{"id":129,"date":"2024-10-23T13:10:42","date_gmt":"2024-10-23T13:10:42","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/?post_type=chapter&#038;p=129"},"modified":"2024-12-10T12:31:27","modified_gmt":"2024-12-10T12:31:27","slug":"das-kind-benennt-einzelne-gegenstaende-taetigkeiten-mit-einem-wort","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/chapter\/das-kind-benennt-einzelne-gegenstaende-taetigkeiten-mit-einem-wort\/","title":{"raw":"Das Kind benennt einzelne Gegenst\u00e4nde\/T\u00e4tigkeiten mit einem Wort.","rendered":"Das Kind benennt einzelne Gegenst\u00e4nde\/T\u00e4tigkeiten mit einem Wort."},"content":{"raw":"<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind benennt einzelne Gegenst\u00e4nde\/T\u00e4tigkeiten mit einem Wort.<\/h1>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<details><summary>Grundlagen zum expressiven Sprachbereich<\/summary>Auch f\u00fcr Ziele im Bereich der Sprachproduktion sind die grundlegenden F\u00e4higkeiten aus den vorhergehenden Kapiteln entscheidend. Wenn in die aufgebauten gemeinsamen Spielroutinen von Anfang an Sprache eingebaut wurde, kann nun darauf zur\u00fcckgegriffen werden. Hier noch einmal zusammenfassend diejenigen Strategien, die den Spracherwerb unterst\u00fctzen:\r\n<ul>\r\n \t<li>Situationen der gemeinsamen Aufmerksamkeit schaffen<\/li>\r\n \t<li>Nonverbale Kommunikationsm\u00f6glichkeiten anbieten, f\u00f6rdern und positiv darauf reagieren<\/li>\r\n \t<li>Lautmalereien\/Ger\u00e4usche\/Lieder und Verse einsetzen<\/li>\r\n \t<li>variationsreiche Intonation benutzen<\/li>\r\n \t<li>Stimme\/Sprache so einsetzen, dass das Kind seine Aufmerksamkeit darauf richtet (Lautst\u00e4rke, Tonh\u00f6he usw. den Vorlieben des Kindes anpassen)<\/li>\r\n \t<li>Den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten, und W\u00f6rter anbieten f\u00fcr das, worauf das Kind seine Aufmerksamkeit richtet.<\/li>\r\n \t<li>Vielf\u00e4ltige Situationen zur Kommunikation schaffen und dem Kind Raum und Zeit geben, kommunikative Initiative zu ergreifen und auf kommunikative Angebote zu reagieren.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nStrategien, die den expressiven Sprachbereich unterst\u00fctzen:\r\n<ul>\r\n \t<li>Neue W\u00f6rter in kommunikativen Situationen anbieten und Situationen schaffen, in denen das Kind seine W\u00f6rter zur Kommunikation einsetzen kann.<\/li>\r\n \t<li>Das Sprachniveau des Kindes beachten und das eigene sprachliche Angebot entsprechend anpassen. D.h. das Sprachangebot sollte entwicklungsproximal sein, also immer ein bisschen komplexer als der aktuelle Sprachstand des Kindes.<\/li>\r\n \t<li>Wenn n\u00f6tig, von Weniger mehr anbieten (Fokusw\u00f6rter, Inputspezifizierung)<\/li>\r\n \t<li>Visuelle Hilfsmittel zur Unterst\u00fctzung einsetzen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/details>Eine Grundvoraussetzung f\u00fcr das \u00c4ussern erster W\u00f6rter ist, dass das Kind in der Lage ist zu imitieren und gezielt Laute zu bilden. Das \u00c4ussern erster W\u00f6rter ist eng mit dem Sprachverst\u00e4ndnis verkn\u00fcpft. Deswegen eigenen sich Strategien, die zur F\u00f6rderung des Sprachverst\u00e4ndnisses eingesetzt werden auch, um Fortschritte im expressiven Sprachbereich zu erzielen.\r\nFolgende Spiele und Situationen k\u00f6nnen f\u00fcr Kinder im Autismus-Spektrum motivierend sein, um erste W\u00f6rter zu \u00e4ussern:\r\n<ul>\r\n \t<li>Aufgebaute Spielroutinen<\/li>\r\n \t<li>Emotionale Ausrufe wie \u00aboh nei\u00bb \u00abyee\u00bb, \u00abwow\u00bb<\/li>\r\n \t<li>Spiele mit Farben, Formen, Buchstaben oder Zahlen<\/li>\r\n \t<li>Das gemeinsame Anschauen eines pers\u00f6nlichen Fotobuches mit Fotos von tollen Erlebnissen, z.B. von einem Zoo- oder Schwimmbadbesuch<\/li>\r\n \t<li>Bildlexikon mit Fotos<\/li>\r\n \t<li>B\u00fccher im Interessensgebiet des Kindes<\/li>\r\n \t<li>Alle Situationen, in denen mit Mitteln der Unterst\u00fctzten Kommunikation gearbeitet wurde (Geb\u00e4rden, Bilder, Talker).<\/li>\r\n<\/ul>\r\nWichtig ist auch in diesem Bereich, dass das Kind W\u00f6rter nicht nur zum Benennen benutzt, sondern von Anfang an in anderen kommunikativen Kontexten einsetzen lernt, z.B. um ein Bed\u00fcrfnis zu \u00e4ussern oder eine Frage zu beantworten (vgl. Kommunikationsformen und -funktionen).\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n[hfh_category_table show_all_levels=true]","rendered":"<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind benennt einzelne Gegenst\u00e4nde\/T\u00e4tigkeiten mit einem Wort.<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<details>\n<summary>Grundlagen zum expressiven Sprachbereich<\/summary>\n<p>Auch f\u00fcr Ziele im Bereich der Sprachproduktion sind die grundlegenden F\u00e4higkeiten aus den vorhergehenden Kapiteln entscheidend. Wenn in die aufgebauten gemeinsamen Spielroutinen von Anfang an Sprache eingebaut wurde, kann nun darauf zur\u00fcckgegriffen werden. Hier noch einmal zusammenfassend diejenigen Strategien, die den Spracherwerb unterst\u00fctzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Situationen der gemeinsamen Aufmerksamkeit schaffen<\/li>\n<li>Nonverbale Kommunikationsm\u00f6glichkeiten anbieten, f\u00f6rdern und positiv darauf reagieren<\/li>\n<li>Lautmalereien\/Ger\u00e4usche\/Lieder und Verse einsetzen<\/li>\n<li>variationsreiche Intonation benutzen<\/li>\n<li>Stimme\/Sprache so einsetzen, dass das Kind seine Aufmerksamkeit darauf richtet (Lautst\u00e4rke, Tonh\u00f6he usw. den Vorlieben des Kindes anpassen)<\/li>\n<li>Den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten, und W\u00f6rter anbieten f\u00fcr das, worauf das Kind seine Aufmerksamkeit richtet.<\/li>\n<li>Vielf\u00e4ltige Situationen zur Kommunikation schaffen und dem Kind Raum und Zeit geben, kommunikative Initiative zu ergreifen und auf kommunikative Angebote zu reagieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Strategien, die den expressiven Sprachbereich unterst\u00fctzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Neue W\u00f6rter in kommunikativen Situationen anbieten und Situationen schaffen, in denen das Kind seine W\u00f6rter zur Kommunikation einsetzen kann.<\/li>\n<li>Das Sprachniveau des Kindes beachten und das eigene sprachliche Angebot entsprechend anpassen. D.h. das Sprachangebot sollte entwicklungsproximal sein, also immer ein bisschen komplexer als der aktuelle Sprachstand des Kindes.<\/li>\n<li>Wenn n\u00f6tig, von Weniger mehr anbieten (Fokusw\u00f6rter, Inputspezifizierung)<\/li>\n<li>Visuelle Hilfsmittel zur Unterst\u00fctzung einsetzen<\/li>\n<\/ul>\n<\/details>\n<p>Eine Grundvoraussetzung f\u00fcr das \u00c4ussern erster W\u00f6rter ist, dass das Kind in der Lage ist zu imitieren und gezielt Laute zu bilden. Das \u00c4ussern erster W\u00f6rter ist eng mit dem Sprachverst\u00e4ndnis verkn\u00fcpft. Deswegen eigenen sich Strategien, die zur F\u00f6rderung des Sprachverst\u00e4ndnisses eingesetzt werden auch, um Fortschritte im expressiven Sprachbereich zu erzielen.<br \/>\nFolgende Spiele und Situationen k\u00f6nnen f\u00fcr Kinder im Autismus-Spektrum motivierend sein, um erste W\u00f6rter zu \u00e4ussern:<\/p>\n<ul>\n<li>Aufgebaute Spielroutinen<\/li>\n<li>Emotionale Ausrufe wie \u00aboh nei\u00bb \u00abyee\u00bb, \u00abwow\u00bb<\/li>\n<li>Spiele mit Farben, Formen, Buchstaben oder Zahlen<\/li>\n<li>Das gemeinsame Anschauen eines pers\u00f6nlichen Fotobuches mit Fotos von tollen Erlebnissen, z.B. von einem Zoo- oder Schwimmbadbesuch<\/li>\n<li>Bildlexikon mit Fotos<\/li>\n<li>B\u00fccher im Interessensgebiet des Kindes<\/li>\n<li>Alle Situationen, in denen mit Mitteln der Unterst\u00fctzten Kommunikation gearbeitet wurde (Geb\u00e4rden, Bilder, Talker).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wichtig ist auch in diesem Bereich, dass das Kind W\u00f6rter nicht nur zum Benennen benutzt, sondern von Anfang an in anderen kommunikativen Kontexten einsetzen lernt, z.B. um ein Bed\u00fcrfnis zu \u00e4ussern oder eine Frage zu beantworten (vgl. Kommunikationsformen und -funktionen).<\/p>\n<hr \/>\n<table class=\"hfh-category-table\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>Entwicklungsbereiche<\/th>\n<\/tr>\n<tr style='border-bottom: 2px solid #F2D1D4;'>\n<td style='background-color: #fbf3f4;'>Kommunikation und Sprache, Expressiver Sprachbereich<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00f6rderziel Das Kind benennt einzelne Gegenst\u00e4nde\/T\u00e4tigkeiten mit einem Wort. Grundlagen zum expressiven Sprachbereich Auch f\u00fcr Ziele im Bereich der Sprachproduktion sind die grundlegenden F\u00e4higkeiten aus den vorhergehenden Kapiteln entscheidend. Wenn in die aufgebauten gemeinsamen Spielroutinen von Anfang an Sprache eingebaut wurde, kann nun darauf zur\u00fcckgegriffen werden. 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