{"id":233,"date":"2026-07-27T14:22:16","date_gmt":"2026-07-27T12:22:16","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/?post_type=chapter&#038;p=233"},"modified":"2026-10-09T13:54:15","modified_gmt":"2026-10-09T11:54:15","slug":"foerderdiagnostik-rechtschreibung-testbatterie-morpheus-tb","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/chapter\/foerderdiagnostik-rechtschreibung-testbatterie-morpheus-tb\/","title":{"raw":"F\u00f6rderdiagnostik Rechtschreibung \u2013 Testbatterie (MORPHEUS-TB): F\u00f6rderdiagnostischer Rechtschreibtest (FDRT), F\u00f6rderdiagnostische Rechtschreibfehleranalyse (FDRA), Screening zur Erfassung der morphematischen Bewusstheit (SMB)","rendered":"F\u00f6rderdiagnostik Rechtschreibung \u2013 Testbatterie (MORPHEUS-TB): F\u00f6rderdiagnostischer Rechtschreibtest (FDRT), F\u00f6rderdiagnostische Rechtschreibfehleranalyse (FDRA), Screening zur Erfassung der morphematischen Bewusstheit (SMB)"},"content":{"raw":"von Reinhard Kargl unter Mitarbeit von Andrea Wendtner (2021)\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-235 \" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/wp-content\/uploads\/sites\/108\/2026\/07\/MORPHEUS.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"373\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>4. bis 7. Klasse<\/li>\r\n \t<li>Einzel- oder Gruppentest (FDRT, SMB)<\/li>\r\n \t<li>Einsatz Heil- und Sonderp\u00e4dagogik<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\r\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<td style=\"width: 20%;height: 81px\"><\/td>\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Objektivit\u00e4t<\/th>\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Reliabilit\u00e4t<\/th>\r\n<th style=\"width: 20%;text-align: left\">Validit\u00e4t<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 84px\">\r\n<th style=\"width: 20%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<th style=\"width: 20%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\r\n<td style=\"width: 20%\">Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%\">Durchf\u00fchrung, Auswertung und Interpretation sind standardisiert und von Testleiter:innen unabh\u00e4ngig.<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%\">Die Ergebnisse sind zuverl\u00e4ssig.<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%\">Belege zur Validit\u00e4t liegen vor.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<h2>Inhalt<\/h2>\r\nDie MORPHEUS-Testbatterie ist ein Instrument zur F\u00f6rderdiagnostik von Rechtschreibkompetenzen von Sch\u00fcler:innen der 4. bis 7. Klasse. Die Testbatterie besteht aus drei sich erg\u00e4nzenden Testteilen.\r\n\r\nDer F\u00f6rderdiagnostische Rechtschreibtest (FDRT) erm\u00f6glicht sowohl eine quantitative Erfassung der Rechtschreibleistung als auch eine qualitative Analyse von zehn spezifischen Fehlerschwerpunkten. Die detaillierte Fehleranalyse erm\u00f6glicht eine individuelle F\u00f6rderplanung. Das Verfahren wird im Paper-Pencil-Format als L\u00fcckentext-Diktat durchgef\u00fchrt. Es liegen zwei parallele Versionen vor, was eine pr\u00e4zise Verlaufskontrolle erm\u00f6glicht. Die Bearbeitungszeit betr\u00e4gt bei einem Test 20 bis 25 Minuten. Als Langform k\u00f6nnen beide Versionen nacheinander durchgef\u00fchrt werden, um ein umfassenderes Bild zu erhalten. Dabei dauert die Durchf\u00fchrung 40 bis 50 Minuten. Der Test kann sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting durchgef\u00fchrt werden. Der FDRT wird manuell oder computergest\u00fctzt ausgewertet.\r\n\r\nErg\u00e4nzend dazu erlaubt die F\u00f6rderdiagnostische Rechtschreibfehleranalyse (FDRA) die qualitative Untersuchung freier Texte von Sch\u00fcler:innen der Klassen 3 bis 9. Die FDRA wurde in Anlehnung an den FDRT entwickelt und erweitert. Mit zw\u00f6lf Kategorien bietet sie ein detailliertes Raster f\u00fcr die therapeutische und schulische F\u00f6rderplanung. F\u00fcr die pr\u00e4zise Analyse der Fehlerschwerpunkte werden Textmengen von mindestens 350 W\u00f6rtern und 60 Fehlern ben\u00f6tigt (Thom\u00e9 &amp; Thom\u00e9, 2010).\r\n\r\nDer dritte Bestandteil, das Screening zur Erfassung der morphematischen Bewusstheit (SMB), pr\u00fcft gezielt die morphematischen Kompetenzen der Lernenden. Diese gelten als relevante Voraussetzungen f\u00fcr die Rechtschreibkompetenzen (Volkmer et al., 2019; Fink et al, 2012). Die Aufgabe besteht darin, Pseudow\u00f6rter grammatikalisch anzupassen, damit sie in die vorgegebenen L\u00fcckentexte passen. Dadurch wird sichergestellt, dass die L\u00f6sung auf der Anwendung von Regeln und nicht auf dem reinen lexikalischen Abruf basiert. Die Durchf\u00fchrung des Tests dauert 20 bis 25 Minuten und erfolgt im Einzel- oder Gruppensetting. Die Auswertung erfolgt manuell oder computergest\u00fctzt.\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\r\n<\/div>\r\nDie theoretische Basis des MORPHEUS-TB st\u00fctzt sich auf etablierte Phasenmodelle des Schriftspracherwerbs, die den \u00dcbergang von einer anf\u00e4nglich lautorientierten Verschriftlichung hin zur korrekten orthographischen Schreibung beschreiben (Thom\u00e9, 1999). Da Defizite in der orthographischen Phase als Kernsymptome von Lese-Rechtschreibst\u00f6rungen gelten (vgl. Moll &amp; Landerl, 2014), sind die zehn Fehlerkategorien des FDRT unmittelbar aus diesem Phasenmodell abgeleitet. Sie erfassen systematisch den Bereich zwischen lautorientiertem Schreiben und der Beherrschung orthographischer Regeln. In der qualitativen Fehleranalyse (FDRA) bildet, wie im FDRT, das Graphem den zentralen Ausgangspunkt, wobei die explizite Einbeziehung morphematischer Rechtschreibph\u00e4nomene das Verfahren von herk\u00f6mmlichen Analysen abgrenzt.\r\n\r\nEin wesentlicher Pfeiler des Testkonzepts ist die morphematische Bewusstheit, die als Teil der linguistischen Bewusstheit definiert wird. Sie entwickelt sich bereits ab einem Alter von zwei bis drei Jahren (Volkmer et al., 2019). Sie beschreibt die F\u00e4higkeit, Morpheme als kleinste bedeutungstragende Einheiten der Sprache zu erkennen, W\u00f6rter strukturell zu gliedern und \u00fcber deren Gebrauch zu reflektieren (Casalis et al., 2004). Empirische Befunde (Fink et al., 2012) weisen darauf hin, dass die morphematische Bewusstheit eng mit der allgemeinen Rechtschreibleistung und der morphematischen Rechtschreibkompetenz zusammenh\u00e4ngt, insbesondere beim Schreiben morphologisch komplexer W\u00f6rter (Leong, 2000). Dabei ist zwischen morphematischer Bewusstheit und der Anwendung morphematischer Rechtschreibstrategien zu unterscheiden.\r\n<h2>Objektivit\u00e4t<\/h2>\r\nF\u00fcr den FDRT wird die Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t durch standardisierte Vorgaben im Manual sichergestellt. Die Auswertungsobjektivit\u00e4t ist durch klare Anweisungen, Praxisbeispiele sowie die Option eines computergest\u00fctzten Auswertungsformats gew\u00e4hrleistet. Dank eindeutiger Fehlerkategorien pro Wort und der bereitgestellten Normtabellen ist die Interpretationsobjektivit\u00e4t gegeben.\r\n\r\nAuch das SMB weist eine hohe Objektivit\u00e4t auf. Die Instruktionen im Manual erm\u00f6glichen eine standardisierte Durchf\u00fchrung, w\u00e4hrend sowohl ein Auswertungsbogen als auch ein digitales Programm zur Auswertung zur Verf\u00fcgung stehen. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgt ebenfalls objektiv anhand von Normtabellen.\r\n\r\nInsgesamt sind beide Testteile der MORPHEUS-TB objektive diagnostische Instrumente zur Erfassung von Rechtschreibkompetenzen.\r\n<h2>Reliabilit\u00e4t<\/h2>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n\r\nHinsichtlich der Messgenauigkeit weist die MORPHEUS-TB durchg\u00e4ngig hohe Kennwerte auf. F\u00fcr den FDRT wurde die Paralleltest-Reliabilit\u00e4t von durchschnittlich r<sub>tt<\/sub> = .88 ermittelt, wobei die Werte \u00fcber die Klassenstufen 4 bis 7 hinweg stabil zwischen r<sub>tt<\/sub> = .83 und .90 liegen. Die interne Konsistenz (Cronbachs \u03b1) ist f\u00fcr beide Parallelformen sehr hoch: Form A: \u03b1 = .89 bis .91; Form B: \u03b1 = .91 bis .92; Kombination Form A+B: \u03b1 = .95.\r\n\r\nF\u00fcr das SMB wurde ebenfalls die interne Konsistenz \u00fcberpr\u00fcft, wobei die Werte f\u00fcr die Klassenstufen 4 bis 7 zwischen \u03b1 = .86 und .88 liegen, was einer hohen Reliabilit\u00e4t entspricht. Damit erweist sich die MORPHEUS-TB als ein zuverl\u00e4ssiges Messinstrument zur Erfassung der Rechtschreibleistung und der morphematischen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen.\r\n<h2>Validit\u00e4t<\/h2>\r\nDie Validit\u00e4t der MORPHEUS-TB wurde f\u00fcr beide Testteile umfassend belegt. F\u00fcr den FDRT und das SMB wird die Inhaltsvalidit\u00e4t als gegeben betrachtet, da die Aufgabenstellungen die zu messenden Merkmale direkt abbilden. Beim SMB wird durch den Einsatz von Pseudow\u00f6rtern zudem sichergestellt, dass die Ergebnisse nicht durch Merkeffekte verf\u00e4lscht werden.\r\n\r\nDie Kriteriumsvalidit\u00e4t des FDRT zeigt sich in hohen Korrelationen mit etablierten Verfahren wie der HSP (r = .76 bis .77) und dem DRT 5 (r = .77 bis .78). Auch f\u00fcr das SMB liegen solide Zusammenh\u00e4nge mit dem FDRT (r = .62) und der HSP (r = .61) vor. Die diskriminante Validit\u00e4t wird durch vergleichsweise geringe Korrelationen mit Grundintelligenztests (CFT 20-R; r = .29 bis .31) gest\u00fctzt, was belegt, dass das Verfahren spezifische Rechtschreibkompetenzen und nicht lediglich die allgemeine kognitive Leistungsf\u00e4higkeit misst. Zudem korrelieren die Ergebnisse beider Testteile erwartungsgem\u00e4ss st\u00e4rker mit den Deutschnoten als mit den Mathenoten der Sch\u00fcler:innen. Damit erweist sich die MORPHEUS-TB als ein valides Instrument zur differenzierten Erfassung der Rechtschreib- und Morphemkompetenz.\r\n<h2>Normierung<\/h2>\r\nDie Normierung des FDRT und des SMB basiert auf einer Stichprobe von insgesamt 1\u2019656 Sch\u00fcler:innen der 4. bis 7. Schulstufe. Die Normierung fand zwischen Mai 2014 und Februar 2016 in Deutschland und \u00d6sterreich statt und deckt verschiedene Schulformen wie Grund-\/Volksschulen, Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien ab.\r\n\r\nEine Besonderheit des FDRT ist die Bereitstellung spezifischer Normen f\u00fcr unterschiedliche Schulformen sowie f\u00fcr Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache, was eine pr\u00e4zise f\u00f6rderdiagnostische Einordnung erm\u00f6glicht. Trotz signifikanter Leistungsunterschiede zwischen M\u00e4dchen und Jungen wurde auf geschlechtergetrennte Normtabellen verzichtet, um der g\u00e4ngigen Beurteilungspraxis im Schulalltag zu entsprechen. Die Normen liegen in Form von Prozentr\u00e4ngen f\u00fcr die Gesamtleistung sowie als separate Normen f\u00fcr die einzelnen Fehlerkategorien vor. F\u00fcr die FDRA liegen keine Normen vor, da die Analyse von Fehlern in Freitexten als individuelle F\u00f6rderdiagnostik dienen soll.\r\n<h2>Literatur<\/h2>\r\n<\/div>\r\n<ul>\r\n \t<li>Casalis, S., Cole, P. &amp; Sopo, D. (2004). Morphological Awareness in Developmental Dyslexia. <em>Annals of Dyslexia, 54<\/em>(1), 114-138. \u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11881-004-0006-z\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11881-004-0006-z<\/a><\/li>\r\n \t<li>Fink, A., Pucher, S., Reicher, A., Purgstaller, C. &amp; Kargl, R. (2012). Entwicklung eines Tests zur Erfassung der morphematischen Bewusstheit: Erste Daten. <em>Empirische P\u00e4dagogik, 26<\/em>(4), 423-451.<\/li>\r\n \t<li>Kargl, R. (2021). <em>F\u00f6rderdiagnostik Rechtschreibung \u2013 Testbatterie (MORPHEUS-TB)<\/em>. Hogrefe.<\/li>\r\n \t<li>Leong, C. K. (2000). Rapid processing of base and derived forms of words and grades 4, 5 and 6 children\u2019s spelling. <em>Reading and Writing, 12<\/em>, 277-302. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1023\/A:1008168902922\">https:\/\/doi.org\/10.1023\/A:1008168902922<\/a><\/li>\r\n \t<li>Moll, K. &amp; Landerl, K. (2014). <em>Lese- und Rechtschreibtest (SLRT-II)<\/em> (2., korrigierte Auflage mit erweiterten Normen). Hogrefe.<\/li>\r\n \t<li>Thom\u00e9, J. (1999). <em>Orthographieerwerb. Qualitative Fehleranalysen zum Aufbau der orthografischen Kompetenz<\/em>. Lang.<\/li>\r\n \t<li>Thom\u00e9, G. &amp; Thom\u00e9, D. (2010). <em>Oldenburger Fehleranalyse f\u00fcr die Klassen 3-9 (OLFA 3-9)<\/em>. ISB.<\/li>\r\n \t<li>Volkmer, S., Schulte-K\u00f6rne, G. &amp; Galuschka, K. (2019). Die Rolle der morphologischen Bewusstheit bei Lese- und Rechtschreibleistungen. <em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 47<\/em>(4), 334-344. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917\/a000652\">https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917\/a000652<\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>In der <a href=\"https:\/\/slsp-zph.primo.exlibrisgroup.com\/permalink\/41SLSP_PHZ\/100i9dp\/alma99116780362505521\">Testothek<\/a> verf\u00fcgbar<\/li>\r\n \t<li>Im <a href=\"https:\/\/slsp-zph.primo.exlibrisgroup.com\/permalink\/41SLSP_PHZ\/100i9dp\/alma99116780362505521\">Didaktischen Zentrum<\/a> (DiZ) verf\u00fcgbar<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\nHaben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n\u00dcberpr\u00fcft: 07\/2026\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber diagnostische Verfahren.<\/a>","rendered":"<p>von Reinhard Kargl unter Mitarbeit von Andrea Wendtner (2021)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-235\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/wp-content\/uploads\/sites\/108\/2026\/07\/MORPHEUS.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"373\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\n<ul>\n<li>4. bis 7. Klasse<\/li>\n<li>Einzel- oder Gruppentest (FDRT, SMB)<\/li>\n<li>Einsatz Heil- und Sonderp\u00e4dagogik<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<td style=\"width: 20%;height: 81px\"><\/td>\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Objektivit\u00e4t<\/th>\n<th style=\"width: 20%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Reliabilit\u00e4t<\/th>\n<th style=\"width: 20%;text-align: left\">Validit\u00e4t<\/th>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 84px\">\n<th style=\"width: 20%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left;width: 20%\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<th style=\"width: 20%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\n<td style=\"width: 20%\">Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\n<td style=\"width: 20%\">Durchf\u00fchrung, Auswertung und Interpretation sind standardisiert und von Testleiter:innen unabh\u00e4ngig.<\/td>\n<td style=\"width: 20%\">Die Ergebnisse sind zuverl\u00e4ssig.<\/td>\n<td style=\"width: 20%\">Belege zur Validit\u00e4t liegen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Inhalt<\/h2>\n<p>Die MORPHEUS-Testbatterie ist ein Instrument zur F\u00f6rderdiagnostik von Rechtschreibkompetenzen von Sch\u00fcler:innen der 4. bis 7. Klasse. Die Testbatterie besteht aus drei sich erg\u00e4nzenden Testteilen.<\/p>\n<p>Der F\u00f6rderdiagnostische Rechtschreibtest (FDRT) erm\u00f6glicht sowohl eine quantitative Erfassung der Rechtschreibleistung als auch eine qualitative Analyse von zehn spezifischen Fehlerschwerpunkten. Die detaillierte Fehleranalyse erm\u00f6glicht eine individuelle F\u00f6rderplanung. Das Verfahren wird im Paper-Pencil-Format als L\u00fcckentext-Diktat durchgef\u00fchrt. Es liegen zwei parallele Versionen vor, was eine pr\u00e4zise Verlaufskontrolle erm\u00f6glicht. Die Bearbeitungszeit betr\u00e4gt bei einem Test 20 bis 25 Minuten. Als Langform k\u00f6nnen beide Versionen nacheinander durchgef\u00fchrt werden, um ein umfassenderes Bild zu erhalten. Dabei dauert die Durchf\u00fchrung 40 bis 50 Minuten. Der Test kann sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting durchgef\u00fchrt werden. Der FDRT wird manuell oder computergest\u00fctzt ausgewertet.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend dazu erlaubt die F\u00f6rderdiagnostische Rechtschreibfehleranalyse (FDRA) die qualitative Untersuchung freier Texte von Sch\u00fcler:innen der Klassen 3 bis 9. Die FDRA wurde in Anlehnung an den FDRT entwickelt und erweitert. Mit zw\u00f6lf Kategorien bietet sie ein detailliertes Raster f\u00fcr die therapeutische und schulische F\u00f6rderplanung. F\u00fcr die pr\u00e4zise Analyse der Fehlerschwerpunkte werden Textmengen von mindestens 350 W\u00f6rtern und 60 Fehlern ben\u00f6tigt (Thom\u00e9 &amp; Thom\u00e9, 2010).<\/p>\n<p>Der dritte Bestandteil, das Screening zur Erfassung der morphematischen Bewusstheit (SMB), pr\u00fcft gezielt die morphematischen Kompetenzen der Lernenden. Diese gelten als relevante Voraussetzungen f\u00fcr die Rechtschreibkompetenzen (Volkmer et al., 2019; Fink et al, 2012). Die Aufgabe besteht darin, Pseudow\u00f6rter grammatikalisch anzupassen, damit sie in die vorgegebenen L\u00fcckentexte passen. Dadurch wird sichergestellt, dass die L\u00f6sung auf der Anwendung von Regeln und nicht auf dem reinen lexikalischen Abruf basiert. Die Durchf\u00fchrung des Tests dauert 20 bis 25 Minuten und erfolgt im Einzel- oder Gruppensetting. Die Auswertung erfolgt manuell oder computergest\u00fctzt.<\/p>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\n<\/div>\n<p>Die theoretische Basis des MORPHEUS-TB st\u00fctzt sich auf etablierte Phasenmodelle des Schriftspracherwerbs, die den \u00dcbergang von einer anf\u00e4nglich lautorientierten Verschriftlichung hin zur korrekten orthographischen Schreibung beschreiben (Thom\u00e9, 1999). Da Defizite in der orthographischen Phase als Kernsymptome von Lese-Rechtschreibst\u00f6rungen gelten (vgl. Moll &amp; Landerl, 2014), sind die zehn Fehlerkategorien des FDRT unmittelbar aus diesem Phasenmodell abgeleitet. Sie erfassen systematisch den Bereich zwischen lautorientiertem Schreiben und der Beherrschung orthographischer Regeln. In der qualitativen Fehleranalyse (FDRA) bildet, wie im FDRT, das Graphem den zentralen Ausgangspunkt, wobei die explizite Einbeziehung morphematischer Rechtschreibph\u00e4nomene das Verfahren von herk\u00f6mmlichen Analysen abgrenzt.<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Pfeiler des Testkonzepts ist die morphematische Bewusstheit, die als Teil der linguistischen Bewusstheit definiert wird. Sie entwickelt sich bereits ab einem Alter von zwei bis drei Jahren (Volkmer et al., 2019). Sie beschreibt die F\u00e4higkeit, Morpheme als kleinste bedeutungstragende Einheiten der Sprache zu erkennen, W\u00f6rter strukturell zu gliedern und \u00fcber deren Gebrauch zu reflektieren (Casalis et al., 2004). Empirische Befunde (Fink et al., 2012) weisen darauf hin, dass die morphematische Bewusstheit eng mit der allgemeinen Rechtschreibleistung und der morphematischen Rechtschreibkompetenz zusammenh\u00e4ngt, insbesondere beim Schreiben morphologisch komplexer W\u00f6rter (Leong, 2000). Dabei ist zwischen morphematischer Bewusstheit und der Anwendung morphematischer Rechtschreibstrategien zu unterscheiden.<\/p>\n<h2>Objektivit\u00e4t<\/h2>\n<p>F\u00fcr den FDRT wird die Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t durch standardisierte Vorgaben im Manual sichergestellt. Die Auswertungsobjektivit\u00e4t ist durch klare Anweisungen, Praxisbeispiele sowie die Option eines computergest\u00fctzten Auswertungsformats gew\u00e4hrleistet. Dank eindeutiger Fehlerkategorien pro Wort und der bereitgestellten Normtabellen ist die Interpretationsobjektivit\u00e4t gegeben.<\/p>\n<p>Auch das SMB weist eine hohe Objektivit\u00e4t auf. Die Instruktionen im Manual erm\u00f6glichen eine standardisierte Durchf\u00fchrung, w\u00e4hrend sowohl ein Auswertungsbogen als auch ein digitales Programm zur Auswertung zur Verf\u00fcgung stehen. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgt ebenfalls objektiv anhand von Normtabellen.<\/p>\n<p>Insgesamt sind beide Testteile der MORPHEUS-TB objektive diagnostische Instrumente zur Erfassung von Rechtschreibkompetenzen.<\/p>\n<h2>Reliabilit\u00e4t<\/h2>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<p>Hinsichtlich der Messgenauigkeit weist die MORPHEUS-TB durchg\u00e4ngig hohe Kennwerte auf. F\u00fcr den FDRT wurde die Paralleltest-Reliabilit\u00e4t von durchschnittlich r<sub>tt<\/sub> = .88 ermittelt, wobei die Werte \u00fcber die Klassenstufen 4 bis 7 hinweg stabil zwischen r<sub>tt<\/sub> = .83 und .90 liegen. Die interne Konsistenz (Cronbachs \u03b1) ist f\u00fcr beide Parallelformen sehr hoch: Form A: \u03b1 = .89 bis .91; Form B: \u03b1 = .91 bis .92; Kombination Form A+B: \u03b1 = .95.<\/p>\n<p>F\u00fcr das SMB wurde ebenfalls die interne Konsistenz \u00fcberpr\u00fcft, wobei die Werte f\u00fcr die Klassenstufen 4 bis 7 zwischen \u03b1 = .86 und .88 liegen, was einer hohen Reliabilit\u00e4t entspricht. Damit erweist sich die MORPHEUS-TB als ein zuverl\u00e4ssiges Messinstrument zur Erfassung der Rechtschreibleistung und der morphematischen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen.<\/p>\n<h2>Validit\u00e4t<\/h2>\n<p>Die Validit\u00e4t der MORPHEUS-TB wurde f\u00fcr beide Testteile umfassend belegt. F\u00fcr den FDRT und das SMB wird die Inhaltsvalidit\u00e4t als gegeben betrachtet, da die Aufgabenstellungen die zu messenden Merkmale direkt abbilden. Beim SMB wird durch den Einsatz von Pseudow\u00f6rtern zudem sichergestellt, dass die Ergebnisse nicht durch Merkeffekte verf\u00e4lscht werden.<\/p>\n<p>Die Kriteriumsvalidit\u00e4t des FDRT zeigt sich in hohen Korrelationen mit etablierten Verfahren wie der HSP (r = .76 bis .77) und dem DRT 5 (r = .77 bis .78). Auch f\u00fcr das SMB liegen solide Zusammenh\u00e4nge mit dem FDRT (r = .62) und der HSP (r = .61) vor. Die diskriminante Validit\u00e4t wird durch vergleichsweise geringe Korrelationen mit Grundintelligenztests (CFT 20-R; r = .29 bis .31) gest\u00fctzt, was belegt, dass das Verfahren spezifische Rechtschreibkompetenzen und nicht lediglich die allgemeine kognitive Leistungsf\u00e4higkeit misst. Zudem korrelieren die Ergebnisse beider Testteile erwartungsgem\u00e4ss st\u00e4rker mit den Deutschnoten als mit den Mathenoten der Sch\u00fcler:innen. Damit erweist sich die MORPHEUS-TB als ein valides Instrument zur differenzierten Erfassung der Rechtschreib- und Morphemkompetenz.<\/p>\n<h2>Normierung<\/h2>\n<p>Die Normierung des FDRT und des SMB basiert auf einer Stichprobe von insgesamt 1\u2019656 Sch\u00fcler:innen der 4. bis 7. Schulstufe. Die Normierung fand zwischen Mai 2014 und Februar 2016 in Deutschland und \u00d6sterreich statt und deckt verschiedene Schulformen wie Grund-\/Volksschulen, Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien ab.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit des FDRT ist die Bereitstellung spezifischer Normen f\u00fcr unterschiedliche Schulformen sowie f\u00fcr Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache, was eine pr\u00e4zise f\u00f6rderdiagnostische Einordnung erm\u00f6glicht. Trotz signifikanter Leistungsunterschiede zwischen M\u00e4dchen und Jungen wurde auf geschlechtergetrennte Normtabellen verzichtet, um der g\u00e4ngigen Beurteilungspraxis im Schulalltag zu entsprechen. Die Normen liegen in Form von Prozentr\u00e4ngen f\u00fcr die Gesamtleistung sowie als separate Normen f\u00fcr die einzelnen Fehlerkategorien vor. F\u00fcr die FDRA liegen keine Normen vor, da die Analyse von Fehlern in Freitexten als individuelle F\u00f6rderdiagnostik dienen soll.<\/p>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Casalis, S., Cole, P. &amp; Sopo, D. (2004). Morphological Awareness in Developmental Dyslexia. <em>Annals of Dyslexia, 54<\/em>(1), 114-138. \u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11881-004-0006-z\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11881-004-0006-z<\/a><\/li>\n<li>Fink, A., Pucher, S., Reicher, A., Purgstaller, C. &amp; Kargl, R. (2012). Entwicklung eines Tests zur Erfassung der morphematischen Bewusstheit: Erste Daten. <em>Empirische P\u00e4dagogik, 26<\/em>(4), 423-451.<\/li>\n<li>Kargl, R. (2021). <em>F\u00f6rderdiagnostik Rechtschreibung \u2013 Testbatterie (MORPHEUS-TB)<\/em>. Hogrefe.<\/li>\n<li>Leong, C. K. (2000). Rapid processing of base and derived forms of words and grades 4, 5 and 6 children\u2019s spelling. <em>Reading and Writing, 12<\/em>, 277-302. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1023\/A:1008168902922\">https:\/\/doi.org\/10.1023\/A:1008168902922<\/a><\/li>\n<li>Moll, K. &amp; Landerl, K. (2014). <em>Lese- und Rechtschreibtest (SLRT-II)<\/em> (2., korrigierte Auflage mit erweiterten Normen). Hogrefe.<\/li>\n<li>Thom\u00e9, J. (1999). <em>Orthographieerwerb. Qualitative Fehleranalysen zum Aufbau der orthografischen Kompetenz<\/em>. Lang.<\/li>\n<li>Thom\u00e9, G. &amp; Thom\u00e9, D. (2010). <em>Oldenburger Fehleranalyse f\u00fcr die Klassen 3-9 (OLFA 3-9)<\/em>. ISB.<\/li>\n<li>Volkmer, S., Schulte-K\u00f6rne, G. &amp; Galuschka, K. (2019). Die Rolle der morphologischen Bewusstheit bei Lese- und Rechtschreibleistungen. <em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 47<\/em>(4), 334-344. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917\/a000652\">https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917\/a000652<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\n<ul>\n<li>In der <a href=\"https:\/\/slsp-zph.primo.exlibrisgroup.com\/permalink\/41SLSP_PHZ\/100i9dp\/alma99116780362505521\">Testothek<\/a> verf\u00fcgbar<\/li>\n<li>Im <a href=\"https:\/\/slsp-zph.primo.exlibrisgroup.com\/permalink\/41SLSP_PHZ\/100i9dp\/alma99116780362505521\">Didaktischen Zentrum<\/a> (DiZ) verf\u00fcgbar<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Haben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcberpr\u00fcft: 07\/2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwelchediagnostik\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber diagnostische Verfahren.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Reinhard Kargl unter Mitarbeit von Andrea Wendtner (2021) &nbsp; Einsatzbereich 4. bis 7. Klasse Einzel- oder Gruppentest (FDRT, SMB) Einsatz Heil- und Sonderp\u00e4dagogik Qualit\u00e4tskriterien Theoretische Fundierung Objektivit\u00e4t Reliabilit\u00e4t Validit\u00e4t Bewertung Erl\u00e4uterung Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise. Durchf\u00fchrung, Auswertung und Interpretation sind standardisiert und von Testleiter:innen unabh\u00e4ngig. Die Ergebnisse sind zuverl\u00e4ssig. 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