{"id":817,"date":"2024-10-05T17:18:24","date_gmt":"2024-10-05T15:18:24","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/?post_type=chapter&#038;p=817"},"modified":"2026-04-20T10:32:57","modified_gmt":"2026-04-20T08:32:57","slug":"das-marburger-rechtschreibtraining-ein-regelgeleitetes-foerderprogramm-fuer-rechtschreibschwache-kinder","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/chapter\/das-marburger-rechtschreibtraining-ein-regelgeleitetes-foerderprogramm-fuer-rechtschreibschwache-kinder\/","title":{"raw":"Das Marburger Rechtschreibtraining. Ein regelgeleitetes F\u00f6rderprogramm f\u00fcr rechtschreibschwache Kinder","rendered":"Das Marburger Rechtschreibtraining. Ein regelgeleitetes F\u00f6rderprogramm f\u00fcr rechtschreibschwache Kinder"},"content":{"raw":"<span class=\"TextRun SCXW77995786 BCX8\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW77995786 BCX8\">von <\/span><\/span>Gerd Schulte-K\u00f6rne und Frank Mathwig (2023)\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-820\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining-264x300.jpg\" alt=\"\" width=\"264\" height=\"300\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<ul>\r\n \t<li data-leveltext=\"\uf0b7\" data-font=\"Symbol\" data-listid=\"30\" data-list-defn-props=\"{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;\uf0b7&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}\" data-aria-posinset=\"1\" data-aria-level=\"1\">2. bis 5. Klasse<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<ul>\r\n \t<li data-leveltext=\"\uf0b7\" data-font=\"Symbol\" data-listid=\"30\" data-list-defn-props=\"{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;\uf0b7&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}\" data-aria-posinset=\"2\" data-aria-level=\"1\">Einzel- und Kleingruppentraining<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<ul>\r\n \t<li data-leveltext=\"\uf0b7\" data-font=\"Symbol\" data-listid=\"30\" data-list-defn-props=\"{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;\uf0b7&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}\" data-aria-posinset=\"3\" data-aria-level=\"1\">Selektive und indizierte Pr\u00e4vention<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n\r\n<\/div>\r\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\r\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<td style=\"width: 25%;height: 81px\"><\/td>\r\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Durchf\u00fchrbarkeit<\/th>\r\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\r\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Evaluation<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 84px\">\r\n<th style=\"width: 25%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\r\n<td style=\"text-align: left\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left\">[hfh_circle fill=\"half\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<th style=\"width: 25%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\r\n<td>Verst\u00e4ndliche Hinweise zur praktischen Umsetzung des Programms.<\/td>\r\n<td>Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\r\n<td>Mehrheitlich Belege aus Studien ohne Kontrollgruppen.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<h2>Inhalt<\/h2>\r\n<div style=\"font-weight: 400\"><\/div>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n\r\nDas Trainingsprogramm wurde speziell f\u00fcr Kinder entwickelt, die Schwierigkeiten beim Erwerb der Rechtschreibf\u00e4higkeit haben oder bei denen eine Rechtschreibst\u00f6rung diagnostiziert wurde.\r\n\r\nDas Training konzentriert sich haupts\u00e4chlich auf die typischen Rechtschreibprobleme lese- und schreibschwacher Kinder der 2. bis 4. Grundschulklasse. Ziel ist es, L\u00f6sungsstrategien zu vermitteln, die mithilfe speziell entwickelter Rechtschreib-Algorithmen schrittweise zur richtigen Schreibweise f\u00fchren.\r\n\r\nDas Training kann als Einzelunterricht oder in Kleingruppen mit bis zu f\u00fcnf Kindern durchgef\u00fchrt werden und sollte inhaltlich auf den regul\u00e4ren Unterricht abgestimmt sein. Es wird empfohlen, zwei Trainingseinheiten pro Woche einzuplanen, die jeweils eine Dauer von maximal 45 Minuten nicht \u00fcberschreiten sollten. In dieser Zeit sind Spiel- und Erholungszeit bereits enthalten, sodass die effektive Lern- und \u00dcbungszeit 20-30 Minuten betr\u00e4gt.\r\n\r\nDas Programm umfasst 12 aufeinander aufbauende Kapitel. Es ist jedoch auch m\u00f6glich, einzelne Kapitel gezielt zu bestimmten Themen herauszugreifen. Die Kapitel beinhalten folgende Themen: 1) Selbstlaute, 2) Mitlaute, 3) Mitlautverdoppelungen, 4) Hauptw\u00f6rter, Gross- und Kleinschreibung, Wortstamm und Wortendungen, 5) Zusammengesetzte Hauptw\u00f6rter, Umlaute und Wortanfang, 6) Tuw\u00f6rter, 7) Das stumme h, 8) Ausnahmen von der Regel zum stummen h, 9) Dehnungs-e, 10) Selbstlaute trennendes h, 11) Umlaute und 12) Auslaute.\r\n\r\nDas Trainingsprogramm nutzt Lernk\u00e4sten und Regelkarten und umfasst insgesamt acht Rechtschreibregeln. Neben dem Regelwissen werden auch L\u00f6sungsstrategien vermittelt. Mithilfe von Algorithmen lernen die Kinder anhand von Entscheidungsb\u00e4umen mit Ja\/Nein-Antworten, W\u00f6rter korrekt zu schreiben. Die L\u00f6sungsschritte werden grafisch mit \u00abKathi\u00bb umgesetzt. Eine zus\u00e4tzliche Strategie visualisiert weitestgehend auditive Probleme, wie die Unterscheidung von lang und kurz gesprochenen Selbstlauten. Regelm\u00e4ssige Wiederholungen der Lerninhalte dienen der F\u00f6rderung eines nachhaltigen Lernerfolgs. Jedes Kapitel wird mit einer Erfolgskontrolle abgeschlossen.\r\n\r\nDas Training kann von Fachpersonen der P\u00e4dagogik, Psychologie, Ergotherapie, Logop\u00e4die und Medizin durchgef\u00fchrt werden, die \u00fcber Fachkenntnisse zur Lese-Rechtschreibst\u00f6rung verf\u00fcgen. Auch Eltern k\u00f6nnen das Training durchf\u00fchren, wenn sie von Fachpersonen angeleitet werden.\r\n\r\n<\/div>\r\n<h2>Durchf\u00fchrbarkeit<\/h2>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n\r\nDas Trainingsprogramm wird als umfangreicher Ordner bereitgestellt. In der Anleitung finden sich die wesentlichen Informationen zur Durchf\u00fchrung, den Zielen und den Inhalten der einzelnen Kapitel. Der Lern- und \u00dcbungsbereich gliedert sich in 12 Kapitel, die die Lerninhalte des Trainings vermitteln. Jedes Kapitel wird durch umfangreiches Material erg\u00e4nzt. Im Anhang werden Materialien angeboten wie Regelkarten, Lernk\u00e4sten, Buchstaben zum Ausschneiden und weitere Materialien, um die einzelnen L\u00f6sungsschritte einzu\u00fcben. Auch ein Zeilenlineal ist enthalten. Ein separater L\u00f6sungsbereich bietet die L\u00f6sungen an, und ein Wortindex listet alle \u00dcbungsw\u00f6rter des Trainings auf. \u00abKathi\u00bb pr\u00e4sentiert die Algorithmen, w\u00e4hrend das Ausrufezeichen \u00abAnton\u00bb auf wesentliche Lerninhalte hinweist.\r\n\r\n<\/div>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\r\nF\u00fcr die theoretische Einordnung der Trainingskonzepts wird das Phasenmodell von Frith (1985) beigezogen. Es beschreibt drei Entwicklungsphasen des Schriftspracherwerbs: die logographische, die alphabetische und die orthographische Phase.\r\n\r\nDie logographische Phase ist durch ein ganzheitliches Malen von W\u00f6rtern gekennzeichnet. In der alphabetischen Phase lernen die Kinder die Zuordnung von Laut- und Schriftsprache. In der orthographischen Phase entwickeln sie zunehmend orthographisches Wissen.\r\n\r\nPhonologische Trainings sind der alphabetischen Phase zuzuordnen und eignen sich bis zur ersten Klasse. Regeltrainings hingegen sind der orthographischen Phase zuzuordnen und werden ab der zweiten Klasse empfohlen.\r\n\r\nBei der Konzeption eines Rechtschreibtrainings sollte der Entwicklungsstand von Zweit- und Drittkl\u00e4sslern in Bezug auf ihre Lese- und Rechtschreibfertigkeiten ber\u00fccksichtigt werden. Zweitkl\u00e4ssler verf\u00fcgen oft noch nicht \u00fcber ausgepr\u00e4gtes Regelwissen. Rechtschreiboperationen, die isoliert beherrscht werden, k\u00f6nnen oft nicht auf den gesamten Schriftspracherwerb \u00fcbertragen werden. Daher sollte ein effektives Rechtschreibtraining nicht nur Regelwissen vermitteln, sondern auch gezielt L\u00f6sungsstrategien f\u00f6rdern (Scheerer-Neumann, 1988). Im Marburger Rechtschreibtraining wird dieser Ansatz umgesetzt, indem sowohl Regelwissen als auch L\u00f6sungsstrategien vermittelt werden.\r\n\r\nDas Wortmaterial des Trainings wurde aus dem Grundwortschatz von Pregel und Rickheit (1987) entnommen.\r\n\r\n<\/div>\r\n<h2>Evaluation<\/h2>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n\r\nDas Rechtschreibtraining wurde in mehreren Studien evaluiert, vor allem durch die Autoren selbst.\r\n\r\nIn den Untersuchungen von Schulte-K\u00f6rne et al. (1997, 1998) wurden Eltern von 17 rechtschreibschwachen Kindern angeleitet, das Training regelm\u00e4ssig mit ihren Kindern durchzuf\u00fchren. \u00dcber einen Zeitraum von zwei Jahren fanden monatliche Treffen statt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Eltern mithilfe des Trainings die Rechtschreibleistungen ihrer Kinder verbessern konnten: Nach einem Jahr zeigte sich ein positiver Effekt auf spezifische Rechtschreibfehler und nach zwei Jahren ein Effekt auf die gesamte Rechtschreibleistung. Zudem stieg das Selbstvertrauen der Kinder an. Da jedoch keine Kontrollgruppe beigezogen wurde, bleibt unklar, ob die beobachteten Verbesserungen tats\u00e4chlich auf das Training zur\u00fcckzuf\u00fchren sind.\r\n\r\nIn der Studie von Schulte-K\u00f6rne et al. (2001) wurde das Training in der Einzelf\u00f6rderung durch eine Medizinstudentin bei 10 rechtschreibschwachen Kindern zweimal w\u00f6chentlich durchgef\u00fchrt. Nach 12 Wochen zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Lese- und Rechtschreibleistungen. Eine Ver\u00e4nderung des Selbstvertrauens konnte in diesem Zeitraum nicht festgestellt werden. Zu beachten ist, dass auch in dieser Studie keine Kontrollgruppe ber\u00fccksichtigt wurde.\r\n\r\nSchulte-K\u00f6rne et al. (2003) evaluierten das Trainingsprogramm im schulischen Kontext. 37 Kinder aus der 2. und 3. Klasse mit Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb erhielten \u00fcber einen Zeitraum von zwei Jahren F\u00f6rderung in Kleingruppen, entweder mit dem Trainingsprogramm oder einem schulinternen Programm. Die gef\u00f6rderten Kinder zeigten signifikante Verbesserungen in ihrer Lese- und Rechtschreibleistung und erreichten nach zwei Jahren den Normbereich. Anzumerken ist, dass sich auch die Vergleichsgruppe verbessern konnte.\r\n\r\nBarkmann et al. (2012) untersuchte eine Kohorte von 59 Zweit- und Drittkl\u00e4sslern mit einer Rechtschreibschw\u00e4che ein Jahr lang in Kleingruppen. Die Ergebnisse zeigten eine Verbesserung der Rechtschreib- und Lesef\u00e4higkeit im Vergleich zu den Normgruppen objektiver Testverfahren. Allerdings spiegelten die subjektiven Einsch\u00e4tzungen von Eltern, Lehrpersonen und Trainer:innen diese Fortschritte nicht wider. Auch hier ist kritisch anzumerken, dass keine Kontrollgruppe einbezogen wurde.\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<h2>Literatur<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Barkmann, C., Kuhlmann, E., Rosenboom, L., Wessolowski, N. &amp; Schulte-Markwort, M. (2012). Evaluation des Marburger Rechtschreibtrainings an Zweit- und Drittkl\u00e4sslern mit Rechtschreibproblemen. <em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie<\/em>, <em>40<\/em>(3), 171\u2013179. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917\/a000167\">https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917\/a000167<\/a><\/li>\r\n \t<li>Frith, U. (1985). Beneath the surface of developmental dyslexia. In K. E. Patterson, J. C. Marshall &amp; M. Coltheart (Hrsg.), <em>Surface dyslexia: Neuropsychological and cognitive studies of phonological reading.<\/em> L. Erlbaum.<\/li>\r\n \t<li>Pregel, D. &amp; Rickheit, G. (1987). <em>Der Grundwortschatz im Grundschulalter.<\/em> Olms.<\/li>\r\n \t<li>Scheerer-Neumann, G. (1988). <em>Rechtschreibtraining mit rechtschreibschwachen Hauptsch\u00fclern auf kognitionspsychologischer Grundlage: Eine empirische Untersuchung.<\/em> Westdeutscher Verlag.<\/li>\r\n \t<li>Schulte-K\u00f6rne, G. &amp; Mathwig, F. (2023). <em>Das Marburger Rechtschreibtraining. Ein regelgeleitetes F\u00f6rderprogramm f\u00fcr rechtschreibschwache Kinder<\/em> (8. Aufl.). Winkler Verlag.<\/li>\r\n \t<li>Schulte-K\u00f6rne, G. &amp; Mathwig, F.\u00a0(2001). <em>Das Marburger Rechtschreibtraining<\/em>. Winkler Verlag.<\/li>\r\n \t<li>Schulte-K\u00f6rne, G. , Deimel, W. , Remschmidt, H.\u00a0(1998). Das Marburger Eltern-Kind-Rechtschreibtraining - Verlaufsuntersuchung nach 2 Jahren.\u00a0<em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie<\/em>,\u00a0<em>26<\/em>, 167\u2013173.<\/li>\r\n \t<li>Schulte-K\u00f6rne, G. , Sch\u00e4fer, J. , Deimel, W. , Remschmidt, H.\u00a0(1997). Das Marburger Eltern-Kind-Rechtschreibtraining.\u00a0<em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie<\/em>,\u00a0<em>25<\/em>, 151\u2013159.<\/li>\r\n \t<li>Schulte-K\u00f6rne, G., Deimel, W., &amp; Remschmidt, H. (2003). Rechtschreibtraining in schulischen F\u00f6rdergruppen\u2014Ergebnisse einer Evaluationsstudie in der Primarstufe. <em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie<\/em>, <em>31<\/em>(2), 85\u201398. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917.31.2.85\">https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917.31.2.85<\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>In der <a href=\"https:\/\/zph.swisscovery.slsp.ch\/permalink\/41SLSP_PHZ\/rsm4jc\/alma990099622150205521\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bibliothek<\/a> verf\u00fcgbar<\/li>\r\n \t<li>Im <a href=\"https:\/\/zph.swisscovery.slsp.ch\/permalink\/41SLSP_PHZ\/rsm4jc\/alma99116718729005521\">Didaktischen Zentrum<\/a> (DiZ) verf\u00fcgbar<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\nHaben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\nLetzte \u00c4nderung: 04\/2026\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber F\u00f6rdermassnahmen.<\/a>\r\n\r\n&nbsp;","rendered":"<p><span class=\"TextRun SCXW77995786 BCX8\" lang=\"DE-CH\" xml:lang=\"DE-CH\" data-contrast=\"none\"><span class=\"NormalTextRun SCXW77995786 BCX8\">von <\/span><\/span>Gerd Schulte-K\u00f6rne und Frank Mathwig (2023)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-820\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining-264x300.jpg\" alt=\"\" width=\"264\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining-264x300.jpg 264w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining-901x1024.jpg 901w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining-768x873.jpg 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining-1352x1536.jpg 1352w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining-65x74.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining-225x256.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining-350x398.jpg 350w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2024\/10\/Das-Marburger-Rechtschreibtraining.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 264px) 100vw, 264px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<ul>\n<li data-leveltext=\"\uf0b7\" data-font=\"Symbol\" data-listid=\"30\" data-list-defn-props=\"{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;\uf0b7&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}\" data-aria-posinset=\"1\" data-aria-level=\"1\">2. bis 5. Klasse<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<ul>\n<li data-leveltext=\"\uf0b7\" data-font=\"Symbol\" data-listid=\"30\" data-list-defn-props=\"{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;\uf0b7&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}\" data-aria-posinset=\"2\" data-aria-level=\"1\">Einzel- und Kleingruppentraining<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<ul>\n<li data-leveltext=\"\uf0b7\" data-font=\"Symbol\" data-listid=\"30\" data-list-defn-props=\"{&quot;335552541&quot;:1,&quot;335559685&quot;:720,&quot;335559991&quot;:360,&quot;469769226&quot;:&quot;Symbol&quot;,&quot;469769242&quot;:[8226],&quot;469777803&quot;:&quot;left&quot;,&quot;469777804&quot;:&quot;\uf0b7&quot;,&quot;469777815&quot;:&quot;hybridMultilevel&quot;}\" data-aria-posinset=\"3\" data-aria-level=\"1\">Selektive und indizierte Pr\u00e4vention<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<td style=\"width: 25%;height: 81px\"><\/td>\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Durchf\u00fchrbarkeit<\/th>\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Evaluation<\/th>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 84px\">\n<th style=\"width: 25%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\n<td style=\"text-align: left\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--half' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Halb gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<th style=\"width: 25%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\n<td>Verst\u00e4ndliche Hinweise zur praktischen Umsetzung des Programms.<\/td>\n<td>Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\n<td>Mehrheitlich Belege aus Studien ohne Kontrollgruppen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Inhalt<\/h2>\n<div style=\"font-weight: 400\"><\/div>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<p>Das Trainingsprogramm wurde speziell f\u00fcr Kinder entwickelt, die Schwierigkeiten beim Erwerb der Rechtschreibf\u00e4higkeit haben oder bei denen eine Rechtschreibst\u00f6rung diagnostiziert wurde.<\/p>\n<p>Das Training konzentriert sich haupts\u00e4chlich auf die typischen Rechtschreibprobleme lese- und schreibschwacher Kinder der 2. bis 4. Grundschulklasse. Ziel ist es, L\u00f6sungsstrategien zu vermitteln, die mithilfe speziell entwickelter Rechtschreib-Algorithmen schrittweise zur richtigen Schreibweise f\u00fchren.<\/p>\n<p>Das Training kann als Einzelunterricht oder in Kleingruppen mit bis zu f\u00fcnf Kindern durchgef\u00fchrt werden und sollte inhaltlich auf den regul\u00e4ren Unterricht abgestimmt sein. Es wird empfohlen, zwei Trainingseinheiten pro Woche einzuplanen, die jeweils eine Dauer von maximal 45 Minuten nicht \u00fcberschreiten sollten. In dieser Zeit sind Spiel- und Erholungszeit bereits enthalten, sodass die effektive Lern- und \u00dcbungszeit 20-30 Minuten betr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Das Programm umfasst 12 aufeinander aufbauende Kapitel. Es ist jedoch auch m\u00f6glich, einzelne Kapitel gezielt zu bestimmten Themen herauszugreifen. Die Kapitel beinhalten folgende Themen: 1) Selbstlaute, 2) Mitlaute, 3) Mitlautverdoppelungen, 4) Hauptw\u00f6rter, Gross- und Kleinschreibung, Wortstamm und Wortendungen, 5) Zusammengesetzte Hauptw\u00f6rter, Umlaute und Wortanfang, 6) Tuw\u00f6rter, 7) Das stumme h, 8) Ausnahmen von der Regel zum stummen h, 9) Dehnungs-e, 10) Selbstlaute trennendes h, 11) Umlaute und 12) Auslaute.<\/p>\n<p>Das Trainingsprogramm nutzt Lernk\u00e4sten und Regelkarten und umfasst insgesamt acht Rechtschreibregeln. Neben dem Regelwissen werden auch L\u00f6sungsstrategien vermittelt. Mithilfe von Algorithmen lernen die Kinder anhand von Entscheidungsb\u00e4umen mit Ja\/Nein-Antworten, W\u00f6rter korrekt zu schreiben. Die L\u00f6sungsschritte werden grafisch mit \u00abKathi\u00bb umgesetzt. Eine zus\u00e4tzliche Strategie visualisiert weitestgehend auditive Probleme, wie die Unterscheidung von lang und kurz gesprochenen Selbstlauten. Regelm\u00e4ssige Wiederholungen der Lerninhalte dienen der F\u00f6rderung eines nachhaltigen Lernerfolgs. Jedes Kapitel wird mit einer Erfolgskontrolle abgeschlossen.<\/p>\n<p>Das Training kann von Fachpersonen der P\u00e4dagogik, Psychologie, Ergotherapie, Logop\u00e4die und Medizin durchgef\u00fchrt werden, die \u00fcber Fachkenntnisse zur Lese-Rechtschreibst\u00f6rung verf\u00fcgen. Auch Eltern k\u00f6nnen das Training durchf\u00fchren, wenn sie von Fachpersonen angeleitet werden.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Durchf\u00fchrbarkeit<\/h2>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<p>Das Trainingsprogramm wird als umfangreicher Ordner bereitgestellt. In der Anleitung finden sich die wesentlichen Informationen zur Durchf\u00fchrung, den Zielen und den Inhalten der einzelnen Kapitel. Der Lern- und \u00dcbungsbereich gliedert sich in 12 Kapitel, die die Lerninhalte des Trainings vermitteln. Jedes Kapitel wird durch umfangreiches Material erg\u00e4nzt. Im Anhang werden Materialien angeboten wie Regelkarten, Lernk\u00e4sten, Buchstaben zum Ausschneiden und weitere Materialien, um die einzelnen L\u00f6sungsschritte einzu\u00fcben. Auch ein Zeilenlineal ist enthalten. Ein separater L\u00f6sungsbereich bietet die L\u00f6sungen an, und ein Wortindex listet alle \u00dcbungsw\u00f6rter des Trainings auf. \u00abKathi\u00bb pr\u00e4sentiert die Algorithmen, w\u00e4hrend das Ausrufezeichen \u00abAnton\u00bb auf wesentliche Lerninhalte hinweist.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\n<p>F\u00fcr die theoretische Einordnung der Trainingskonzepts wird das Phasenmodell von Frith (1985) beigezogen. Es beschreibt drei Entwicklungsphasen des Schriftspracherwerbs: die logographische, die alphabetische und die orthographische Phase.<\/p>\n<p>Die logographische Phase ist durch ein ganzheitliches Malen von W\u00f6rtern gekennzeichnet. In der alphabetischen Phase lernen die Kinder die Zuordnung von Laut- und Schriftsprache. In der orthographischen Phase entwickeln sie zunehmend orthographisches Wissen.<\/p>\n<p>Phonologische Trainings sind der alphabetischen Phase zuzuordnen und eignen sich bis zur ersten Klasse. Regeltrainings hingegen sind der orthographischen Phase zuzuordnen und werden ab der zweiten Klasse empfohlen.<\/p>\n<p>Bei der Konzeption eines Rechtschreibtrainings sollte der Entwicklungsstand von Zweit- und Drittkl\u00e4sslern in Bezug auf ihre Lese- und Rechtschreibfertigkeiten ber\u00fccksichtigt werden. Zweitkl\u00e4ssler verf\u00fcgen oft noch nicht \u00fcber ausgepr\u00e4gtes Regelwissen. Rechtschreiboperationen, die isoliert beherrscht werden, k\u00f6nnen oft nicht auf den gesamten Schriftspracherwerb \u00fcbertragen werden. Daher sollte ein effektives Rechtschreibtraining nicht nur Regelwissen vermitteln, sondern auch gezielt L\u00f6sungsstrategien f\u00f6rdern (Scheerer-Neumann, 1988). Im Marburger Rechtschreibtraining wird dieser Ansatz umgesetzt, indem sowohl Regelwissen als auch L\u00f6sungsstrategien vermittelt werden.<\/p>\n<p>Das Wortmaterial des Trainings wurde aus dem Grundwortschatz von Pregel und Rickheit (1987) entnommen.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Evaluation<\/h2>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<p>Das Rechtschreibtraining wurde in mehreren Studien evaluiert, vor allem durch die Autoren selbst.<\/p>\n<p>In den Untersuchungen von Schulte-K\u00f6rne et al. (1997, 1998) wurden Eltern von 17 rechtschreibschwachen Kindern angeleitet, das Training regelm\u00e4ssig mit ihren Kindern durchzuf\u00fchren. \u00dcber einen Zeitraum von zwei Jahren fanden monatliche Treffen statt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Eltern mithilfe des Trainings die Rechtschreibleistungen ihrer Kinder verbessern konnten: Nach einem Jahr zeigte sich ein positiver Effekt auf spezifische Rechtschreibfehler und nach zwei Jahren ein Effekt auf die gesamte Rechtschreibleistung. Zudem stieg das Selbstvertrauen der Kinder an. Da jedoch keine Kontrollgruppe beigezogen wurde, bleibt unklar, ob die beobachteten Verbesserungen tats\u00e4chlich auf das Training zur\u00fcckzuf\u00fchren sind.<\/p>\n<p>In der Studie von Schulte-K\u00f6rne et al. (2001) wurde das Training in der Einzelf\u00f6rderung durch eine Medizinstudentin bei 10 rechtschreibschwachen Kindern zweimal w\u00f6chentlich durchgef\u00fchrt. Nach 12 Wochen zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Lese- und Rechtschreibleistungen. Eine Ver\u00e4nderung des Selbstvertrauens konnte in diesem Zeitraum nicht festgestellt werden. Zu beachten ist, dass auch in dieser Studie keine Kontrollgruppe ber\u00fccksichtigt wurde.<\/p>\n<p>Schulte-K\u00f6rne et al. (2003) evaluierten das Trainingsprogramm im schulischen Kontext. 37 Kinder aus der 2. und 3. Klasse mit Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb erhielten \u00fcber einen Zeitraum von zwei Jahren F\u00f6rderung in Kleingruppen, entweder mit dem Trainingsprogramm oder einem schulinternen Programm. Die gef\u00f6rderten Kinder zeigten signifikante Verbesserungen in ihrer Lese- und Rechtschreibleistung und erreichten nach zwei Jahren den Normbereich. Anzumerken ist, dass sich auch die Vergleichsgruppe verbessern konnte.<\/p>\n<p>Barkmann et al. (2012) untersuchte eine Kohorte von 59 Zweit- und Drittkl\u00e4sslern mit einer Rechtschreibschw\u00e4che ein Jahr lang in Kleingruppen. Die Ergebnisse zeigten eine Verbesserung der Rechtschreib- und Lesef\u00e4higkeit im Vergleich zu den Normgruppen objektiver Testverfahren. Allerdings spiegelten die subjektiven Einsch\u00e4tzungen von Eltern, Lehrpersonen und Trainer:innen diese Fortschritte nicht wider. Auch hier ist kritisch anzumerken, dass keine Kontrollgruppe einbezogen wurde.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<ul>\n<li>Barkmann, C., Kuhlmann, E., Rosenboom, L., Wessolowski, N. &amp; Schulte-Markwort, M. (2012). Evaluation des Marburger Rechtschreibtrainings an Zweit- und Drittkl\u00e4sslern mit Rechtschreibproblemen. <em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie<\/em>, <em>40<\/em>(3), 171\u2013179. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917\/a000167\">https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917\/a000167<\/a><\/li>\n<li>Frith, U. (1985). Beneath the surface of developmental dyslexia. In K. E. Patterson, J. C. Marshall &amp; M. Coltheart (Hrsg.), <em>Surface dyslexia: Neuropsychological and cognitive studies of phonological reading.<\/em> L. Erlbaum.<\/li>\n<li>Pregel, D. &amp; Rickheit, G. (1987). <em>Der Grundwortschatz im Grundschulalter.<\/em> Olms.<\/li>\n<li>Scheerer-Neumann, G. (1988). <em>Rechtschreibtraining mit rechtschreibschwachen Hauptsch\u00fclern auf kognitionspsychologischer Grundlage: Eine empirische Untersuchung.<\/em> Westdeutscher Verlag.<\/li>\n<li>Schulte-K\u00f6rne, G. &amp; Mathwig, F. (2023). <em>Das Marburger Rechtschreibtraining. Ein regelgeleitetes F\u00f6rderprogramm f\u00fcr rechtschreibschwache Kinder<\/em> (8. Aufl.). Winkler Verlag.<\/li>\n<li>Schulte-K\u00f6rne, G. &amp; Mathwig, F.\u00a0(2001). <em>Das Marburger Rechtschreibtraining<\/em>. Winkler Verlag.<\/li>\n<li>Schulte-K\u00f6rne, G. , Deimel, W. , Remschmidt, H.\u00a0(1998). Das Marburger Eltern-Kind-Rechtschreibtraining &#8211; Verlaufsuntersuchung nach 2 Jahren.\u00a0<em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie<\/em>,\u00a0<em>26<\/em>, 167\u2013173.<\/li>\n<li>Schulte-K\u00f6rne, G. , Sch\u00e4fer, J. , Deimel, W. , Remschmidt, H.\u00a0(1997). Das Marburger Eltern-Kind-Rechtschreibtraining.\u00a0<em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie<\/em>,\u00a0<em>25<\/em>, 151\u2013159.<\/li>\n<li>Schulte-K\u00f6rne, G., Deimel, W., &amp; Remschmidt, H. (2003). Rechtschreibtraining in schulischen F\u00f6rdergruppen\u2014Ergebnisse einer Evaluationsstudie in der Primarstufe. <em>Zeitschrift f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie<\/em>, <em>31<\/em>(2), 85\u201398. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917.31.2.85\">https:\/\/doi.org\/10.1024\/1422-4917.31.2.85<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\n<ul>\n<li>In der <a href=\"https:\/\/zph.swisscovery.slsp.ch\/permalink\/41SLSP_PHZ\/rsm4jc\/alma990099622150205521\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bibliothek<\/a> verf\u00fcgbar<\/li>\n<li>Im <a href=\"https:\/\/zph.swisscovery.slsp.ch\/permalink\/41SLSP_PHZ\/rsm4jc\/alma99116718729005521\">Didaktischen Zentrum<\/a> (DiZ) verf\u00fcgbar<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Haben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Letzte \u00c4nderung: 04\/2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber F\u00f6rdermassnahmen.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gerd Schulte-K\u00f6rne und Frank Mathwig (2023) &nbsp; Einsatzbereich 2. bis 5. Klasse Einzel- und Kleingruppentraining Selektive und indizierte Pr\u00e4vention &nbsp; Qualit\u00e4tskriterien Durchf\u00fchrbarkeit Theoretische Fundierung Evaluation Bewertung Erl\u00e4uterung Verst\u00e4ndliche Hinweise zur praktischen Umsetzung des Programms. Theoretische Begr\u00fcndung und nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise. Mehrheitlich Belege aus Studien ohne Kontrollgruppen. 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