{"id":99,"date":"2024-08-22T09:42:30","date_gmt":"2024-08-22T07:42:30","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/?post_type=chapter&#038;p=99"},"modified":"2025-07-15T09:12:50","modified_gmt":"2025-07-15T07:12:50","slug":"abklaerungen-spd","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/chapter\/abklaerungen-spd\/","title":{"raw":"Abkl\u00e4rungen \/ SPD","rendered":"Abkl\u00e4rungen \/ SPD"},"content":{"raw":"<span class=\"pullquote-right\">\u00abDer SPD empfiehlt Massnahmen nach starren Vorgaben!\u00bb<\/span> Sonderp\u00e4dagogische Massnahmen werden von Lehrpersonen und Eltern gemeinsam mit der Schulleitung vereinbart (siehe VSM, grauer Kasten unten). Wenn Unklarheiten bestehen, keine Einigung erzielt werden kann oder Sonderschulung in Betracht gezogen wird, muss eine Schulpsychologische Abkl\u00e4rung gemacht werden. Die Schulpsychologie verfasst Empfehlungen (ebd.).\r\n<ul>\r\n \t<li>Gehen Sie mit dem SPD und den Eltern gemeinsam in den Dialog, welche Massnahmen angestrebt werden sollen.<\/li>\r\n \t<li>Benutzen Sie den SPD nicht dazu, W\u00fcnsche Ihrer Lehrpersonen oder Ihre eigenen W\u00fcnsche durchzusetzen.<\/li>\r\n \t<li>Achten Sie darauf, nicht unn\u00f6tig Diagnosen abzurufen. Diagnosen gehen meist mit Stigmatisierung einher. Massnahmen sind nach SAV nicht starr von Diagnosen abh\u00e4ngig.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Standardisiertes Abkl\u00e4rungsverfahren (SAV)<\/h2>\r\nDie Schulpsychologie muss sich bei Massnahmenempfehlungen f\u00fcr die Sonderschulung (verst\u00e4rkte Massnahmen; integrativ oder separat) an das Instrument <a href=\"https:\/\/www.szh.ch\/themen\/sav\/dokumente\">\u2192 Standardisiertes Abkl\u00e4rungsverfahren SAV<\/a> halten. Dies ist eine der Vereinbarungen, die im <a href=\"https:\/\/www.edk.ch\/de\/themen\/sonderpaedagogik\">\u2192 Sonderp\u00e4dagogik-Konkordat<\/a> festgehalten sind. Wichtig zu wissen ist, dass beispielsweise der Intelligenzquotient IQ nicht kausal f\u00fcr oder gegen eine (integrierte) Sonderschulung spricht. Im Sinne der \u00abInternationalen Klassifikation f\u00fcr Funktionsf\u00e4higkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)\u00bb, die dem SAV grundgelegt ist, ist ein Testergebnis ein Aspekt unter vielen, die ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen.\r\n<h2>Abkl\u00e4rung oder Unterrichtsentwicklung?<\/h2>\r\nDer SPD wird vielfach als Abkl\u00e4rungsinstanz gesehen. Dies hat historische Gr\u00fcnde[footnote]B\u00fchler-Niederberger, D. (1991). Legasthenie. Geschichte und Folgen einer Pathologisierung. Leske + Budrich. [\/footnote] und ist im Kanton Z\u00fcrich auch heute noch die Aufgabe der Schulpsychologie: Massnahmen auf Grund von diagnostischen Ergebnissen zu empfehlen. Deshalb wird die Schulpsychologie angegangen, wenn man gerne ein:e Sch\u00fcler:in an einen anderen Ort verweisen m\u00f6chte oder mehr Ressourcen erhalten m\u00f6chte. Dieses Ziel unterscheidet sich davon, den eigenen <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/chapter\/unterrichtsentwicklung\/\">\u2192 Unterricht zu ver\u00e4ndern<\/a>, damit ein Kind oder ein:e Jugendliche:r integrativ lernen kann.\r\n\r\nEs ist wichtig, dass Sie als Schulleiter:in diese zwei Ziele auseinanderhalten und im Schulhaus interdisziplin\u00e4re Fallbesprechungen (also kollegiale Fallberatungen) erm\u00f6glichen, die auf die Ver\u00e4nderung von Unterricht fokussieren und nicht schon von vornherein eine Delegation vorsehen[footnote]ebd.[\/footnote].\r\n<h2>Angepasste Lernziele oder Nachteilsausgleich?<\/h2>\r\nEine Forschung im Schweizer Kontext hat gezeigt, dass soziale Ungleichheiten \u00fcber die beiden Massnahmen - Angepasste Lernziele respektive Nachteilsausgleich - reproduziert werden: W\u00e4hrend Kinder mit hohem sozio-\u00f6konomischem Status jeweils eher einen Nachteilsausgleich bekommen, erhalten Kinder mit eher niedrigem sozio-\u00f6konomischem Status angepasste Lernziele. Die verschiedenen Massnahmen haben auf die Schulkarriere der Sch\u00fcler:innen einen erheblichen Einfluss.[footnote]Sahli Lozano, C., W\u00fcthrich, S., Wicki, M., &amp; Brandenberg, K. (2023). Soziale Selektivit\u00e4t bei der Vergabe der integrativen schulischen Ma\u00dfnahmen reduzierte individuelle Lernziele, Nachteilsausgleich und integrative F\u00f6rderung. Zeitschrift f\u00fcr Erziehungswissenschaft, 26(4), 997\u20131027. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11618-023-01173-9\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11618-023-01173-9<\/a>[\/footnote] <em>Wie sind Sie darin unterwegs? Stellen Sie sich zur Reflexion der institutionellen Diskriminierung Ihrer Schule eine eigene \u00dcbersicht auf. Diskutieren Sie diese mit Ihren Lehrpersonen.<\/em>\r\n<div class=\"textbox shaded\">\r\n\r\n<strong>Verordnung \u00fcber die sonderp\u00e4dagogische Massnahmen (VSM) 412.103<\/strong>\r\n\r\n<strong>\u00a7 24.<\/strong> <sup>1<\/sup> Die Pr\u00fcfung einer sonderp\u00e4dagogischen Massnahme setzt eine Standortbestimmung voraus. Diese erfolgt auf Antrag der Lehrpersonen oder der Eltern.\r\n\r\n<sup>2<\/sup> In der Standortbestimmung legen die Beteiligten den F\u00f6rderbedarf, die F\u00f6rderziele und den weiteren Ablauf fest. Das Volksschulamt regelt das Verfahren [<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/chapter\/elternzusammenarbeit\/\">Verfahren: SSG<\/a>].\r\n\r\n<strong>\u00a7 25.<\/strong> <sup>1<\/sup> Eine schulpsychologische Abkl\u00e4rung wird durchgef\u00fchrt, wenn:\r\n<p style=\"padding-left: 40px\">a. die Sch\u00fclerin oder der Sch\u00fcler einer Sonderschulung zugewiesen werden soll,\r\nb. von den Beteiligten keine Einigung \u00fcber die sonderp\u00e4dagogische Massnahme erzielt werden kann,\r\nc. Unklarheiten bestehen.<\/p>\r\n<sup>2<\/sup> Die Abkl\u00e4rung wird in der Regel beim zust\u00e4ndigen schulpsychologischen Dienst durchgef\u00fchrt. Dieser kann weitere Unterlagen beiziehen.\r\n\r\n<sup>3<\/sup> Er veranlasst eine Abkl\u00e4rung durch Fachleute, wenn besondere, vor allem medizinische, logop\u00e4dische oder psychomotorische Kenntnisse notwendig sind.\r\n\r\n<sup>4<\/sup> Der schulpsychologische Dienst verfasst einen Bericht mit einer Empfehlung \u00fcber Art und Umfang einer allf\u00e4lligen Massnahme.\r\n<p class=\"p1\"><strong>\u00a7 26.<\/strong> <sup><span class=\"s1\">1 <\/span><\/sup>Nach Durchf\u00fchrung der Standortbestimmung und einer allf\u00e4lligen Abkl\u00e4rung unterbreiten die Lehrpersonen und die Eltern der Schulleitung einen Vorschlag f\u00fcr die anzuordnende Massnahme. Die Abkl\u00e4rung darf nicht mehr als zwei Jahre zur\u00fcckliegen. Mit der Zustimmung durch die Schulleitung wird der Vorschlag zur Entscheidung.<\/p>\r\n<p class=\"p1\"><sup><span class=\"s1\">2<\/span><\/sup> K\u00f6nnen sich die Lehrpersonen und die Eltern nicht einigen oder stimmt die Schulleitung ihrem Vorschlag nicht zu, entscheidet die Schulpflege. Sie kann erg\u00e4nzende Abkl\u00e4rungen anordnen.<\/p>\r\n<p class=\"p1\"><sup><span class=\"s1\">3<\/span><\/sup> Die Entscheidung h\u00e4lt fest, welche Massnahme angeordnet und wann sie \u00fcberpr\u00fcft wird.<\/p>\r\n<p class=\"p1\"><sup><span class=\"s1\">4<\/span><\/sup> Eine Sonderschulung bedarf stets der Zustimmung der Schulpflege.<\/p>\r\n\r\n<\/div>\r\n<div class=\"hfh-button-grid hfh-button-grid--cols-2\"><a class=\"hfh-button hfh-button--flipped hfh-button--secondary hfh-button--animated hfh-button--icon-arrow\" href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/front-matter\/hinweise\/\" rel=\"noopener\">dazu suche ich Hinweise<\/a><a class=\"hfh-button hfh-button--secondary hfh-button--icon-arrow hfh-button--animated\" href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/chapter\/strukturen\"> l\u00e4ngerfristige Entwicklung<\/a><\/div>","rendered":"<p><span class=\"pullquote-right\">\u00abDer SPD empfiehlt Massnahmen nach starren Vorgaben!\u00bb<\/span> Sonderp\u00e4dagogische Massnahmen werden von Lehrpersonen und Eltern gemeinsam mit der Schulleitung vereinbart (siehe VSM, grauer Kasten unten). Wenn Unklarheiten bestehen, keine Einigung erzielt werden kann oder Sonderschulung in Betracht gezogen wird, muss eine Schulpsychologische Abkl\u00e4rung gemacht werden. Die Schulpsychologie verfasst Empfehlungen (ebd.).<\/p>\n<ul>\n<li>Gehen Sie mit dem SPD und den Eltern gemeinsam in den Dialog, welche Massnahmen angestrebt werden sollen.<\/li>\n<li>Benutzen Sie den SPD nicht dazu, W\u00fcnsche Ihrer Lehrpersonen oder Ihre eigenen W\u00fcnsche durchzusetzen.<\/li>\n<li>Achten Sie darauf, nicht unn\u00f6tig Diagnosen abzurufen. Diagnosen gehen meist mit Stigmatisierung einher. Massnahmen sind nach SAV nicht starr von Diagnosen abh\u00e4ngig.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Standardisiertes Abkl\u00e4rungsverfahren (SAV)<\/h2>\n<p>Die Schulpsychologie muss sich bei Massnahmenempfehlungen f\u00fcr die Sonderschulung (verst\u00e4rkte Massnahmen; integrativ oder separat) an das Instrument <a href=\"https:\/\/www.szh.ch\/themen\/sav\/dokumente\">\u2192 Standardisiertes Abkl\u00e4rungsverfahren SAV<\/a> halten. Dies ist eine der Vereinbarungen, die im <a href=\"https:\/\/www.edk.ch\/de\/themen\/sonderpaedagogik\">\u2192 Sonderp\u00e4dagogik-Konkordat<\/a> festgehalten sind. Wichtig zu wissen ist, dass beispielsweise der Intelligenzquotient IQ nicht kausal f\u00fcr oder gegen eine (integrierte) Sonderschulung spricht. Im Sinne der \u00abInternationalen Klassifikation f\u00fcr Funktionsf\u00e4higkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)\u00bb, die dem SAV grundgelegt ist, ist ein Testergebnis ein Aspekt unter vielen, die ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Abkl\u00e4rung oder Unterrichtsentwicklung?<\/h2>\n<p>Der SPD wird vielfach als Abkl\u00e4rungsinstanz gesehen. Dies hat historische Gr\u00fcnde<a class=\"footnote\" title=\"B\u00fchler-Niederberger, D. (1991). Legasthenie. Geschichte und Folgen einer Pathologisierung. Leske + Budrich.\" id=\"return-footnote-99-1\" href=\"#footnote-99-1\" aria-label=\"Footnote 1\"><sup class=\"footnote\">[1]<\/sup><\/a> und ist im Kanton Z\u00fcrich auch heute noch die Aufgabe der Schulpsychologie: Massnahmen auf Grund von diagnostischen Ergebnissen zu empfehlen. Deshalb wird die Schulpsychologie angegangen, wenn man gerne ein:e Sch\u00fcler:in an einen anderen Ort verweisen m\u00f6chte oder mehr Ressourcen erhalten m\u00f6chte. Dieses Ziel unterscheidet sich davon, den eigenen <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/chapter\/unterrichtsentwicklung\/\">\u2192 Unterricht zu ver\u00e4ndern<\/a>, damit ein Kind oder ein:e Jugendliche:r integrativ lernen kann.<\/p>\n<p>Es ist wichtig, dass Sie als Schulleiter:in diese zwei Ziele auseinanderhalten und im Schulhaus interdisziplin\u00e4re Fallbesprechungen (also kollegiale Fallberatungen) erm\u00f6glichen, die auf die Ver\u00e4nderung von Unterricht fokussieren und nicht schon von vornherein eine Delegation vorsehen<a class=\"footnote\" title=\"ebd.\" id=\"return-footnote-99-2\" href=\"#footnote-99-2\" aria-label=\"Footnote 2\"><sup class=\"footnote\">[2]<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2>Angepasste Lernziele oder Nachteilsausgleich?<\/h2>\n<p>Eine Forschung im Schweizer Kontext hat gezeigt, dass soziale Ungleichheiten \u00fcber die beiden Massnahmen &#8211; Angepasste Lernziele respektive Nachteilsausgleich &#8211; reproduziert werden: W\u00e4hrend Kinder mit hohem sozio-\u00f6konomischem Status jeweils eher einen Nachteilsausgleich bekommen, erhalten Kinder mit eher niedrigem sozio-\u00f6konomischem Status angepasste Lernziele. Die verschiedenen Massnahmen haben auf die Schulkarriere der Sch\u00fcler:innen einen erheblichen Einfluss.<a class=\"footnote\" title=\"Sahli Lozano, C., W\u00fcthrich, S., Wicki, M., &amp; Brandenberg, K. (2023). Soziale Selektivit\u00e4t bei der Vergabe der integrativen schulischen Ma\u00dfnahmen reduzierte individuelle Lernziele, Nachteilsausgleich und integrative F\u00f6rderung. Zeitschrift f\u00fcr Erziehungswissenschaft, 26(4), 997\u20131027. https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11618-023-01173-9\" id=\"return-footnote-99-3\" href=\"#footnote-99-3\" aria-label=\"Footnote 3\"><sup class=\"footnote\">[3]<\/sup><\/a> <em>Wie sind Sie darin unterwegs? Stellen Sie sich zur Reflexion der institutionellen Diskriminierung Ihrer Schule eine eigene \u00dcbersicht auf. Diskutieren Sie diese mit Ihren Lehrpersonen.<\/em><\/p>\n<div class=\"textbox shaded\">\n<p><strong>Verordnung \u00fcber die sonderp\u00e4dagogische Massnahmen (VSM) 412.103<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a7 24.<\/strong> <sup>1<\/sup> Die Pr\u00fcfung einer sonderp\u00e4dagogischen Massnahme setzt eine Standortbestimmung voraus. Diese erfolgt auf Antrag der Lehrpersonen oder der Eltern.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup> In der Standortbestimmung legen die Beteiligten den F\u00f6rderbedarf, die F\u00f6rderziele und den weiteren Ablauf fest. Das Volksschulamt regelt das Verfahren [<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/chapter\/elternzusammenarbeit\/\">Verfahren: SSG<\/a>].<\/p>\n<p><strong>\u00a7 25.<\/strong> <sup>1<\/sup> Eine schulpsychologische Abkl\u00e4rung wird durchgef\u00fchrt, wenn:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\">a. die Sch\u00fclerin oder der Sch\u00fcler einer Sonderschulung zugewiesen werden soll,<br \/>\nb. von den Beteiligten keine Einigung \u00fcber die sonderp\u00e4dagogische Massnahme erzielt werden kann,<br \/>\nc. Unklarheiten bestehen.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup> Die Abkl\u00e4rung wird in der Regel beim zust\u00e4ndigen schulpsychologischen Dienst durchgef\u00fchrt. Dieser kann weitere Unterlagen beiziehen.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup> Er veranlasst eine Abkl\u00e4rung durch Fachleute, wenn besondere, vor allem medizinische, logop\u00e4dische oder psychomotorische Kenntnisse notwendig sind.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup> Der schulpsychologische Dienst verfasst einen Bericht mit einer Empfehlung \u00fcber Art und Umfang einer allf\u00e4lligen Massnahme.<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>\u00a7 26.<\/strong> <sup><span class=\"s1\">1 <\/span><\/sup>Nach Durchf\u00fchrung der Standortbestimmung und einer allf\u00e4lligen Abkl\u00e4rung unterbreiten die Lehrpersonen und die Eltern der Schulleitung einen Vorschlag f\u00fcr die anzuordnende Massnahme. Die Abkl\u00e4rung darf nicht mehr als zwei Jahre zur\u00fcckliegen. Mit der Zustimmung durch die Schulleitung wird der Vorschlag zur Entscheidung.<\/p>\n<p class=\"p1\"><sup><span class=\"s1\">2<\/span><\/sup> K\u00f6nnen sich die Lehrpersonen und die Eltern nicht einigen oder stimmt die Schulleitung ihrem Vorschlag nicht zu, entscheidet die Schulpflege. Sie kann erg\u00e4nzende Abkl\u00e4rungen anordnen.<\/p>\n<p class=\"p1\"><sup><span class=\"s1\">3<\/span><\/sup> Die Entscheidung h\u00e4lt fest, welche Massnahme angeordnet und wann sie \u00fcberpr\u00fcft wird.<\/p>\n<p class=\"p1\"><sup><span class=\"s1\">4<\/span><\/sup> Eine Sonderschulung bedarf stets der Zustimmung der Schulpflege.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"hfh-button-grid hfh-button-grid--cols-2\"><a class=\"hfh-button hfh-button--flipped hfh-button--secondary hfh-button--animated hfh-button--icon-arrow\" href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/front-matter\/hinweise\/\" rel=\"noopener\">dazu suche ich Hinweise<\/a><a class=\"hfh-button hfh-button--secondary hfh-button--icon-arrow hfh-button--animated\" href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/tragfaehige-integration\/chapter\/strukturen\"> l\u00e4ngerfristige Entwicklung<\/a><\/div>\n<hr class=\"before-footnotes clear\" \/><div class=\"footnotes\"><ol><li id=\"footnote-99-1\">B\u00fchler-Niederberger, D. (1991). Legasthenie. Geschichte und Folgen einer Pathologisierung. Leske + Budrich.  <a href=\"#return-footnote-99-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">&crarr;<\/a><\/li><li id=\"footnote-99-2\">ebd. <a href=\"#return-footnote-99-2\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 2\">&crarr;<\/a><\/li><li id=\"footnote-99-3\">Sahli Lozano, C., W\u00fcthrich, S., Wicki, M., &amp; Brandenberg, K. (2023). Soziale Selektivit\u00e4t bei der Vergabe der integrativen schulischen Ma\u00dfnahmen reduzierte individuelle Lernziele, Nachteilsausgleich und integrative F\u00f6rderung. 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