{"id":179,"date":"2024-10-24T16:23:45","date_gmt":"2024-10-24T16:23:45","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/?post_type=chapter&#038;p=179"},"modified":"2024-12-11T17:02:53","modified_gmt":"2024-12-11T17:02:53","slug":"179","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/chapter\/179\/","title":{"raw":"Das Kind imitiert einzelne Laute und Lautmalereien.","rendered":"Das Kind imitiert einzelne Laute und Lautmalereien."},"content":{"raw":"<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind imitiert einzelne Laute und Lautmalereien.<\/h1>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<details><summary>Grundlagen zum F\u00f6rderziel<\/summary>Der Imitationsf\u00e4higkeit kommt f\u00fcr das Lernen eine entscheidende Bedeutung zu. Die F\u00e4higkeit zur Imitation ist eine wesentliche Grundlage f\u00fcr den Spracherwerb und f\u00fcr den Aufbau von Spielf\u00e4higkeiten. Kinder im Autismus-Spektrum imitieren im Vergleich zu neurotypischen Kindern deutlich seltener Handlungen oder Laut\u00e4usserungen, wodurch ihnen wichtige Lernerfahrungen fehlen (Rogers &amp;amp; Dawson, 2014). Um die F\u00e4higkeit zur Imitation bei Kindern mit Autismus aufzubauen, muss die Therapeutin zuerst das Interesse des Kindes wecken (vgl. Aufmerksamkeit und Interessen; Gemeinsame Aufmerksamkeit) indem sie seine Handlungen beobachtet, sich auf die Interessen des Kindes einl\u00e4sst und ev. die Handlungen des Kindes imitiert. Erst wenn das Kind sich f\u00fcr sein Gegen\u00fcber und dessen Handlungen interessiert, kann erwartet werden, dass es Handlungen imitiert.\r\nDie Reaktion auf spontane Imitationen des Kindes sollte immer freudig und best\u00e4rkend sein. Zum Beispiel durch ein verbales Lob oder indem die Therapeutin die Handlung des Kindes ebenfalls imitiert.\r\n\r\n<\/details>Zur Verfolgung dieses Ziels bietet es sich an, in die freudvollen Spielroutinen, die bereits als gemeinsame Aktivit\u00e4t aufgebaut worden sind, Laute oder Lautmalereien einzusetzen. Diese oft wiederholten Routinen erleichtern es dem Kind, seine Aufmerksamkeit auf die Laut\u00e4usserungen des Gegen\u00fcbers zu richten und diese zu imitieren.\r\n<div>\r\n\r\n\u00c4ussert das Kind Lautmalereien, werden diese aufgegriffen, das Kind kann diese wieder imitieren, so dass ein Wechselspiel entsteht.\u00a0Imitiert das Kind spontan keine Laute, kann die Therapeutin zwischendurch in der Routine eine Pause einbauen und das Kind mit erwartungsvollem Blick anschauen.\u00a0Auch der Einsatz von Liedern, ist eine gute M\u00f6glichkeit, die Imitation von Lauten zu f\u00f6rdern.\r\n\r\n<\/div>\r\n<div>\r\n\r\nAls zus\u00e4tzliche Hilfsmittel k\u00f6nnen folgende Materialen genutzt werden:\r\n\r\n<\/div>\r\n<div>\r\n<ul>\r\n \t<li>(Hall-) Mikrophone<\/li>\r\n \t<li>Kartonr\u00f6hren zum Durchsprechen<\/li>\r\n \t<li>Nachsprechtiere<\/li>\r\n \t<li>Lautgesten<\/li>\r\n \t<li>Lautbilder<\/li>\r\n \t<li>Mundbilder<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n[hfh_category_table show_all_levels=true]","rendered":"<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind imitiert einzelne Laute und Lautmalereien.<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<details>\n<summary>Grundlagen zum F\u00f6rderziel<\/summary>\n<p>Der Imitationsf\u00e4higkeit kommt f\u00fcr das Lernen eine entscheidende Bedeutung zu. Die F\u00e4higkeit zur Imitation ist eine wesentliche Grundlage f\u00fcr den Spracherwerb und f\u00fcr den Aufbau von Spielf\u00e4higkeiten. Kinder im Autismus-Spektrum imitieren im Vergleich zu neurotypischen Kindern deutlich seltener Handlungen oder Laut\u00e4usserungen, wodurch ihnen wichtige Lernerfahrungen fehlen (Rogers &amp;amp; Dawson, 2014). Um die F\u00e4higkeit zur Imitation bei Kindern mit Autismus aufzubauen, muss die Therapeutin zuerst das Interesse des Kindes wecken (vgl. Aufmerksamkeit und Interessen; Gemeinsame Aufmerksamkeit) indem sie seine Handlungen beobachtet, sich auf die Interessen des Kindes einl\u00e4sst und ev. die Handlungen des Kindes imitiert. Erst wenn das Kind sich f\u00fcr sein Gegen\u00fcber und dessen Handlungen interessiert, kann erwartet werden, dass es Handlungen imitiert.<br \/>\nDie Reaktion auf spontane Imitationen des Kindes sollte immer freudig und best\u00e4rkend sein. Zum Beispiel durch ein verbales Lob oder indem die Therapeutin die Handlung des Kindes ebenfalls imitiert.<\/p>\n<\/details>\n<p>Zur Verfolgung dieses Ziels bietet es sich an, in die freudvollen Spielroutinen, die bereits als gemeinsame Aktivit\u00e4t aufgebaut worden sind, Laute oder Lautmalereien einzusetzen. 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