{"id":79,"date":"2024-10-22T07:38:16","date_gmt":"2024-10-22T07:38:16","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/?post_type=chapter&#038;p=79"},"modified":"2024-12-11T17:02:15","modified_gmt":"2024-12-11T17:02:15","slug":"das-kind-imitiert-einfache-motorische-bewegungen","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/chapter\/das-kind-imitiert-einfache-motorische-bewegungen\/","title":{"raw":"Das Kind imitiert einfache motorische Bewegungen.","rendered":"Das Kind imitiert einfache motorische Bewegungen."},"content":{"raw":"<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind imitiert einfache motorische Bewegungen.<\/h1>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<details><summary>Grundlagen zum F\u00f6rderziel<\/summary>Der Imitationsf\u00e4higkeit kommt f\u00fcr das Lernen eine entscheidende Bedeutung zu. Die F\u00e4higkeit zur Imitation ist eine wesentliche Grundlage f\u00fcr den Spracherwerb und f\u00fcr den Aufbau von Spielf\u00e4higkeiten. Kinder im Autismus-Spektrum imitieren im Vergleich zu neurotypischen Kindern deutlich seltener Handlungen oder Laut\u00e4usserungen, wodurch ihnen wichtige Lernerfahrungen fehlen (Rogers &amp;amp; Dawson, 2014). Um die F\u00e4higkeit zur Imitation bei Kindern mit Autismus aufzubauen, muss die Therapeutin zuerst das Interesse des Kindes wecken (vgl. Aufmerksamkeit und Interessen; Gemeinsame Aufmerksamkeit) indem sie seine Handlungen beobachtet, sich auf die Interessen des Kindes einl\u00e4sst und ev. die Handlungen des Kindes imitiert. Erst wenn das Kind sich f\u00fcr sein Gegen\u00fcber und dessen Handlungen interessiert, kann erwartet werden, dass es Handlungen imitiert.\r\nDie Reaktion auf spontane Imitationen des Kindes sollte immer freudig und best\u00e4rkend sein. Zum Beispiel durch ein verbales Lob oder indem die Therapeutin die Handlung des Kindes ebenfalls imitiert.\r\n\r\n<\/details>Gut geeignet zur F\u00f6rderung der Imitation von motorischen Bewegungen sind Lieder oder Verse, die mit Gesten oder grobmotorischen Bewegungen begleitet werden. Kinderlieder, die sich daf\u00fcr eigenen sind z.B.:\r\n<div>\r\n<ul>\r\n \t<li>Mit den Fingerchen<\/li>\r\n \t<li>Aramsamsam<\/li>\r\n \t<li>Ich habe einen Kopf<\/li>\r\n \t<li>The wheels on the bus<\/li>\r\n \t<li>H\u00e4schen in der Grube<\/li>\r\n \t<li>Kopf, Schulter, Knie und Fuss usw.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<div>\r\n<div>\r\n\r\nAuch der Einsatz von grobmotorischen Ger\u00e4ten wie Trampolin, Schaukeln, Rutschen eigenen sich, um Bewegungen vorzumachen, die das Kind nachmachen kann.\r\n\r\n<\/div>\r\n<div>\r\n\r\nImitiert das Kind nicht spontan, k\u00f6nnen verschiedenen Unterst\u00fctzungsstrategien eingesetzt werden, z.B.:\r\n\r\n<\/div>\r\n<div>\r\n<ul>\r\n \t<li>Eine zweite Person f\u00fchrt das Kind physisch<\/li>\r\n \t<li>Ein physischer Prompt wird gegeben (z.B. F\u00fcssen ber\u00fchren, wenn das Kind das Stampfen imitieren soll)<\/li>\r\n \t<li>Gestischer Hinweis<\/li>\r\n \t<li>Erwartungsvoller Blick<\/li>\r\n \t<li>Verbaler Hinweis<\/li>\r\n \t<li>Visueller Hinweis in Form eines Bildes (\u201cdu bist dran\u201d oder ein Bild der T\u00e4tigkeit, die das Kind imitieren soll)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n[hfh_category_table show_all_levels=true]","rendered":"<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind imitiert einfache motorische Bewegungen.<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<details>\n<summary>Grundlagen zum F\u00f6rderziel<\/summary>\n<p>Der Imitationsf\u00e4higkeit kommt f\u00fcr das Lernen eine entscheidende Bedeutung zu. Die F\u00e4higkeit zur Imitation ist eine wesentliche Grundlage f\u00fcr den Spracherwerb und f\u00fcr den Aufbau von Spielf\u00e4higkeiten. Kinder im Autismus-Spektrum imitieren im Vergleich zu neurotypischen Kindern deutlich seltener Handlungen oder Laut\u00e4usserungen, wodurch ihnen wichtige Lernerfahrungen fehlen (Rogers &amp;amp; Dawson, 2014). Um die F\u00e4higkeit zur Imitation bei Kindern mit Autismus aufzubauen, muss die Therapeutin zuerst das Interesse des Kindes wecken (vgl. Aufmerksamkeit und Interessen; Gemeinsame Aufmerksamkeit) indem sie seine Handlungen beobachtet, sich auf die Interessen des Kindes einl\u00e4sst und ev. die Handlungen des Kindes imitiert. Erst wenn das Kind sich f\u00fcr sein Gegen\u00fcber und dessen Handlungen interessiert, kann erwartet werden, dass es Handlungen imitiert.<br \/>\nDie Reaktion auf spontane Imitationen des Kindes sollte immer freudig und best\u00e4rkend sein. Zum Beispiel durch ein verbales Lob oder indem die Therapeutin die Handlung des Kindes ebenfalls imitiert.<\/p>\n<\/details>\n<p>Gut geeignet zur F\u00f6rderung der Imitation von motorischen Bewegungen sind Lieder oder Verse, die mit Gesten oder grobmotorischen Bewegungen begleitet werden. 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