{"id":349,"date":"2026-06-11T14:39:17","date_gmt":"2026-06-11T12:39:17","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/?post_type=chapter&#038;p=349"},"modified":"2026-07-10T15:42:22","modified_gmt":"2026-07-10T13:42:22","slug":"einleitung-2","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/chapter\/einleitung-2\/","title":{"raw":"Einleitung","rendered":"Einleitung"},"content":{"raw":"Student:innen im Autismus-Spektrum nehmen ihre Umwelt und soziale Interaktionen oft detailorientiert wahr, was im Studienalltag zu spezifischen Herausforderungen f\u00fchren kann. Insbesondere spontane sozialen Anforderungen, Gruppenarbeiten oder die Interpretation mehrdeutiger Aufgabenstellungen k\u00f6nnen f\u00fcr Student:innen mit Autismus-Spektrum-St\u00f6rungen (ASS) schwierig sein.\r\nF\u00fcr einen erfolgreichen Studienverlauf sind die proaktive Kommunikation der eigenen Bed\u00fcrfnisse wichtig. Ausserdem kann die Beantrag eines Nachteilsausgleichs, z.B. f\u00fcr reizarme Pr\u00fcfungssettings, Ruhepausen oder alternative Formen der Leistungserbringung hilfreich sein.\r\n\r\nDozent:innen unterst\u00fctzen eine neuroinklusive Lehre massgeblich durch eine eindeutige und strukturierte Kommunikation, die auf Ironie, Floskeln und unangek\u00fcndigte Themenwechsel verzichtet. Zu den Best Practices geh\u00f6ren die fr\u00fchzeitige Bereitstellung digitaler Materialien, der Einsatz von Advanced Organizern zur visuellen Gliederung sowie die R\u00fccksichtnahme auf sensorische Aspekte im H\u00f6rsaal. So kann eine \u00dcberreizung vermeiden werden und der Fokus auf einer klaren Orientierung liegen.","rendered":"<p>Student:innen im Autismus-Spektrum nehmen ihre Umwelt und soziale Interaktionen oft detailorientiert wahr, was im Studienalltag zu spezifischen Herausforderungen f\u00fchren kann. Insbesondere spontane sozialen Anforderungen, Gruppenarbeiten oder die Interpretation mehrdeutiger Aufgabenstellungen k\u00f6nnen f\u00fcr Student:innen mit Autismus-Spektrum-St\u00f6rungen (ASS) schwierig sein.<br \/>\nF\u00fcr einen erfolgreichen Studienverlauf sind die proaktive Kommunikation der eigenen Bed\u00fcrfnisse wichtig. Ausserdem kann die Beantrag eines Nachteilsausgleichs, z.B. f\u00fcr reizarme Pr\u00fcfungssettings, Ruhepausen oder alternative Formen der Leistungserbringung hilfreich sein.<\/p>\n<p>Dozent:innen unterst\u00fctzen eine neuroinklusive Lehre massgeblich durch eine eindeutige und strukturierte Kommunikation, die auf Ironie, Floskeln und unangek\u00fcndigte Themenwechsel verzichtet. Zu den Best Practices geh\u00f6ren die fr\u00fchzeitige Bereitstellung digitaler Materialien, der Einsatz von Advanced Organizern zur visuellen Gliederung sowie die R\u00fccksichtnahme auf sensorische Aspekte im H\u00f6rsaal. So kann eine \u00dcberreizung vermeiden werden und der Fokus auf einer klaren Orientierung liegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Student:innen im Autismus-Spektrum nehmen ihre Umwelt und soziale Interaktionen oft detailorientiert wahr, was im Studienalltag zu spezifischen Herausforderungen f\u00fchren kann. Insbesondere spontane sozialen Anforderungen, Gruppenarbeiten oder die Interpretation mehrdeutiger Aufgabenstellungen k\u00f6nnen f\u00fcr Student:innen mit Autismus-Spektrum-St\u00f6rungen (ASS) schwierig sein. F\u00fcr einen erfolgreichen Studienverlauf sind die proaktive Kommunikation der eigenen Bed\u00fcrfnisse wichtig. 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