattfand.\r\n\r\nDie Reliabilit\u00e4tswerte des SESSKO zur internen Konsistenz und Split-Half-Reliabilit\u00e4t sind durchg\u00e4ngig als hoch einzusch\u00e4tzen. Die Retest-Reliabilit\u00e4tskennwerte sind als ausreichend einzuordnen.\r\n<h2>Validit\u00e4t<\/h2>\r\nDie Drei-Faktorenstruktur der drei Skalen \u00absozial\u00bb, \u00abindividuell\u00bb und \u00abkriterial\u00bb sowie die einfaktorielle Struktur der Skala \u00ababsolut\u00bb konnten anhand Faktorenanalysen best\u00e4tigt werden. Die zur Pr\u00fcfung der konvergenten Validit\u00e4t untersuchten Instrumente zur Erfassung des F\u00e4higkeitsselbstkonzepts korrelieren erwartungsgem\u00e4ss positiv. F\u00fcr die schulische Selbstwirksamkeit fielen die Werte etwas tiefer als erwartet raus. Aufgrund theoretischer \u00dcberlegungen wird erwartet, dass der Selbstwert moderat positiv mit dem F\u00e4higkeitsselbstkonzept zusammenh\u00e4ngt, gleichzeitig aber die Zusammenh\u00e4nge zu gering ausfallen, um es als Gesamtkonstrukt zu betrachten. Die mittelhohen positiven Korrelationen entsprechen den erwarteten Zusammenh\u00e4ngen. \u00dcberpr\u00fcfungen zu Pr\u00fcfungs\u00e4ngstlichkeit und Lernzielorientierung best\u00e4tigen die diskriminante Validit\u00e4t. Zudem zeigte sich hinsichtlich der Kriteriumsvalidit\u00e4t, dass ein h\u00f6heres F\u00e4higkeitsselbstkonzept mit besseren Schulnoten einhergeht. Die Analysen zur Reliabilit\u00e4t und Validit\u00e4t beziehen sich auf Analysestichproben von 2001 sowie von 2012.\r\n\r\nInsgesamt k\u00f6nnen die SESSKO aufgrund der vorliegenden Befunde als valides Instrument eingestuft werden.\r\n<h2>Normierung<\/h2>\r\nDie Erhebung der Daten der Normierungsstichprobe (N = \u00a03'348) fand 2012 statt. Neben Grundschulen waren Gymnasien, Gesamtschulen, Realschulen, Hauptschulen und Sekundarschulen aus sieben Bundesl\u00e4ndern vertreten. Die Stichprobe repr\u00e4sentiert die tats\u00e4chliche Verteilung auf verschieden Schulformen, Klassenstufen sowie l\u00e4ndlichen und st\u00e4dtischen Gebieten sehr gut. F\u00fcr jede Schulstufe enthalten die Normtabellen jeweils Prozentrang, T-Wert und T-Wert Band.\r\n<h2>Literatur<\/h2>\r\n<\/div>\r\n<ul>\r\n \t<li>Arens, A. K., Yeung, A. S., Craven, R. G., &amp; Hasselhorn, M. (2011). The twofold multidimensionality of academic self-concept: Domain specificity and separation between competence and affect components. <em>Journal of Educational Psychology<\/em>, <em>103<\/em>(4), 970-981.<\/li>\r\n \t<li>Meyer, W.-U. (1984). <em>Das Konzept von der eigenen Begabung.<\/em> Hans Huber.<\/li>\r\n \t<li>Pekrun, R. (1983). <em>Schulische Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung.<\/em> Frankfurt: Lang Verlag.<\/li>\r\n \t<li>Sch\u00f6ne, C., Dickh\u00e4user, O., Spinath, B., &amp; Stiensmeier-Pelster, J. (2003). Das F\u00e4higkeitsselbstkonzept und seine Erfassung. In J. Stiensmeier-Pelster &amp; F. Rheinberg (Hrsg.), <em>Diagnostik von Motivation und Selbstkonzept (Tests und Trends, Jahrbuch der p\u00e4dagogisch-psychologischen Diagnostik N.F.)<\/em>, (Bd. 2, S. 3-14). Hogrefe.<\/li>\r\n \t<li>Sch\u00f6ne, C., Dickh\u00e4user, O., Spinath, B., &amp; Stiensmeier-Pelster, J. (2012). <em>SESSKO. Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts <\/em>(2. Aufl.)<em>. <\/em>Hogrefe.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>In der <a href=\"https:\/\/zph.swisscovery.slsp.ch\/permalink\/41SLSP_PHZ\/100i9dp\/alma990099865220205521\">Testothek<\/a> verf\u00fcgbar<\/li>\r\n \t<li>Im <a href=\"https:\/\/zph.swisscovery.slsp.ch\/permalink\/41SLSP_PHZ\/100i9dp\/alma990099865220205521\">Didaktischen Zentrum<\/a> (DiZ) verf\u00fcgbar<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\nHaben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n\u00dcberpr\u00fcft: 10\/2026\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber diagnostische Verfahren.<\/a>","rendered":"<p>von Claudia Sch\u00f6ne, Oliver Dickh\u00e4user, Birgit Spinath &amp; Joachim Stiensmeier-Pelster (2012)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-528\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/wp-content\/uploads\/sites\/108\/2026\/10\/SESSKO.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"377\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\n<ul>\n<li>3.-10. Klasse<\/li>\n<li>Einzel- und Gruppentest<\/li>\n<li>Einsatz Heil- und Sonderp\u00e4dagogik<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<td style=\"width: 20%;height: 81px\"><\/td>\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Objektivit\u00e4t<\/th>\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Reliabilit\u00e4t<\/th>\n<th style=\"width: 20%;text-align: left\">Validit\u00e4t<\/th>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 84px\">\n<th style=\"width: 20%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<th style=\"width: 20%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\n<td style=\"width: 20%\">Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\n<td style=\"width: 20%\">Durchf\u00fchrung, Auswertung und Interpretation sind standardisiert und von Testleiter:innen unabh\u00e4ngig.<\/td>\n<td style=\"width: 20%\">Die Ergebnisse sind zuverl\u00e4ssig.<\/td>\n<td style=\"width: 20%\">Belege zur Validit\u00e4t liegen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Inhalt<\/h2>\n<p>Die \u00abSkalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts\u00bb (SESSKO) dienen der differenzierten Erfassung des allgemeinen schulischen Selbstkonzepts von Sch\u00fcler:innen der 3. bis 10. Klasse. Die SESSKO k\u00f6nnen eingesetzt werden, wenn die Vermutung besteht, dass zu niedrige oder zu hohe Einsch\u00e4tzungen der eigenen F\u00e4higkeiten zu allgemeinen Leistungsproblemen im Schulkontext beitragen. Die SESSKO umfassen vier Skalen zum schulischen Selbstkonzept. Dabei bewerten die Sch\u00fcler:innen ihre F\u00e4higkeiten im Vergleich zu Mitsch\u00fcler:innen (\u00absozial\u00bb), zu den schulischen Anforderungen (\u00abkriterial\u00bb), zu ihren eigenen fr\u00fcheren F\u00e4higkeiten (\u00abindividuell\u00bb) oder unabh\u00e4ngig von einer bestimmten Bezugsnorm (\u00ababsolut\u00bb).<\/p>\n<p>Der Fragebogen besteht aus insgesamt 22 Items, welche auf einer f\u00fcnfstufigen Antwortskala beantwortet werden. Die SESSKO werden als Paper-Pencil-Verfahren durchgef\u00fchrt. Die Bearbeitungsdauer betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 10-15 min in der Primarstufe und 7-15 min in der Sekundarstufe. Die Auswertung dauert etwa 5-7 min. Je nach Fragestellung k\u00f6nnen einzelne Skalen des Fragebogens separat erfasst werden.<\/p>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\n<\/div>\n<p>Theorien zum Selbstkonzept integrieren oftmals kognitive wie auch affektive Komponenten des Selbstkonzepts (Arens et al., 2011), dementsprechend wird zwischen Selbstbeschreibung von Selbstbewertung unterschieden. In den SESSKO wird das schulische F\u00e4higkeitsselbstkonzept ohne emotionale Bewertungen erfasst. Das F\u00e4higkeitsselbstkonzept beschreibt die Gesamtheit der kognitiven Repr\u00e4sentationen eigener F\u00e4higkeiten in akademischen Leistungssituationen (Meyer, 1984; Pekrun, 1983). Bei der Fragebogenkonstruktion wurden Items formuliert, welche sich auf kognitive Elemente fokussieren und keine wertenden Aspekte \u00fcber die eigene F\u00e4higkeit beinhalten.<\/p>\n<p>In den kognitiven Repr\u00e4sentationen k\u00f6nnen Vergleichsprozesse in Relation zu verschiedenen Bezugsnormen stattfinden (Sch\u00f6ne et al., 2003): die soziale Bezugsnorm (eigene F\u00e4higkeiten werden mit F\u00e4higkeiten anderer verglichen), die individuelle Bezugsnorm (eigene F\u00e4higkeit wird mit einem fr\u00fcheren Zeitpunkt verglichen) und die kriteriale Bezugsnorm (Leistung wird anhand von Kriterien z.B. Lernzielen verglichen). Zudem k\u00f6nnen Aussagen zur H\u00f6he der eigenen F\u00e4higkeit auch unabh\u00e4ngig einer bestimmten Bezugsnorm getroffen werden (absolut). Das F\u00e4higkeitsselbstkonzept kann die Leistungen und entsprechend auch schulische Leistungen positiv wie auch negativ beeinflussen.<\/p>\n<h2>Objektivit\u00e4t<\/h2>\n<p>Die Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t ist durch eine genaue Durchf\u00fchrungsanleitung sowie w\u00f6rtlichen Instruktionen gew\u00e4hrleistet. Zur Auswertung liegen eine Auswertungsschablone und exakte Auswertungshinweise vor. Die erreichten Werte k\u00f6nnen mit Hilfe der Normtabellen eindeutig zugeordnet und interpretiert werden.<\/p>\n<p>Insgesamt tr\u00e4gt die pr\u00e4zise Einhaltung der vorgegebenen Instruktionen und Anleitungen zu einer hohen Durchf\u00fchrungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivit\u00e4t bei.<\/p>\n<h2>Reliabilit\u00e4t<\/h2>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<p>Die SESSKO weisen f\u00fcr die vier Skalen sehr gute interne Konsistenzen (Cronbachs \u03b1) auf: F\u00fcr die Primarstufe von \u03b1 = .80 bis .86 sowie f\u00fcr die Sekundarstufe von \u03b1 = .82 bis .89. Die Split-half-Reliabilit\u00e4tskennwerte nach Spearman-Brown liegen zwischen r<sub>tt<\/sub> = .84 und .87 (Primarstufe) sowie zwischen r<sub>tt<\/sub> = .84 und .88 (Sekundarstufe).<\/p>\n<p>Die Test-Retest-Reliabilit\u00e4ten (Zeitspanne: 6 Monate) wurden bei zwei Teilstichproben berechnet und liegen zwischen r<sub>tt<\/sub> = .59 bis r<sub>tt<\/sub> = .68. Dabei ist zu beachten, dass bei einer Teilstichprobe innerhalb des entsprechenden Zeitraumes ein Schuljahreswechsel mit Zeugnisvergabe stattfand.<\/p>\n<p>Die Reliabilit\u00e4tswerte des SESSKO zur internen Konsistenz und Split-Half-Reliabilit\u00e4t sind durchg\u00e4ngig als hoch einzusch\u00e4tzen. Die Retest-Reliabilit\u00e4tskennwerte sind als ausreichend einzuordnen.<\/p>\n<h2>Validit\u00e4t<\/h2>\n<p>Die Drei-Faktorenstruktur der drei Skalen \u00absozial\u00bb, \u00abindividuell\u00bb und \u00abkriterial\u00bb sowie die einfaktorielle Struktur der Skala \u00ababsolut\u00bb konnten anhand Faktorenanalysen best\u00e4tigt werden. Die zur Pr\u00fcfung der konvergenten Validit\u00e4t untersuchten Instrumente zur Erfassung des F\u00e4higkeitsselbstkonzepts korrelieren erwartungsgem\u00e4ss positiv. F\u00fcr die schulische Selbstwirksamkeit fielen die Werte etwas tiefer als erwartet raus. Aufgrund theoretischer \u00dcberlegungen wird erwartet, dass der Selbstwert moderat positiv mit dem F\u00e4higkeitsselbstkonzept zusammenh\u00e4ngt, gleichzeitig aber die Zusammenh\u00e4nge zu gering ausfallen, um es als Gesamtkonstrukt zu betrachten. Die mittelhohen positiven Korrelationen entsprechen den erwarteten Zusammenh\u00e4ngen. \u00dcberpr\u00fcfungen zu Pr\u00fcfungs\u00e4ngstlichkeit und Lernzielorientierung best\u00e4tigen die diskriminante Validit\u00e4t. Zudem zeigte sich hinsichtlich der Kriteriumsvalidit\u00e4t, dass ein h\u00f6heres F\u00e4higkeitsselbstkonzept mit besseren Schulnoten einhergeht. Die Analysen zur Reliabilit\u00e4t und Validit\u00e4t beziehen sich auf Analysestichproben von 2001 sowie von 2012.<\/p>\n<p>Insgesamt k\u00f6nnen die SESSKO aufgrund der vorliegenden Befunde als valides Instrument eingestuft werden.<\/p>\n<h2>Normierung<\/h2>\n<p>Die Erhebung der Daten der Normierungsstichprobe (N = \u00a03&#8217;348) fand 2012 statt. Neben Grundschulen waren Gymnasien, Gesamtschulen, Realschulen, Hauptschulen und Sekundarschulen aus sieben Bundesl\u00e4ndern vertreten. Die Stichprobe repr\u00e4sentiert die tats\u00e4chliche Verteilung auf verschieden Schulformen, Klassenstufen sowie l\u00e4ndlichen und st\u00e4dtischen Gebieten sehr gut. F\u00fcr jede Schulstufe enthalten die Normtabellen jeweils Prozentrang, T-Wert und T-Wert Band.<\/p>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Arens, A. K., Yeung, A. S., Craven, R. G., &amp; Hasselhorn, M. (2011). The twofold multidimensionality of academic self-concept: Domain specificity and separation between competence and affect components. <em>Journal of Educational Psychology<\/em>, <em>103<\/em>(4), 970-981.<\/li>\n<li>Meyer, W.-U. (1984). <em>Das Konzept von der eigenen Begabung.<\/em> Hans Huber.<\/li>\n<li>Pekrun, R. (1983). <em>Schulische Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung.<\/em> Frankfurt: Lang Verlag.<\/li>\n<li>Sch\u00f6ne, C., Dickh\u00e4user, O., Spinath, B., &amp; Stiensmeier-Pelster, J. (2003). Das F\u00e4higkeitsselbstkonzept und seine Erfassung. In J. Stiensmeier-Pelster &amp; F. Rheinberg (Hrsg.), <em>Diagnostik von Motivation und Selbstkonzept (Tests und Trends, Jahrbuch der p\u00e4dagogisch-psychologischen Diagnostik N.F.)<\/em>, (Bd. 2, S. 3-14). Hogrefe.<\/li>\n<li>Sch\u00f6ne, C., Dickh\u00e4user, O., Spinath, B., &amp; Stiensmeier-Pelster, J. (2012). <em>SESSKO. Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts <\/em>(2. Aufl.)<em>. <\/em>Hogrefe.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\n<ul>\n<li>In der <a href=\"https:\/\/zph.swisscovery.slsp.ch\/permalink\/41SLSP_PHZ\/100i9dp\/alma990099865220205521\">Testothek<\/a> verf\u00fcgbar<\/li>\n<li>Im <a href=\"https:\/\/zph.swisscovery.slsp.ch\/permalink\/41SLSP_PHZ\/100i9dp\/alma990099865220205521\">Didaktischen Zentrum<\/a> (DiZ) verf\u00fcgbar<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Haben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcberpr\u00fcft: 10\/2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber diagnostische Verfahren.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Claudia Sch\u00f6ne, Oliver Dickh\u00e4user, Birgit Spinath &amp; Joachim Stiensmeier-Pelster (2012) &nbsp; Einsatzbereich 3.-10. Klasse Einzel- und Gruppentest Einsatz Heil- und Sonderp\u00e4dagogik Qualit\u00e4tskriterien Theoretische Fundierung Objektivit\u00e4t Reliabilit\u00e4t Validit\u00e4t Bewertung Erl\u00e4uterung Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise. Durchf\u00fchrung, Auswertung und Interpretation sind standardisiert und von Testleiter:innen unabh\u00e4ngig. Die Ergebnisse sind zuverl\u00e4ssig. 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