{"id":131,"date":"2026-04-28T15:13:33","date_gmt":"2026-04-28T13:13:33","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/?post_type=chapter&#038;p=131"},"modified":"2026-06-11T14:40:29","modified_gmt":"2026-06-11T12:40:29","slug":"best-practice01","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/chapter\/best-practice01\/","title":{"raw":"Best Practice f\u00fcr Hochschulleitungen und leitende Uni-Mitarbeiter:innen","rendered":"Best Practice f\u00fcr Hochschulleitungen und leitende Uni-Mitarbeiter:innen"},"content":{"raw":"<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/autismuni_german_best_practice_guide_01.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Version als PDF zum Download<\/a>\r\n\r\nEin Leitfaden zur Best Practice bei der Unterst\u00fctzung von Studenten aus dem Autismus-Spektrum aus <a href=\"https:\/\/www.autism-uni.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">autism-uni.org<\/a>\r\n<h2>Einleitung<\/h2>\r\n<h3>\u00dcber Autismus<\/h3>\r\n<strong>Autismus ist eine lebenslange Entwicklungsst\u00f6rung, die sich darauf auswirkt, wie eine Person mit anderen Menschen kommuniziert und mit ihnen und der Umgebung interagiert.<\/strong> Autismus ist eine Spektrumsst\u00f6rung; das hei\u00dft, dass sie sich bei unterschiedlichen Menschen unterschiedlich auswirkt. Ein wesentlicher Anteil autistischer Menschen hat durchschnittliche oder \u00fcberdurchschnittliche geistige F\u00e4higkeiten und ist gebildet, allerdings besteht bei einigen zus\u00e4tzlich eine Lernst\u00f6rung. Autismus kann zu Denk- und Verhaltensweisen f\u00fchren, die unn\u00f6tig rigide oder repetitiv erscheinen, zu Schwierigkeiten beim Verstehen von sozialer Interaktion und zu Schwierigkeiten, Informationen \u201enormal\u201c zu verarbeiten. Auf der anderen Seite haben viele autistische Menschen auch spezifische St\u00e4rken, etwa die F\u00e4higkeit sich intensiv zu konzentrieren, unkonventionelle Probleml\u00f6sungsstrategien zu entwickeln oder Fehler zu erkennen, die andere \u00fcbersehen w\u00fcrden. Die St\u00e4rken autistischer Menschen als Fachkr\u00e4fte in bestimmten Bereichen werden zunehmend auch weltweit von Unternehmen erkannt.\r\n<h3>\u00dcber Autism&amp;Uni<\/h3>\r\n<a href=\"https:\/\/www.autism-uni.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Autism&amp;Uni<\/a> ist ein EU-finanziertes Projekt mit Partnern in f\u00fcnf L\u00e4ndern. Unser Ziel ist es, eine gr\u00f6\u00dfere Zahl an jungen Erwachsenen aus dem Autismus-Spektrum dabei zu unterst\u00fctzen, Zugang zur Hochschulbildung zu erlangen und den \u00dcbergang dazu erfolgreich zu bew\u00e4ltigen.\r\n\r\nUm die Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen autistischer Menschen herauszufinden und um die aktuelle gute Praxis zu definieren, haben wir eine Fragebogen-Umfrage durchgef\u00fchrt, mit Studenten \u00fcber ihre Erfahrungen gesprochen, Forschungsergebnisse und Fachliteratur untersucht und ein Mapping der Bildungsangebote und\u00a0 Gesetzgebung f\u00fcr autistische Kinder und Jugendliche in ganz Europa durchgef\u00fchrt. Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass es zahlreiche Herausforderungen f\u00fcr autistische Student:innen gibt, die in den Bereich der Hochschulbildung einsteigen und darin erfolgreich sein wollen.\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3 class=\"textbox__title\">Herausforderungen, denen sich autistische Studenten gegen\u00fcbersehen<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\n<strong>Das soziale und physische Umfeld<\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li>Schwierigkeit beim Erfassen ungeschriebener sozialer Regeln bei der Interaktion mit Tutor:innen und Kommiliton:innen<\/li>\r\n \t<li>Schwierigkeit beim Ertragen von Hintergrundger\u00e4uschen, der Beleuchtung, Menschenmengen oder anderen sensorischen Aspekten des Universit\u00e4ts-Umfelds<\/li>\r\n \t<li>Umgang mit der sozialen Isolation, die oft mit dem Leben in einer neuen Umgebung einhergeht<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<strong>Fehlen einer geeigneten Unterst\u00fctzung<\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li>Von Beginn an fehlender Zugang zu geeigneter Unterst\u00fctzung<\/li>\r\n \t<li>Fokus auf die \u201eDefizite\u201c des Autismus statt auf die St\u00e4rken, die die Student:innen einbringen k\u00f6nnen<\/li>\r\n \t<li>Fehlende Best\u00e4ndigkeit bei angemessenen Anpassungen, autismusspezifischen Leistungen und pers\u00f6nlichen Unterst\u00fctzungsleistungen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<strong>Unrealistische Erwartungen der Student:innen<\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li>wie das Studieren an der Universit\u00e4t wirklich ist<\/li>\r\n \t<li>Inhalt des Studienfachs oder Lehrgangs<\/li>\r\n \t<li>Leistung auf dem selben hohen Standard wie im Sekundarbereich<\/li>\r\n \t<li>Interessen und Engagements der Kommiliton:innen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<strong>Herausforderungen bez\u00fcglich der Benotung (selbst, wenn die Materie beherrscht wird)<\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li>Schwierigkeit bei der korrekten Interpretation mehrdeutiger und offener Aufgabenstellungen<\/li>\r\n \t<li>Nicht verstehen, warum etwas getan werden muss<\/li>\r\n \t<li>Schwierigkeit bei der Planung von Studienarbeiten und Korrekturen<\/li>\r\n \t<li>Unsicherheit dar\u00fcber, wie viel Zeit f\u00fcr eine bestimmte Aufgabe aufgewandt werden muss<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<strong>\u00dcbergang in das Erwachsenenleben ben\u00f6tigt mehr Anstrengung als bei einem durchschnittlichen Studenten<\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li>Erster Umzug aus dem Elternhaus<\/li>\r\n \t<li>Zeitmanagement und Schaffung von Routinen<\/li>\r\n \t<li>nicht wissen, wie man effektiv die eigenen Rechte einfordert<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\nMan kann argumentieren, dass viele dieser Herausforderungen f\u00fcr alle angehenden Student:innen gelten. Die meisten k\u00f6nnen sich relativ schnell an sie anpassen und bekommen Unterst\u00fctzung von ihren Freunden. F\u00fcr autistische Student:innen dagegen k\u00f6nnen diese Herausforderungen schnell zu Angst, weiterer Isolierung, Depression und schlie\u00dflich dazu f\u00fchren, dass sie ihr Studium ganz abbrechen.\r\n\r\nDies stellt nat\u00fcrlich einen enormen Verlust f\u00fcr die europ\u00e4ische Gesellschaft und Wirtschaft dar, da viele autistische Student:innen \u00fcber besondere St\u00e4rken verf\u00fcgen, z.B. starker Einsatz und Konzentration auf das von ihnen gew\u00e4hlte Fach, Aufmerksamkeit f\u00fcr Details, Einhalten von Regeln, eine hohe Arbeitsmoral und ein Hang zu rationalem und logischem Denken.\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Besorgen Sie sich unser kostenloses Online-Toolkit<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nDas Projekt Autism&amp;Uni unterst\u00fctzt Student:innen in dieser kritischen \u00dcbergangsphase durch ein Online-Toolkit. Das Toolkit ist in verschiedenen Sprachen erh\u00e4ltlich und kann den spezifischen Bed\u00fcrfnissen einer Universit\u00e4t, dem Umfeld und der Unterst\u00fctzungsstruktur angepasst werden. <strong>Weitere Details finden Sie unter <a href=\"https:\/\/www.autism-uni.org\/toolkits\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autism-uni.org\/toolkits<\/a><\/strong>\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<h2>\u00dcber diesen Leitfaden<\/h2>\r\nWir haben diesen Leitfaden mit der Hilfe autistischer Student:innen, ihrer Eltern, Universit\u00e4tstutor:innen, Schullehrer:innen und Mitarbeitern im Bereich von unterst\u00fctzenden Diensten entwickelt. In ihm sind unsere Ergebnisse zusammengefasst und die Best Practice hervorgehoben, insbesondere in den Projektpartnerl\u00e4ndern Gro\u00dfbritannien, Finnland, Niederlande, Polen und Spanien. Alle Zitate stammen aus Umfragen und Befragungen, die wir in diesen L\u00e4ndern im Jahr 2014 durchgef\u00fchrt haben.\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Einige europ\u00e4ische Hochschuleinrichtungen bieten bereits Kombinationen der folgenden Dienste und Anpassungen an (dies sind nur Beispiele)<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Bewertungs- und Unterst\u00fctzungspl\u00e4ne von Behindertenf\u00f6rderungs-Teams an Universit\u00e4ten<\/li>\r\n \t<li>Zus\u00e4tzliche Zeit und getrennte R\u00e4ume bei Pr\u00fcfungen<\/li>\r\n \t<li>Erlaubnis, Laptops f\u00fcr schriftliche Pr\u00fcfungen zu benutzen<\/li>\r\n \t<li>Kl\u00e4rung mehrdeutiger Formulierungen durch einen Assistenten bei Pr\u00fcfungen und Aufgaben<\/li>\r\n \t<li>Verringerte Studiengeb\u00fchren<\/li>\r\n \t<li>Besondere Vorkehrungen bei der Unterbringung der Student:in<\/li>\r\n \t<li>Unterst\u00fctzende Software an allen Uni-Computern oder zur individuellen Nutzung<\/li>\r\n \t<li>Pers\u00f6nliches Mentoring oder Coaching<\/li>\r\n \t<li>Zus\u00e4tzliche Beteiligung von Studienberater\/ innen, einschlie\u00dflich zus\u00e4tzlicher Zeit f\u00fcr Planung und Mitteilung des Bedarfs des Studenten an die Uni-Mitarbeiter<\/li>\r\n \t<li>Einzel- oder Gruppentreffen mit Studienberater\/innen, die auf Autismus spezialisiert sind<\/li>\r\n \t<li>Alternativen zu oder besondere Vorkehrungen bei Gruppenarbeiten und m\u00fcndlichen Pr\u00e4sentationen<\/li>\r\n \t<li>Karten, schriftliche Anweisungen und andere unterst\u00fctzende Ma\u00dfnahmen zur Auffindung von Studienstandorten<\/li>\r\n \t<li>Alle Vortragsfolien werden im Voraus bereitgestellt<\/li>\r\n \t<li>Erlaubnis, Vortr\u00e4ge mitzuschneiden<\/li>\r\n \t<li>Festgelegte Sitze, Computer, etc. in Vortragss\u00e4len und Klassenzimmern<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\nDas Wissen dar\u00fcber, wie man autistische Student:innen am besten unterst\u00fctzen kann, ist jedoch in Europa nicht \u00fcberall einheitlich und variiert auch in den einzelnen L\u00e4ndern. Es existieren Inseln guter Praxis und dieser Leitfaden hat das Ziel, diese herauszustellen und zu f\u00f6rdern, um die Chancen und die Zahl der Hochschulstudenten aus dem autistischen Spektrum zu erh\u00f6hen.\r\n<h3>Gebrauchsanweisung f\u00fcr diesen Leitfaden<\/h3>\r\nJeder Leitfaden konzentriert sich auf Kernpunkte - Erkenntnisse, Ideen und Anregungen zur Umsetzung positiver Ver\u00e4nderungen und guter Praxis, die an Kollegen weitergegeben werden k\u00f6nnen, sowie \u201eWas man tun kann\u201c - direkte Schritte, die Sie sofort und ohne die Hilfe anderer unternehmen k\u00f6nnen.\r\n<blockquote>Einige der Best-Practice-Beispiele sind vielleicht nicht direkt in Ihrem Land oder an Ihrer Einrichtung umsetzbar. Wo dies der Fall ist, kann es dennoch m\u00f6glich sein, ein zugrundeliegendes Prinzip auszumachen, das Sie in ihre berufliche Praxis mit einbeziehen k\u00f6nnen.<\/blockquote>\r\nAutistische Student:innen, die rechtzeitig geeignete Unterst\u00fctzung erfahren, bl\u00fchen an der Hochschule auf. Ihre F\u00e4higkeiten und ihre Expertise werden anerkannt, sie haben Zugang zu erstklassigen Vorlesungen und Bibliotheken, die ihre Spezialinteressen f\u00f6rdern und sie erhalten weitere Gelegenheiten, die es ihnen erm\u00f6glichen sich weiterzuentwickeln. Wenn Sie diesem Leitfaden folgen, wird Ihnen das dabei helfen, Student:innen dabei zu unterst\u00fctzen, das Beste aus ihrer Studienzeit und ihrem Leben an der Universit\u00e4t herauszuholen.\r\n\r\nWenn Sie einen oder mehrere der anderen Leitf\u00e4den dieser Reihe erwerben wollen, besuchen Sie bitte unsere Website <a href=\"https:\/\/www.autism-uni.org\/bestpractice\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autism-uni.org\/bestpractice<\/a>\r\n<h2>Best Practice f\u00fcr Hochschulverwaltungen und leitende Hochschulmitarbeiter:innen<\/h2>\r\nEs gibt Belege daf\u00fcr, dass manche Autist:innen wissen, dass sie autistisch sind, sich aber daf\u00fcr entscheiden, sich nicht zu outen (Baines, 2012; Davidson und Henderson, 2010; Huws und Jones, 2008). Dies kann verschiedene Gr\u00fcnde haben, etwa, dass sie nicht als behindert bezeichnet werden wollen, dass sie glauben, keinen Anspruch auf Unterst\u00fctzung zu haben oder dass sie sich ihren Kommiliton:innen anpassen wollen. Eine gro\u00dfe Zahl von Student:innen mit ASS hat zu Beginn des Studiums auch noch gar keine Diagnose, das gilt insbesondere f\u00fcr weibliche Studenten oder solche, die nicht die \u00fcblichen Genderrollen \u00fcbernehmen.\r\n<h3>Jenseits der Klischees<\/h3>\r\nTeilnehmer:innen am Autism&amp;Uni Mapping-Projekt haben ihre Sorge dar\u00fcber zum Ausdruck gebracht, dass sie nicht dem typischen Profil dessen entsprechen, was die Leute von einem autistischen Studenten erwarten \u2013 etwa, wenn sie weiblich sind, sich gut ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, wenn sie nicht dauernd k\u00e4mpfen, wenn sie sich als lesbisch, schwul, bisexuell oder transgender (LGBT) definieren.\r\n\r\nDieses Problem spiegelt sich wieder in der Art, wie Studenten, die den Klischees nicht entsprechen, manchmal vom Uni-Personal und von Kommiliton:innen behandelt werden und wie Autismus in der Literatur \u00fcber Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen dargestellt wird.\r\n\r\nDie Literatur, in der autistische Student:innen beschrieben werden, geht oft davon aus, dass Autismus und vielleicht damit verbundene Lernschwierigkeiten und geistige St\u00f6rungen die einzigen oder die dominierenden Probleme sind, die einen Einfluss auf den Erfolg an der Hochschule haben. Autistische Student:innen k\u00f6nnen sich jedoch einer Reihe von Faktoren gegen\u00fcbersehen, die sich auf ihre Erfahrungen an der Universit\u00e4t auswirken.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_140\" align=\"alignnone\" width=\"590\"]<img class=\"wp-image-140 \" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/abb_weitere_stoerungen.png\" alt=\"Abbildung \u00fcber weitere St\u00f6rungen,die bei einem autistischen Studenten vorliegen\" width=\"590\" height=\"424\" \/> Umfrage \u00fcber weitere St\u00f6rungen, die bei einem autistischen Studenten vorliegen. Es konnte mehr als eine Komorbidit\u00e4t angegeben werden.[\/caption]\r\n<h3>Warum ist das ein Problem?<\/h3>\r\nEs ist f\u00fcr Universit\u00e4ten schwierig, die Bed\u00fcrfnisse von Student:innen zu erkennen, die sich nicht als behindert outen oder die nicht in eine einzelne \u201eSchublade\u201c passen. Die Folge davon ist, dass Student:innen m\u00f6glicherweise nicht Zugang zu allen F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten erhalten, auf die sie Anspruch h\u00e4tten und von denen sie profitieren k\u00f6nnten. Wenn Anpassungen nur auf individueller Basis erfolgen \u2013 statt sie f\u00fcr alle verf\u00fcgbar zu machen, die sie beantragen oder statt sie sogar ganz selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr die gesamte Studentenschaft anzubieten \u2013 werden Student:innen ohne Diagnose oder solche, die sich nicht outen, an der Universit\u00e4t benachteiligt sein.\r\n<h3>Was k\u00f6nnen wir dabei tun?<\/h3>\r\nIn Gro\u00dfbritannien, wo F\u00f6rdergelder f\u00fcr behinderte Studenten (\u201eDSA\u201c) weit verbreitet sind, stehen diese nur denjenigen autistischen Student\/innen zur Verf\u00fcgung, die ihre Diagnose in geeigneter Weise nachweisen k\u00f6nnen. Wenn Student:innen das entsprechende Feld im UCAS-Formular nicht ankreuzen, um die Hochschule \u00fcber ihre Behinderung zu informieren, werden sie in der Regel keine nennenswerten Informationen \u00fcber F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Behinderte bekommen. Die Vorteile, wenn man dieses Feld ankreuzt, rechtzeitig DSA beantragt, etc. m\u00fcssen grunds\u00e4tzlich ALLEN potenziellen Antragstellern bekannt gemacht werden und es muss dabei genau auf die Wortwahl geachtet werden, damit diejenigen, die sich selbst nicht als \u201ebehindert\u201c sehen, dennoch diese Informationen finden k\u00f6nnen. Hochschulen sollten es Student:innen auch einfach machen, ihre Behinderung oder St\u00f6rung jederzeit w\u00e4hrend des Studiums zu outen. Es muss ein klares, einfaches und gut bekannt gemachtes Verfahren geben, damit Student:innen dies leisten k\u00f6nnen. Damit eine Hochschule das Gleichbehandlungsgesetz einh\u00e4lt, muss es der antizipatorischen Pflicht nachkommen, angemessene Anpassungen bereitzuhalten, bevor Studenten diese f\u00fcr sich einfordern und die Ideen im folgenden Abschnitt und die Kernpunkte werden einer Einrichtung dabei helfen, dies zu leisten. Viele der Ideen, \u00fcber die wir im folgenden Abschnitt sprechen, sowie die Kernpunkte k\u00f6nnen schnell zum Nutzen aller Studenten umgesetzt werden, egal, ob sie eine Autismus-Diagnose haben oder nicht.\r\n<h3>Die Bedeutung von Unterst\u00fctzung zum richtigen Zeitpunkt<\/h3>\r\nDie Autism&amp;Uni-Umfragen richteten sich an Student:innen, die das Studium abgebrochen haben und solche, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Rechtzeitige Unterst\u00fctzung oder ihr Fehlen war der entscheidende Faktor daf\u00fcr, ob sie ihr Studium fortgesetzt haben oder nicht.\r\n\r\nOft gibt es f\u00fcr autistische Student:innen zu Beginn des Studiums keine Unterst\u00fctzung. Selbst dort, wo Unterst\u00fctzung von der Einrichtung, anderen Organisationen, der regionalen oder nationalen Verwaltung angeboten wird und sie nachweisen k\u00f6nnen, dass sie anspruchsberechtigt sind, ist es oft so, dass sie keine Hilfestellung bei der Antragstellung bekommen oder nicht wissen, dass sie einen solchen Antrag stellen k\u00f6nnen.\r\n\r\nEs ist gute Praxis, Student:innen deutlich vor Beginn des Studiums dazu zu ermutigen, eine Unterst\u00fctzung zu beantragen und diese Unterst\u00fctzung dann, wenn sie das Studium aufnehmen, zu vereinbaren und umzusetzen.\r\n\r\nUnterst\u00fctzungsleistungen sollten allen Studierenden wiederholt und umfassend bekanntgemacht werden, wobei erkl\u00e4rt wird, was angeboten wird und wer antragsberechtigt ist. Behindertenberater k\u00f6nnen Student:innen bei ihren Antr\u00e4gen auf Unterst\u00fctzungsleistungen helfen, aber nur, wenn die Student\/innen wissen, dass es diese Unterst\u00fctzung gibt und dass autistische Student:innen Anspruch auf geeignete Unterst\u00fctzungsleistungen haben.\r\n\r\nBei Hochschulen, die selbst keine Begutachtungen anbieten, ist es besonders wichtig, fr\u00fchzeitig zu beginnen. Wenn der Papierkram des Studenten zu Beginn des Studiums nicht geordnet ist, kann es zu Verz\u00f6gerungen kommen, weil die Gesundheitsdienste bei der Bereitstellung von Begutachtungen langsam sind. Verz\u00f6gerungen k\u00f6nnen teilweise auch deshalb erfolgen, weil die zust\u00e4ndigen Organisationen zu Semesterbeginn stark ausgelastet sind.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_144\" align=\"alignnone\" width=\"360\"]<img class=\"wp-image-144 \" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/autismusbezogene_unterstuetzung.png\" alt=\"Grafik zur Frage &quot;Haben Sie w\u00e4hrend Ihres Studiumsautismusbezogene Unterst\u00fctzung bekommen?&quot;\" width=\"360\" height=\"258\" \/> Haben Sie w\u00e4hrend Ihres Studiums autismusbezogene Unterst\u00fctzung bekommen?[\/caption]\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_143\" align=\"alignnone\" width=\"364\"]<img class=\"wp-image-143 \" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/wann_hat_unterstuetzung_begonnen.png\" alt=\"Grafik zur Frage &quot;Wenn Sie Unterst\u00fctzung erhalten haben, wann hat diese begonnen?&quot;\" width=\"364\" height=\"297\" \/> Wenn Sie Unterst\u00fctzung erhalten haben, wann hat diese begonnen?[\/caption]\r\n\r\nIn Gro\u00dfbritannien und in den Niederlanden k\u00f6nnen Student:innen Unterst\u00fctzungsleistungen beantragen, wenn sie sich an einer Universit\u00e4t zu einem Lehrgang einschreiben \u2013 auch dann, wenn sie sp\u00e4ter die Universit\u00e4t wechseln sollten. In Finnland und Polen sollten sie einen Ombudsmann f\u00fcr behinderte Student:innen oder eine Koordinator:in f\u00fcr Barrierefreiheit kontaktieren, wenn sie sich immatrikulieren, und nach Leistungen f\u00fcr Student:innen fragen und formell Anpassungsleistungen beantragen. Gleichzeitig sollten sie an staatliche oder regionale Beh\u00f6rden in Bezug auf Dienste und Leistungen herantreten.\r\n<h3>Interventionen, die allen Studenten zugutekommen<\/h3>\r\nVon autistischen Studierenden wird in der Regel erwartet, dass sie sich an das universit\u00e4re Umfeld anpassen statt umgekehrt, entweder aus praktischen oder aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden. Das Umfeld wird in der Regel so gestaltet, dass es f\u00fcr \u201enormale\u201c Studierende passt und das ist auch nachvollziehbar, da diese die ganz \u00fcberwiegende Mehrheit der Student\/innen bilden.\r\n\r\n\"Angemessene Anpassungen\" f\u00fcr autistische Student:innen zu finden, kann jedoch dazu f\u00fchren, dass diese von ihren Kommiliton:innen getrennt werden, was ihre sozialen \u00c4ngste steigern und ihr Gef\u00fchl, anders zu sein, verst\u00e4rken kann (Madriaga, 2010). Ein sozial gerechterer Ansatz, der die Bed\u00fcrfnisse und auch die Probleme behinderter Student:innen versteht, verlangt von den Student:innen nicht, dass sie ihre Unterschiede outen oder zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung beantragen und kommt standardm\u00e4\u00dfig allen Student:innen zugute.\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3 class=\"textbox__title\">Interventionen, die allen Student:innen zugutekommen<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nEinige Unterst\u00fctzungsformen k\u00f6nnen ohne Weiteres f\u00fcr alle Student\/ innen einer Universit\u00e4t zur Verf\u00fcgung gestellt werden \u2013 statt nur jenen, die diese ausdr\u00fccklich w\u00fcnschen oder die sich mit ihrer Behinderung outen. Dies kann die Barrierefreiheit und die Zufriedenheit der gesamten Studentenschaft einer Universit\u00e4t erh\u00f6hen.\r\n<ol>\r\n \t<li>Einige Studenten in unserer Umfrage hatten Zugang zu unterst\u00fctzender Technik wie Mind-Mapping-Software. An der Beckett-Universit\u00e4t von Leeds (Gro\u00dfbritannien) ist die Software, die am h\u00e4ufigsten f\u00fcr behinderte Menschen empfohlen wird, an allen Bibliothekscomputern verf\u00fcgbar und jeder Student hat darauf Zugang.<\/li>\r\n \t<li>In Finnland hat die Satakunta-Universit\u00e4t f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (in Zusammenarbeit mit dem Finnischen Verein f\u00fcr Autismus und Asperger-Syndrom) eine Barrierefreiheit-Checkliste f\u00fcr Geb\u00e4ude entwickelt, insbesondere f\u00fcr Menschen mit sensorischen Problemen. Initiativen wie diese k\u00f6nnen die Barrierefreiheit f\u00fcr autistische Studenten verbessern.<\/li>\r\n \t<li>An einigen Universit\u00e4ten ist es Pflicht, dass alle Vorlesungsfolien und alle Arbeitsbl\u00e4tter oder Handouts mindestens 24 Stunden vor der Unterrichtsstunde online zur Verf\u00fcgung stehen (und einige zeichnen auch alle Vorlesungen auf). Das bedeutet, dass einzelne Student:innen nicht vor oder nach einer Unterrichtsstunde eigens Mitschriften oder Folien anfordern m\u00fcssen.<\/li>\r\n \t<li>An der Universit\u00e4t von Leeds (Gro\u00dfbritannien) ist die Datenbank f\u00fcr Raumbuchungen \u00f6ffentlich und mit den Stundenpl\u00e4nen der Student:innen verlinkt. Die Datenbank umfasst Fotos und Layout-Informationen, textbasierte Wegbeschreibungen vom Eingang des Geb\u00e4udes aus und Informationen \u00fcber die zur Verf\u00fcgung stehenden Ger\u00e4te. Das ist n\u00fctzlich f\u00fcr Vortragende, die einen Raum buchen, aber auch autistische Student\/innen oder solche mit Angstst\u00f6rungen profitieren davon und es reduziert die Notwendigkeit einer Unterst\u00fctzung bei der Suche nach und dem Zugang zu den Unterrichtsr\u00e4umen.<\/li>\r\n \t<li>\u00c4nderungen des Stundenplans und der R\u00e4ume kommen vor und es ist gute Praxis, die Studenten fr\u00fchzeitig hier\u00fcber zu informieren. Zus\u00e4tzliche Erinnerungen k\u00f6nnen dann in gr\u00f6\u00dferer zeitlicher N\u00e4he zum Termin erfolgen. Autistische Studenten brauchen diese Informationen so fr\u00fch wie m\u00f6glich und auch andere Student:innen k\u00f6nnen hiervon profitieren.<\/li>\r\n \t<li>Viele europ\u00e4ische Universit\u00e4ten ermutigen internationale und Austauschstudienanf\u00e4nger:innen dazu, rund eine Woche vor den anderen Studenten anzukommen, damit sie sich mit dem Campus und ihrer neuen Heimatstadt vertraut machen k\u00f6nnen. Einige Universit\u00e4ten, wie die Universit\u00e4t von Sheffield (Gro\u00dfbritannien), ermutigen autistische Student:innen auch dazu, zur selben Zeit wie die internationalen Studenten zur Uni zu kommen, damit sie sich eingew\u00f6hnen k\u00f6nnen, bevor die anderen Student:innen eintreffen. Dies d\u00fcrfte ein besser \u201egestaffelter\u201c Eingew\u00f6hnungsansatz sein, als von autistischen Student:innen zu verlangen, Sommer- bzw. Pr\u00e4senzkurse in den Ferien zu besuchen. ALLEN Student:innen, die mehr Zeit brauchen, um sich an den Campus zu gew\u00f6hnen, die M\u00f6glichkeit der vorzeitigen Eingew\u00f6hnung zu geben, sorgt daf\u00fcr, dass die Barrierefreiheit f\u00fcr mehr Menschen erh\u00f6ht wird, ohne die Behinderung dabei in den Mittelpunkt zu stellen.<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<h3>Das sensorische Umfeld<\/h3>\r\nSensorische Reize k\u00f6nnen ein gro\u00dfes Problem darstellen. Student:innen haben bei der Autism&amp;Uni-Umfrage wiederholt erw\u00e4hnt, dass Beleuchtung und \u00fcberf\u00fcllte R\u00e4ume f\u00fcr sie eine Belastung sind und dass sie Schwierigkeiten haben, ruhige R\u00e4ume zu finden, wenn sie gestresst sind. Die Hochschulleitung kann das Umfeld f\u00fcr Student:innen dadurch beeinflussen, dass Geb\u00e4ude hinsichtlich einer guten Akustik, gut gestalteter Ausschilderung, mehr privater oder abgetrennter Arbeitsbereiche, Ruhebereiche in Cafeterien, dimmbarer Beleuchtung, visueller Klarheit etc. angepasst werden. Es kann sich dabei um L\u00f6sungen handeln, die vergleichsweise wenig kosten und die allen Student:innen zugutekommen, indem sie Stress reduzieren, ohne sich an einzelne Personen zu richten. Diese Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen f\u00fcr eine verbesserte Barrierefreiheit auch f\u00fcr Menschen mit beeintr\u00e4chtigtem Seh- oder H\u00f6rverm\u00f6gen sorgen. Sie k\u00f6nnen auch das \u00f6ffentliche Image einer Universit\u00e4t verbessern.\r\n<h3>Kernpunkte: Gute Praxis, die man \u00fcbernehmen und weitergeben kann<\/h3>\r\nDiese konzentrieren sich auf universit\u00e4tsweite und strategische \u00c4nderungen, f\u00fcr die die Unterst\u00fctzung durch die Hochschulleitung erforderlich ist.\r\n<ul>\r\n \t<li>Sorgen Sie daf\u00fcr, dass ASS dasselbe Ma\u00df an Aufmerksamkeit und Ressourcen erh\u00e4lt wie andere Gruppen mit Behinderungen und Sonderbedarf, wenn es um Strategien zur Barrierefreiheit, Regelungen f\u00fcr Behinderungen und die Ausbildung der Mitarbeiter geht.<\/li>\r\n \t<li>Finden Sie heraus, wo intern und extern die beste Autismus-Expertise vorhanden ist, auf die sich Ihre Einrichtung verl\u00e4sst, was Informationen angeht und schaffen Sie eine Regelung, wie diese konsistent eingesetzt werden, um eine einheitliche, qualitativ hochwertige Praxis zu entwickeln.<\/li>\r\n \t<li>Machen Sie aktiv Autismus spezialisierte Organisationen in der N\u00e4he Ihrer Hochschule ausfindig, bitten Sie um deren Teilnahme an Besprechungen oder beauftragen Sie diese mit der Fortbildung Ihrer Mitarbeitenden.<\/li>\r\n \t<li>Finden Sie heraus, welche diagnostischen und Begutachtungsdienste f\u00fcr erwachsene Autist:innen es in Ihrem Land und Ihrer Region gibt und passen Sie die Regelungen Ihrer Einrichtung entsprechend an; wenn n\u00f6tig, akzeptieren Sie Begutachtungen von Lehrkr\u00e4ften oder von Ihren eigenen Diensten f\u00fcr Student:innen statt Gutachten von Fachmediziner:innen zu verlangen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<strong>Beteiligen Sie autistische Student:innen an den Entscheidungsprozessen und dem Design, um: <\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li>neue Geb\u00e4ude und Dienste so zu planen und zu gestalten, dass sie f\u00fcr autistische Studenten barrierefrei sind<\/li>\r\n \t<li>die Barrierefreiheit der Kommunikationspraktiken der Universit\u00e4t zu bewerten, einschlie\u00dflich Websites, Informationen zum Studienbeginn, Aktivit\u00e4ten in der Eingew\u00f6hnungsphase und Informationen \u00fcber Angebote f\u00fcr Behinderte<\/li>\r\n \t<li>bestehende Geb\u00e4ude und Innenr\u00e4ume zu bewerten, um \u00c4nderungen namhaft zu machen, die die allgemeine Barrierefreiheit verbessern k\u00f6nnen<\/li>\r\n \t<li>in jedem Bereich des Campus Ruhebereiche zu schaffen und klar zu kennzeichnen (idealerweise keine Mehrzweckr\u00e4ume)<\/li>\r\n \t<li>Informationen und Ausschilderungen f\u00fcr alle Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude in Bild- und Textform bereitzustellen, idealerweise bis hinunter auf Raumebene<\/li>\r\n \t<li>das Bewusstsein dar\u00fcber zu f\u00f6rdern, wie die barrierefreiere Gestaltung des Umfelds an Universit\u00e4ten f\u00fcr autistische Studierende Stress und Stigmatisierung in Bezug auf Autismus reduzieren kann und wie damit die Notwendigkeit individualisierter Angebote verringert werden kann, was am Ende allen Studierenden und den Mitarbeitenden zugutekommt<\/li>\r\n \t<li>das Bewusstsein dar\u00fcber zu f\u00f6rdern, wie Unterst\u00fctzung und Informationen zum richtigen Zeitpunkt die Abbrecherquote verringern und die Abschlussquote von Studierenden erh\u00f6hen kann, die sonst ein Studium aus Gr\u00fcnden abbrechen w\u00fcrden, die nichts mit ihrer akademischen Qualifikation zu tun haben<\/li>\r\n \t<li>w\u00e4hrend der Immatrikulations- und Eingew\u00f6hnungsphase f\u00fcr Studienanf\u00e4nger:innen die Vorteile eines offenen Umgangs in Bezug auf Studienanforderungen oder gesundheitlicher St\u00f6rungen, die bei ihnen vorhanden sind, zu f\u00f6rdern<\/li>\r\n \t<li>wenn Informationen zu Behinderungen w\u00e4hrend der Immatrikulation nicht aufgezeichnet werden, in die Informationsmaterialien f\u00fcr Studienanf\u00e4nger:innen Angaben zu einer hierf\u00fcr bestimmten Person mit aufzunehmen, die f\u00fcr Student\/innen mit ASS als Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung steht<\/li>\r\n \t<li>einen Fachbereich oder eine Mitarbeiter:in zu bestimmen, an den sich Studierende mit einer Autismus-Diagnose in einer sp\u00e4teren Phase ihres Studiums wenden k\u00f6nnen, sowie eine hierf\u00fcr bestimmte Person, die in einem Fachbereich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung Behinderter zust\u00e4ndig ist<\/li>\r\n \t<li>die systematische Erhebung von Daten \u00fcber die Zahl autistischer Studierenden an Ihrer Einrichtung und \u00fcber die Auswirkungen angemessener Anpassungen und Unterst\u00fctzungsleistungen auf den Studienerfolg und dem weiteren Fortschritt dieser Personen \u00fcber den Studienabschluss hinaus zu f\u00f6rdern<\/li>\r\n \t<li>Enge Beziehungen zwischen allen Organisationen, Personen und Teams innerhalb und au\u00dferhalb der Universit\u00e4t zu f\u00f6rdern, die Beratung und Unterst\u00fctzung f\u00fcr autistische Studierende bereitstellen<\/li>\r\n \t<li>\u00d6ffentlich den HS-Erfolg von autistischen Studenten zu feiern \u2013 wenn deren Einwilligung dazu vorliegt; solche Vorbilder sind dazu geeignet, die Zahl autistischer Student\/innen in der Zukunft ansteigen zu lassen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3>Was man tun kann (Dinge, die Sie sofort umsetzen k\u00f6nnen)<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Untersuchen Sie die Strategien zur Barrierefreiheit, die Regelungen zu Behinderungen und die Ausbildung der Mitarbeitenden in Bezug auf Autismus\/Behinderungen, die an Ihrer Einrichtungen bereits bestehen<\/li>\r\n \t<li>Ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter:innen dazu, ihre Wahrnehmung dar\u00fcber zu \u00fcberpr\u00fcfen, wie effektiv die aktuellen Unterst\u00fctzungsleistungen sind und f\u00f6rdern Sie Vorschl\u00e4ge zu Verbesserungen<\/li>\r\n \t<li>Identifizieren Sie Fachbereiche an Ihrer Einrichtung, die ein Interesse an der Forschung im Bereich autistischer Student:innen und der Entwicklung einer guten Praxis haben k\u00f6nnen und besprechen Sie mit ihnen Wege, wie man die bestehenden Angebote evaluieren und verbessern kann<\/li>\r\n \t<li>Identifizieren Sie Organisationen, die Fortbildungen bei der Arbeit mit autistischen Student:innen anbieten k\u00f6nnen und stellen Sie sicher, dass die Mitarbeiter:innnen an Ihrer Einrichtung \u00fcber diese M\u00f6glichkeit Bescheid wissen, insbesondere die akademischen und die Mitarbeitenden im Bereich der Dienste f\u00fcr Student\/innen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<h3>Universelles Lerndesign (UDL)<\/h3>\r\nDas Konzept des Universellen Designs entstammt dem Bereich der Architektur und konzentriert sich auf ein Design, das R\u00fccksicht auf eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Bandbreite von Nutzer\/innen nimmt, darunter auch solche mit Behinderungen.\r\nDas Universelle Lerndesign bezieht sich darauf, verschiedene Gruppen von Student\/innen einzubeziehen und zu unterst\u00fctzen, egal, welchen Hintergrund, welchen Status oder welche Behinderung sie haben.\r\n\r\nEine weit verbreitete falsche Vorstellung besteht darin, dass das Universelle Design \u201eeine einzige L\u00f6sung f\u00fcr alle\u201c f\u00f6rdert \u2013 das ist jedoch nicht der Fall. Was es tats\u00e4chlich bedeutet, ist die Verf\u00fcgbarkeit von Optionen: Student:innen mehrere und unterschiedliche M\u00f6glichkeiten zu bieten, am Lernprozess teilzuhaben und zu zeigen, was sie gelernt haben.\r\nEin ULD-Ansatz bevorzugt Unterrichtsstrategien, die proaktiv so gestaltet sind, dass sie mehrere Lernwege erm\u00f6glichen statt retroaktiv sich auf die \u00c4nderung bestehenden Materials in der Weise zu konzentrieren, dass es den Bed\u00fcrfnissen einer bestimmten Gruppe entspricht.\r\n\r\nEin Beispiel f\u00fcr proaktives Design ist es, ALLEN Student:innen die Option zu lassen, wie sie die ihnen gestellten Aufgaben pr\u00e4sentieren wollen, entsprechend ihren Kommunikationsf\u00e4higkeiten und Vorlieben. Ein Beispiel f\u00fcr retroaktives Design ist die Praxis, f\u00fcr angemessene Anpassungen bestehender Lernmaterialien und Pr\u00fcfungsanordnungen zu sorgen.\r\n\r\nQuellen: Bublitz et al. (2015), CAST (2011)\r\n<h2>Fallstudien und n\u00fctzliche Links aus europ\u00e4ischen L\u00e4ndern<\/h2>\r\nWir haben Fallstudien von innovativen Ans\u00e4tzen f\u00fcr Unterst\u00fctzungsangeboten f\u00fcr Autist\/innen aus mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zusammengestellt. Dies sind Beispiele f\u00fcr Best Practice, z.B. wo eine Organisation etwas erreicht, was \u00fcber das hinausgeht, was jeder andere in diesem Bereich leistet.\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Deutschland<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nDer Bundesverband autismus Deutschland e.V. ist der Dachverband von 59 Regional- und Landesverb\u00e4nden. Seine Aufgaben bestehen in politischer Arbeit, Fortbildungs- und Tagungsangeboten sowie im Engagement f\u00fcr Betroffene, deren Eltern und Angeh\u00f6rige bei allt\u00e4glichen Problemen.\r\n\r\nIn Tr\u00e4gerschaft der Autismus-Regional- oder -Landesverb\u00e4nde befinden sich zahlreiche Einrichtungen zur Beratung, Therapie und F\u00f6rderung von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen mit Autismus, sowie Arbeits- und Wohnangebote.\r\n\r\nDie therapeutische Begleitung und fachliche Betreuung von Studierenden mit Autismus ist eine immer h\u00e4ufiger werdende Aufgabe f\u00fcr die Autismus-Therapie-Zentren. Sie kann jedoch nur ein studienfreundliches Umfeld anbahnen und den \u00dcbergang in eine Hochschule begleiten, wo dann auf die hochschuleigenen Ressourcen zur Teilhabe am Studium zur\u00fcckgegriffen werden muss. Diese sind individuell sehr verschieden ausgebaut.\r\n\r\nDie Studenten- \/ Studierendenwerke haben ausf\u00fchrliche Brosch\u00fcren zum Studium mit Behinderung erstellt.\r\n\r\nWas Menschen mit Autismus im Besonderen f\u00fcr ein gelingendes Studium ben\u00f6tigen, ist h\u00e4ufig an den Hochschulen nicht oder nur sehr unzureichend bekannt. Eine Stoffsammlung dazu hat der <a href=\"https:\/\/www.autismus.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesverband autismus Deutschland e.V.<\/a> unl\u00e4ngst ver\u00f6ffentlicht.\r\n\r\n<strong>N\u00fctzliche Links:<\/strong>\r\n<ol>\r\n \t<li>Selbsthilfeorganisationen: <a href=\"https:\/\/www.autismus.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismus.de<\/a>; <a href=\"https:\/\/aspies.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.aspies.de<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.autsocial.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autSocial.de<\/a><\/li>\r\n \t<li>Portale zur Auswahl von Hochschulen und Studieng\u00e4ngen <a href=\"https:\/\/www.hochschulkompass.de\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.hochschulkompass.de; <\/a><a href=\"https:\/\/studienwahl.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.studienwahl.de<\/a><\/li>\r\n \t<li>Portale zur Selbstbestimmmung, Selbsthilfe und Inklusives Lernen: <a href=\"https:\/\/www.einfach-teilhaben.de\/DE\/AS\/Home\/alltagssprache_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.einfach-teilhaben.de; <\/a><a href=\"https:\/\/isl-ev.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.isl-ev.de;<\/a> <a href=\"https:\/\/gemeinsamleben-hessen.de\/de\/gemeinsamleben-gemeinsamlernen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.gemeinsamleben-gemeinsamlernen.de<\/a><\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Finnland<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nOmapolku ry \/ Omavoima bietet individuelle und Gruppenberatung und Coaching f\u00fcr Jugendliche und Erwachsene mit verschiedenen neurologischen St\u00f6rungen an, darunter f\u00fcr autistische Studenten. Diese Dienste unterst\u00fctzen die Entwicklung von F\u00e4higkeiten, ein unabh\u00e4ngiges Leben zu f\u00fchren, Fragen der Lebensbew\u00e4ltigung, Studienplanung und den Umgang mit Ver\u00e4nderungen wie dem Wechsel von F\u00e4chern.\r\n\r\nDie Organisation bietet Informationen \u00fcber Autismus f\u00fcr Mitarbeiter\/innen der Universit\u00e4t, die daf\u00fcr zust\u00e4ndig sind, Empfehlungen f\u00fcr geeignete Anpassungen zu verfassen, und ist F\u00fcrsprecherin f\u00fcr einzelne Student\/innen, wenn es darum geht, diesen geeignete Anpassungen und personalisierte Lernpl\u00e4ne zur Verf\u00fcgung zu stellen.\r\n\r\nAnders als viele finnische Organisationen h\u00e4lt Omavoima systematisch die Zahl der autistischen Klient\/innen fest, die eine bestimmte Art von Angeboten in Anspruch nimmt, erhebt Feedback \u00fcber die erfolgten Ergebnisse unter Einsatz von Frageb\u00f6gen, die speziell f\u00fcr diesen Zweck erstellt wurden, und organisiert Besprechungen im Nachgang mit ehemaligen Klienten, um deren Wohlergehen zu verfolgen. Das erm\u00f6glicht es der Organisation, wichtige Belege \u00fcber die Wirksamkeit von Interventionen im finnischen System zu sammeln und sich in Richtung auf eine wirklich evidenzbasierte Praxis hinzubewegen, die anderen Organisationen dabei hilft, Entscheidungen bez\u00fcglich \u00e4hnlicher Dienste zu treffen.\r\n\r\n<strong>Kontakt: Heidi Multanen, Beraterin; <\/strong><a href=\"https:\/\/setlementtitampere.fi\/palvelut\/omavoima\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.omavoima.info<\/a>\r\n\r\n<strong>N\u00fctzliche Links<\/strong>\r\n<ol>\r\n \t<li>Autismi- ja Aspergerliitto ry; <a href=\"https:\/\/autismiliitto.fi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismiliitto.fi<\/a><\/li>\r\n \t<li>Esteet\u00f6n opiskelu korkea-asteen oppilaitoksissa (ESOK); <a href=\"https:\/\/esok.fi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.esok.fi<\/a><\/li>\r\n \t<li>Kansanel\u00e4kelaitos, Oma V\u00e4yl\u00e4 - hanke; <a href=\"https:\/\/www.kela.fi\/omavayla\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.kela.fi\/omavayla<\/a><\/li>\r\n \t<li>Omapolku ry, Omavoima neuropsykiatriset ohjaus- ja valmennuspalvelut; <a href=\"https:\/\/setlementtitampere.fi\/palvelut\/tyo-ja-paivatoiminta\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.omapolku.fi<\/a><\/li>\r\n \t<li>Otus - s\u00e4\u00e4ti\u00f6, Korkeakoulujen saavutettavuus -selvitys 2016; <a href=\"https:\/\/www.otus.fi\/julkaisut\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.otus.fi\/index.php\/julkaisut\/kaikki-julkaisut<\/a><\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Niederlande<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nHandicap+Studie ist das niederl\u00e4ndische Zentrum, das f\u00fchrend bei der Unterst\u00fctzung von Student\/innen mit Behinderungen ist. Die Organisation ist eine Service- und Informationsstelle f\u00fcr Bildungseinrichtungen.\r\n\r\nIhre Mission ist es, behinderten Student\/innen zu erm\u00f6glichen, erfolgreich an der Hochschulausbildung ihrer Wahl teilzunehmen. Berater\/ innen identifizieren, was f\u00fcr Student\/innen wichtig ist und \u00fcbersetzen deren Fragen in Unterst\u00fctzungsangebote und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ein erfolgreiches Studium.\r\n\r\nDas wichtigste Angebot von Handicap+Studie ist die Unterst\u00fctzung alternativer, flexibler Lernmethoden, wobei den Ideen des Universellen Lerndesigns (ULD) gefolgt wird. Student\/ innen werden als Individuen betrachtet. Ihre Unterschiede werden ber\u00fccksichtigt und sie k\u00f6nnen dann der Lernmethode folgen, die am besten zu ihnen passt.\r\n\r\n<strong>Kontakt: Eline Thijssen, Beraterin, Nelleke den Boer, Beraterin und Ausbilderin<\/strong>; <a href=\"https:\/\/handicap-studie.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.handicap-studie.nl<\/a>\r\n\r\n<strong>N\u00fctzliche Links<\/strong>\r\n<ol>\r\n \t<li>HandicapStudie <a href=\"https:\/\/handicap-studie.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.handicap-studie.nl<\/a><\/li>\r\n \t<li>Nederlanse Vereniging voor Autisme <a href=\"https:\/\/www.autisme.nl\/\">www.autisme.nl<\/a><\/li>\r\n \t<li>Landelijk Netwerk Autisme <a href=\"https:\/\/landelijknetwerkautisme.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.landelijknetwerkautisme.nl<\/a><\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Polen<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nJas i Malgosia (JiM) bietet qualitativ hochwertige Assistenz f\u00fcr Menschen mit Autismus und anderen Behinderungen an. Die Organisation f\u00fchrt Kampagnen zur F\u00f6rderung des Bewusstseins \u00fcber Autismus durch. Sie bilden Lehrer\/ innen und Therapeut\/innen in ganz Polen fort und organisieren Unterst\u00fctzungsgruppen f\u00fcr Eltern. Es gibt au\u00dferdem das JiM-Therapiezentrum, das sich um Menschen mit Autismus und solche mit anderen Entwicklungsst\u00f6rungen k\u00fcmmert. Die Angebote von JiM werden kostenfrei angeboten.\r\n\r\nJiM ist einzigartig in der Stadt L\u00f3dz in Zentralpolen, wo es schwierig ist, gute Austismusdiagnostiker und professionelle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Studenten und ihre Familien zu finden \u2013 JiM ist ein Ansprechpartner f\u00fcr diese Angebote, der sehr gesch\u00e4tzt wird.\r\n\r\n<strong>Kontakt: Marta Charbicka, Leiterin des Kindertherapiezentrums<\/strong> <a href=\"https:\/\/jim.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.jim.org<\/a>\r\n\r\n<strong>N\u00fctzliche Links<\/strong>\r\n<ol>\r\n \t<li>Fundacja Jas i Malgosia w Lodzi; <a href=\"https:\/\/jim.org\/misja-i-wartosci\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.jim.org\/fundacja<\/a><\/li>\r\n \t<li>Fundacja Synapsis w Warszawie; <a href=\"https:\/\/synapsis.org.pl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">synapsis.org.pl<\/a><\/li>\r\n \t<li>Navicula \u2013 Centrum diagnozy i terapii autyzmu w Lodzi <a href=\"https:\/\/navicula.pl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.navicula.pl<\/a><\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Gro\u00dfbritannien<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nDie Universit\u00e4t Sheffield besch\u00e4ftigt behinderte Student\/innen als \u201eDisability Champions\u201c, also \u201eLobbyist\/innen f\u00fcr Behinderte\u201c, die daf\u00fcr bezahlt werden, dass sie \u00fcber verf\u00fcgbare Unterst\u00fctzungsleistungen sprechen, die den studierenden und den angehenden Student\/innen zur Verf\u00fcgung stehen. Diese Lobbyist\/innen bieten auch Unterst\u00fctzung in der Eingew\u00f6hnungsphase f\u00fcr Studienanf\u00e4nger\/innen per E-Monitoring und eint\u00e4gige Einf\u00fchrungs-Veranstaltungen an.\r\n\r\nDies gibt autistischen Student\/innen die M\u00f6glichkeit, Fragen oder Sorgen anzubringen, die sie vor Semesterbeginn haben. Sicher werden nicht alle autistischen Student\/innen Zeit mit anderen autistischen Student\/innen verbringen wollen, aber viele werden es hilfreich finden, andere zu treffen, die sich in der gleichen Situation befinden, die in ihrem Studium bereits weiter vorangeschritten sind und gut klarkommen, um Informationen dar\u00fcber zu bekommen, wie man mit Problemen an der Universit\u00e4t fertig wird und vorankommt.\r\n\r\n<strong>Kontakt: Gayle McKay, Beauftragter f\u00fcr Behinderte in der Anfangsphase; <\/strong><a href=\"https:\/\/sheffield.ac.uk\/disability-dyslexia-support\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sheffield.ac.uk\/disability-dyslexia-support<\/a>\r\n\r\n<strong>N\u00fctzliche Links<\/strong>\r\n<ol>\r\n \t<li>National Autistic Society: <a href=\"https:\/\/www.autism.org.uk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autism.org.uk<\/a><\/li>\r\n \t<li>Autism Wales (vormals ASD Wales): <a href=\"https:\/\/autismwales.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">autismwales.org<\/a><\/li>\r\n \t<li>Scottish Autism: <a href=\"https:\/\/www.scottishautism.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.scottishautism.org<\/a><\/li>\r\n \t<li>Autism Northern Ireland: <a href=\"https:\/\/www.autismni.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismni.org<\/a><\/li>\r\n \t<li>Autism West Midlands: <a href=\"https:\/\/www.autismwestmidlands.org.uk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismwestmidlands.org.uk<\/a><\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Spanien<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nAutismo Burgos bietet ein Programm f\u00fcr autistische Student\/innen, wobei ein kompletter Leitfaden mit spezifischen Schritten geboten wird, die den Eintritt in die Universit\u00e4t unterst\u00fctzen und die Student\/innen im ersten Studienjahr bei jedem damit verbundenen Aspekt helfen. Das Programm umfasst anleitende Beratung, Anpassungen des Eingangstests der Universit\u00e4t, Zusammenarbeit mit den Angeboten der Universit\u00e4t f\u00fcr Student\/innen mit besonderem F\u00f6rderungsbedarf, Informationen \u00fcber Stipendien und universit\u00e4re Unterst\u00fctzungsangebote.\r\n\r\nDie Student\/innen bekommen in der Anfangsphase ihres Studiums ein personalisiertes Programm, ihnen wird eine pers\u00f6nliche Assistenz zugeordnet, sie bekommen Hilfe bei der Erstellung des Stundenplans, Hilfe dabei, Unterst\u00fctzung innerhalb des Universit\u00e4tskontexts zu finden und dabei, eine Entscheidung dar\u00fcber zu treffen, ob sie ihre Diagnose gegen\u00fcber Kommilitonen outen sollen, Campustouren, etc.\r\n\r\n<strong>Kontakt: Mario Merino, Psychologe; <\/strong><a href=\"https:\/\/autismoburgos.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismoburgos.org<\/a>\r\n\r\n<strong>N\u00fctzliche Links<\/strong>\r\n<ol>\r\n \t<li>Confederaci\u00f3n Autismo Espa\u00f1a: <a href=\"https:\/\/autismo.org.es\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismo.org.es<\/a><\/li>\r\n \t<li>Federaci\u00f3n Autismo Castilla y Le\u00f3n: <a href=\"https:\/\/autismocastillayleon.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismocastillayleon.com<\/a><\/li>\r\n \t<li>Autismo Burgos: <a href=\"https:\/\/autismoburgos.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismoburgos.org<\/a><\/li>\r\n \t<li>Asociaci\u00f3n Espa\u00f1ola de Profesionales del Autismo (AETAPI): <a href=\"https:\/\/aetapi.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.aetapi.org<\/a><\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Schweiz<\/h3>\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nIn der Schweiz existieren grosse L\u00fccken in der Begleitung von Menschen mit Autismus-Spektrum-St\u00f6rungen (ASS) in allen Altersgruppen. Um diese Situation zu verbessern, hat die Regierung im Jahr 2018 erstmals Empfehlungen und priorit\u00e4re Handlungsschwerpunkte definiert (Diagnose und Fr\u00fchintervention). Aufgrund des f\u00f6deralistischen Systems der Schweiz obliegt es den verschiedenen Regionen (26 Kantone in 3 Sprachregionen), die notwendigen Massnahmen umzusetzen, was eine grosse Herausforderung darstellt. Die Fachhochschule Westschweiz hat sich an mehreren Forschungsprojekten im Bereich Autismus beteiligt, insbesondere an einer der Untersuchungen, die zu den Empfehlungen der Regierung gef\u00fchrt hat.\r\n\r\nObwohl die Studierenden aus dem Autismus-Spektrum an den Schweizer Hochschulen noch kaum sichtbar sind, gibt es Erfahrungsberichte, welche die Schwierigkeiten dieser Bev\u00f6lkerungsgruppe bei der Absolvierung ihres Studiums aufzeigen. Zurzeit gibt es vor allem in der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz zu wenige Angebote, die sich spezifisch an Studierende aus dem Autismus-Spektrum richten und ausreichend organisiert und sichtbar sind, um hervorgehoben zu werden. Jedoch werden auf individueller Ebene in verschiedenen Hochschulen Verfahren eingef\u00fchrt, die der Anpassung des Ausgleichs von Benachteiligungen aufgrund verschiedener Beeintr\u00e4chtigungen dienen: Ziel ist es, Bildungseinrichtungen mit einer besseren Inklusion zu entwickeln.\r\n\r\nZwei Professoren \u2013 V. Zbinden Sapin von der Hochschule f\u00fcr Soziale Arbeit Freiburg der HES-SO und N. Ruffieux des Departements f\u00fcr Sonderp\u00e4dagogik der Universit\u00e4t Freiburg \u2013 haben ihre Kr\u00e4fte geb\u00fcndelt, um Massnahmen zur Unterst\u00fctzung von Studierenden aus dem Autismus-Spektrum zu entwickeln und so die Situation dieser Personen in ihrem direkten Handlungskreis zu verbessern. Als 1. Massnahme werden die Leitf\u00e4den des Projekts Autism&amp;Uni ins Franz\u00f6sische \u00fcbersetzt. Die 2. Massnahme wird darin bestehen, die im Rahmen des Projekts Autism&amp;Uni entwickelte Online-Plattform an den Kontext der Freiburger Hochschulen anzupassen. Ziel ist es, einen Beitrag zur Sensibilisierung der Hochschulen f\u00fcr die Existenz dieser Bev\u00f6lkerungsgruppe und ihre Bed\u00fcrfnisse zu leisten sowie Massnahmen einzuf\u00fchren, die autistischen Personen ihr Hochschulstudium erleichtern. Diese zwei Massnahmen stellen einen 1. Schritt in der Entwicklung von Projekten und Aktivit\u00e4ten in Bezug auf diese Thematik dar. Ziel ist die Schaffung eines Bereichs \u00abHochschulbildung und Autismus\u00bb.\r\n\r\n<strong>Kontakt<\/strong>\r\n\r\nV\u00e9ronique Zbinden Sapin, Professorin, HES-SO Hochschule f\u00fcr Soziale Arbeit Freiburg, Schweiz; <a href=\"https:\/\/www.hets-fr.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.hets-fr.ch<\/a>\r\n\r\nNicolas Ruffieux, Professor, Departement f\u00fcr Sonderp\u00e4dagogik der Universit\u00e4t Freiburg, Schweiz; <a href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/spedu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www3.unifr.ch\/spedu\/de<\/a>\r\n\r\n<strong>N\u00fctzliche Links<\/strong>\r\n<ol>\r\n \t<li>Autismus franz\u00f6sische Schweiz: <a href=\"https:\/\/www.autisme.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autisme.ch<\/a><\/li>\r\n \t<li>Autismus deutsche Schweiz: <a href=\"https:\/\/www.autismus.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismus.ch<\/a><\/li>\r\n \t<li>Autismus italienische Schweiz: <a href=\"https:\/\/www.autismo.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismo.ch<\/a><\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<h3>\u00dcber die Autor:innen<\/h3>\r\n<strong>Dr Marc Fabri, Leeds Beckett-Universit\u00e4t, Gro\u00dfbritannien:<\/strong> Marc ist der Projektleiter von Autism&amp;Uni und ein Dozent und Forscher im Bereich assistierender Technik. Seine Forschung konzentriert sich auf partizipatorische Designmethoden, Evaluierung der Benutzererfahrung und Erm\u00f6glichung positiver Verhaltens\u00e4nderung.\r\n\r\n<strong>Penny Andrews, Leeds Beckett-Universit\u00e4t, Gro\u00dfbritannien:<\/strong> Penny ist die Forschungsassistentin f\u00fcr Autism&amp;Uni und Doktorandin an der Universit\u00e4t Sheffield, wo sie universit\u00e4re soziale Netzwerke erforscht. Sie ist au\u00dferdem Autorin, K\u00fcnstlerin, Performerin, Sprinterin und ausgebildete Bibliothekarin. Sie erhielt ihre Autismusdiagnose als Studentin.\r\n\r\n<strong>Heta Pukki, Keskuspuisto Vocational College, Helsinki, Finnland:<\/strong> Hetas Arbeit f\u00fcr Autism&amp;Uni konzentriert sich auf die Verbreitung der Ergebnisse und auf Unterschiede in kulturellen Kontexten und Angebotssystemen. Sie verf\u00fcgt \u00fcber einen Abschluss in Sonderp\u00e4dagogik und in Biologie. Heta bezeichnet sich als autistisch und besch\u00e4ftigt sich seit achtzehn Jahren als Autorin, \u00dcbersetzerin, Erzieherin, Projektarbeiterin und NGO-Aktivistin mit Autismus.\r\n<h3>Danksagungen<\/h3>\r\nWir danken den folgenden Personen f\u00fcr ihre hilfreichen Beitr\u00e4ge und Kommentare Antti Aavikko, Jan-Mikael Fredriksson, Daria Modrzejewska, Amanda Szukalska, Paul Quantock, Natasha Stash, Alejandro Montes Garc\u00eda, Mar\u00eda Merino, Miguel Lancho, Christian Garc\u00eda, Roy Houtkamp, Harriet Cannon, Kate Dean, Kate Myers, Matt Tucker, Danny Gallacher, Steven Chamberlain, Diane McClymont.\r\n\r\nDas Projekt Autism&amp;Uni (AUTHEW) wurde finanziert mit Unterst\u00fctzung der Europ\u00e4ischen Kommission. Diese Publikation spiegelt nur die Ansichten der Autoren wieder und die Kommission kann nicht f\u00fcr die Verwendung verantwortlich gemacht werden, die von den darin enthaltenen Informationen gemacht wird.\r\n\r\nDeutsche \u00dcbersetzung: Rainer D\u00f6hle, Berlin\r\n<h2>Literatur<\/h2>\r\n<strong>Baines, A.D., 2012.<\/strong> Positioning, strategizing, and charming: how students with autism construct identities in relation to disability. Disability &amp; Society 27, 547\u2013561. doi:10.1080\/09687599.2012.662825\r\n<strong>Broek, A. van den, Muskens, M., Winkels, J., 2012.<\/strong> Studeren met een functiebeperking 2012. De relatie tussen studievoortgang, studieuitval en het gebruik van voorzieningen. Eindmeting onderzoek \u201aStuderen met een functiebeperking'. Onderzoek in opdracht van Ministerie van OCW.\r\n<strong>Bublitz, D., Wong, V., Donachie, A., Brooks, P.J., Gillespie-Lynch, K. 2015.<\/strong> Applying Universal Design to build supports for college students with autism spectrum disorder, in Roberta V. Nata (Ed.), Progress in Education, vol 36, Nova Publishing, 1-24.\r\n<strong>CAST, 2011.<\/strong> Universal Design for Learning Guidelines version 2.0. Wakefield, MA. Retrieved from http:\/\/www.udlcenter.org\/aboutudl\/udlguidelines\/downloads\r\n<strong>Davidson, J., Henderson, V.L., 2010.<\/strong> \u201eComing out\" on the spectrum: autism, identity and disclosure. Social &amp; Cultural Geography 11, 155\u2013170. doi:10.1080\/14649360903525240\r\n<strong>HESA, 2013.<\/strong> Table 14 - First year UK domiciled HE students by level of study, sex, mode of study and disability 2012\/13.\r\n<strong>Huws, J.C., Jones, R.S.P., 2008.<\/strong> Diagnosis, disclosure, and having autism: An interpretative phenomenological analysis of the perceptions of young people with autism. Journal of Intellectual and Developmental Disability 33, 99\u2013107. doi:10.1080\/13668250802010394\r\n<strong>Kenny, L., Hattersley, C., Molins B., Buckley, B., Povey, C., Pellicano, E., 2015.<\/strong> How Should We Describe Autism? Perspectives from the UK Autism Community. IMFAR conference, Salt Lake City, US.\r\n<strong>Madriaga, M., 2010.<\/strong> \u201eI avoid pubs and the student union like the plague\": Students with Asperger Syndrome and their negotiation of university spaces. Children's Geographies 8, 39\u201350. doi:10.1080\/14733280903500166\r\n<strong>Morris, C., 2011.<\/strong> The Aspect project: Working together to enhance the learning experiences of students with Asperger syndrome at the University of Brighton, in: Partnerships: Articles from the Learning and Teaching Conference 2010. University of Brighton Press.\r\n<strong>Ratcliffe, R., 2014.<\/strong> Helping students with Asperger's prepare for university life. The Guardian, UK, http:\/\/www.theguardian.com\/education\/2014\/sep\/09\/students-aspergers-ready-university-life\r\n<strong>The NHS Information Centre, Community and Mental Health Team, Brugha, T. et al, 2012.<\/strong> Estimating the prevalence of autism spectrum conditions in adults: extending the 2007 Adult Psychiatric Morbidity Survey. Leeds: NHS Information Centre for Health and Social Care.\r\n<strong>Tobajas, F., De Armas, V., Cabello, M.D., Grijalvo, F., 2014.<\/strong> Supporting students with special needs at university through peer mentoring, in: Global Engineering Education Conference (EDUCON), 2014 IEEE. IEEE, pp. 701\u2013705.","rendered":"<p><a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/autismuni_german_best_practice_guide_01.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Version als PDF zum Download<\/a><\/p>\n<p>Ein Leitfaden zur Best Practice bei der Unterst\u00fctzung von Studenten aus dem Autismus-Spektrum aus <a href=\"https:\/\/www.autism-uni.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">autism-uni.org<\/a><\/p>\n<h2>Einleitung<\/h2>\n<h3>\u00dcber Autismus<\/h3>\n<p><strong>Autismus ist eine lebenslange Entwicklungsst\u00f6rung, die sich darauf auswirkt, wie eine Person mit anderen Menschen kommuniziert und mit ihnen und der Umgebung interagiert.<\/strong> Autismus ist eine Spektrumsst\u00f6rung; das hei\u00dft, dass sie sich bei unterschiedlichen Menschen unterschiedlich auswirkt. Ein wesentlicher Anteil autistischer Menschen hat durchschnittliche oder \u00fcberdurchschnittliche geistige F\u00e4higkeiten und ist gebildet, allerdings besteht bei einigen zus\u00e4tzlich eine Lernst\u00f6rung. Autismus kann zu Denk- und Verhaltensweisen f\u00fchren, die unn\u00f6tig rigide oder repetitiv erscheinen, zu Schwierigkeiten beim Verstehen von sozialer Interaktion und zu Schwierigkeiten, Informationen \u201enormal\u201c zu verarbeiten. Auf der anderen Seite haben viele autistische Menschen auch spezifische St\u00e4rken, etwa die F\u00e4higkeit sich intensiv zu konzentrieren, unkonventionelle Probleml\u00f6sungsstrategien zu entwickeln oder Fehler zu erkennen, die andere \u00fcbersehen w\u00fcrden. Die St\u00e4rken autistischer Menschen als Fachkr\u00e4fte in bestimmten Bereichen werden zunehmend auch weltweit von Unternehmen erkannt.<\/p>\n<h3>\u00dcber Autism&amp;Uni<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.autism-uni.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Autism&amp;Uni<\/a> ist ein EU-finanziertes Projekt mit Partnern in f\u00fcnf L\u00e4ndern. Unser Ziel ist es, eine gr\u00f6\u00dfere Zahl an jungen Erwachsenen aus dem Autismus-Spektrum dabei zu unterst\u00fctzen, Zugang zur Hochschulbildung zu erlangen und den \u00dcbergang dazu erfolgreich zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Um die Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen autistischer Menschen herauszufinden und um die aktuelle gute Praxis zu definieren, haben wir eine Fragebogen-Umfrage durchgef\u00fchrt, mit Studenten \u00fcber ihre Erfahrungen gesprochen, Forschungsergebnisse und Fachliteratur untersucht und ein Mapping der Bildungsangebote und\u00a0 Gesetzgebung f\u00fcr autistische Kinder und Jugendliche in ganz Europa durchgef\u00fchrt. Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass es zahlreiche Herausforderungen f\u00fcr autistische Student:innen gibt, die in den Bereich der Hochschulbildung einsteigen und darin erfolgreich sein wollen.<\/p>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3 class=\"textbox__title\">Herausforderungen, denen sich autistische Studenten gegen\u00fcbersehen<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p><strong>Das soziale und physische Umfeld<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Schwierigkeit beim Erfassen ungeschriebener sozialer Regeln bei der Interaktion mit Tutor:innen und Kommiliton:innen<\/li>\n<li>Schwierigkeit beim Ertragen von Hintergrundger\u00e4uschen, der Beleuchtung, Menschenmengen oder anderen sensorischen Aspekten des Universit\u00e4ts-Umfelds<\/li>\n<li>Umgang mit der sozialen Isolation, die oft mit dem Leben in einer neuen Umgebung einhergeht<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fehlen einer geeigneten Unterst\u00fctzung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Von Beginn an fehlender Zugang zu geeigneter Unterst\u00fctzung<\/li>\n<li>Fokus auf die \u201eDefizite\u201c des Autismus statt auf die St\u00e4rken, die die Student:innen einbringen k\u00f6nnen<\/li>\n<li>Fehlende Best\u00e4ndigkeit bei angemessenen Anpassungen, autismusspezifischen Leistungen und pers\u00f6nlichen Unterst\u00fctzungsleistungen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Unrealistische Erwartungen der Student:innen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>wie das Studieren an der Universit\u00e4t wirklich ist<\/li>\n<li>Inhalt des Studienfachs oder Lehrgangs<\/li>\n<li>Leistung auf dem selben hohen Standard wie im Sekundarbereich<\/li>\n<li>Interessen und Engagements der Kommiliton:innen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Herausforderungen bez\u00fcglich der Benotung (selbst, wenn die Materie beherrscht wird)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Schwierigkeit bei der korrekten Interpretation mehrdeutiger und offener Aufgabenstellungen<\/li>\n<li>Nicht verstehen, warum etwas getan werden muss<\/li>\n<li>Schwierigkeit bei der Planung von Studienarbeiten und Korrekturen<\/li>\n<li>Unsicherheit dar\u00fcber, wie viel Zeit f\u00fcr eine bestimmte Aufgabe aufgewandt werden muss<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00dcbergang in das Erwachsenenleben ben\u00f6tigt mehr Anstrengung als bei einem durchschnittlichen Studenten<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Erster Umzug aus dem Elternhaus<\/li>\n<li>Zeitmanagement und Schaffung von Routinen<\/li>\n<li>nicht wissen, wie man effektiv die eigenen Rechte einfordert<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Man kann argumentieren, dass viele dieser Herausforderungen f\u00fcr alle angehenden Student:innen gelten. Die meisten k\u00f6nnen sich relativ schnell an sie anpassen und bekommen Unterst\u00fctzung von ihren Freunden. F\u00fcr autistische Student:innen dagegen k\u00f6nnen diese Herausforderungen schnell zu Angst, weiterer Isolierung, Depression und schlie\u00dflich dazu f\u00fchren, dass sie ihr Studium ganz abbrechen.<\/p>\n<p>Dies stellt nat\u00fcrlich einen enormen Verlust f\u00fcr die europ\u00e4ische Gesellschaft und Wirtschaft dar, da viele autistische Student:innen \u00fcber besondere St\u00e4rken verf\u00fcgen, z.B. starker Einsatz und Konzentration auf das von ihnen gew\u00e4hlte Fach, Aufmerksamkeit f\u00fcr Details, Einhalten von Regeln, eine hohe Arbeitsmoral und ein Hang zu rationalem und logischem Denken.<\/p>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Besorgen Sie sich unser kostenloses Online-Toolkit<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Das Projekt Autism&amp;Uni unterst\u00fctzt Student:innen in dieser kritischen \u00dcbergangsphase durch ein Online-Toolkit. Das Toolkit ist in verschiedenen Sprachen erh\u00e4ltlich und kann den spezifischen Bed\u00fcrfnissen einer Universit\u00e4t, dem Umfeld und der Unterst\u00fctzungsstruktur angepasst werden. <strong>Weitere Details finden Sie unter <a href=\"https:\/\/www.autism-uni.org\/toolkits\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autism-uni.org\/toolkits<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2>\u00dcber diesen Leitfaden<\/h2>\n<p>Wir haben diesen Leitfaden mit der Hilfe autistischer Student:innen, ihrer Eltern, Universit\u00e4tstutor:innen, Schullehrer:innen und Mitarbeitern im Bereich von unterst\u00fctzenden Diensten entwickelt. In ihm sind unsere Ergebnisse zusammengefasst und die Best Practice hervorgehoben, insbesondere in den Projektpartnerl\u00e4ndern Gro\u00dfbritannien, Finnland, Niederlande, Polen und Spanien. Alle Zitate stammen aus Umfragen und Befragungen, die wir in diesen L\u00e4ndern im Jahr 2014 durchgef\u00fchrt haben.<\/p>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Einige europ\u00e4ische Hochschuleinrichtungen bieten bereits Kombinationen der folgenden Dienste und Anpassungen an (dies sind nur Beispiele)<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<ul>\n<li>Bewertungs- und Unterst\u00fctzungspl\u00e4ne von Behindertenf\u00f6rderungs-Teams an Universit\u00e4ten<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzliche Zeit und getrennte R\u00e4ume bei Pr\u00fcfungen<\/li>\n<li>Erlaubnis, Laptops f\u00fcr schriftliche Pr\u00fcfungen zu benutzen<\/li>\n<li>Kl\u00e4rung mehrdeutiger Formulierungen durch einen Assistenten bei Pr\u00fcfungen und Aufgaben<\/li>\n<li>Verringerte Studiengeb\u00fchren<\/li>\n<li>Besondere Vorkehrungen bei der Unterbringung der Student:in<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzende Software an allen Uni-Computern oder zur individuellen Nutzung<\/li>\n<li>Pers\u00f6nliches Mentoring oder Coaching<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzliche Beteiligung von Studienberater\/ innen, einschlie\u00dflich zus\u00e4tzlicher Zeit f\u00fcr Planung und Mitteilung des Bedarfs des Studenten an die Uni-Mitarbeiter<\/li>\n<li>Einzel- oder Gruppentreffen mit Studienberater\/innen, die auf Autismus spezialisiert sind<\/li>\n<li>Alternativen zu oder besondere Vorkehrungen bei Gruppenarbeiten und m\u00fcndlichen Pr\u00e4sentationen<\/li>\n<li>Karten, schriftliche Anweisungen und andere unterst\u00fctzende Ma\u00dfnahmen zur Auffindung von Studienstandorten<\/li>\n<li>Alle Vortragsfolien werden im Voraus bereitgestellt<\/li>\n<li>Erlaubnis, Vortr\u00e4ge mitzuschneiden<\/li>\n<li>Festgelegte Sitze, Computer, etc. in Vortragss\u00e4len und Klassenzimmern<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Das Wissen dar\u00fcber, wie man autistische Student:innen am besten unterst\u00fctzen kann, ist jedoch in Europa nicht \u00fcberall einheitlich und variiert auch in den einzelnen L\u00e4ndern. Es existieren Inseln guter Praxis und dieser Leitfaden hat das Ziel, diese herauszustellen und zu f\u00f6rdern, um die Chancen und die Zahl der Hochschulstudenten aus dem autistischen Spektrum zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<h3>Gebrauchsanweisung f\u00fcr diesen Leitfaden<\/h3>\n<p>Jeder Leitfaden konzentriert sich auf Kernpunkte &#8211; Erkenntnisse, Ideen und Anregungen zur Umsetzung positiver Ver\u00e4nderungen und guter Praxis, die an Kollegen weitergegeben werden k\u00f6nnen, sowie \u201eWas man tun kann\u201c &#8211; direkte Schritte, die Sie sofort und ohne die Hilfe anderer unternehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p>Einige der Best-Practice-Beispiele sind vielleicht nicht direkt in Ihrem Land oder an Ihrer Einrichtung umsetzbar. Wo dies der Fall ist, kann es dennoch m\u00f6glich sein, ein zugrundeliegendes Prinzip auszumachen, das Sie in ihre berufliche Praxis mit einbeziehen k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Autistische Student:innen, die rechtzeitig geeignete Unterst\u00fctzung erfahren, bl\u00fchen an der Hochschule auf. Ihre F\u00e4higkeiten und ihre Expertise werden anerkannt, sie haben Zugang zu erstklassigen Vorlesungen und Bibliotheken, die ihre Spezialinteressen f\u00f6rdern und sie erhalten weitere Gelegenheiten, die es ihnen erm\u00f6glichen sich weiterzuentwickeln. Wenn Sie diesem Leitfaden folgen, wird Ihnen das dabei helfen, Student:innen dabei zu unterst\u00fctzen, das Beste aus ihrer Studienzeit und ihrem Leben an der Universit\u00e4t herauszuholen.<\/p>\n<p>Wenn Sie einen oder mehrere der anderen Leitf\u00e4den dieser Reihe erwerben wollen, besuchen Sie bitte unsere Website <a href=\"https:\/\/www.autism-uni.org\/bestpractice\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autism-uni.org\/bestpractice<\/a><\/p>\n<h2>Best Practice f\u00fcr Hochschulverwaltungen und leitende Hochschulmitarbeiter:innen<\/h2>\n<p>Es gibt Belege daf\u00fcr, dass manche Autist:innen wissen, dass sie autistisch sind, sich aber daf\u00fcr entscheiden, sich nicht zu outen (Baines, 2012; Davidson und Henderson, 2010; Huws und Jones, 2008). Dies kann verschiedene Gr\u00fcnde haben, etwa, dass sie nicht als behindert bezeichnet werden wollen, dass sie glauben, keinen Anspruch auf Unterst\u00fctzung zu haben oder dass sie sich ihren Kommiliton:innen anpassen wollen. Eine gro\u00dfe Zahl von Student:innen mit ASS hat zu Beginn des Studiums auch noch gar keine Diagnose, das gilt insbesondere f\u00fcr weibliche Studenten oder solche, die nicht die \u00fcblichen Genderrollen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<h3>Jenseits der Klischees<\/h3>\n<p>Teilnehmer:innen am Autism&amp;Uni Mapping-Projekt haben ihre Sorge dar\u00fcber zum Ausdruck gebracht, dass sie nicht dem typischen Profil dessen entsprechen, was die Leute von einem autistischen Studenten erwarten \u2013 etwa, wenn sie weiblich sind, sich gut ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, wenn sie nicht dauernd k\u00e4mpfen, wenn sie sich als lesbisch, schwul, bisexuell oder transgender (LGBT) definieren.<\/p>\n<p>Dieses Problem spiegelt sich wieder in der Art, wie Studenten, die den Klischees nicht entsprechen, manchmal vom Uni-Personal und von Kommiliton:innen behandelt werden und wie Autismus in der Literatur \u00fcber Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen dargestellt wird.<\/p>\n<p>Die Literatur, in der autistische Student:innen beschrieben werden, geht oft davon aus, dass Autismus und vielleicht damit verbundene Lernschwierigkeiten und geistige St\u00f6rungen die einzigen oder die dominierenden Probleme sind, die einen Einfluss auf den Erfolg an der Hochschule haben. Autistische Student:innen k\u00f6nnen sich jedoch einer Reihe von Faktoren gegen\u00fcbersehen, die sich auf ihre Erfahrungen an der Universit\u00e4t auswirken.<\/p>\n<figure id=\"attachment_140\" aria-describedby=\"caption-attachment-140\" style=\"width: 590px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-140\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/abb_weitere_stoerungen.png\" alt=\"Abbildung \u00fcber weitere St\u00f6rungen,die bei einem autistischen Studenten vorliegen\" width=\"590\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/abb_weitere_stoerungen.png 1268w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/abb_weitere_stoerungen-300x216.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/abb_weitere_stoerungen-1024x736.png 1024w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/abb_weitere_stoerungen-768x552.png 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/abb_weitere_stoerungen-65x47.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/abb_weitere_stoerungen-225x162.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/abb_weitere_stoerungen-350x251.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-140\" class=\"wp-caption-text\">Umfrage \u00fcber weitere St\u00f6rungen, die bei einem autistischen Studenten vorliegen. Es konnte mehr als eine Komorbidit\u00e4t angegeben werden.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Warum ist das ein Problem?<\/h3>\n<p>Es ist f\u00fcr Universit\u00e4ten schwierig, die Bed\u00fcrfnisse von Student:innen zu erkennen, die sich nicht als behindert outen oder die nicht in eine einzelne \u201eSchublade\u201c passen. Die Folge davon ist, dass Student:innen m\u00f6glicherweise nicht Zugang zu allen F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten erhalten, auf die sie Anspruch h\u00e4tten und von denen sie profitieren k\u00f6nnten. Wenn Anpassungen nur auf individueller Basis erfolgen \u2013 statt sie f\u00fcr alle verf\u00fcgbar zu machen, die sie beantragen oder statt sie sogar ganz selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr die gesamte Studentenschaft anzubieten \u2013 werden Student:innen ohne Diagnose oder solche, die sich nicht outen, an der Universit\u00e4t benachteiligt sein.<\/p>\n<h3>Was k\u00f6nnen wir dabei tun?<\/h3>\n<p>In Gro\u00dfbritannien, wo F\u00f6rdergelder f\u00fcr behinderte Studenten (\u201eDSA\u201c) weit verbreitet sind, stehen diese nur denjenigen autistischen Student\/innen zur Verf\u00fcgung, die ihre Diagnose in geeigneter Weise nachweisen k\u00f6nnen. Wenn Student:innen das entsprechende Feld im UCAS-Formular nicht ankreuzen, um die Hochschule \u00fcber ihre Behinderung zu informieren, werden sie in der Regel keine nennenswerten Informationen \u00fcber F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Behinderte bekommen. Die Vorteile, wenn man dieses Feld ankreuzt, rechtzeitig DSA beantragt, etc. m\u00fcssen grunds\u00e4tzlich ALLEN potenziellen Antragstellern bekannt gemacht werden und es muss dabei genau auf die Wortwahl geachtet werden, damit diejenigen, die sich selbst nicht als \u201ebehindert\u201c sehen, dennoch diese Informationen finden k\u00f6nnen. Hochschulen sollten es Student:innen auch einfach machen, ihre Behinderung oder St\u00f6rung jederzeit w\u00e4hrend des Studiums zu outen. Es muss ein klares, einfaches und gut bekannt gemachtes Verfahren geben, damit Student:innen dies leisten k\u00f6nnen. Damit eine Hochschule das Gleichbehandlungsgesetz einh\u00e4lt, muss es der antizipatorischen Pflicht nachkommen, angemessene Anpassungen bereitzuhalten, bevor Studenten diese f\u00fcr sich einfordern und die Ideen im folgenden Abschnitt und die Kernpunkte werden einer Einrichtung dabei helfen, dies zu leisten. Viele der Ideen, \u00fcber die wir im folgenden Abschnitt sprechen, sowie die Kernpunkte k\u00f6nnen schnell zum Nutzen aller Studenten umgesetzt werden, egal, ob sie eine Autismus-Diagnose haben oder nicht.<\/p>\n<h3>Die Bedeutung von Unterst\u00fctzung zum richtigen Zeitpunkt<\/h3>\n<p>Die Autism&amp;Uni-Umfragen richteten sich an Student:innen, die das Studium abgebrochen haben und solche, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Rechtzeitige Unterst\u00fctzung oder ihr Fehlen war der entscheidende Faktor daf\u00fcr, ob sie ihr Studium fortgesetzt haben oder nicht.<\/p>\n<p>Oft gibt es f\u00fcr autistische Student:innen zu Beginn des Studiums keine Unterst\u00fctzung. Selbst dort, wo Unterst\u00fctzung von der Einrichtung, anderen Organisationen, der regionalen oder nationalen Verwaltung angeboten wird und sie nachweisen k\u00f6nnen, dass sie anspruchsberechtigt sind, ist es oft so, dass sie keine Hilfestellung bei der Antragstellung bekommen oder nicht wissen, dass sie einen solchen Antrag stellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es ist gute Praxis, Student:innen deutlich vor Beginn des Studiums dazu zu ermutigen, eine Unterst\u00fctzung zu beantragen und diese Unterst\u00fctzung dann, wenn sie das Studium aufnehmen, zu vereinbaren und umzusetzen.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzungsleistungen sollten allen Studierenden wiederholt und umfassend bekanntgemacht werden, wobei erkl\u00e4rt wird, was angeboten wird und wer antragsberechtigt ist. Behindertenberater k\u00f6nnen Student:innen bei ihren Antr\u00e4gen auf Unterst\u00fctzungsleistungen helfen, aber nur, wenn die Student\/innen wissen, dass es diese Unterst\u00fctzung gibt und dass autistische Student:innen Anspruch auf geeignete Unterst\u00fctzungsleistungen haben.<\/p>\n<p>Bei Hochschulen, die selbst keine Begutachtungen anbieten, ist es besonders wichtig, fr\u00fchzeitig zu beginnen. Wenn der Papierkram des Studenten zu Beginn des Studiums nicht geordnet ist, kann es zu Verz\u00f6gerungen kommen, weil die Gesundheitsdienste bei der Bereitstellung von Begutachtungen langsam sind. Verz\u00f6gerungen k\u00f6nnen teilweise auch deshalb erfolgen, weil die zust\u00e4ndigen Organisationen zu Semesterbeginn stark ausgelastet sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_144\" aria-describedby=\"caption-attachment-144\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-144\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/autismusbezogene_unterstuetzung.png\" alt=\"Grafik zur Frage &quot;Haben Sie w\u00e4hrend Ihres Studiumsautismusbezogene Unterst\u00fctzung bekommen?&quot;\" width=\"360\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/autismusbezogene_unterstuetzung.png 687w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/autismusbezogene_unterstuetzung-300x215.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/autismusbezogene_unterstuetzung-65x47.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/autismusbezogene_unterstuetzung-225x161.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/autismusbezogene_unterstuetzung-350x251.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-144\" class=\"wp-caption-text\">Haben Sie w\u00e4hrend Ihres Studiums autismusbezogene Unterst\u00fctzung bekommen?<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<figure id=\"attachment_143\" aria-describedby=\"caption-attachment-143\" style=\"width: 364px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-143\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/wann_hat_unterstuetzung_begonnen.png\" alt=\"Grafik zur Frage &quot;Wenn Sie Unterst\u00fctzung erhalten haben, wann hat diese begonnen?&quot;\" width=\"364\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/wann_hat_unterstuetzung_begonnen.png 652w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/wann_hat_unterstuetzung_begonnen-300x244.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/wann_hat_unterstuetzung_begonnen-65x53.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/wann_hat_unterstuetzung_begonnen-225x183.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-content\/uploads\/sites\/110\/2026\/04\/wann_hat_unterstuetzung_begonnen-350x285.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-143\" class=\"wp-caption-text\">Wenn Sie Unterst\u00fctzung erhalten haben, wann hat diese begonnen?<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Gro\u00dfbritannien und in den Niederlanden k\u00f6nnen Student:innen Unterst\u00fctzungsleistungen beantragen, wenn sie sich an einer Universit\u00e4t zu einem Lehrgang einschreiben \u2013 auch dann, wenn sie sp\u00e4ter die Universit\u00e4t wechseln sollten. In Finnland und Polen sollten sie einen Ombudsmann f\u00fcr behinderte Student:innen oder eine Koordinator:in f\u00fcr Barrierefreiheit kontaktieren, wenn sie sich immatrikulieren, und nach Leistungen f\u00fcr Student:innen fragen und formell Anpassungsleistungen beantragen. Gleichzeitig sollten sie an staatliche oder regionale Beh\u00f6rden in Bezug auf Dienste und Leistungen herantreten.<\/p>\n<h3>Interventionen, die allen Studenten zugutekommen<\/h3>\n<p>Von autistischen Studierenden wird in der Regel erwartet, dass sie sich an das universit\u00e4re Umfeld anpassen statt umgekehrt, entweder aus praktischen oder aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden. Das Umfeld wird in der Regel so gestaltet, dass es f\u00fcr \u201enormale\u201c Studierende passt und das ist auch nachvollziehbar, da diese die ganz \u00fcberwiegende Mehrheit der Student\/innen bilden.<\/p>\n<p>&#8222;Angemessene Anpassungen&#8220; f\u00fcr autistische Student:innen zu finden, kann jedoch dazu f\u00fchren, dass diese von ihren Kommiliton:innen getrennt werden, was ihre sozialen \u00c4ngste steigern und ihr Gef\u00fchl, anders zu sein, verst\u00e4rken kann (Madriaga, 2010). Ein sozial gerechterer Ansatz, der die Bed\u00fcrfnisse und auch die Probleme behinderter Student:innen versteht, verlangt von den Student:innen nicht, dass sie ihre Unterschiede outen oder zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung beantragen und kommt standardm\u00e4\u00dfig allen Student:innen zugute.<\/p>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3 class=\"textbox__title\">Interventionen, die allen Student:innen zugutekommen<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Einige Unterst\u00fctzungsformen k\u00f6nnen ohne Weiteres f\u00fcr alle Student\/ innen einer Universit\u00e4t zur Verf\u00fcgung gestellt werden \u2013 statt nur jenen, die diese ausdr\u00fccklich w\u00fcnschen oder die sich mit ihrer Behinderung outen. Dies kann die Barrierefreiheit und die Zufriedenheit der gesamten Studentenschaft einer Universit\u00e4t erh\u00f6hen.<\/p>\n<ol>\n<li>Einige Studenten in unserer Umfrage hatten Zugang zu unterst\u00fctzender Technik wie Mind-Mapping-Software. An der Beckett-Universit\u00e4t von Leeds (Gro\u00dfbritannien) ist die Software, die am h\u00e4ufigsten f\u00fcr behinderte Menschen empfohlen wird, an allen Bibliothekscomputern verf\u00fcgbar und jeder Student hat darauf Zugang.<\/li>\n<li>In Finnland hat die Satakunta-Universit\u00e4t f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (in Zusammenarbeit mit dem Finnischen Verein f\u00fcr Autismus und Asperger-Syndrom) eine Barrierefreiheit-Checkliste f\u00fcr Geb\u00e4ude entwickelt, insbesondere f\u00fcr Menschen mit sensorischen Problemen. Initiativen wie diese k\u00f6nnen die Barrierefreiheit f\u00fcr autistische Studenten verbessern.<\/li>\n<li>An einigen Universit\u00e4ten ist es Pflicht, dass alle Vorlesungsfolien und alle Arbeitsbl\u00e4tter oder Handouts mindestens 24 Stunden vor der Unterrichtsstunde online zur Verf\u00fcgung stehen (und einige zeichnen auch alle Vorlesungen auf). Das bedeutet, dass einzelne Student:innen nicht vor oder nach einer Unterrichtsstunde eigens Mitschriften oder Folien anfordern m\u00fcssen.<\/li>\n<li>An der Universit\u00e4t von Leeds (Gro\u00dfbritannien) ist die Datenbank f\u00fcr Raumbuchungen \u00f6ffentlich und mit den Stundenpl\u00e4nen der Student:innen verlinkt. Die Datenbank umfasst Fotos und Layout-Informationen, textbasierte Wegbeschreibungen vom Eingang des Geb\u00e4udes aus und Informationen \u00fcber die zur Verf\u00fcgung stehenden Ger\u00e4te. Das ist n\u00fctzlich f\u00fcr Vortragende, die einen Raum buchen, aber auch autistische Student\/innen oder solche mit Angstst\u00f6rungen profitieren davon und es reduziert die Notwendigkeit einer Unterst\u00fctzung bei der Suche nach und dem Zugang zu den Unterrichtsr\u00e4umen.<\/li>\n<li>\u00c4nderungen des Stundenplans und der R\u00e4ume kommen vor und es ist gute Praxis, die Studenten fr\u00fchzeitig hier\u00fcber zu informieren. Zus\u00e4tzliche Erinnerungen k\u00f6nnen dann in gr\u00f6\u00dferer zeitlicher N\u00e4he zum Termin erfolgen. Autistische Studenten brauchen diese Informationen so fr\u00fch wie m\u00f6glich und auch andere Student:innen k\u00f6nnen hiervon profitieren.<\/li>\n<li>Viele europ\u00e4ische Universit\u00e4ten ermutigen internationale und Austauschstudienanf\u00e4nger:innen dazu, rund eine Woche vor den anderen Studenten anzukommen, damit sie sich mit dem Campus und ihrer neuen Heimatstadt vertraut machen k\u00f6nnen. Einige Universit\u00e4ten, wie die Universit\u00e4t von Sheffield (Gro\u00dfbritannien), ermutigen autistische Student:innen auch dazu, zur selben Zeit wie die internationalen Studenten zur Uni zu kommen, damit sie sich eingew\u00f6hnen k\u00f6nnen, bevor die anderen Student:innen eintreffen. Dies d\u00fcrfte ein besser \u201egestaffelter\u201c Eingew\u00f6hnungsansatz sein, als von autistischen Student:innen zu verlangen, Sommer- bzw. Pr\u00e4senzkurse in den Ferien zu besuchen. ALLEN Student:innen, die mehr Zeit brauchen, um sich an den Campus zu gew\u00f6hnen, die M\u00f6glichkeit der vorzeitigen Eingew\u00f6hnung zu geben, sorgt daf\u00fcr, dass die Barrierefreiheit f\u00fcr mehr Menschen erh\u00f6ht wird, ohne die Behinderung dabei in den Mittelpunkt zu stellen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3>Das sensorische Umfeld<\/h3>\n<p>Sensorische Reize k\u00f6nnen ein gro\u00dfes Problem darstellen. Student:innen haben bei der Autism&amp;Uni-Umfrage wiederholt erw\u00e4hnt, dass Beleuchtung und \u00fcberf\u00fcllte R\u00e4ume f\u00fcr sie eine Belastung sind und dass sie Schwierigkeiten haben, ruhige R\u00e4ume zu finden, wenn sie gestresst sind. Die Hochschulleitung kann das Umfeld f\u00fcr Student:innen dadurch beeinflussen, dass Geb\u00e4ude hinsichtlich einer guten Akustik, gut gestalteter Ausschilderung, mehr privater oder abgetrennter Arbeitsbereiche, Ruhebereiche in Cafeterien, dimmbarer Beleuchtung, visueller Klarheit etc. angepasst werden. Es kann sich dabei um L\u00f6sungen handeln, die vergleichsweise wenig kosten und die allen Student:innen zugutekommen, indem sie Stress reduzieren, ohne sich an einzelne Personen zu richten. Diese Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen f\u00fcr eine verbesserte Barrierefreiheit auch f\u00fcr Menschen mit beeintr\u00e4chtigtem Seh- oder H\u00f6rverm\u00f6gen sorgen. Sie k\u00f6nnen auch das \u00f6ffentliche Image einer Universit\u00e4t verbessern.<\/p>\n<h3>Kernpunkte: Gute Praxis, die man \u00fcbernehmen und weitergeben kann<\/h3>\n<p>Diese konzentrieren sich auf universit\u00e4tsweite und strategische \u00c4nderungen, f\u00fcr die die Unterst\u00fctzung durch die Hochschulleitung erforderlich ist.<\/p>\n<ul>\n<li>Sorgen Sie daf\u00fcr, dass ASS dasselbe Ma\u00df an Aufmerksamkeit und Ressourcen erh\u00e4lt wie andere Gruppen mit Behinderungen und Sonderbedarf, wenn es um Strategien zur Barrierefreiheit, Regelungen f\u00fcr Behinderungen und die Ausbildung der Mitarbeiter geht.<\/li>\n<li>Finden Sie heraus, wo intern und extern die beste Autismus-Expertise vorhanden ist, auf die sich Ihre Einrichtung verl\u00e4sst, was Informationen angeht und schaffen Sie eine Regelung, wie diese konsistent eingesetzt werden, um eine einheitliche, qualitativ hochwertige Praxis zu entwickeln.<\/li>\n<li>Machen Sie aktiv Autismus spezialisierte Organisationen in der N\u00e4he Ihrer Hochschule ausfindig, bitten Sie um deren Teilnahme an Besprechungen oder beauftragen Sie diese mit der Fortbildung Ihrer Mitarbeitenden.<\/li>\n<li>Finden Sie heraus, welche diagnostischen und Begutachtungsdienste f\u00fcr erwachsene Autist:innen es in Ihrem Land und Ihrer Region gibt und passen Sie die Regelungen Ihrer Einrichtung entsprechend an; wenn n\u00f6tig, akzeptieren Sie Begutachtungen von Lehrkr\u00e4ften oder von Ihren eigenen Diensten f\u00fcr Student:innen statt Gutachten von Fachmediziner:innen zu verlangen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Beteiligen Sie autistische Student:innen an den Entscheidungsprozessen und dem Design, um: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>neue Geb\u00e4ude und Dienste so zu planen und zu gestalten, dass sie f\u00fcr autistische Studenten barrierefrei sind<\/li>\n<li>die Barrierefreiheit der Kommunikationspraktiken der Universit\u00e4t zu bewerten, einschlie\u00dflich Websites, Informationen zum Studienbeginn, Aktivit\u00e4ten in der Eingew\u00f6hnungsphase und Informationen \u00fcber Angebote f\u00fcr Behinderte<\/li>\n<li>bestehende Geb\u00e4ude und Innenr\u00e4ume zu bewerten, um \u00c4nderungen namhaft zu machen, die die allgemeine Barrierefreiheit verbessern k\u00f6nnen<\/li>\n<li>in jedem Bereich des Campus Ruhebereiche zu schaffen und klar zu kennzeichnen (idealerweise keine Mehrzweckr\u00e4ume)<\/li>\n<li>Informationen und Ausschilderungen f\u00fcr alle Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude in Bild- und Textform bereitzustellen, idealerweise bis hinunter auf Raumebene<\/li>\n<li>das Bewusstsein dar\u00fcber zu f\u00f6rdern, wie die barrierefreiere Gestaltung des Umfelds an Universit\u00e4ten f\u00fcr autistische Studierende Stress und Stigmatisierung in Bezug auf Autismus reduzieren kann und wie damit die Notwendigkeit individualisierter Angebote verringert werden kann, was am Ende allen Studierenden und den Mitarbeitenden zugutekommt<\/li>\n<li>das Bewusstsein dar\u00fcber zu f\u00f6rdern, wie Unterst\u00fctzung und Informationen zum richtigen Zeitpunkt die Abbrecherquote verringern und die Abschlussquote von Studierenden erh\u00f6hen kann, die sonst ein Studium aus Gr\u00fcnden abbrechen w\u00fcrden, die nichts mit ihrer akademischen Qualifikation zu tun haben<\/li>\n<li>w\u00e4hrend der Immatrikulations- und Eingew\u00f6hnungsphase f\u00fcr Studienanf\u00e4nger:innen die Vorteile eines offenen Umgangs in Bezug auf Studienanforderungen oder gesundheitlicher St\u00f6rungen, die bei ihnen vorhanden sind, zu f\u00f6rdern<\/li>\n<li>wenn Informationen zu Behinderungen w\u00e4hrend der Immatrikulation nicht aufgezeichnet werden, in die Informationsmaterialien f\u00fcr Studienanf\u00e4nger:innen Angaben zu einer hierf\u00fcr bestimmten Person mit aufzunehmen, die f\u00fcr Student\/innen mit ASS als Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung steht<\/li>\n<li>einen Fachbereich oder eine Mitarbeiter:in zu bestimmen, an den sich Studierende mit einer Autismus-Diagnose in einer sp\u00e4teren Phase ihres Studiums wenden k\u00f6nnen, sowie eine hierf\u00fcr bestimmte Person, die in einem Fachbereich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung Behinderter zust\u00e4ndig ist<\/li>\n<li>die systematische Erhebung von Daten \u00fcber die Zahl autistischer Studierenden an Ihrer Einrichtung und \u00fcber die Auswirkungen angemessener Anpassungen und Unterst\u00fctzungsleistungen auf den Studienerfolg und dem weiteren Fortschritt dieser Personen \u00fcber den Studienabschluss hinaus zu f\u00f6rdern<\/li>\n<li>Enge Beziehungen zwischen allen Organisationen, Personen und Teams innerhalb und au\u00dferhalb der Universit\u00e4t zu f\u00f6rdern, die Beratung und Unterst\u00fctzung f\u00fcr autistische Studierende bereitstellen<\/li>\n<li>\u00d6ffentlich den HS-Erfolg von autistischen Studenten zu feiern \u2013 wenn deren Einwilligung dazu vorliegt; solche Vorbilder sind dazu geeignet, die Zahl autistischer Student\/innen in der Zukunft ansteigen zu lassen<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3>Was man tun kann (Dinge, die Sie sofort umsetzen k\u00f6nnen)<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<ul>\n<li>Untersuchen Sie die Strategien zur Barrierefreiheit, die Regelungen zu Behinderungen und die Ausbildung der Mitarbeitenden in Bezug auf Autismus\/Behinderungen, die an Ihrer Einrichtungen bereits bestehen<\/li>\n<li>Ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter:innen dazu, ihre Wahrnehmung dar\u00fcber zu \u00fcberpr\u00fcfen, wie effektiv die aktuellen Unterst\u00fctzungsleistungen sind und f\u00f6rdern Sie Vorschl\u00e4ge zu Verbesserungen<\/li>\n<li>Identifizieren Sie Fachbereiche an Ihrer Einrichtung, die ein Interesse an der Forschung im Bereich autistischer Student:innen und der Entwicklung einer guten Praxis haben k\u00f6nnen und besprechen Sie mit ihnen Wege, wie man die bestehenden Angebote evaluieren und verbessern kann<\/li>\n<li>Identifizieren Sie Organisationen, die Fortbildungen bei der Arbeit mit autistischen Student:innen anbieten k\u00f6nnen und stellen Sie sicher, dass die Mitarbeiter:innnen an Ihrer Einrichtung \u00fcber diese M\u00f6glichkeit Bescheid wissen, insbesondere die akademischen und die Mitarbeitenden im Bereich der Dienste f\u00fcr Student\/innen<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3>Universelles Lerndesign (UDL)<\/h3>\n<p>Das Konzept des Universellen Designs entstammt dem Bereich der Architektur und konzentriert sich auf ein Design, das R\u00fccksicht auf eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Bandbreite von Nutzer\/innen nimmt, darunter auch solche mit Behinderungen.<br \/>\nDas Universelle Lerndesign bezieht sich darauf, verschiedene Gruppen von Student\/innen einzubeziehen und zu unterst\u00fctzen, egal, welchen Hintergrund, welchen Status oder welche Behinderung sie haben.<\/p>\n<p>Eine weit verbreitete falsche Vorstellung besteht darin, dass das Universelle Design \u201eeine einzige L\u00f6sung f\u00fcr alle\u201c f\u00f6rdert \u2013 das ist jedoch nicht der Fall. Was es tats\u00e4chlich bedeutet, ist die Verf\u00fcgbarkeit von Optionen: Student:innen mehrere und unterschiedliche M\u00f6glichkeiten zu bieten, am Lernprozess teilzuhaben und zu zeigen, was sie gelernt haben.<br \/>\nEin ULD-Ansatz bevorzugt Unterrichtsstrategien, die proaktiv so gestaltet sind, dass sie mehrere Lernwege erm\u00f6glichen statt retroaktiv sich auf die \u00c4nderung bestehenden Materials in der Weise zu konzentrieren, dass es den Bed\u00fcrfnissen einer bestimmten Gruppe entspricht.<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr proaktives Design ist es, ALLEN Student:innen die Option zu lassen, wie sie die ihnen gestellten Aufgaben pr\u00e4sentieren wollen, entsprechend ihren Kommunikationsf\u00e4higkeiten und Vorlieben. Ein Beispiel f\u00fcr retroaktives Design ist die Praxis, f\u00fcr angemessene Anpassungen bestehender Lernmaterialien und Pr\u00fcfungsanordnungen zu sorgen.<\/p>\n<p>Quellen: Bublitz et al. (2015), CAST (2011)<\/p>\n<h2>Fallstudien und n\u00fctzliche Links aus europ\u00e4ischen L\u00e4ndern<\/h2>\n<p>Wir haben Fallstudien von innovativen Ans\u00e4tzen f\u00fcr Unterst\u00fctzungsangeboten f\u00fcr Autist\/innen aus mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zusammengestellt. Dies sind Beispiele f\u00fcr Best Practice, z.B. wo eine Organisation etwas erreicht, was \u00fcber das hinausgeht, was jeder andere in diesem Bereich leistet.<\/p>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Deutschland<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. ist der Dachverband von 59 Regional- und Landesverb\u00e4nden. Seine Aufgaben bestehen in politischer Arbeit, Fortbildungs- und Tagungsangeboten sowie im Engagement f\u00fcr Betroffene, deren Eltern und Angeh\u00f6rige bei allt\u00e4glichen Problemen.<\/p>\n<p>In Tr\u00e4gerschaft der Autismus-Regional- oder -Landesverb\u00e4nde befinden sich zahlreiche Einrichtungen zur Beratung, Therapie und F\u00f6rderung von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen mit Autismus, sowie Arbeits- und Wohnangebote.<\/p>\n<p>Die therapeutische Begleitung und fachliche Betreuung von Studierenden mit Autismus ist eine immer h\u00e4ufiger werdende Aufgabe f\u00fcr die Autismus-Therapie-Zentren. Sie kann jedoch nur ein studienfreundliches Umfeld anbahnen und den \u00dcbergang in eine Hochschule begleiten, wo dann auf die hochschuleigenen Ressourcen zur Teilhabe am Studium zur\u00fcckgegriffen werden muss. Diese sind individuell sehr verschieden ausgebaut.<\/p>\n<p>Die Studenten- \/ Studierendenwerke haben ausf\u00fchrliche Brosch\u00fcren zum Studium mit Behinderung erstellt.<\/p>\n<p>Was Menschen mit Autismus im Besonderen f\u00fcr ein gelingendes Studium ben\u00f6tigen, ist h\u00e4ufig an den Hochschulen nicht oder nur sehr unzureichend bekannt. Eine Stoffsammlung dazu hat der <a href=\"https:\/\/www.autismus.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesverband autismus Deutschland e.V.<\/a> unl\u00e4ngst ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><strong>N\u00fctzliche Links:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Selbsthilfeorganisationen: <a href=\"https:\/\/www.autismus.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismus.de<\/a>; <a href=\"https:\/\/aspies.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.aspies.de<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.autsocial.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autSocial.de<\/a><\/li>\n<li>Portale zur Auswahl von Hochschulen und Studieng\u00e4ngen <a href=\"https:\/\/www.hochschulkompass.de\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.hochschulkompass.de; <\/a><a href=\"https:\/\/studienwahl.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.studienwahl.de<\/a><\/li>\n<li>Portale zur Selbstbestimmmung, Selbsthilfe und Inklusives Lernen: <a href=\"https:\/\/www.einfach-teilhaben.de\/DE\/AS\/Home\/alltagssprache_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.einfach-teilhaben.de; <\/a><a href=\"https:\/\/isl-ev.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.isl-ev.de;<\/a> <a href=\"https:\/\/gemeinsamleben-hessen.de\/de\/gemeinsamleben-gemeinsamlernen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.gemeinsamleben-gemeinsamlernen.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Finnland<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Omapolku ry \/ Omavoima bietet individuelle und Gruppenberatung und Coaching f\u00fcr Jugendliche und Erwachsene mit verschiedenen neurologischen St\u00f6rungen an, darunter f\u00fcr autistische Studenten. Diese Dienste unterst\u00fctzen die Entwicklung von F\u00e4higkeiten, ein unabh\u00e4ngiges Leben zu f\u00fchren, Fragen der Lebensbew\u00e4ltigung, Studienplanung und den Umgang mit Ver\u00e4nderungen wie dem Wechsel von F\u00e4chern.<\/p>\n<p>Die Organisation bietet Informationen \u00fcber Autismus f\u00fcr Mitarbeiter\/innen der Universit\u00e4t, die daf\u00fcr zust\u00e4ndig sind, Empfehlungen f\u00fcr geeignete Anpassungen zu verfassen, und ist F\u00fcrsprecherin f\u00fcr einzelne Student\/innen, wenn es darum geht, diesen geeignete Anpassungen und personalisierte Lernpl\u00e4ne zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Anders als viele finnische Organisationen h\u00e4lt Omavoima systematisch die Zahl der autistischen Klient\/innen fest, die eine bestimmte Art von Angeboten in Anspruch nimmt, erhebt Feedback \u00fcber die erfolgten Ergebnisse unter Einsatz von Frageb\u00f6gen, die speziell f\u00fcr diesen Zweck erstellt wurden, und organisiert Besprechungen im Nachgang mit ehemaligen Klienten, um deren Wohlergehen zu verfolgen. Das erm\u00f6glicht es der Organisation, wichtige Belege \u00fcber die Wirksamkeit von Interventionen im finnischen System zu sammeln und sich in Richtung auf eine wirklich evidenzbasierte Praxis hinzubewegen, die anderen Organisationen dabei hilft, Entscheidungen bez\u00fcglich \u00e4hnlicher Dienste zu treffen.<\/p>\n<p><strong>Kontakt: Heidi Multanen, Beraterin; <\/strong><a href=\"https:\/\/setlementtitampere.fi\/palvelut\/omavoima\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.omavoima.info<\/a><\/p>\n<p><strong>N\u00fctzliche Links<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Autismi- ja Aspergerliitto ry; <a href=\"https:\/\/autismiliitto.fi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismiliitto.fi<\/a><\/li>\n<li>Esteet\u00f6n opiskelu korkea-asteen oppilaitoksissa (ESOK); <a href=\"https:\/\/esok.fi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.esok.fi<\/a><\/li>\n<li>Kansanel\u00e4kelaitos, Oma V\u00e4yl\u00e4 &#8211; hanke; <a href=\"https:\/\/www.kela.fi\/omavayla\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.kela.fi\/omavayla<\/a><\/li>\n<li>Omapolku ry, Omavoima neuropsykiatriset ohjaus- ja valmennuspalvelut; <a href=\"https:\/\/setlementtitampere.fi\/palvelut\/tyo-ja-paivatoiminta\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.omapolku.fi<\/a><\/li>\n<li>Otus &#8211; s\u00e4\u00e4ti\u00f6, Korkeakoulujen saavutettavuus -selvitys 2016; <a href=\"https:\/\/www.otus.fi\/julkaisut\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.otus.fi\/index.php\/julkaisut\/kaikki-julkaisut<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Niederlande<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Handicap+Studie ist das niederl\u00e4ndische Zentrum, das f\u00fchrend bei der Unterst\u00fctzung von Student\/innen mit Behinderungen ist. Die Organisation ist eine Service- und Informationsstelle f\u00fcr Bildungseinrichtungen.<\/p>\n<p>Ihre Mission ist es, behinderten Student\/innen zu erm\u00f6glichen, erfolgreich an der Hochschulausbildung ihrer Wahl teilzunehmen. Berater\/ innen identifizieren, was f\u00fcr Student\/innen wichtig ist und \u00fcbersetzen deren Fragen in Unterst\u00fctzungsangebote und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ein erfolgreiches Studium.<\/p>\n<p>Das wichtigste Angebot von Handicap+Studie ist die Unterst\u00fctzung alternativer, flexibler Lernmethoden, wobei den Ideen des Universellen Lerndesigns (ULD) gefolgt wird. Student\/ innen werden als Individuen betrachtet. Ihre Unterschiede werden ber\u00fccksichtigt und sie k\u00f6nnen dann der Lernmethode folgen, die am besten zu ihnen passt.<\/p>\n<p><strong>Kontakt: Eline Thijssen, Beraterin, Nelleke den Boer, Beraterin und Ausbilderin<\/strong>; <a href=\"https:\/\/handicap-studie.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.handicap-studie.nl<\/a><\/p>\n<p><strong>N\u00fctzliche Links<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>HandicapStudie <a href=\"https:\/\/handicap-studie.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.handicap-studie.nl<\/a><\/li>\n<li>Nederlanse Vereniging voor Autisme <a href=\"https:\/\/www.autisme.nl\/\">www.autisme.nl<\/a><\/li>\n<li>Landelijk Netwerk Autisme <a href=\"https:\/\/landelijknetwerkautisme.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.landelijknetwerkautisme.nl<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Polen<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Jas i Malgosia (JiM) bietet qualitativ hochwertige Assistenz f\u00fcr Menschen mit Autismus und anderen Behinderungen an. Die Organisation f\u00fchrt Kampagnen zur F\u00f6rderung des Bewusstseins \u00fcber Autismus durch. Sie bilden Lehrer\/ innen und Therapeut\/innen in ganz Polen fort und organisieren Unterst\u00fctzungsgruppen f\u00fcr Eltern. Es gibt au\u00dferdem das JiM-Therapiezentrum, das sich um Menschen mit Autismus und solche mit anderen Entwicklungsst\u00f6rungen k\u00fcmmert. Die Angebote von JiM werden kostenfrei angeboten.<\/p>\n<p>JiM ist einzigartig in der Stadt L\u00f3dz in Zentralpolen, wo es schwierig ist, gute Austismusdiagnostiker und professionelle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Studenten und ihre Familien zu finden \u2013 JiM ist ein Ansprechpartner f\u00fcr diese Angebote, der sehr gesch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p><strong>Kontakt: Marta Charbicka, Leiterin des Kindertherapiezentrums<\/strong> <a href=\"https:\/\/jim.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.jim.org<\/a><\/p>\n<p><strong>N\u00fctzliche Links<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Fundacja Jas i Malgosia w Lodzi; <a href=\"https:\/\/jim.org\/misja-i-wartosci\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.jim.org\/fundacja<\/a><\/li>\n<li>Fundacja Synapsis w Warszawie; <a href=\"https:\/\/synapsis.org.pl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">synapsis.org.pl<\/a><\/li>\n<li>Navicula \u2013 Centrum diagnozy i terapii autyzmu w Lodzi <a href=\"https:\/\/navicula.pl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.navicula.pl<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Gro\u00dfbritannien<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Die Universit\u00e4t Sheffield besch\u00e4ftigt behinderte Student\/innen als \u201eDisability Champions\u201c, also \u201eLobbyist\/innen f\u00fcr Behinderte\u201c, die daf\u00fcr bezahlt werden, dass sie \u00fcber verf\u00fcgbare Unterst\u00fctzungsleistungen sprechen, die den studierenden und den angehenden Student\/innen zur Verf\u00fcgung stehen. Diese Lobbyist\/innen bieten auch Unterst\u00fctzung in der Eingew\u00f6hnungsphase f\u00fcr Studienanf\u00e4nger\/innen per E-Monitoring und eint\u00e4gige Einf\u00fchrungs-Veranstaltungen an.<\/p>\n<p>Dies gibt autistischen Student\/innen die M\u00f6glichkeit, Fragen oder Sorgen anzubringen, die sie vor Semesterbeginn haben. Sicher werden nicht alle autistischen Student\/innen Zeit mit anderen autistischen Student\/innen verbringen wollen, aber viele werden es hilfreich finden, andere zu treffen, die sich in der gleichen Situation befinden, die in ihrem Studium bereits weiter vorangeschritten sind und gut klarkommen, um Informationen dar\u00fcber zu bekommen, wie man mit Problemen an der Universit\u00e4t fertig wird und vorankommt.<\/p>\n<p><strong>Kontakt: Gayle McKay, Beauftragter f\u00fcr Behinderte in der Anfangsphase; <\/strong><a href=\"https:\/\/sheffield.ac.uk\/disability-dyslexia-support\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sheffield.ac.uk\/disability-dyslexia-support<\/a><\/p>\n<p><strong>N\u00fctzliche Links<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>National Autistic Society: <a href=\"https:\/\/www.autism.org.uk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autism.org.uk<\/a><\/li>\n<li>Autism Wales (vormals ASD Wales): <a href=\"https:\/\/autismwales.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">autismwales.org<\/a><\/li>\n<li>Scottish Autism: <a href=\"https:\/\/www.scottishautism.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.scottishautism.org<\/a><\/li>\n<li>Autism Northern Ireland: <a href=\"https:\/\/www.autismni.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismni.org<\/a><\/li>\n<li>Autism West Midlands: <a href=\"https:\/\/www.autismwestmidlands.org.uk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismwestmidlands.org.uk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Spanien<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Autismo Burgos bietet ein Programm f\u00fcr autistische Student\/innen, wobei ein kompletter Leitfaden mit spezifischen Schritten geboten wird, die den Eintritt in die Universit\u00e4t unterst\u00fctzen und die Student\/innen im ersten Studienjahr bei jedem damit verbundenen Aspekt helfen. Das Programm umfasst anleitende Beratung, Anpassungen des Eingangstests der Universit\u00e4t, Zusammenarbeit mit den Angeboten der Universit\u00e4t f\u00fcr Student\/innen mit besonderem F\u00f6rderungsbedarf, Informationen \u00fcber Stipendien und universit\u00e4re Unterst\u00fctzungsangebote.<\/p>\n<p>Die Student\/innen bekommen in der Anfangsphase ihres Studiums ein personalisiertes Programm, ihnen wird eine pers\u00f6nliche Assistenz zugeordnet, sie bekommen Hilfe bei der Erstellung des Stundenplans, Hilfe dabei, Unterst\u00fctzung innerhalb des Universit\u00e4tskontexts zu finden und dabei, eine Entscheidung dar\u00fcber zu treffen, ob sie ihre Diagnose gegen\u00fcber Kommilitonen outen sollen, Campustouren, etc.<\/p>\n<p><strong>Kontakt: Mario Merino, Psychologe; <\/strong><a href=\"https:\/\/autismoburgos.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismoburgos.org<\/a><\/p>\n<p><strong>N\u00fctzliche Links<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Confederaci\u00f3n Autismo Espa\u00f1a: <a href=\"https:\/\/autismo.org.es\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismo.org.es<\/a><\/li>\n<li>Federaci\u00f3n Autismo Castilla y Le\u00f3n: <a href=\"https:\/\/autismocastillayleon.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismocastillayleon.com<\/a><\/li>\n<li>Autismo Burgos: <a href=\"https:\/\/autismoburgos.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismoburgos.org<\/a><\/li>\n<li>Asociaci\u00f3n Espa\u00f1ola de Profesionales del Autismo (AETAPI): <a href=\"https:\/\/aetapi.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.aetapi.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<h3 class=\"textbox__title\">Fallstudie Schweiz<\/h3>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>In der Schweiz existieren grosse L\u00fccken in der Begleitung von Menschen mit Autismus-Spektrum-St\u00f6rungen (ASS) in allen Altersgruppen. Um diese Situation zu verbessern, hat die Regierung im Jahr 2018 erstmals Empfehlungen und priorit\u00e4re Handlungsschwerpunkte definiert (Diagnose und Fr\u00fchintervention). Aufgrund des f\u00f6deralistischen Systems der Schweiz obliegt es den verschiedenen Regionen (26 Kantone in 3 Sprachregionen), die notwendigen Massnahmen umzusetzen, was eine grosse Herausforderung darstellt. Die Fachhochschule Westschweiz hat sich an mehreren Forschungsprojekten im Bereich Autismus beteiligt, insbesondere an einer der Untersuchungen, die zu den Empfehlungen der Regierung gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p>Obwohl die Studierenden aus dem Autismus-Spektrum an den Schweizer Hochschulen noch kaum sichtbar sind, gibt es Erfahrungsberichte, welche die Schwierigkeiten dieser Bev\u00f6lkerungsgruppe bei der Absolvierung ihres Studiums aufzeigen. Zurzeit gibt es vor allem in der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz zu wenige Angebote, die sich spezifisch an Studierende aus dem Autismus-Spektrum richten und ausreichend organisiert und sichtbar sind, um hervorgehoben zu werden. Jedoch werden auf individueller Ebene in verschiedenen Hochschulen Verfahren eingef\u00fchrt, die der Anpassung des Ausgleichs von Benachteiligungen aufgrund verschiedener Beeintr\u00e4chtigungen dienen: Ziel ist es, Bildungseinrichtungen mit einer besseren Inklusion zu entwickeln.<\/p>\n<p>Zwei Professoren \u2013 V. Zbinden Sapin von der Hochschule f\u00fcr Soziale Arbeit Freiburg der HES-SO und N. Ruffieux des Departements f\u00fcr Sonderp\u00e4dagogik der Universit\u00e4t Freiburg \u2013 haben ihre Kr\u00e4fte geb\u00fcndelt, um Massnahmen zur Unterst\u00fctzung von Studierenden aus dem Autismus-Spektrum zu entwickeln und so die Situation dieser Personen in ihrem direkten Handlungskreis zu verbessern. Als 1. Massnahme werden die Leitf\u00e4den des Projekts Autism&amp;Uni ins Franz\u00f6sische \u00fcbersetzt. Die 2. Massnahme wird darin bestehen, die im Rahmen des Projekts Autism&amp;Uni entwickelte Online-Plattform an den Kontext der Freiburger Hochschulen anzupassen. Ziel ist es, einen Beitrag zur Sensibilisierung der Hochschulen f\u00fcr die Existenz dieser Bev\u00f6lkerungsgruppe und ihre Bed\u00fcrfnisse zu leisten sowie Massnahmen einzuf\u00fchren, die autistischen Personen ihr Hochschulstudium erleichtern. Diese zwei Massnahmen stellen einen 1. Schritt in der Entwicklung von Projekten und Aktivit\u00e4ten in Bezug auf diese Thematik dar. Ziel ist die Schaffung eines Bereichs \u00abHochschulbildung und Autismus\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Kontakt<\/strong><\/p>\n<p>V\u00e9ronique Zbinden Sapin, Professorin, HES-SO Hochschule f\u00fcr Soziale Arbeit Freiburg, Schweiz; <a href=\"https:\/\/www.hets-fr.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.hets-fr.ch<\/a><\/p>\n<p>Nicolas Ruffieux, Professor, Departement f\u00fcr Sonderp\u00e4dagogik der Universit\u00e4t Freiburg, Schweiz; <a href=\"https:\/\/www3.unifr.ch\/spedu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www3.unifr.ch\/spedu\/de<\/a><\/p>\n<p><strong>N\u00fctzliche Links<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Autismus franz\u00f6sische Schweiz: <a href=\"https:\/\/www.autisme.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autisme.ch<\/a><\/li>\n<li>Autismus deutsche Schweiz: <a href=\"https:\/\/www.autismus.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismus.ch<\/a><\/li>\n<li>Autismus italienische Schweiz: <a href=\"https:\/\/www.autismo.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.autismo.ch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3>\u00dcber die Autor:innen<\/h3>\n<p><strong>Dr Marc Fabri, Leeds Beckett-Universit\u00e4t, Gro\u00dfbritannien:<\/strong> Marc ist der Projektleiter von Autism&amp;Uni und ein Dozent und Forscher im Bereich assistierender Technik. Seine Forschung konzentriert sich auf partizipatorische Designmethoden, Evaluierung der Benutzererfahrung und Erm\u00f6glichung positiver Verhaltens\u00e4nderung.<\/p>\n<p><strong>Penny Andrews, Leeds Beckett-Universit\u00e4t, Gro\u00dfbritannien:<\/strong> Penny ist die Forschungsassistentin f\u00fcr Autism&amp;Uni und Doktorandin an der Universit\u00e4t Sheffield, wo sie universit\u00e4re soziale Netzwerke erforscht. Sie ist au\u00dferdem Autorin, K\u00fcnstlerin, Performerin, Sprinterin und ausgebildete Bibliothekarin. Sie erhielt ihre Autismusdiagnose als Studentin.<\/p>\n<p><strong>Heta Pukki, Keskuspuisto Vocational College, Helsinki, Finnland:<\/strong> Hetas Arbeit f\u00fcr Autism&amp;Uni konzentriert sich auf die Verbreitung der Ergebnisse und auf Unterschiede in kulturellen Kontexten und Angebotssystemen. Sie verf\u00fcgt \u00fcber einen Abschluss in Sonderp\u00e4dagogik und in Biologie. Heta bezeichnet sich als autistisch und besch\u00e4ftigt sich seit achtzehn Jahren als Autorin, \u00dcbersetzerin, Erzieherin, Projektarbeiterin und NGO-Aktivistin mit Autismus.<\/p>\n<h3>Danksagungen<\/h3>\n<p>Wir danken den folgenden Personen f\u00fcr ihre hilfreichen Beitr\u00e4ge und Kommentare Antti Aavikko, Jan-Mikael Fredriksson, Daria Modrzejewska, Amanda Szukalska, Paul Quantock, Natasha Stash, Alejandro Montes Garc\u00eda, Mar\u00eda Merino, Miguel Lancho, Christian Garc\u00eda, Roy Houtkamp, Harriet Cannon, Kate Dean, Kate Myers, Matt Tucker, Danny Gallacher, Steven Chamberlain, Diane McClymont.<\/p>\n<p>Das Projekt Autism&amp;Uni (AUTHEW) wurde finanziert mit Unterst\u00fctzung der Europ\u00e4ischen Kommission. Diese Publikation spiegelt nur die Ansichten der Autoren wieder und die Kommission kann nicht f\u00fcr die Verwendung verantwortlich gemacht werden, die von den darin enthaltenen Informationen gemacht wird.<\/p>\n<p>Deutsche \u00dcbersetzung: Rainer D\u00f6hle, Berlin<\/p>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<p><strong>Baines, A.D., 2012.<\/strong> Positioning, strategizing, and charming: how students with autism construct identities in relation to disability. Disability &amp; Society 27, 547\u2013561. doi:10.1080\/09687599.2012.662825<br \/>\n<strong>Broek, A. van den, Muskens, M., Winkels, J., 2012.<\/strong> Studeren met een functiebeperking 2012. De relatie tussen studievoortgang, studieuitval en het gebruik van voorzieningen. Eindmeting onderzoek \u201aStuderen met een functiebeperking&#8216;. Onderzoek in opdracht van Ministerie van OCW.<br \/>\n<strong>Bublitz, D., Wong, V., Donachie, A., Brooks, P.J., Gillespie-Lynch, K. 2015.<\/strong> Applying Universal Design to build supports for college students with autism spectrum disorder, in Roberta V. Nata (Ed.), Progress in Education, vol 36, Nova Publishing, 1-24.<br \/>\n<strong>CAST, 2011.<\/strong> Universal Design for Learning Guidelines version 2.0. Wakefield, MA. Retrieved from http:\/\/www.udlcenter.org\/aboutudl\/udlguidelines\/downloads<br \/>\n<strong>Davidson, J., Henderson, V.L., 2010.<\/strong> \u201eComing out&#8220; on the spectrum: autism, identity and disclosure. Social &amp; Cultural Geography 11, 155\u2013170. doi:10.1080\/14649360903525240<br \/>\n<strong>HESA, 2013.<\/strong> Table 14 &#8211; First year UK domiciled HE students by level of study, sex, mode of study and disability 2012\/13.<br \/>\n<strong>Huws, J.C., Jones, R.S.P., 2008.<\/strong> Diagnosis, disclosure, and having autism: An interpretative phenomenological analysis of the perceptions of young people with autism. Journal of Intellectual and Developmental Disability 33, 99\u2013107. doi:10.1080\/13668250802010394<br \/>\n<strong>Kenny, L., Hattersley, C., Molins B., Buckley, B., Povey, C., Pellicano, E., 2015.<\/strong> How Should We Describe Autism? Perspectives from the UK Autism Community. IMFAR conference, Salt Lake City, US.<br \/>\n<strong>Madriaga, M., 2010.<\/strong> \u201eI avoid pubs and the student union like the plague&#8220;: Students with Asperger Syndrome and their negotiation of university spaces. Children&#8217;s Geographies 8, 39\u201350. doi:10.1080\/14733280903500166<br \/>\n<strong>Morris, C., 2011.<\/strong> The Aspect project: Working together to enhance the learning experiences of students with Asperger syndrome at the University of Brighton, in: Partnerships: Articles from the Learning and Teaching Conference 2010. University of Brighton Press.<br \/>\n<strong>Ratcliffe, R., 2014.<\/strong> Helping students with Asperger&#8217;s prepare for university life. The Guardian, UK, http:\/\/www.theguardian.com\/education\/2014\/sep\/09\/students-aspergers-ready-university-life<br \/>\n<strong>The NHS Information Centre, Community and Mental Health Team, Brugha, T. et al, 2012.<\/strong> Estimating the prevalence of autism spectrum conditions in adults: extending the 2007 Adult Psychiatric Morbidity Survey. Leeds: NHS Information Centre for Health and Social Care.<br \/>\n<strong>Tobajas, F., De Armas, V., Cabello, M.D., Grijalvo, F., 2014.<\/strong> Supporting students with special needs at university through peer mentoring, in: Global Engineering Education Conference (EDUCON), 2014 IEEE. IEEE, pp. 701\u2013705.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Version als PDF zum Download Ein Leitfaden zur Best Practice bei der Unterst\u00fctzung von Studenten aus dem Autismus-Spektrum aus autism-uni.org Einleitung \u00dcber Autismus Autismus ist eine lebenslange Entwicklungsst\u00f6rung, die sich darauf auswirkt, wie eine Person mit anderen Menschen kommuniziert und mit ihnen und der Umgebung interagiert. Autismus ist eine Spektrumsst\u00f6rung; das hei\u00dft, dass sie sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":3,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"categories":[],"chapter-type":[],"contributor":[],"license":[],"class_list":["post-131","chapter","type-chapter","status-publish","hentry"],"part":119,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":32,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":285,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/131\/revisions\/285"}],"part":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/119"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/131\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=131"},{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=131"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=131"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/studiumlehreneurodiversitaet\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}