{"id":91,"date":"2024-10-22T15:46:19","date_gmt":"2024-10-22T15:46:19","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/?post_type=chapter&#038;p=91"},"modified":"2024-12-11T17:02:34","modified_gmt":"2024-12-11T17:02:34","slug":"das-kind-imitiert-handlungen-mit-gegenstaenden","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/chapter\/das-kind-imitiert-handlungen-mit-gegenstaenden\/","title":{"raw":"Das Kind imitiert Handlungen mit Gegenst\u00e4nden.","rendered":"Das Kind imitiert Handlungen mit Gegenst\u00e4nden."},"content":{"raw":"<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind imitiert Handlungen mit Gegenst\u00e4nden.<\/h1>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<details><summary>Grundlagen zum F\u00f6rderziel<\/summary>Der Imitationsf\u00e4higkeit kommt f\u00fcr das Lernen eine entscheidende Bedeutung zu. Die F\u00e4higkeit zur Imitation ist eine wesentliche Grundlage f\u00fcr den Spracherwerb und f\u00fcr den Aufbau von Spielf\u00e4higkeiten. Kinder im Autismus-Spektrum imitieren im Vergleich zu neurotypischen Kindern deutlich seltener Handlungen oder Laut\u00e4usserungen, wodurch ihnen wichtige Lernerfahrungen fehlen (Rogers &amp;amp; Dawson, 2014). Um die F\u00e4higkeit zur Imitation bei Kindern mit Autismus aufzubauen, muss die Therapeutin zuerst das Interesse des Kindes wecken (vgl. Aufmerksamkeit und Interessen; Gemeinsame Aufmerksamkeit) indem sie seine Handlungen beobachtet, sich auf die Interessen des Kindes einl\u00e4sst und ev. die Handlungen des Kindes imitiert. Erst wenn das Kind sich f\u00fcr sein Gegen\u00fcber und dessen Handlungen interessiert, kann erwartet werden, dass es Handlungen imitiert.\r\nDie Reaktion auf spontane Imitationen des Kindes sollte immer freudig und best\u00e4rkend sein. Zum Beispiel durch ein verbales Lob oder indem die Therapeutin die Handlung des Kindes ebenfalls imitiert.\r\n\r\n<\/details>Damit ein Kind Handlungen mit Gegenst\u00e4nden imitieren lernen kann, lohnt es sich, von verschiedenen Gegenst\u00e4nden jeweils zwei identische zu haben, einen f\u00fcrs Kind, einen f\u00fcr die Therapeutin (Rogers, Dawson &amp; Vismara, 2016). Damit kann die erwachsene Person in einem ersten Schritt die Handlungen imitieren, die das Kind durchf\u00fchrt. Anschliessend kann die Therapeutin interessante Variationen einbauen und z.B. mit Lautmalereien begleiten, um die Aufmerksamkeit des Kindes darauf zu lenken und es zu einer Imitation zu motivieren.\r\n<div>\r\n\r\nAuch das Spiel mit B\u00e4llen, Ballonen, Knete, Sand oder Schaum eignen sich gut, um Handlungen zu imitieren. Z.B. wird die Knete flachgeklopft, gerollt, mit dem Finger durchbohrt. Es bew\u00e4hrt sich, die Handlungen rhythmisch und mit Begleitung von Lauten\/W\u00f6rtern oder begleitet von einer kleinen Melodie auszuf\u00fchren.\r\n\r\n<\/div>\r\n<div>\r\n\r\nZur Unterst\u00fctzung der Imitation von Handlungen mit Gegenst\u00e4nden eignen sich die gleichen Strategien, die bereits oben genannt wurden:\r\n\r\n<\/div>\r\n<div>\r\n<ul>\r\n \t<li>Eine zweite Person f\u00fchrt das Kind physisch<\/li>\r\n \t<li>Ein physischer Prompt wird gegeben (z.B. F\u00fcssen ber\u00fchren, wenn das Kind das Stampfen imitieren soll)<\/li>\r\n \t<li>Gestischer Hinweis<\/li>\r\n \t<li>Erwartungsvoller Blick<\/li>\r\n \t<li>Verbaler Hinweis<\/li>\r\n \t<li>Visueller Hinweis in Form eines Bildes (\u201cdu bist dran\u201d oder ein Bild der T\u00e4tigkeit, die das Kind imitieren soll)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n[hfh_category_table show_all_levels=true]","rendered":"<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind imitiert Handlungen mit Gegenst\u00e4nden.<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<details>\n<summary>Grundlagen zum F\u00f6rderziel<\/summary>\n<p>Der Imitationsf\u00e4higkeit kommt f\u00fcr das Lernen eine entscheidende Bedeutung zu. Die F\u00e4higkeit zur Imitation ist eine wesentliche Grundlage f\u00fcr den Spracherwerb und f\u00fcr den Aufbau von Spielf\u00e4higkeiten. Kinder im Autismus-Spektrum imitieren im Vergleich zu neurotypischen Kindern deutlich seltener Handlungen oder Laut\u00e4usserungen, wodurch ihnen wichtige Lernerfahrungen fehlen (Rogers &amp;amp; Dawson, 2014). Um die F\u00e4higkeit zur Imitation bei Kindern mit Autismus aufzubauen, muss die Therapeutin zuerst das Interesse des Kindes wecken (vgl. Aufmerksamkeit und Interessen; Gemeinsame Aufmerksamkeit) indem sie seine Handlungen beobachtet, sich auf die Interessen des Kindes einl\u00e4sst und ev. die Handlungen des Kindes imitiert. Erst wenn das Kind sich f\u00fcr sein Gegen\u00fcber und dessen Handlungen interessiert, kann erwartet werden, dass es Handlungen imitiert.<br \/>\nDie Reaktion auf spontane Imitationen des Kindes sollte immer freudig und best\u00e4rkend sein. Zum Beispiel durch ein verbales Lob oder indem die Therapeutin die Handlung des Kindes ebenfalls imitiert.<\/p>\n<\/details>\n<p>Damit ein Kind Handlungen mit Gegenst\u00e4nden imitieren lernen kann, lohnt es sich, von verschiedenen Gegenst\u00e4nden jeweils zwei identische zu haben, einen f\u00fcrs Kind, einen f\u00fcr die Therapeutin (Rogers, Dawson &amp; Vismara, 2016). Damit kann die erwachsene Person in einem ersten Schritt die Handlungen imitieren, die das Kind durchf\u00fchrt. Anschliessend kann die Therapeutin interessante Variationen einbauen und z.B. mit Lautmalereien begleiten, um die Aufmerksamkeit des Kindes darauf zu lenken und es zu einer Imitation zu motivieren.<\/p>\n<div>\n<p>Auch das Spiel mit B\u00e4llen, Ballonen, Knete, Sand oder Schaum eignen sich gut, um Handlungen zu imitieren. Z.B. wird die Knete flachgeklopft, gerollt, mit dem Finger durchbohrt. Es bew\u00e4hrt sich, die Handlungen rhythmisch und mit Begleitung von Lauten\/W\u00f6rtern oder begleitet von einer kleinen Melodie auszuf\u00fchren.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Zur Unterst\u00fctzung der Imitation von Handlungen mit Gegenst\u00e4nden eignen sich die gleichen Strategien, die bereits oben genannt wurden:<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<ul>\n<li>Eine zweite Person f\u00fchrt das Kind physisch<\/li>\n<li>Ein physischer Prompt wird gegeben (z.B. F\u00fcssen ber\u00fchren, wenn das Kind das Stampfen imitieren soll)<\/li>\n<li>Gestischer Hinweis<\/li>\n<li>Erwartungsvoller Blick<\/li>\n<li>Verbaler Hinweis<\/li>\n<li>Visueller Hinweis in Form eines Bildes (\u201cdu bist dran\u201d oder ein Bild der T\u00e4tigkeit, die das Kind imitieren soll)<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<hr \/>\n<table class=\"hfh-category-table\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>Entwicklungsbereiche<\/th>\n<\/tr>\n<tr style='border-bottom: 2px solid #F2D1D4;'>\n<td style='background-color: #fbf3f4;'>Grundfertigkeiten \/ Vorl\u00e4uferf\u00e4higkeiten, Imitation<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00f6rderziel Das Kind imitiert Handlungen mit Gegenst\u00e4nden. Grundlagen zum F\u00f6rderziel Der Imitationsf\u00e4higkeit kommt f\u00fcr das Lernen eine entscheidende Bedeutung zu. Die F\u00e4higkeit zur Imitation ist eine wesentliche Grundlage f\u00fcr den Spracherwerb und f\u00fcr den Aufbau von Spielf\u00e4higkeiten. 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