{"id":441,"date":"2026-03-30T13:56:08","date_gmt":"2026-03-30T11:56:08","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/?post_type=chapter&#038;p=441"},"modified":"2026-05-08T08:39:01","modified_gmt":"2026-05-08T06:39:01","slug":"begruendungszusammenhaenge","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/chapter\/begruendungszusammenhaenge\/","title":{"raw":"Begr\u00fcndungszusammenh\u00e4nge","rendered":"Begr\u00fcndungszusammenh\u00e4nge"},"content":{"raw":"Das strategische Ziel \u00abBildung f\u00fcr alle\u00bb der <a href=\"https:\/\/www.bildungsstrategie.li\/de\/bildungsstrategie\/strategische-ziele-handlungsfelder\/tblid\/387\/default.asp\">Bildungsstrategie 25+<\/a> fokussiert das Recht auf Bildung f\u00fcr alle und damit das Recht auf eine inklusive Schule.\r\n<h2>Begriffe Integration und Inklusion<\/h2>\r\nDer Fokus der inklusiven in Abgrenzung zur integrativen Schule bedeutet ein Wechsel von kindzentrierten Problemformulierungen (\u00abDas Kind ist nicht tragbar\u00bb) zu einer systemzentrierten Problemformulierung (\u00abDie Schule ist noch nicht tragf\u00e4hig genug\u00bb). Folgende Tabelle[footnote]adaptiert aus: Hinz, A. (2002). Von der Integration zur Inklusion \u2013 terminologisches Spiel oder konzeptionelle Weiterentwicklung? Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik, 53(9), 354\u2013361, hier 359.[\/footnote] zeigt schematisch und idealtypisch diesen paradigmatischen Shift:\r\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 612px\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 81px\">\r\n<td style=\"width: 50%;height: 81px\"><strong>Praxis der Integration<\/strong><\/td>\r\n<td style=\"width: 50%;height: 81px\"><strong>Praxis der Inklusion<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 531px\">\r\n<td style=\"width: 50%;height: 531px\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Eingliederung von Kindern mit bestimmten Bedarfen in die Allgemeine Schule<\/li>\r\n \t<li>Differenziertes System je nach Sch\u00e4digung<\/li>\r\n \t<li>Zwei-Gruppen-Theorie (F\u00f6rderbedarf\/kein F\u00f6rderbedarf)<\/li>\r\n \t<li>Individuumszentrierter Ansatz<\/li>\r\n \t<li>Ressourcen f\u00fcr Kinder mit Etikettierung<\/li>\r\n \t<li>Spezielle F\u00f6rderung f\u00fcr Kinder mit Beeintr\u00e4chtigung<\/li>\r\n \t<li>F\u00f6rderpl\u00e4ne f\u00fcr Kinder mit Beeintr\u00e4chtigung<\/li>\r\n \t<li>Anliegen und Auftrag der Heilp\u00e4dagogik<\/li>\r\n \t<li>Schulische Heilp\u00e4dagogik als \u00a0Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kinder mit besonderen Bed\u00fcrfnissen<\/li>\r\n \t<li>Kontrolle durch Expert:innen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<td style=\"width: 50%;height: 531px\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Leben und Lernen f\u00fcr alle Kinder in der Allgemeinen Schule<\/li>\r\n \t<li>Umfassendes System f\u00fcr alle<\/li>\r\n \t<li>Theorie einer heterogenen Gruppe<\/li>\r\n \t<li>Systemischer Ansatz<\/li>\r\n \t<li>Ressourcen f\u00fcr Systeme (Schule)<\/li>\r\n \t<li>Gemeinsames und individuelles Lernen f\u00fcr alle<\/li>\r\n \t<li>Gemeinsame Reflexion und Planung aller Beteiligten<\/li>\r\n \t<li>Anliegen und Auftrag der Schulp\u00e4dagogik<\/li>\r\n \t<li>Schulische Heilp\u00e4dagogik als Unterst\u00fctzung f\u00fcr Lehrpersonen und Klassen<\/li>\r\n \t<li>Kollegiales Probleml\u00f6sen im Team<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\nDie Schule Liechtenstein bezieht sich auch gerne auf folgende Darstellung zur Unterscheidung der Begriffe Exkursion, Segregation, Integration und Inklusion.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter size-full wp-image-636\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Integration-Inklusion-Kreise.gif\" alt=\"Darstellung von Inklusion durch Kreise\" width=\"1240\" height=\"728\" \/>\r\n<em>Abbildung \u00abSchritte zur Inklusion\u00bb (Robert Aehnelt) Lizenz: cc by-sa\/3.0\/de[footnote]von h<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/inklusion-teilhabe\/behinderungen\/521497\/teilhabe-und-inklusion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ttps:\/\/www.bpb.de\/themen\/inklusion-teilhabe\/behinderungen\/521497\/teilhabe-und-inklusion\/<\/a>[\/footnote]<\/em>\r\n<p data-start=\"0\" data-end=\"366\">Die Abbildung stellt vier unterschiedliche Modelle des Umgangs mit Diversit\u00e4t im Bildungskontext gegen\u00fcber: Exklusion, Segregation, Integration und Inklusion. Die Darstellung erfolgt jeweils \u00fcber geometrische Formen (Kreise, Dreiecke, Quadrate, Pentagone etc.) in verschiedenen Farben, die metaphorisch f\u00fcr unterschiedliche Personengruppen oder Eigenschaften stehen.<\/p>\r\n<p data-start=\"368\" data-end=\"646\">Oben links wird <strong data-start=\"384\" data-end=\"414\">Exklusion (\u201eAusschlie\u00dfen\u201c) <\/strong>gezeigt: Innerhalb eines gro\u00dfen Kreises befindet sich nur ein Teil der Formen, w\u00e4hrend andere Formen au\u00dferhalb bleiben. Dies verdeutlicht den Ausschluss bestimmter, nicht passender Personen.<\/p>\r\n<p data-start=\"648\" data-end=\"989\">Oben rechts ist <strong data-start=\"664\" data-end=\"694\">Segregation (\u201eAussondern\u201c) <\/strong>dargestellt: Mehrere kleinere Kreise enthalten jeweils homogene Gruppen \u00e4hnlicher Formen, w\u00e4hrend ein gr\u00f6\u00dferer Kreis ebenfalls eine bestimmte Gruppierung zeigt. Die Trennung erfolgt hier systematisch nach Eigenschaften oder F\u00e4higkeiten.<\/p>\r\n<p data-start=\"991\" data-end=\"1369\">Unten links wird <strong data-start=\"1008\" data-end=\"1039\">Integration (\u201eEingliedern\u201c) <\/strong>visualisiert: Verschiedene Formen befinden sich gemeinsam in einem gro\u00dfen Kreis, jedoch sind einige Gruppen weiterhin in kleineren, abgegrenzten Teilbereichen innerhalb dieses Raumes zusammengefasst. Dies deutet darauf hin, dass zuvor getrennte Gruppen zwar zusammengef\u00fchrt werden, aber ihre Abgrenzung teilweise bestehen bleibt.<\/p>\r\n<p data-start=\"1371\" data-end=\"1735\">Unten rechts schlie\u00dflich zeigt die Abbildung <strong data-start=\"1416\" data-end=\"1446\">Inklusion (\u201eEinschlie\u00dfen\u201c): <\/strong>Alle Formen sind gleichberechtigt in einem gemeinsamen, unregelm\u00e4\u00dfig begrenzten Raum verteilt, ohne erkennbare Abgrenzungen oder Unterteilungen. Die Vielfalt erscheint hier als selbstverst\u00e4ndlicher Bestandteil eines gemeinsamen Systems, das sich an unterschiedliche Bed\u00fcrfnisse anpasst.<\/p>\r\n<p data-start=\"1737\" data-end=\"1891\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Insgesamt verdeutlicht die Grafik eine Entwicklung von Ausschluss \u00fcber Trennung und begrenzte Zusammenf\u00fchrung hin zu einem offenen, adaptiven Miteinander.<\/p>\r\n\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Recht auf nicht-Diskriminierung<\/h2>\r\nInternationales Menschenrecht fordert ein nicht-diskriminierendes Schulsystem.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter size-full wp-image-470\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1881\" \/>\r\naus dem <a href=\"https:\/\/vpod.ch\/site\/assets\/files\/0\/01\/20\/155\/242_vpod-bp_final-dig2.pdf\">vpod-Magazin 242, Dezember 2025<\/a>\r\n\r\nDie Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) trat <a href=\"https:\/\/www.llv.li\/de\/landesverwaltung\/amt-fuer-soziale-dienste\/chancengleichheit\/behinderung\/unobehindertenrechtskonvention\">im F\u00fcrstentum Liechtenstein am 17. Januar 2024<\/a> in Kraft. Damit verpflichtet sich Liechtenstein zur Umsetzung eines nicht-diskriminierenden Schulsystems. Dies bedeutet, dass alle Sch\u00fcler:innen gemeinsam zur Schule gehen und nicht wegen der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Ethnie, Nationalit\u00e4t oder Behinderungskategorie diskriminiert werden.\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Forschungsergebnisse<\/h2>\r\nInsbesondere in Bezug auf Leistung und (langfristige) soziale Integration gibt es vielf\u00e4ltige Forschungsergebnisse.\r\n\r\nhttps:\/\/vimeo.com\/1111254958?fl=pl&amp;fe=sh\r\n\r\nDie Forschungsergebnisse zeigen:\r\n<ul>\r\n \t<li>Schw\u00e4chere Lernende lernen besser in heterogenen Klassen.<\/li>\r\n \t<li>Starke Lernende lernen \u00fcberall \u00e4hnlich.<\/li>\r\n \t<li>Heterogene Lerngruppen erm\u00f6glichen miteinander und voneinander zu lernen. Es wirkt die \u00abKraft der Vielfalt\u00bb.<\/li>\r\n \t<li>L\u00e4ngerfristig haben Jugendliche, die eine integrative Karriere hinter sich haben, bessere Lebenschancen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nDie PH Luzern hat ein <a href=\"https:\/\/vblu.ch\/clubdesk\/fileservlet?id=1004066\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Factsheet zur Schulischen Inklusion<\/a> zusammengestellt, das die wissenschaftliche Befundlage genauer ausf\u00fchrt.\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<a class=\"hfh-button hfh-button--flipped hfh-button--secondary hfh-button--animated hfh-button--icon-arrow\" style=\"width: 100%\" href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/front-matter\/hinweise\/\" rel=\"noopener\">zur\u00fcck zum Themen\u00fcberblick<\/a>","rendered":"<p>Das strategische Ziel \u00abBildung f\u00fcr alle\u00bb der <a href=\"https:\/\/www.bildungsstrategie.li\/de\/bildungsstrategie\/strategische-ziele-handlungsfelder\/tblid\/387\/default.asp\">Bildungsstrategie 25+<\/a> fokussiert das Recht auf Bildung f\u00fcr alle und damit das Recht auf eine inklusive Schule.<\/p>\n<h2>Begriffe Integration und Inklusion<\/h2>\n<p>Der Fokus der inklusiven in Abgrenzung zur integrativen Schule bedeutet ein Wechsel von kindzentrierten Problemformulierungen (\u00abDas Kind ist nicht tragbar\u00bb) zu einer systemzentrierten Problemformulierung (\u00abDie Schule ist noch nicht tragf\u00e4hig genug\u00bb). Folgende Tabelle<a class=\"footnote\" title=\"adaptiert aus: Hinz, A. (2002). Von der Integration zur Inklusion \u2013 terminologisches Spiel oder konzeptionelle Weiterentwicklung? Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik, 53(9), 354\u2013361, hier 359.\" id=\"return-footnote-441-1\" href=\"#footnote-441-1\" aria-label=\"Footnote 1\"><sup class=\"footnote\">[1]<\/sup><\/a> zeigt schematisch und idealtypisch diesen paradigmatischen Shift:<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%;height: 612px\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 81px\">\n<td style=\"width: 50%;height: 81px\"><strong>Praxis der Integration<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 50%;height: 81px\"><strong>Praxis der Inklusion<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 531px\">\n<td style=\"width: 50%;height: 531px\">\n<ul>\n<li>Eingliederung von Kindern mit bestimmten Bedarfen in die Allgemeine Schule<\/li>\n<li>Differenziertes System je nach Sch\u00e4digung<\/li>\n<li>Zwei-Gruppen-Theorie (F\u00f6rderbedarf\/kein F\u00f6rderbedarf)<\/li>\n<li>Individuumszentrierter Ansatz<\/li>\n<li>Ressourcen f\u00fcr Kinder mit Etikettierung<\/li>\n<li>Spezielle F\u00f6rderung f\u00fcr Kinder mit Beeintr\u00e4chtigung<\/li>\n<li>F\u00f6rderpl\u00e4ne f\u00fcr Kinder mit Beeintr\u00e4chtigung<\/li>\n<li>Anliegen und Auftrag der Heilp\u00e4dagogik<\/li>\n<li>Schulische Heilp\u00e4dagogik als \u00a0Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kinder mit besonderen Bed\u00fcrfnissen<\/li>\n<li>Kontrolle durch Expert:innen<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td style=\"width: 50%;height: 531px\">\n<ul>\n<li>Leben und Lernen f\u00fcr alle Kinder in der Allgemeinen Schule<\/li>\n<li>Umfassendes System f\u00fcr alle<\/li>\n<li>Theorie einer heterogenen Gruppe<\/li>\n<li>Systemischer Ansatz<\/li>\n<li>Ressourcen f\u00fcr Systeme (Schule)<\/li>\n<li>Gemeinsames und individuelles Lernen f\u00fcr alle<\/li>\n<li>Gemeinsame Reflexion und Planung aller Beteiligten<\/li>\n<li>Anliegen und Auftrag der Schulp\u00e4dagogik<\/li>\n<li>Schulische Heilp\u00e4dagogik als Unterst\u00fctzung f\u00fcr Lehrpersonen und Klassen<\/li>\n<li>Kollegiales Probleml\u00f6sen im Team<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Schule Liechtenstein bezieht sich auch gerne auf folgende Darstellung zur Unterscheidung der Begriffe Exkursion, Segregation, Integration und Inklusion.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-636\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Integration-Inklusion-Kreise.gif\" alt=\"Darstellung von Inklusion durch Kreise\" width=\"1240\" height=\"728\" \/><br \/>\n<em>Abbildung \u00abSchritte zur Inklusion\u00bb (Robert Aehnelt) Lizenz: cc by-sa\/3.0\/de<a class=\"footnote\" title=\"von https:\/\/www.bpb.de\/themen\/inklusion-teilhabe\/behinderungen\/521497\/teilhabe-und-inklusion\/\" id=\"return-footnote-441-2\" href=\"#footnote-441-2\" aria-label=\"Footnote 2\"><sup class=\"footnote\">[2]<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p data-start=\"0\" data-end=\"366\">Die Abbildung stellt vier unterschiedliche Modelle des Umgangs mit Diversit\u00e4t im Bildungskontext gegen\u00fcber: Exklusion, Segregation, Integration und Inklusion. Die Darstellung erfolgt jeweils \u00fcber geometrische Formen (Kreise, Dreiecke, Quadrate, Pentagone etc.) in verschiedenen Farben, die metaphorisch f\u00fcr unterschiedliche Personengruppen oder Eigenschaften stehen.<\/p>\n<p data-start=\"368\" data-end=\"646\">Oben links wird <strong data-start=\"384\" data-end=\"414\">Exklusion (\u201eAusschlie\u00dfen\u201c) <\/strong>gezeigt: Innerhalb eines gro\u00dfen Kreises befindet sich nur ein Teil der Formen, w\u00e4hrend andere Formen au\u00dferhalb bleiben. Dies verdeutlicht den Ausschluss bestimmter, nicht passender Personen.<\/p>\n<p data-start=\"648\" data-end=\"989\">Oben rechts ist <strong data-start=\"664\" data-end=\"694\">Segregation (\u201eAussondern\u201c) <\/strong>dargestellt: Mehrere kleinere Kreise enthalten jeweils homogene Gruppen \u00e4hnlicher Formen, w\u00e4hrend ein gr\u00f6\u00dferer Kreis ebenfalls eine bestimmte Gruppierung zeigt. Die Trennung erfolgt hier systematisch nach Eigenschaften oder F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p data-start=\"991\" data-end=\"1369\">Unten links wird <strong data-start=\"1008\" data-end=\"1039\">Integration (\u201eEingliedern\u201c) <\/strong>visualisiert: Verschiedene Formen befinden sich gemeinsam in einem gro\u00dfen Kreis, jedoch sind einige Gruppen weiterhin in kleineren, abgegrenzten Teilbereichen innerhalb dieses Raumes zusammengefasst. Dies deutet darauf hin, dass zuvor getrennte Gruppen zwar zusammengef\u00fchrt werden, aber ihre Abgrenzung teilweise bestehen bleibt.<\/p>\n<p data-start=\"1371\" data-end=\"1735\">Unten rechts schlie\u00dflich zeigt die Abbildung <strong data-start=\"1416\" data-end=\"1446\">Inklusion (\u201eEinschlie\u00dfen\u201c): <\/strong>Alle Formen sind gleichberechtigt in einem gemeinsamen, unregelm\u00e4\u00dfig begrenzten Raum verteilt, ohne erkennbare Abgrenzungen oder Unterteilungen. Die Vielfalt erscheint hier als selbstverst\u00e4ndlicher Bestandteil eines gemeinsamen Systems, das sich an unterschiedliche Bed\u00fcrfnisse anpasst.<\/p>\n<p data-start=\"1737\" data-end=\"1891\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Insgesamt verdeutlicht die Grafik eine Entwicklung von Ausschluss \u00fcber Trennung und begrenzte Zusammenf\u00fchrung hin zu einem offenen, adaptiven Miteinander.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Recht auf nicht-Diskriminierung<\/h2>\n<p>Internationales Menschenrecht fordert ein nicht-diskriminierendes Schulsystem.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-470\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1881\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-scaled.jpg 2560w, https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-300x220.jpg 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-1024x752.jpg 1024w, https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-768x564.jpg 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-1536x1128.jpg 1536w, https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-2048x1505.jpg 2048w, https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-65x48.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-225x165.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/wp-content\/uploads\/sites\/103\/2026\/03\/Schefer_vpod-350x257.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><br \/>\naus dem <a href=\"https:\/\/vpod.ch\/site\/assets\/files\/0\/01\/20\/155\/242_vpod-bp_final-dig2.pdf\">vpod-Magazin 242, Dezember 2025<\/a><\/p>\n<p>Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) trat <a href=\"https:\/\/www.llv.li\/de\/landesverwaltung\/amt-fuer-soziale-dienste\/chancengleichheit\/behinderung\/unobehindertenrechtskonvention\">im F\u00fcrstentum Liechtenstein am 17. Januar 2024<\/a> in Kraft. Damit verpflichtet sich Liechtenstein zur Umsetzung eines nicht-diskriminierenden Schulsystems. Dies bedeutet, dass alle Sch\u00fcler:innen gemeinsam zur Schule gehen und nicht wegen der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Ethnie, Nationalit\u00e4t oder Behinderungskategorie diskriminiert werden.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Forschungsergebnisse<\/h2>\n<p>Insbesondere in Bezug auf Leistung und (langfristige) soziale Integration gibt es vielf\u00e4ltige Forschungsergebnisse.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" id=\"oembed-1\" title=\"Caroline Sahli Lozano, PHBern, kommentiert Thesen zur schulischen Inklusion.\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/1111254958?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"500\" height=\"281\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p>Die Forschungsergebnisse zeigen:<\/p>\n<ul>\n<li>Schw\u00e4chere Lernende lernen besser in heterogenen Klassen.<\/li>\n<li>Starke Lernende lernen \u00fcberall \u00e4hnlich.<\/li>\n<li>Heterogene Lerngruppen erm\u00f6glichen miteinander und voneinander zu lernen. Es wirkt die \u00abKraft der Vielfalt\u00bb.<\/li>\n<li>L\u00e4ngerfristig haben Jugendliche, die eine integrative Karriere hinter sich haben, bessere Lebenschancen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die PH Luzern hat ein <a href=\"https:\/\/vblu.ch\/clubdesk\/fileservlet?id=1004066\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Factsheet zur Schulischen Inklusion<\/a> zusammengestellt, das die wissenschaftliche Befundlage genauer ausf\u00fchrt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a class=\"hfh-button hfh-button--flipped hfh-button--secondary hfh-button--animated hfh-button--icon-arrow\" style=\"width: 100%\" href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-schule\/front-matter\/hinweise\/\" rel=\"noopener\">zur\u00fcck zum Themen\u00fcberblick<\/a><\/p>\n<hr class=\"before-footnotes clear\" \/><div class=\"footnotes\"><ol><li id=\"footnote-441-1\">adaptiert aus: Hinz, A. (2002). Von der Integration zur Inklusion \u2013 terminologisches Spiel oder konzeptionelle Weiterentwicklung? Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik, 53(9), 354\u2013361, hier 359. <a href=\"#return-footnote-441-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">&crarr;<\/a><\/li><li id=\"footnote-441-2\">von h<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/inklusion-teilhabe\/behinderungen\/521497\/teilhabe-und-inklusion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ttps:\/\/www.bpb.de\/themen\/inklusion-teilhabe\/behinderungen\/521497\/teilhabe-und-inklusion\/<\/a> <a href=\"#return-footnote-441-2\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 2\">&crarr;<\/a><\/li><\/ol><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das strategische Ziel \u00abBildung f\u00fcr alle\u00bb der Bildungsstrategie 25+ fokussiert das Recht auf Bildung f\u00fcr alle und damit das Recht auf eine inklusive Schule. 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