{"id":47,"date":"2023-08-31T14:17:30","date_gmt":"2023-08-31T12:17:30","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/?post_type=part&#038;p=47"},"modified":"2024-10-24T12:33:50","modified_gmt":"2024-10-24T10:33:50","slug":"evidenzbasierung-in-der-heil-und-sonderpaedagogik","status":"publish","type":"part","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/part\/evidenzbasierung-in-der-heil-und-sonderpaedagogik\/","title":{"raw":"Evidenzbasierung in der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik","rendered":"Evidenzbasierung in der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik"},"content":{"raw":"<h2>1 Interne, soziale und externe Evidenz<\/h2>\r\nIn der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik bietet sich ein breites Verst\u00e4ndnis von Evidenz an (Blumenthal et al., 2019; Hillenbrand, 2015, 2017). Insbesondere werden drei Formen von Evidenz ber\u00fccksichtigt, n\u00e4mlich die interne, externe und soziale Evidenz (Sackett et al., 1996; Voss et al., 2016). Diese sind in Abbildung 1 dargestellt.\r\n\r\nDie <strong>interne Evidenz<\/strong> kann als berufsbezogene Erfahrung der Fachperson sowie deren Haltung und Werte verstanden werden werden. Diese (Berufs-)Erfahrung respektive das Professionswissen und damit die reflektierte p\u00e4dagogische Professionalit\u00e4t basiert sowohl auf der Aus- und Weiterbildung als auch auf der T\u00e4tigkeit in der Praxis.\r\n\r\nDie <strong>externe Evidenz<\/strong> besteht hingegen aus aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung. Dabei stehen vor allem bestm\u00f6gliche Erkenntnisse aus empirischen Studien im Fokus. Erkenntnisse aus verschiedenen Studien k\u00f6nnen zusammengef\u00fchrt werden, zu systematischen Literatur\u00fcbersichten und Metaanalysen (siehe Punkt 3 Evidenzpyramide und Stufen der Evidenz). Unter externer Evidenz kann man in einem erweiterten Verst\u00e4ndnis von Evidenzorientierung aber auch empirisch fundierte Theorien und Prinzipien z\u00e4hlen (Renkl, 2023).\r\n\r\nDie <strong>soziale Evidenz<\/strong> r\u00fcckt Bed\u00fcrfnisse, Einstellungen, Werte und\u00a0 W\u00fcnsche der Lernenden sowie ihre aktuelle Lebenslage und das famili\u00e4re Bezugssystem in den Blick. Grundlage hierf\u00fcr ist eine f\u00f6rderdiagnostische Erfassung von Bedarfen und Ressourcen.\r\n\r\n<img class=\"alignnone size-medium wp-image-853\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-300x264.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"264\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<em>Abbildung 1. Drei Formen von Evidenz. Eigene Darstellung, in Anlehnung an Blumenthal und Mahlau (2015, S. 409).<\/em>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>2 Prozess einer evidenzbasierten Praxis<\/h2>\r\nDie Herausforderung der evidenzbasierten Praxis besteht darin, die interne, externe und soziale Evidenz zu generieren bzw. zu rezipieren, um sie dann gesamthaft abzuw\u00e4gen und eine Entscheidung f\u00fcr eine Massnahme zu treffen. Blumenthal und Mahlau (2015) schlagen bez\u00fcglich der Triangulation der drei Formen der Evidenz ein Prozessmodell vor, das in Abbildung 2 dargestellt ist. In diesem Prozessmodell wird auf der Grundlage einer gezielten Fragestellung zun\u00e4chst auf der Basis der internen und sozialen Evidenz eine Massnahme konzeptualisiert. Anschliessend wird \u00fcber eine wissenschaftliche Recherche ermittelt, welche Massnahmen aus Sicht der externen Evidenz in Frage kommen. Hierzu kann die vorliegende Plattform <em>Wissen, was wirkt!<\/em> eine Hilfestellung bieten, indem externe Evidenz f\u00fcr verschiedene Massnahmen geb\u00fcndelt dargestellt wird. Im n\u00e4chsten Schritt werden die Erkenntnisse zur externen Evidenz vor dem Hintergrund der internen und sozialen Evidenz neu p\u00e4dagogisch beurteilt. Dieser Beurteilungsprozess m\u00fcndet in die Auswahl einer Massnahme und, falls n\u00f6tig, deren Anpassung. Anschliessend wird die Massnahme umgesetzt und evaluiert. Aus diesem Prozess der Evaluation entsteht neue Evidenz, die aus der Praxis heraus generiert wird.\r\n\r\nInsgesamt geht es auch um die Frage der (potenziellen) Wirksamkeit von p\u00e4dagogischen Massnahmen und deren fallbasierten Evaluation in der allt\u00e4glichen Praxis (Link et al., 2017). Auch in der sonderp\u00e4dagogischen Profession, in der Studien weitgehend fehlen, wie beispielsweise die Psychomotoriktherapie, ist eine evidenzbasierte Praxis m\u00f6glich und w\u00fcnschenswert (Gasser-Haas &amp; Steiner, 2022).\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-153\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-300x242.png\" alt=\"Evidenzbasierter Entscheidungsprozess\" width=\"439\" height=\"354\" \/>\r\n\r\n<em>Abbildung 2. Evidenzbasierter Entscheidungsprozess. Eigene Darstellung, in Anlehnung an Blumenthal und Mahlau (2015, S. 410)<\/em>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>3 Evidenzbasierte Praxis\u00a0 - Praxisbasierte Evidenz<\/h2>\r\nDie evidenzbasierte Praxis wird in der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik teilweise kritisch hinterfragt (Ahrbeck et al., 2016; M\u00fcller &amp; Pfrang, 2021; Willmann, 2020). In der Kritik steht insbesondere die alleinige Orientierung an der externen Evidenz. Diese wird oft unter \"Laborbedingungen\" generiert, sodass die Ergebnisse nicht ohne Weiteres in die Praxis \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen.\r\n\r\nErgebnisse aus randomisierten und kontrollierten Studien weisen h\u00e4ufig auf durchschnittliche Effektgr\u00f6ssen hin, die als mittlere Wirksamkeit unter idealen Bedingungen verstanden werden k\u00f6nnte. Es handelt sich hierbei um ein abstraktes und theoretisches Konstrukt. Die Frage bleibt offen, wie sich diese Ergebnisse auf den Unterricht, eine spezifische Klasse oder einzelne Lernende \u00fcbertragen lassen (Bauer &amp; Kollar, 2023; Stark, 2017; Wilkes &amp; Stark, 2023).\r\n\r\nEin Ansatz, der dazu dienen kann, diese L\u00fccke zu \u00fcberbr\u00fccken, ist die praxisbasierte Evidenz (Cook &amp; Cook, 2016). Der zentrale Gedanke ist hierbei, dass Fachpersonen aus der Praxis in Zusammenarbeit mit Forschenden Massnahmen f\u00fcr einzelne Schule, Klassen oder Lernende basierend auf dem Prozess der evidenzbasierten Praxis identifizieren und umsetzen k\u00f6nnen. Integrativer Bestandteil der Umsetzung sollte dabei die Evaluation der Wirkung der Massnahme sein, beispielsweise durch kontrollierte Einzelfallstudien (H\u00f6vel &amp; Hochstein, 2020; Council for Exceptional Children, 2014). Durch eine systematische Evaluation kann ermittelt werden, inwiefern die Massnahme unter realen, einzelfallbezogenen Bedingungen wirkt. Die Zusammenf\u00fchrung dieser und weiterer Befunde aus der Praxis kann wiederum Impulse f\u00fcr die Weiterentwicklung in der Forschung liefern. Dadurch kann die Rolle von spezifischen Bedingungen in der Praxis besser ber\u00fccksichtigt und gar aktiv beforscht werden. Diese Erkenntnisse k\u00f6nnen die externe Evidenzbasis st\u00e4rken und differenzieren, was wiederum die Wirksamkeit in der Praxis erh\u00f6ht. Dadurch kann ein zirkul\u00e4rer, sich st\u00e4rkender Prozess entstehen, in dem Praxis und Forschung keine Gegens\u00e4tze mehr darstellen, sondern ineinander \u00fcbergehen, wie dies in Abbildung 3 dargestellt ist (Cook &amp; Cook, 2016).\r\n\r\nAktuell findet sich in der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik im deutschsprachigen Raum ein Konsens \u00fcber eine moderate Evidenzorientierung. Im Vordergrund steht die Integration von p\u00e4dagogischem Professionswissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-155\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-300x192.png\" alt=\"Praxisbasierte Evidenz und evidenzbasierte Praxis\" width=\"300\" height=\"192\" \/>\r\n\r\n<em>Abbildung 3. Beziehung zwischen praxisbasierter Evidenz und evidenzbasierter Praxis (nach Cook &amp; Cook, 2016, S. 150)<\/em>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>4 Evidenzpyramide und Stufen der externen Evidenz<\/h2>\r\nUm die Effektivit\u00e4t von Massnahmen beurteilen zu k\u00f6nnen, kategorisiert das Oxford Centre for Evidence-Based Medicine (2011) unterschiedliche Qualit\u00e4tsstufen der Evidenz (Casale et al., 2014), wie dies in Abbildung 4 dargestellt ist. Evidenz wird hier in f\u00fcnf Qualit\u00e4tsstufen strukturiert, die von einer geringen Evidenz (Stufe 5) bis zu einer hohen Evidenz (Stufe 1) reichen. Diese f\u00fcnf Stufen k\u00f6nnen als Grundlage f\u00fcr die Bewertung von Massnahmen dienen.\r\n\r\nAm Anfang eines evidenzbasierten Prozesses steht die \"gr\u00fcndliche Herleitung einer Theorie, auf der das Programm basiert\" (Casale et al., 2014, S. 38). Die Bewertung von p\u00e4dagogischen Massnahmen erfolgt auf der theoretischen Fundierung und der Evidenzbasierung. Beschreibende Fallstudien und die Erfahrung von Fachpersonen k\u00f6nnen die Wirksamkeit und N\u00fctzlichkeit einer Massnahme begr\u00fcnden helfen und so zur Konzeption und Evaluation von geeigneten F\u00f6rderprogrammen anregen. Im Hinblick auf die h\u00f6heren Evidenzstufen ist anzumerken, dass Casale et al. (2014) darauf hinweisen, dass diese hierarchische Einteilung auch Einschr\u00e4nkungen mit sich bringt: Es gestaltet sich schwierig, im schulischen Umfeld der p\u00e4dagogischen Feldforschung ein vollst\u00e4ndig randomisiertes Kontrollgruppendesign umzusetzen. Dies liegt daran, dass Sch\u00fcler:innen normalerweise nicht aus ihren Klassenverb\u00e4nden herausgel\u00f6st und in neue Gruppen eingeteilt werden k\u00f6nnen. Daher handelt es sich bei vielen Studiendesigns, die von einem randomisierten Kontrollgruppendesign sprechen, eher um eine quasi-experimentelle Kontrollgruppenstudie.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-154\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-300x164.png\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"287\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<em>Abbildung 4. Evidenzpyramide, eigene Darstellung, in Anlehnung an Casale et al. (2014, S. 38) und das Oxford Centre for Evidence-Based Medicine, 2011)<\/em>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>5 Literaturempfehlung<\/h2>\r\nF\u00fcr die individuelle Vertiefung empfehlen wir folgenden Artikel:\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/rosdok.uni-rostock.de\/file\/rosdok_document_0000018162\/rosdok_derivate_0000104080\/Blumenthal_EffektivFoerdern_2015.pdf\">Blumenthal, Y. &amp; Mahlau, K. (2015). Effektiv f\u00f6rdern\u2014Wie w\u00e4hle ich aus? Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Evidenzbasierte Praxis in der schulischen Sonderp\u00e4dagogik. <em>Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik<\/em>, <em>9<\/em>, 408\u2013421.<\/a>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>6 Referenzen<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/shop.kohlhammer.de\/evidenzbasierte-padagogik-30778.html#147=14\">Ahrbeck, B., Ellinger, S., Hechler, O., Koch, K. &amp; Schad, G. (Hrsg.) (2016). <em>Evidenzbasierte P\u00e4dagogik. Sonderp\u00e4dagogische Einw\u00e4nde<\/em>. Kohlhammer.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s42010-023-00166-1\">Bauer, J. &amp; Kollar, I. (2023). (Wie) kann die Nutzung bildungswissenschaftlicher Evidenz Lehren und Lernen verbessern? Thesen und Fragen zur Diskussion um evidenzorientiertes Denken und Handeln von Lehrkr\u00e4ften. <em>Unterrichtswissenschaft 51<\/em>, 123\u2013147.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/rosdok.uni-rostock.de\/file\/rosdok_document_0000018162\/rosdok_derivate_0000104080\/Blumenthal_EffektivFoerdern_2015.pdf\">Blumenthal, Y. &amp; Mahlau, K. (2015). Effektiv f\u00f6rdern\u2014Wie w\u00e4hle ich aus? Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Evidenzbasierte Praxis in der schulischen Sonderp\u00e4dagogik. <em>Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik<\/em>, <em>9<\/em>, 408\u2013421.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/educsci9020106\">Blumenthal, Y., Hartke, B. &amp; Vo\u00df, S. (2019). The role of evidence\u2010based practice in German special needs education \u2013 State of research and discussion. <em>Education Sciences,<\/em> 9(2), 106.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"http:\/\/www.psychologie-aktuell.com\/fileadmin\/download\/esp\/1-2014_20140327\/ESP-1-2014_33-58.pdf\">Casale, G., Hennemann, T. &amp; H\u00f6vel, D. (2014). Systematischer \u00dcberblick \u00fcber deutschsprachige schulbasierte Ma\u00dfnahmen zur Pr\u00e4vention von Verhaltensst\u00f6rungen in der Sekundarstufe I. <em>Empirische Sonderp\u00e4dagogik, 4,<\/em> 33-58.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/files.eric.ed.gov\/fulltext\/EJ1118435.pdf\">Cook, B. &amp; Cook, L. (2016). Leveraging evidence-based practice through partnerships based on practice-based evidence. <em>Learning Disabilities: A Contemporary Journal<\/em>, <em>14<\/em>(2), 143\u2013157.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/exceptionalchildren.org\/sites\/default\/files\/2021-04\/EBP_FINAL.pdf\">Council for Exceptional Children (2014). <em>Council for Exceptional Children Standards for Evidence-Based Practices in Special Education. <\/em>Abgerufen am 22.3.24 unter: https:\/\/exceptionalchildren.org\/sites\/default\/files\/2021-04\/EBP_FINAL.pdf<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.2378\/mot2022.art31d\">Gasser-Haas, O. &amp; Steiner, J. (2022). Evidenzbasierte Praxis (EbP) in der Psychomotoriktherapie ist m\u00f6glich \u2013 auch wenn Studien weitgehend fehlen. <em>Motorik, 45<\/em>(4), 164\u2013169.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/www.verband-sonderpaedagogik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/zfh_2015_312.webp\">Hillenbrand, C. (2015). Evidenzbasierung sonderp\u00e4dagogischer Praxis \u2013 Widerspruch oder Gelingensbedingung?<em> Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik 66<\/em>(7), 312\u2013324.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/shop.kohlhammer.de\/inklusion-im-forderschwerpunkt-emotionale-und-soziale-entwicklung-32962.html#147=9\">Hillenbrand, C. (2017). Evidenzbasierte Praxis im F\u00f6rderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung. In R. Stein &amp; T. M\u00fcller (Hrsg.), <em>Inklusion im F\u00f6rderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung<\/em> (S. 170-215). Kohlhammer.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/2235-0977\/a000262\">H\u00f6vel, D. C. &amp; Hochstein, L. (2020). Einzelfallbefunde zur Implementation des Marburger Konzentrationstrainings in den Mathe- und Deutschunterricht. <em>Lernen und Lernst\u00f6rungen<\/em>, <em>9<\/em>(1), 37\u201347.\u00a0<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/www.klinkhardt.de\/verlagsprogramm\/2200.html\">Link, P.-C., M\u00fcller, T. &amp; Stein, R. (2017). Die sonderp\u00e4dagogische Wirksamkeit von Trainings und F\u00f6rderprogrammen und die Komplexit\u00e4t von Erziehung. In D. Laubenstein, &amp; D. Scheer (Hrsg.), <em>Sonderp\u00e4dagogik zwischen Wirksamkeitsforschung und Gesellschaftskritik<\/em> (S. 163\u2013170). Klinkhardt.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s42278-021-00118-7\">M\u00fcller, K. &amp; Pfrang, A. (2021). Risiken und Nebenwirkungen einer naiv evidenzbasierten Grundschulp\u00e4dagogik zu Inklusion und Partizipation. <em>Zeitschrift f\u00fcr Grundschulforschung (ZfG), 2<\/em>, 407\u2013420.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/www.cebm.ox.ac.uk\/resources\/levels-of-evidence\/ocebm-levels-of-evidence\">Oxford Centre for Evidence-based Medicine (2011). Levels of Evidence Working Group. The Oxford 2011 Levels of Evidence. Abgerufen am 22.3.24 von: https:\/\/www.cebm.ox.ac.uk\/resources\/levels-of-evidence\/ocebm-levels-of-evidence<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1010-0652\/a000345\">Renkl, A. (2022). Meta-analyses as a privileged information source for informing teachers' practice? A plea for theories as primus inter pares. Z<em>eitschrift f\u00fcr P\u00e4dagogische Psychologie, 36<\/em>(4), 217-231.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/www.campus-schulmanagement.de\/magazin\/welche-art-von-evidenz-hilft-lehrkraeften-ihren-unterricht-zu-verbessern\">Renkl, A. (2023). Welche Art von Evidenz hilft Lehrkr\u00e4ften, ihren Unterricht zu verbessern? Abgerufen am 22.3.24 unter: https:\/\/www.campus-schulmanagement.de\/magazin\/welche-art-von-evidenz-hilft-lehrkraeften-ihren-unterricht-zu-verbessern<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1010-0652\/a000201\">Stark, R. (2017). Probleme evidenzbasierter bzw. -orientierter p\u00e4dagogischer Praxis. <em>Zeitschrift f\u00fcr P\u00e4dagogische Psychologie, 31<\/em>, 99\u2013110.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/www.waxmann.com\/waxmann-buecher\/?tx_p2waxmann_pi2%5bbuchnr%5d=3437&amp;tx_p2waxmann_pi2%5baction%5d=show\">Voss, S., Blumenthal, Y., Mahlau, K., Marten, K., Diehl, K., Sikora, S. &amp; Hartke, B. (2016). <em>Der Response\u2010to\u2010Intervention\u2010Ansatz in der Praxis. Evaluationsergebnisse zum R\u00fcgener Inklusionsmodell.<\/em>\u00a0 Waxmann.<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s42010-022-00150-1\">Wilkes, T. &amp; Stark, R. (2023). Probleme evidenzorientierter Unterrichtspraxis. <em>Unterrichtswissenschaft 51<\/em>, 289\u2013313.\u00a0<\/a><\/li>\r\n \t<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.25656\/01:25208\">Willmann, M. (2020). Deutungsmacht der Forschung, Ohnmacht in der Praxis? Evidenzbasierte Sonderp\u00e4dagogik als Exlusionsrisiko. <em>Emotionale und soziale Entwicklung in der P\u00e4dagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensst\u00f6rungen, 2<\/em>, 222\u2013232.<\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n<img class=\"alignnone wp-image-702\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Logo-WissenWasWirkt.png\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"107\" \/>","rendered":"<h2>1 Interne, soziale und externe Evidenz<\/h2>\n<p>In der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik bietet sich ein breites Verst\u00e4ndnis von Evidenz an (Blumenthal et al., 2019; Hillenbrand, 2015, 2017). Insbesondere werden drei Formen von Evidenz ber\u00fccksichtigt, n\u00e4mlich die interne, externe und soziale Evidenz (Sackett et al., 1996; Voss et al., 2016). Diese sind in Abbildung 1 dargestellt.<\/p>\n<p>Die <strong>interne Evidenz<\/strong> kann als berufsbezogene Erfahrung der Fachperson sowie deren Haltung und Werte verstanden werden werden. Diese (Berufs-)Erfahrung respektive das Professionswissen und damit die reflektierte p\u00e4dagogische Professionalit\u00e4t basiert sowohl auf der Aus- und Weiterbildung als auch auf der T\u00e4tigkeit in der Praxis.<\/p>\n<p>Die <strong>externe Evidenz<\/strong> besteht hingegen aus aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung. Dabei stehen vor allem bestm\u00f6gliche Erkenntnisse aus empirischen Studien im Fokus. Erkenntnisse aus verschiedenen Studien k\u00f6nnen zusammengef\u00fchrt werden, zu systematischen Literatur\u00fcbersichten und Metaanalysen (siehe Punkt 3 Evidenzpyramide und Stufen der Evidenz). Unter externer Evidenz kann man in einem erweiterten Verst\u00e4ndnis von Evidenzorientierung aber auch empirisch fundierte Theorien und Prinzipien z\u00e4hlen (Renkl, 2023).<\/p>\n<p>Die <strong>soziale Evidenz<\/strong> r\u00fcckt Bed\u00fcrfnisse, Einstellungen, Werte und\u00a0 W\u00fcnsche der Lernenden sowie ihre aktuelle Lebenslage und das famili\u00e4re Bezugssystem in den Blick. Grundlage hierf\u00fcr ist eine f\u00f6rderdiagnostische Erfassung von Bedarfen und Ressourcen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-853\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-300x264.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-300x264.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-1024x900.png 1024w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-768x675.png 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-1536x1350.png 1536w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-2048x1800.png 2048w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-65x57.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-225x198.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzaspekte-1-350x308.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Abbildung 1. Drei Formen von Evidenz. Eigene Darstellung, in Anlehnung an Blumenthal und Mahlau (2015, S. 409).<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>2 Prozess einer evidenzbasierten Praxis<\/h2>\n<p>Die Herausforderung der evidenzbasierten Praxis besteht darin, die interne, externe und soziale Evidenz zu generieren bzw. zu rezipieren, um sie dann gesamthaft abzuw\u00e4gen und eine Entscheidung f\u00fcr eine Massnahme zu treffen. Blumenthal und Mahlau (2015) schlagen bez\u00fcglich der Triangulation der drei Formen der Evidenz ein Prozessmodell vor, das in Abbildung 2 dargestellt ist. In diesem Prozessmodell wird auf der Grundlage einer gezielten Fragestellung zun\u00e4chst auf der Basis der internen und sozialen Evidenz eine Massnahme konzeptualisiert. Anschliessend wird \u00fcber eine wissenschaftliche Recherche ermittelt, welche Massnahmen aus Sicht der externen Evidenz in Frage kommen. Hierzu kann die vorliegende Plattform <em>Wissen, was wirkt!<\/em> eine Hilfestellung bieten, indem externe Evidenz f\u00fcr verschiedene Massnahmen geb\u00fcndelt dargestellt wird. Im n\u00e4chsten Schritt werden die Erkenntnisse zur externen Evidenz vor dem Hintergrund der internen und sozialen Evidenz neu p\u00e4dagogisch beurteilt. Dieser Beurteilungsprozess m\u00fcndet in die Auswahl einer Massnahme und, falls n\u00f6tig, deren Anpassung. Anschliessend wird die Massnahme umgesetzt und evaluiert. Aus diesem Prozess der Evaluation entsteht neue Evidenz, die aus der Praxis heraus generiert wird.<\/p>\n<p>Insgesamt geht es auch um die Frage der (potenziellen) Wirksamkeit von p\u00e4dagogischen Massnahmen und deren fallbasierten Evaluation in der allt\u00e4glichen Praxis (Link et al., 2017). Auch in der sonderp\u00e4dagogischen Profession, in der Studien weitgehend fehlen, wie beispielsweise die Psychomotoriktherapie, ist eine evidenzbasierte Praxis m\u00f6glich und w\u00fcnschenswert (Gasser-Haas &amp; Steiner, 2022).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-153\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-300x242.png\" alt=\"Evidenzbasierter Entscheidungsprozess\" width=\"439\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-300x242.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-1024x828.png 1024w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-768x621.png 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-1536x1242.png 1536w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-2048x1655.png 2048w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-65x53.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-225x182.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzbasierter-Entscheidungsprozess-350x283.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><\/p>\n<p><em>Abbildung 2. Evidenzbasierter Entscheidungsprozess. Eigene Darstellung, in Anlehnung an Blumenthal und Mahlau (2015, S. 410)<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>3 Evidenzbasierte Praxis\u00a0 &#8211; Praxisbasierte Evidenz<\/h2>\n<p>Die evidenzbasierte Praxis wird in der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik teilweise kritisch hinterfragt (Ahrbeck et al., 2016; M\u00fcller &amp; Pfrang, 2021; Willmann, 2020). In der Kritik steht insbesondere die alleinige Orientierung an der externen Evidenz. Diese wird oft unter &#8222;Laborbedingungen&#8220; generiert, sodass die Ergebnisse nicht ohne Weiteres in die Praxis \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse aus randomisierten und kontrollierten Studien weisen h\u00e4ufig auf durchschnittliche Effektgr\u00f6ssen hin, die als mittlere Wirksamkeit unter idealen Bedingungen verstanden werden k\u00f6nnte. Es handelt sich hierbei um ein abstraktes und theoretisches Konstrukt. Die Frage bleibt offen, wie sich diese Ergebnisse auf den Unterricht, eine spezifische Klasse oder einzelne Lernende \u00fcbertragen lassen (Bauer &amp; Kollar, 2023; Stark, 2017; Wilkes &amp; Stark, 2023).<\/p>\n<p>Ein Ansatz, der dazu dienen kann, diese L\u00fccke zu \u00fcberbr\u00fccken, ist die praxisbasierte Evidenz (Cook &amp; Cook, 2016). Der zentrale Gedanke ist hierbei, dass Fachpersonen aus der Praxis in Zusammenarbeit mit Forschenden Massnahmen f\u00fcr einzelne Schule, Klassen oder Lernende basierend auf dem Prozess der evidenzbasierten Praxis identifizieren und umsetzen k\u00f6nnen. Integrativer Bestandteil der Umsetzung sollte dabei die Evaluation der Wirkung der Massnahme sein, beispielsweise durch kontrollierte Einzelfallstudien (H\u00f6vel &amp; Hochstein, 2020; Council for Exceptional Children, 2014). Durch eine systematische Evaluation kann ermittelt werden, inwiefern die Massnahme unter realen, einzelfallbezogenen Bedingungen wirkt. Die Zusammenf\u00fchrung dieser und weiterer Befunde aus der Praxis kann wiederum Impulse f\u00fcr die Weiterentwicklung in der Forschung liefern. Dadurch kann die Rolle von spezifischen Bedingungen in der Praxis besser ber\u00fccksichtigt und gar aktiv beforscht werden. Diese Erkenntnisse k\u00f6nnen die externe Evidenzbasis st\u00e4rken und differenzieren, was wiederum die Wirksamkeit in der Praxis erh\u00f6ht. Dadurch kann ein zirkul\u00e4rer, sich st\u00e4rkender Prozess entstehen, in dem Praxis und Forschung keine Gegens\u00e4tze mehr darstellen, sondern ineinander \u00fcbergehen, wie dies in Abbildung 3 dargestellt ist (Cook &amp; Cook, 2016).<\/p>\n<p>Aktuell findet sich in der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik im deutschsprachigen Raum ein Konsens \u00fcber eine moderate Evidenzorientierung. Im Vordergrund steht die Integration von p\u00e4dagogischem Professionswissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-155\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-300x192.png\" alt=\"Praxisbasierte Evidenz und evidenzbasierte Praxis\" width=\"300\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-300x192.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-1024x655.png 1024w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-768x491.png 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-1536x982.png 1536w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-2048x1309.png 2048w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-65x42.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-225x144.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Praxisbasierte-Evidenz_evidenzbasierte-Praxis-350x224.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><em>Abbildung 3. Beziehung zwischen praxisbasierter Evidenz und evidenzbasierter Praxis (nach Cook &amp; Cook, 2016, S. 150)<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>4 Evidenzpyramide und Stufen der externen Evidenz<\/h2>\n<p>Um die Effektivit\u00e4t von Massnahmen beurteilen zu k\u00f6nnen, kategorisiert das Oxford Centre for Evidence-Based Medicine (2011) unterschiedliche Qualit\u00e4tsstufen der Evidenz (Casale et al., 2014), wie dies in Abbildung 4 dargestellt ist. Evidenz wird hier in f\u00fcnf Qualit\u00e4tsstufen strukturiert, die von einer geringen Evidenz (Stufe 5) bis zu einer hohen Evidenz (Stufe 1) reichen. Diese f\u00fcnf Stufen k\u00f6nnen als Grundlage f\u00fcr die Bewertung von Massnahmen dienen.<\/p>\n<p>Am Anfang eines evidenzbasierten Prozesses steht die &#8222;gr\u00fcndliche Herleitung einer Theorie, auf der das Programm basiert&#8220; (Casale et al., 2014, S. 38). Die Bewertung von p\u00e4dagogischen Massnahmen erfolgt auf der theoretischen Fundierung und der Evidenzbasierung. Beschreibende Fallstudien und die Erfahrung von Fachpersonen k\u00f6nnen die Wirksamkeit und N\u00fctzlichkeit einer Massnahme begr\u00fcnden helfen und so zur Konzeption und Evaluation von geeigneten F\u00f6rderprogrammen anregen. Im Hinblick auf die h\u00f6heren Evidenzstufen ist anzumerken, dass Casale et al. (2014) darauf hinweisen, dass diese hierarchische Einteilung auch Einschr\u00e4nkungen mit sich bringt: Es gestaltet sich schwierig, im schulischen Umfeld der p\u00e4dagogischen Feldforschung ein vollst\u00e4ndig randomisiertes Kontrollgruppendesign umzusetzen. Dies liegt daran, dass Sch\u00fcler:innen normalerweise nicht aus ihren Klassenverb\u00e4nden herausgel\u00f6st und in neue Gruppen eingeteilt werden k\u00f6nnen. Daher handelt es sich bei vielen Studiendesigns, die von einem randomisierten Kontrollgruppendesign sprechen, eher um eine quasi-experimentelle Kontrollgruppenstudie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-154\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-300x164.png\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-300x164.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-1024x559.png 1024w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-768x419.png 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-1536x838.png 1536w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-2048x1117.png 2048w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-65x35.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-225x123.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Evidenzpyramide-350x191.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Abbildung 4. Evidenzpyramide, eigene Darstellung, in Anlehnung an Casale et al. (2014, S. 38) und das Oxford Centre for Evidence-Based Medicine, 2011)<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>5 Literaturempfehlung<\/h2>\n<p>F\u00fcr die individuelle Vertiefung empfehlen wir folgenden Artikel:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/rosdok.uni-rostock.de\/file\/rosdok_document_0000018162\/rosdok_derivate_0000104080\/Blumenthal_EffektivFoerdern_2015.pdf\">Blumenthal, Y. &amp; Mahlau, K. (2015). Effektiv f\u00f6rdern\u2014Wie w\u00e4hle ich aus? Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Evidenzbasierte Praxis in der schulischen Sonderp\u00e4dagogik. <em>Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik<\/em>, <em>9<\/em>, 408\u2013421.<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2>6 Referenzen<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/shop.kohlhammer.de\/evidenzbasierte-padagogik-30778.html#147=14\">Ahrbeck, B., Ellinger, S., Hechler, O., Koch, K. &amp; Schad, G. (Hrsg.) (2016). <em>Evidenzbasierte P\u00e4dagogik. Sonderp\u00e4dagogische Einw\u00e4nde<\/em>. Kohlhammer.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s42010-023-00166-1\">Bauer, J. &amp; Kollar, I. (2023). (Wie) kann die Nutzung bildungswissenschaftlicher Evidenz Lehren und Lernen verbessern? Thesen und Fragen zur Diskussion um evidenzorientiertes Denken und Handeln von Lehrkr\u00e4ften. <em>Unterrichtswissenschaft 51<\/em>, 123\u2013147.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/rosdok.uni-rostock.de\/file\/rosdok_document_0000018162\/rosdok_derivate_0000104080\/Blumenthal_EffektivFoerdern_2015.pdf\">Blumenthal, Y. &amp; Mahlau, K. (2015). Effektiv f\u00f6rdern\u2014Wie w\u00e4hle ich aus? Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Evidenzbasierte Praxis in der schulischen Sonderp\u00e4dagogik. <em>Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik<\/em>, <em>9<\/em>, 408\u2013421.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/educsci9020106\">Blumenthal, Y., Hartke, B. &amp; Vo\u00df, S. (2019). The role of evidence\u2010based practice in German special needs education \u2013 State of research and discussion. <em>Education Sciences,<\/em> 9(2), 106.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.psychologie-aktuell.com\/fileadmin\/download\/esp\/1-2014_20140327\/ESP-1-2014_33-58.pdf\">Casale, G., Hennemann, T. &amp; H\u00f6vel, D. (2014). Systematischer \u00dcberblick \u00fcber deutschsprachige schulbasierte Ma\u00dfnahmen zur Pr\u00e4vention von Verhaltensst\u00f6rungen in der Sekundarstufe I. <em>Empirische Sonderp\u00e4dagogik, 4,<\/em> 33-58.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/files.eric.ed.gov\/fulltext\/EJ1118435.pdf\">Cook, B. &amp; Cook, L. (2016). Leveraging evidence-based practice through partnerships based on practice-based evidence. <em>Learning Disabilities: A Contemporary Journal<\/em>, <em>14<\/em>(2), 143\u2013157.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/exceptionalchildren.org\/sites\/default\/files\/2021-04\/EBP_FINAL.pdf\">Council for Exceptional Children (2014). <em>Council for Exceptional Children Standards for Evidence-Based Practices in Special Education. <\/em>Abgerufen am 22.3.24 unter: https:\/\/exceptionalchildren.org\/sites\/default\/files\/2021-04\/EBP_FINAL.pdf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.2378\/mot2022.art31d\">Gasser-Haas, O. &amp; Steiner, J. (2022). Evidenzbasierte Praxis (EbP) in der Psychomotoriktherapie ist m\u00f6glich \u2013 auch wenn Studien weitgehend fehlen. <em>Motorik, 45<\/em>(4), 164\u2013169.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.verband-sonderpaedagogik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/zfh_2015_312.webp\">Hillenbrand, C. (2015). Evidenzbasierung sonderp\u00e4dagogischer Praxis \u2013 Widerspruch oder Gelingensbedingung?<em> Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik 66<\/em>(7), 312\u2013324.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/shop.kohlhammer.de\/inklusion-im-forderschwerpunkt-emotionale-und-soziale-entwicklung-32962.html#147=9\">Hillenbrand, C. (2017). Evidenzbasierte Praxis im F\u00f6rderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung. In R. Stein &amp; T. M\u00fcller (Hrsg.), <em>Inklusion im F\u00f6rderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung<\/em> (S. 170-215). Kohlhammer.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/2235-0977\/a000262\">H\u00f6vel, D. C. &amp; Hochstein, L. (2020). Einzelfallbefunde zur Implementation des Marburger Konzentrationstrainings in den Mathe- und Deutschunterricht. <em>Lernen und Lernst\u00f6rungen<\/em>, <em>9<\/em>(1), 37\u201347.\u00a0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.klinkhardt.de\/verlagsprogramm\/2200.html\">Link, P.-C., M\u00fcller, T. &amp; Stein, R. (2017). Die sonderp\u00e4dagogische Wirksamkeit von Trainings und F\u00f6rderprogrammen und die Komplexit\u00e4t von Erziehung. In D. Laubenstein, &amp; D. Scheer (Hrsg.), <em>Sonderp\u00e4dagogik zwischen Wirksamkeitsforschung und Gesellschaftskritik<\/em> (S. 163\u2013170). Klinkhardt.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s42278-021-00118-7\">M\u00fcller, K. &amp; Pfrang, A. (2021). Risiken und Nebenwirkungen einer naiv evidenzbasierten Grundschulp\u00e4dagogik zu Inklusion und Partizipation. <em>Zeitschrift f\u00fcr Grundschulforschung (ZfG), 2<\/em>, 407\u2013420.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.cebm.ox.ac.uk\/resources\/levels-of-evidence\/ocebm-levels-of-evidence\">Oxford Centre for Evidence-based Medicine (2011). Levels of Evidence Working Group. The Oxford 2011 Levels of Evidence. Abgerufen am 22.3.24 von: https:\/\/www.cebm.ox.ac.uk\/resources\/levels-of-evidence\/ocebm-levels-of-evidence<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1010-0652\/a000345\">Renkl, A. (2022). Meta-analyses as a privileged information source for informing teachers&#8216; practice? A plea for theories as primus inter pares. Z<em>eitschrift f\u00fcr P\u00e4dagogische Psychologie, 36<\/em>(4), 217-231.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.campus-schulmanagement.de\/magazin\/welche-art-von-evidenz-hilft-lehrkraeften-ihren-unterricht-zu-verbessern\">Renkl, A. (2023). Welche Art von Evidenz hilft Lehrkr\u00e4ften, ihren Unterricht zu verbessern? Abgerufen am 22.3.24 unter: https:\/\/www.campus-schulmanagement.de\/magazin\/welche-art-von-evidenz-hilft-lehrkraeften-ihren-unterricht-zu-verbessern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1010-0652\/a000201\">Stark, R. (2017). Probleme evidenzbasierter bzw. -orientierter p\u00e4dagogischer Praxis. <em>Zeitschrift f\u00fcr P\u00e4dagogische Psychologie, 31<\/em>, 99\u2013110.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.waxmann.com\/waxmann-buecher\/?tx_p2waxmann_pi2%5bbuchnr%5d=3437&amp;tx_p2waxmann_pi2%5baction%5d=show\">Voss, S., Blumenthal, Y., Mahlau, K., Marten, K., Diehl, K., Sikora, S. &amp; Hartke, B. (2016). <em>Der Response\u2010to\u2010Intervention\u2010Ansatz in der Praxis. Evaluationsergebnisse zum R\u00fcgener Inklusionsmodell.<\/em>\u00a0 Waxmann.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s42010-022-00150-1\">Wilkes, T. &amp; Stark, R. (2023). Probleme evidenzorientierter Unterrichtspraxis. <em>Unterrichtswissenschaft 51<\/em>, 289\u2013313.\u00a0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.25656\/01:25208\">Willmann, M. (2020). Deutungsmacht der Forschung, Ohnmacht in der Praxis? Evidenzbasierte Sonderp\u00e4dagogik als Exlusionsrisiko. <em>Emotionale und soziale Entwicklung in der P\u00e4dagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensst\u00f6rungen, 2<\/em>, 222\u2013232.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-702\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Logo-WissenWasWirkt.png\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"107\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Logo-WissenWasWirkt.png 346w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Logo-WissenWasWirkt-300x156.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Logo-WissenWasWirkt-65x34.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2023\/08\/Logo-WissenWasWirkt-225x117.png 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1 Interne, soziale und externe Evidenz In der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik bietet sich ein breites Verst\u00e4ndnis von Evidenz an (Blumenthal et al., 2019; Hillenbrand, 2015, 2017). Insbesondere werden drei Formen von Evidenz ber\u00fccksichtigt, n\u00e4mlich die interne, externe und soziale Evidenz (Sackett et al., 1996; Voss et al., 2016). Diese sind in Abbildung 1 dargestellt. 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