{"id":1154,"date":"2026-06-08T16:22:46","date_gmt":"2026-06-08T14:22:46","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/?post_type=chapter&#038;p=1154"},"modified":"2026-06-11T09:55:33","modified_gmt":"2026-06-11T07:55:33","slug":"komm-mit-ins-zahlenland-eine-spielerische-entdeckungsreise-in-die-welt-der-mathematik","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/chapter\/komm-mit-ins-zahlenland-eine-spielerische-entdeckungsreise-in-die-welt-der-mathematik\/","title":{"raw":"Komm mit ins Zahlenland. Eine spielerische Entdeckungsreise in die Welt der Mathematik","rendered":"Komm mit ins Zahlenland. Eine spielerische Entdeckungsreise in die Welt der Mathematik"},"content":{"raw":"von Gerhard Friedrich, Viola de Galg\u00f3czy und Barbara Schindelhauer (2011)\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-1157\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2026\/06\/Zahlenland-226x300.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"300\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>3 bis 6 Jahre<\/li>\r\n \t<li>Einzel-, Gruppen- oder Klassentraining<\/li>\r\n \t<li>Universelle und selektive Pr\u00e4vention<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\r\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<td style=\"width: 25%;height: 81px\"><\/td>\r\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Durchf\u00fchrbarkeit<\/th>\r\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\r\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Evaluation<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 84px\">\r\n<th style=\"width: 25%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\r\n<td style=\"text-align: left\">[hfh_circle fill=\"full\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left\">[hfh_circle fill=\"half\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left\">[hfh_circle fill=\"half\" color=\"#14776c\"]<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<th style=\"width: 25%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\r\n<td>Verst\u00e4ndliche Hinweise zur praktischen Umsetzung des Programms.<\/td>\r\n<td>Theoretische Begr\u00fcndung und teilweise nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\r\n<td>Gemischte Belege zur Wirksamkeit vorhanden.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<h2>Inhalt<\/h2>\r\n<em>Komm mit ins Zahlenland<\/em> ist ein didaktisches Konzept zur fr\u00fchen mathematischen Bildung von Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren. Ziel ist es, Kindern einen spielerischen und emotional ansprechenden Zugang zur Welt der Zahlen zu erm\u00f6glichen und dabei mathematische Vorl\u00e4uferfertigkeiten aufzubauen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines grundlegenden Zahlenverst\u00e4ndnisses.\r\n\r\nDie \u00abReise ins Zahlenland\u00bb als Gesamtprojekt sollte kontinuierlich \u00fcber einen selbst gew\u00e4hlten Zeitraum (beispielsweise ein halbes Jahr oder Jahr) stattfinden und nacheinander die Zahlen bis zur Zielzahl in den Mittelpunkt stellen. Es wird empfohlen, das Projekt in einer Gruppe von 8 bis 10 Kindern durchzuf\u00fchren, wobei auch darauf hingewiesen wird, dass es auch in der Gesamtgruppe durchgef\u00fchrt werden kann.\r\n\r\nDas Programm verbindet mathematische Inhalte mit Geschichten, Liedern, Bewegung, Rollenspiel und kreativem Gestalten. Die Zahlen werden als handelnde Figuren dargestellt und in eine fantasievolle Umgebung eingebettet. Dadurch sollen Kinder Zahlen mit positiven Erfahrungen verkn\u00fcpfen und mathematische Zusammenh\u00e4nge handelnd erfahren.\r\n\r\nZentrale Elemente sind:\r\n<ul>\r\n \t<li>Zahlenweg zur Darstellung von Reihenfolge, Nachbarschaftsbeziehungen und Rechenoperationen<\/li>\r\n \t<li>Zahleng\u00e4rten und Zahlenh\u00e4user zur Veranschaulichung von Mengen und Zahlaspekten<\/li>\r\n \t<li>Zahlent\u00fcrme zur Darstellung von Zahlzerlegungen<\/li>\r\n \t<li>Zahlenpuppen, Zahlenfee und Zahlenkobold als motivierende Identifikationsfiguren<\/li>\r\n \t<li>Zahlenm\u00e4rchen, Zahlenlieder und Bewegungsspiele<\/li>\r\n \t<li>Pers\u00f6nliches Zahlenbuch zur Sammlung von Malereien, Zeichnungen und sonstigen Aktivit\u00e4ten<\/li>\r\n<\/ul>\r\nDie Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnen flexibel an Alter, Gruppengr\u00f6sse und Entwicklungsstand der Kinder angepasst werden. Das Programm versteht sich ausdr\u00fccklich nicht als festgelegtes Trainingsprogramm sondern als offenes didaktisches Konzept.\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<h2>Durchf\u00fchrbarkeit<\/h2>\r\n<\/div>\r\nDie Umsetzung erfordert eine vorbereitete Lernumgebung mit verschiedenen Materialien, die entweder gekauft oder gemeinsam mit den Kindern hergestellt werden k\u00f6nnen. Der anf\u00e4ngliche Vorbereitungsaufwand erscheint vergleichsweise hoch, wird jedoch durch zahlreiche Praxisbeispiele, Illustrationen und konkrete Umsetzungsvorschl\u00e4ge unterst\u00fctzt.\r\n\r\nDas Buch enth\u00e4lt detaillierte Anleitungen zur Einf\u00fchrung des Zahlenlandes, zur Gestaltung der Lernumgebung sowie zur Bearbeitung der einzelnen Zahlen. Die vorgeschlagenen Aktivit\u00e4ten lassen sich gut in den p\u00e4dagogischen Alltag integrieren und k\u00f6nnen ritualisiert durchgef\u00fchrt werden. Alle Lieder zum Buch werden zudem in einer Solo-, Chor- und Karaoke-Version auf einer CD mitgeliefert.\r\n\r\nWeitere Informationen finden sich auf der Webseite <a href=\"https:\/\/www.ifvl.de\/zahlenland\/\">https:\/\/www.ifvl.de\/zahlenland\/<\/a>. Zudem steht eine englischsprachige Version zur Verf\u00fcgung <a href=\"https:\/\/www.numberland.net\/\">https:\/\/www.numberland.net\/<\/a>.\r\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\r\n<p data-start=\"360\" data-end=\"1115\">Das Konzept st\u00fctzt sich gem\u00e4ss Autor:innen auf entwicklungspsychologische, mathematikdidaktische und neurodidaktische \u00dcberlegungen. Die Autor:innen verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne Pestalozzis (\u00abKopf, Herz und Hand\u00bb) und m\u00f6chten mathematische Inhalte \u00fcber Geschichten, Musik, Bewegung, Rollenspiel und kreative Aktivit\u00e4ten erfahrbar machen. Zahlen werden dabei personifiziert und in eine fantasievolle Erlebniswelt eingebettet. Zudem beziehen sich die Autor:innen auf Erkenntnisse der Neurodidaktik sowie auf entwicklungspsychologische Annahmen zum magischen und animistischen Denken von Kindern im Vorschulalter. Die F\u00f6rderung mathematischer Vorl\u00e4uferfertigkeiten wie Z\u00e4hlen, Mengenvergleich, Seriation und Zahlverst\u00e4ndnis wird als zentrales Ziel beschrieben.<\/p>\r\n<p data-start=\"1120\" data-end=\"1508\">Die theoretische Fundierung erscheint auf den ersten Blick breit abgest\u00fctzt. Allerdings bleibt die Verbindung zwischen den theoretischen Bez\u00fcgen und der konkreten Gestaltung der mathematischen Lernprozesse teilweise unscharf. Insbesondere werden neurodidaktische und entwicklungspsychologische Argumente eher programmatisch angef\u00fchrt als systematisch aus empirischer Forschung abgeleitet.<\/p>\r\n<p data-start=\"1513\" data-end=\"2428\">K\u00e4ser (2013) tr\u00e4gt Argumente zusammen, dass f\u00fcr das Zahlenland keine hinreichend \u00fcberzeugende Begr\u00fcndung daf\u00fcr vorliegt, weshalb mathematische Fr\u00fchf\u00f6rderung \u00fcber die Einbettung mathematischer Inhalte in fantasievolle Geschichten, Lieder und spielerische Inszenierungen erfolgen sollte. Kritisch wird insbesondere hinterfragt, ob ein solcher Zugang den Aufbau mathematischer Basiskompetenzen gezielt unterst\u00fctzt. Gleichzeitig wird jedoch anerkannt, dass ansprechend gestaltete Materialien, humorvolle Sprache sowie musikalische Elemente aus motivationspsychologischer Perspektive dazu beitragen k\u00f6nnen, das Interesse der Kinder aufrechtzuerhalten und positive Lerngelegenheiten zu schaffen.<\/p>\r\n<p data-start=\"1513\" data-end=\"2428\">Krajewski und Simanowski (2017) sowie Renner et al. (2025) beurteilen das Konzept eher kritisch. Sie bem\u00e4ngeln, dass das Zahlenland zwar zahlreiche mathematische Aktivit\u00e4ten enth\u00e4lt, jedoch nicht konsequent an entwicklungspsychologischen Modellen des Zahlverst\u00e4ndnisses orientiert ist. Insbesondere werde die Entwicklung zentraler mathematischer Basiskompetenzen, wie der Verkn\u00fcpfung von Zahlen und Mengen sowie der Einsicht in die Beziehungen zwischen aufeinanderfolgenden Zahlen, nicht systematisch unterst\u00fctzt. Die Autor:innen kritisieren zudem, dass die Personifizierung der Zahlen und die umfangreiche Einbettung in Geschichten und Fantasiewelten den Fokus von den numerischen Strukturen weglenken k\u00f6nnen. Dadurch bestehe die Gefahr, dass Kinder zwar reichhaltige Geschichten und Eigenschaften einzelner Zahlen lernen, jedoch die mathematischen Beziehungen zwischen den Zahlen weniger deutlich wahrnehmen. Die vielf\u00e4ltigen fantasievollen Elemente k\u00f6nnten insbesondere Kinder mit schwachen mathematischen Vorkenntnissen oder eingeschr\u00e4nkten Aufmerksamkeits- und Arbeitsged\u00e4chtnisressourcen zus\u00e4tzlich belasten und zur Erschwerung der Erkennung der numerischen Inhalte beitragen.<\/p>\r\n<p data-start=\"2433\" data-end=\"3064\">Vor diesem Hintergrund wird die theoretische Fundierung des Zahlenland-Konzepts zwar als p\u00e4dagogisch und motivationspsychologisch plausibel, jedoch nicht durchg\u00e4ngig als entwicklungs- und lernpsychologisch optimal f\u00fcr den Aufbau mathematischer Basiskompetenzen beurteilt.<\/p>\r\n\r\n<h2>Evaluation<\/h2>\r\n<div style=\"font-weight: 400\">\r\n<p data-start=\"0\" data-end=\"495\">Die Wirksamkeit des Programms wurde zun\u00e4chst von Friedrich und Munz (2006) in einer quasi-experimentellen Pr\u00e4-Post-Studie mit 92 Kindergartenkindern untersucht. Die Ergebnisse zeigten Leistungszuw\u00e4chse der F\u00f6rdergruppe in mathematischen Vorl\u00e4uferf\u00e4higkeiten und sprachbezogenen Kompetenzen gegen\u00fcber einer Kontrollgruppe.\u00a0Die Wirksamkeitsnachweise werden kritisch bewertet. Krajewski und Simanowski (2017) sowie Renner et al. (2025) verweisen darauf, dass langfristige Transfereffekte auf schulische Mathematikleistungen nicht ausreichend dokumentiert seien. Dar\u00fcber hinaus zeigte das Programm in einer sp\u00e4teren Vergleichsstudie keine Vorteile gegen\u00fcber einer untrainierten Kontrollgruppe und war einem anderen strukturorientierten Fr\u00fchf\u00f6rderprogramm (<em data-start=\"1931\" data-end=\"1955\">Mengen, z\u00e4hlen, Zahlen; <\/em>MZZ) signifikant unterlegen (Krajewski et al., 2008).<\/p>\r\n<p data-start=\"2061\" data-end=\"2598\">Eine neuere Langzeitstudie von Renner et al. (2025) vergleicht das Programm <em data-start=\"906\" data-end=\"931\">Komm mit ins Zahlenland<\/em> ebenfalls mit <em data-start=\"2303\" data-end=\"2327\">Mengen, z\u00e4hlen, Zahlen<\/em> sowie einer Kontrollgruppe. An der Untersuchung nahmen insgesamt 567 Vorschulkinder teil, darunter 190 Kinder mit erh\u00f6htem Risiko f\u00fcr sp\u00e4tere Rechenschwierigkeiten. Die Kinder wurden vor der F\u00f6rderung, unmittelbar danach sowie erneut am Ende der ersten Klasse untersucht. Erfasst wurden mathematische Basiskompetenzen und schulische Mathematikleistungen. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder der MZZ-Gruppe sowohl kurzfristig als auch langfristig st\u00e4rkere Fortschritte in mathematischen Basiskompetenzen erzielten als Kinder der Zahlenland-Gruppe. Besonders deutlich zeigte sich dies bei Kindern mit erh\u00f6htem Risiko f\u00fcr sp\u00e4tere Rechenschwierigkeiten. F\u00fcr das Zahlenland-Programm fanden sich zwar teilweise kurzfristige Vorteile gegen\u00fcber einer unbehandelten Kontrollgruppe, diese Effekte waren jedoch klein und langfristig nicht mehr nachweisbar. F\u00fcr die curricularen Mathematikleistungen zeigten sich keine abgesicherten F\u00f6rdereffekte. Die Autor:innen f\u00fchren die Unterschiede auf die unterschiedliche Konzeption der Programme zur\u00fcck. W\u00e4hrend <em data-start=\"2303\" data-end=\"2327\">Mengen, z\u00e4hlen, Zahlen<\/em>\u00a0mathematische Beziehungen und Zahlstrukturen gezielt und systematisch in den Mittelpunkt stellt, setzt <em data-start=\"2431\" data-end=\"2456\">Komm mit ins Zahlenland<\/em> auf die Personifizierung von Zahlen und deren Einbettung in fantasievolle Geschichten. Aus Sicht der Autor:innen besteht dadurch die Gefahr, dass die Aufmerksamkeit der Kinder st\u00e4rker auf narrative und emotionale Aspekte als auf mathematische Strukturen gelenkt wird. Sie schliessen ihre Diskussion mit dem Satz: \"Bei diesen Risikokindern scheint sich der Fokus auf die numerischen Eigenschaften von Zahlw\u00f6rtern und damit auf einen wesentlichen Aspekt der mathematischen Kompetenzentwicklung besonders auszuzahlen, w\u00e4hrend die Einf\u00fchrung in ein phantasieanregendes Programm wie Zahlenland bei dieser Gruppe nicht die gew\u00fcnschten Effekte zeigt.\" (Renner et al., 2025, S. 12).<\/p>\r\n<p data-start=\"2061\" data-end=\"2598\">Die neuere Evidenz deutet entsprechend darauf hin, dass strukturorientierte F\u00f6rderans\u00e4tze beim Aufbau mathematischer Basiskompetenzen wirksamer sein k\u00f6nnten als phantasieanregende Ans\u00e4tze. Die Evidenz f\u00fcr <em data-start=\"3072\" data-end=\"3097\">Komm mit ins Zahlenland<\/em> ist deshalb als gemischt zu bewerten.<\/p>\r\n\r\n<h2>Literatur<\/h2>\r\n<\/div>\r\n<ul>\r\n \t<li>Friedrich, G., de Galg\u00f3czy, V. &amp; Schindelhauer, B. (2011). <em>Komm mit ins Zahlenland. Eine spielerische Entdeckungsreise in die Welt der Mathematik<\/em>. Herder.<\/li>\r\n \t<li>Friedrich, G. &amp; Munz, H. (2006). F\u00f6rderung schulischer Vorl\u00e4uferfertigkeiten durch das didaktische Konzept \u00abKomm mit ins Zahlenland\u00bb. <em>Psychologie in Erziehung und Unterricht, 53<\/em>, 132-144.<\/li>\r\n \t<li>K\u00e4ser, U. (2013). Die Programme \u201eZahlenland\u201c und \u201eMengen, z\u00e4hlen, Zahlen\u201c\u2013 ein Kommentar zum Beitrag \u201eFostering Early Mathematical Competencies in Natural Learning Situations\u2013 Foundation and Challenges of a Competence-Oriented Concept of Mathematics Education in Kindergarten\u201c [J Math Didakt (2012)\r\n33:181\u2013201] von Hedwig Gasteiger. <em>Journal f\u00fcr Mathematik-Didaktik, 33<\/em>:181\u2013201.<\/li>\r\n \t<li>Krajewski, K., Nieding, G., Schneider, W. (2008). Kurz- und langfristige Effekte mathematischer Fr\u00fchf\u00f6rderung im Kindergarten durch das Programm\u201eMengen, z\u00e4hlen, Zahlen\u201c. <em>Zeitschrift f\u00fcr Entwicklungspsychologie und P\u00e4dagogische Psychologie, 40<\/em>, 135-146.<\/li>\r\n \t<li>Krajewski, K. &amp; Simanowski, S. (2017). <em>Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr F\u00f6rderans\u00e4tze zur Pr\u00e4vention von Rechenschw\u00e4che. Fr\u00fchf\u00f6rderung interdisziplin\u00e4r, 36<\/em>, 93-105.<\/li>\r\n \t<li>\r\n<div class=\"csl-entry\">Renner, A., Krajewski, K. &amp; Schneider, W. (2025). Wirksamkeitsevaluation einer strukturorientierten vs. Phantasieanregenden vorschulischen F\u00f6rderung mathematischer Basiskompetenzen. <i>Fr\u00fche Bildung, 10, 1-12. <\/i><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000727\">https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000727<\/a><\/div><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li><span style=\"font-size: 14pt\">Nicht verf\u00fcgbar<\/span><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\nHaben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\nLetzte \u00c4nderung: 06\/2026\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber F\u00f6rdermassnahmen.<\/a>","rendered":"<p>von Gerhard Friedrich, Viola de Galg\u00f3czy und Barbara Schindelhauer (2011)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1157\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2026\/06\/Zahlenland-226x300.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2026\/06\/Zahlenland-226x300.jpg 226w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2026\/06\/Zahlenland-65x86.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2026\/06\/Zahlenland-225x298.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2026\/06\/Zahlenland-350x464.jpg 350w, https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/wp-content\/uploads\/sites\/65\/2026\/06\/Zahlenland.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Einsatzbereich<\/h2>\n<ul>\n<li>3 bis 6 Jahre<\/li>\n<li>Einzel-, Gruppen- oder Klassentraining<\/li>\n<li>Universelle und selektive Pr\u00e4vention<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Qualit\u00e4tskriterien<\/h2>\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 246px\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<td style=\"width: 25%;height: 81px\"><\/td>\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Durchf\u00fchrbarkeit<\/th>\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Theoretische Fundierung<\/th>\n<th style=\"width: 25%;height: 81px;text-align: left\" scope=\"col\">Evaluation<\/th>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 84px\">\n<th style=\"width: 25%;height: 84px\" scope=\"row\">Bewertung<\/th>\n<td style=\"text-align: left\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--full' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--half' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Halb gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: left\"><span class='pressbooks-hfh-circle pressbooks-hfh-circle--half' style='--pressbooks-hfh-circle-width: 1.375rem; --pressbooks-hfh-circle-color: #14776c;'><span class='hfh-sr-only'>Halb gef\u00fcllter Kreis<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<th style=\"width: 25%;height: 81px\" scope=\"row\">Erl\u00e4uterung<\/th>\n<td>Verst\u00e4ndliche Hinweise zur praktischen Umsetzung des Programms.<\/td>\n<td>Theoretische Begr\u00fcndung und teilweise nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise.<\/td>\n<td>Gemischte Belege zur Wirksamkeit vorhanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Inhalt<\/h2>\n<p><em>Komm mit ins Zahlenland<\/em> ist ein didaktisches Konzept zur fr\u00fchen mathematischen Bildung von Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren. Ziel ist es, Kindern einen spielerischen und emotional ansprechenden Zugang zur Welt der Zahlen zu erm\u00f6glichen und dabei mathematische Vorl\u00e4uferfertigkeiten aufzubauen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines grundlegenden Zahlenverst\u00e4ndnisses.<\/p>\n<p>Die \u00abReise ins Zahlenland\u00bb als Gesamtprojekt sollte kontinuierlich \u00fcber einen selbst gew\u00e4hlten Zeitraum (beispielsweise ein halbes Jahr oder Jahr) stattfinden und nacheinander die Zahlen bis zur Zielzahl in den Mittelpunkt stellen. Es wird empfohlen, das Projekt in einer Gruppe von 8 bis 10 Kindern durchzuf\u00fchren, wobei auch darauf hingewiesen wird, dass es auch in der Gesamtgruppe durchgef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p>Das Programm verbindet mathematische Inhalte mit Geschichten, Liedern, Bewegung, Rollenspiel und kreativem Gestalten. Die Zahlen werden als handelnde Figuren dargestellt und in eine fantasievolle Umgebung eingebettet. Dadurch sollen Kinder Zahlen mit positiven Erfahrungen verkn\u00fcpfen und mathematische Zusammenh\u00e4nge handelnd erfahren.<\/p>\n<p>Zentrale Elemente sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Zahlenweg zur Darstellung von Reihenfolge, Nachbarschaftsbeziehungen und Rechenoperationen<\/li>\n<li>Zahleng\u00e4rten und Zahlenh\u00e4user zur Veranschaulichung von Mengen und Zahlaspekten<\/li>\n<li>Zahlent\u00fcrme zur Darstellung von Zahlzerlegungen<\/li>\n<li>Zahlenpuppen, Zahlenfee und Zahlenkobold als motivierende Identifikationsfiguren<\/li>\n<li>Zahlenm\u00e4rchen, Zahlenlieder und Bewegungsspiele<\/li>\n<li>Pers\u00f6nliches Zahlenbuch zur Sammlung von Malereien, Zeichnungen und sonstigen Aktivit\u00e4ten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnen flexibel an Alter, Gruppengr\u00f6sse und Entwicklungsstand der Kinder angepasst werden. Das Programm versteht sich ausdr\u00fccklich nicht als festgelegtes Trainingsprogramm sondern als offenes didaktisches Konzept.<\/p>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<h2>Durchf\u00fchrbarkeit<\/h2>\n<\/div>\n<p>Die Umsetzung erfordert eine vorbereitete Lernumgebung mit verschiedenen Materialien, die entweder gekauft oder gemeinsam mit den Kindern hergestellt werden k\u00f6nnen. Der anf\u00e4ngliche Vorbereitungsaufwand erscheint vergleichsweise hoch, wird jedoch durch zahlreiche Praxisbeispiele, Illustrationen und konkrete Umsetzungsvorschl\u00e4ge unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Das Buch enth\u00e4lt detaillierte Anleitungen zur Einf\u00fchrung des Zahlenlandes, zur Gestaltung der Lernumgebung sowie zur Bearbeitung der einzelnen Zahlen. Die vorgeschlagenen Aktivit\u00e4ten lassen sich gut in den p\u00e4dagogischen Alltag integrieren und k\u00f6nnen ritualisiert durchgef\u00fchrt werden. Alle Lieder zum Buch werden zudem in einer Solo-, Chor- und Karaoke-Version auf einer CD mitgeliefert.<\/p>\n<p>Weitere Informationen finden sich auf der Webseite <a href=\"https:\/\/www.ifvl.de\/zahlenland\/\">https:\/\/www.ifvl.de\/zahlenland\/<\/a>. Zudem steht eine englischsprachige Version zur Verf\u00fcgung <a href=\"https:\/\/www.numberland.net\/\">https:\/\/www.numberland.net\/<\/a>.<\/p>\n<h2>Theoretische Fundierung<\/h2>\n<p data-start=\"360\" data-end=\"1115\">Das Konzept st\u00fctzt sich gem\u00e4ss Autor:innen auf entwicklungspsychologische, mathematikdidaktische und neurodidaktische \u00dcberlegungen. Die Autor:innen verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne Pestalozzis (\u00abKopf, Herz und Hand\u00bb) und m\u00f6chten mathematische Inhalte \u00fcber Geschichten, Musik, Bewegung, Rollenspiel und kreative Aktivit\u00e4ten erfahrbar machen. Zahlen werden dabei personifiziert und in eine fantasievolle Erlebniswelt eingebettet. Zudem beziehen sich die Autor:innen auf Erkenntnisse der Neurodidaktik sowie auf entwicklungspsychologische Annahmen zum magischen und animistischen Denken von Kindern im Vorschulalter. Die F\u00f6rderung mathematischer Vorl\u00e4uferfertigkeiten wie Z\u00e4hlen, Mengenvergleich, Seriation und Zahlverst\u00e4ndnis wird als zentrales Ziel beschrieben.<\/p>\n<p data-start=\"1120\" data-end=\"1508\">Die theoretische Fundierung erscheint auf den ersten Blick breit abgest\u00fctzt. Allerdings bleibt die Verbindung zwischen den theoretischen Bez\u00fcgen und der konkreten Gestaltung der mathematischen Lernprozesse teilweise unscharf. Insbesondere werden neurodidaktische und entwicklungspsychologische Argumente eher programmatisch angef\u00fchrt als systematisch aus empirischer Forschung abgeleitet.<\/p>\n<p data-start=\"1513\" data-end=\"2428\">K\u00e4ser (2013) tr\u00e4gt Argumente zusammen, dass f\u00fcr das Zahlenland keine hinreichend \u00fcberzeugende Begr\u00fcndung daf\u00fcr vorliegt, weshalb mathematische Fr\u00fchf\u00f6rderung \u00fcber die Einbettung mathematischer Inhalte in fantasievolle Geschichten, Lieder und spielerische Inszenierungen erfolgen sollte. Kritisch wird insbesondere hinterfragt, ob ein solcher Zugang den Aufbau mathematischer Basiskompetenzen gezielt unterst\u00fctzt. Gleichzeitig wird jedoch anerkannt, dass ansprechend gestaltete Materialien, humorvolle Sprache sowie musikalische Elemente aus motivationspsychologischer Perspektive dazu beitragen k\u00f6nnen, das Interesse der Kinder aufrechtzuerhalten und positive Lerngelegenheiten zu schaffen.<\/p>\n<p data-start=\"1513\" data-end=\"2428\">Krajewski und Simanowski (2017) sowie Renner et al. (2025) beurteilen das Konzept eher kritisch. Sie bem\u00e4ngeln, dass das Zahlenland zwar zahlreiche mathematische Aktivit\u00e4ten enth\u00e4lt, jedoch nicht konsequent an entwicklungspsychologischen Modellen des Zahlverst\u00e4ndnisses orientiert ist. Insbesondere werde die Entwicklung zentraler mathematischer Basiskompetenzen, wie der Verkn\u00fcpfung von Zahlen und Mengen sowie der Einsicht in die Beziehungen zwischen aufeinanderfolgenden Zahlen, nicht systematisch unterst\u00fctzt. Die Autor:innen kritisieren zudem, dass die Personifizierung der Zahlen und die umfangreiche Einbettung in Geschichten und Fantasiewelten den Fokus von den numerischen Strukturen weglenken k\u00f6nnen. Dadurch bestehe die Gefahr, dass Kinder zwar reichhaltige Geschichten und Eigenschaften einzelner Zahlen lernen, jedoch die mathematischen Beziehungen zwischen den Zahlen weniger deutlich wahrnehmen. Die vielf\u00e4ltigen fantasievollen Elemente k\u00f6nnten insbesondere Kinder mit schwachen mathematischen Vorkenntnissen oder eingeschr\u00e4nkten Aufmerksamkeits- und Arbeitsged\u00e4chtnisressourcen zus\u00e4tzlich belasten und zur Erschwerung der Erkennung der numerischen Inhalte beitragen.<\/p>\n<p data-start=\"2433\" data-end=\"3064\">Vor diesem Hintergrund wird die theoretische Fundierung des Zahlenland-Konzepts zwar als p\u00e4dagogisch und motivationspsychologisch plausibel, jedoch nicht durchg\u00e4ngig als entwicklungs- und lernpsychologisch optimal f\u00fcr den Aufbau mathematischer Basiskompetenzen beurteilt.<\/p>\n<h2>Evaluation<\/h2>\n<div style=\"font-weight: 400\">\n<p data-start=\"0\" data-end=\"495\">Die Wirksamkeit des Programms wurde zun\u00e4chst von Friedrich und Munz (2006) in einer quasi-experimentellen Pr\u00e4-Post-Studie mit 92 Kindergartenkindern untersucht. Die Ergebnisse zeigten Leistungszuw\u00e4chse der F\u00f6rdergruppe in mathematischen Vorl\u00e4uferf\u00e4higkeiten und sprachbezogenen Kompetenzen gegen\u00fcber einer Kontrollgruppe.\u00a0Die Wirksamkeitsnachweise werden kritisch bewertet. Krajewski und Simanowski (2017) sowie Renner et al. (2025) verweisen darauf, dass langfristige Transfereffekte auf schulische Mathematikleistungen nicht ausreichend dokumentiert seien. Dar\u00fcber hinaus zeigte das Programm in einer sp\u00e4teren Vergleichsstudie keine Vorteile gegen\u00fcber einer untrainierten Kontrollgruppe und war einem anderen strukturorientierten Fr\u00fchf\u00f6rderprogramm (<em data-start=\"1931\" data-end=\"1955\">Mengen, z\u00e4hlen, Zahlen; <\/em>MZZ) signifikant unterlegen (Krajewski et al., 2008).<\/p>\n<p data-start=\"2061\" data-end=\"2598\">Eine neuere Langzeitstudie von Renner et al. (2025) vergleicht das Programm <em data-start=\"906\" data-end=\"931\">Komm mit ins Zahlenland<\/em> ebenfalls mit <em data-start=\"2303\" data-end=\"2327\">Mengen, z\u00e4hlen, Zahlen<\/em> sowie einer Kontrollgruppe. An der Untersuchung nahmen insgesamt 567 Vorschulkinder teil, darunter 190 Kinder mit erh\u00f6htem Risiko f\u00fcr sp\u00e4tere Rechenschwierigkeiten. Die Kinder wurden vor der F\u00f6rderung, unmittelbar danach sowie erneut am Ende der ersten Klasse untersucht. Erfasst wurden mathematische Basiskompetenzen und schulische Mathematikleistungen. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder der MZZ-Gruppe sowohl kurzfristig als auch langfristig st\u00e4rkere Fortschritte in mathematischen Basiskompetenzen erzielten als Kinder der Zahlenland-Gruppe. Besonders deutlich zeigte sich dies bei Kindern mit erh\u00f6htem Risiko f\u00fcr sp\u00e4tere Rechenschwierigkeiten. F\u00fcr das Zahlenland-Programm fanden sich zwar teilweise kurzfristige Vorteile gegen\u00fcber einer unbehandelten Kontrollgruppe, diese Effekte waren jedoch klein und langfristig nicht mehr nachweisbar. F\u00fcr die curricularen Mathematikleistungen zeigten sich keine abgesicherten F\u00f6rdereffekte. Die Autor:innen f\u00fchren die Unterschiede auf die unterschiedliche Konzeption der Programme zur\u00fcck. W\u00e4hrend <em data-start=\"2303\" data-end=\"2327\">Mengen, z\u00e4hlen, Zahlen<\/em>\u00a0mathematische Beziehungen und Zahlstrukturen gezielt und systematisch in den Mittelpunkt stellt, setzt <em data-start=\"2431\" data-end=\"2456\">Komm mit ins Zahlenland<\/em> auf die Personifizierung von Zahlen und deren Einbettung in fantasievolle Geschichten. Aus Sicht der Autor:innen besteht dadurch die Gefahr, dass die Aufmerksamkeit der Kinder st\u00e4rker auf narrative und emotionale Aspekte als auf mathematische Strukturen gelenkt wird. Sie schliessen ihre Diskussion mit dem Satz: &#8222;Bei diesen Risikokindern scheint sich der Fokus auf die numerischen Eigenschaften von Zahlw\u00f6rtern und damit auf einen wesentlichen Aspekt der mathematischen Kompetenzentwicklung besonders auszuzahlen, w\u00e4hrend die Einf\u00fchrung in ein phantasieanregendes Programm wie Zahlenland bei dieser Gruppe nicht die gew\u00fcnschten Effekte zeigt.&#8220; (Renner et al., 2025, S. 12).<\/p>\n<p data-start=\"2061\" data-end=\"2598\">Die neuere Evidenz deutet entsprechend darauf hin, dass strukturorientierte F\u00f6rderans\u00e4tze beim Aufbau mathematischer Basiskompetenzen wirksamer sein k\u00f6nnten als phantasieanregende Ans\u00e4tze. Die Evidenz f\u00fcr <em data-start=\"3072\" data-end=\"3097\">Komm mit ins Zahlenland<\/em> ist deshalb als gemischt zu bewerten.<\/p>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Friedrich, G., de Galg\u00f3czy, V. &amp; Schindelhauer, B. (2011). <em>Komm mit ins Zahlenland. Eine spielerische Entdeckungsreise in die Welt der Mathematik<\/em>. Herder.<\/li>\n<li>Friedrich, G. &amp; Munz, H. (2006). F\u00f6rderung schulischer Vorl\u00e4uferfertigkeiten durch das didaktische Konzept \u00abKomm mit ins Zahlenland\u00bb. <em>Psychologie in Erziehung und Unterricht, 53<\/em>, 132-144.<\/li>\n<li>K\u00e4ser, U. (2013). Die Programme \u201eZahlenland\u201c und \u201eMengen, z\u00e4hlen, Zahlen\u201c\u2013 ein Kommentar zum Beitrag \u201eFostering Early Mathematical Competencies in Natural Learning Situations\u2013 Foundation and Challenges of a Competence-Oriented Concept of Mathematics Education in Kindergarten\u201c [J Math Didakt (2012)<br \/>\n33:181\u2013201] von Hedwig Gasteiger. <em>Journal f\u00fcr Mathematik-Didaktik, 33<\/em>:181\u2013201.<\/li>\n<li>Krajewski, K., Nieding, G., Schneider, W. (2008). Kurz- und langfristige Effekte mathematischer Fr\u00fchf\u00f6rderung im Kindergarten durch das Programm\u201eMengen, z\u00e4hlen, Zahlen\u201c. <em>Zeitschrift f\u00fcr Entwicklungspsychologie und P\u00e4dagogische Psychologie, 40<\/em>, 135-146.<\/li>\n<li>Krajewski, K. &amp; Simanowski, S. (2017). <em>Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr F\u00f6rderans\u00e4tze zur Pr\u00e4vention von Rechenschw\u00e4che. Fr\u00fchf\u00f6rderung interdisziplin\u00e4r, 36<\/em>, 93-105.<\/li>\n<li>\n<div class=\"csl-entry\">Renner, A., Krajewski, K. &amp; Schneider, W. (2025). Wirksamkeitsevaluation einer strukturorientierten vs. Phantasieanregenden vorschulischen F\u00f6rderung mathematischer Basiskompetenzen. <i>Fr\u00fche Bildung, 10, 1-12. <\/i><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000727\">https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000727<\/a><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>Verf\u00fcgbarkeit an der HfH<\/h2>\n<ul>\n<li><span style=\"font-size: 14pt\">Nicht verf\u00fcgbar<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Haben wir etwas \u00fcbersehen? Melden Sie sich gerne unter <a href=\"mailto:wiwawi@hfh.ch\">wiwawi@hfh.ch<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Letzte \u00c4nderung: 06\/2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/wissenwaswirkt\/part\/uebersicht-ueber-foerderprogramme\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber F\u00f6rdermassnahmen.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gerhard Friedrich, Viola de Galg\u00f3czy und Barbara Schindelhauer (2011) &nbsp; Einsatzbereich 3 bis 6 Jahre Einzel-, Gruppen- oder Klassentraining Universelle und selektive Pr\u00e4vention Qualit\u00e4tskriterien Durchf\u00fchrbarkeit Theoretische Fundierung Evaluation Bewertung Erl\u00e4uterung Verst\u00e4ndliche Hinweise zur praktischen Umsetzung des Programms. Theoretische Begr\u00fcndung und teilweise nachvollziehbare Ableitung der Vorgehensweise. Gemischte Belege zur Wirksamkeit vorhanden. 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