{"id":126,"date":"2024-10-23T13:07:00","date_gmt":"2024-10-23T13:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/?post_type=chapter&#038;p=126"},"modified":"2024-12-12T09:39:35","modified_gmt":"2024-12-12T09:39:35","slug":"das-kind-benennt-einzelne-gegenstaende-oder-taetigkeiten-mit-lautmalereien","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/chapter\/das-kind-benennt-einzelne-gegenstaende-oder-taetigkeiten-mit-lautmalereien\/","title":{"raw":"Das Kind benennt einzelne Gegenst\u00e4nde oder T\u00e4tigkeiten mit Lautmalereien.","rendered":"Das Kind benennt einzelne Gegenst\u00e4nde oder T\u00e4tigkeiten mit Lautmalereien."},"content":{"raw":"<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind benennt einzelne Gegenst\u00e4nde oder T\u00e4tigkeiten mit Lautmalereien.<\/h1>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<details><summary>Grundlagen zum expressiven Sprachbereich<\/summary>Auch f\u00fcr Ziele im Bereich der Sprachproduktion sind die grundlegenden F\u00e4higkeiten aus den vorhergehenden Kapiteln entscheidend. Wenn in die aufgebauten gemeinsamen Spielroutinen von Anfang an Sprache eingebaut wurde, kann nun darauf zur\u00fcckgegriffen werden. Hier noch einmal zusammenfassend diejenigen Strategien, die den Spracherwerb unterst\u00fctzen:\r\n<ul>\r\n \t<li>Situationen der gemeinsamen Aufmerksamkeit schaffen<\/li>\r\n \t<li>Nonverbale Kommunikationsm\u00f6glichkeiten anbieten, f\u00f6rdern und positiv darauf reagieren<\/li>\r\n \t<li>Lautmalereien\/Ger\u00e4usche\/Lieder und Verse einsetzen<\/li>\r\n \t<li>variationsreiche Intonation benutzen<\/li>\r\n \t<li>Stimme\/Sprache so einsetzen, dass das Kind seine Aufmerksamkeit darauf richtet (Lautst\u00e4rke, Tonh\u00f6he usw. den Vorlieben des Kindes anpassen)<\/li>\r\n \t<li>Den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten, und W\u00f6rter anbieten f\u00fcr das, worauf das Kind seine Aufmerksamkeit richtet.<\/li>\r\n \t<li>Vielf\u00e4ltige Situationen zur Kommunikation schaffen und dem Kind Raum und Zeit geben, kommunikative Initiative zu ergreifen und auf kommunikative Angebote zu reagieren.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nStrategien, die den expressiven Sprachbereich unterst\u00fctzen:\r\n<ul>\r\n \t<li>Neue W\u00f6rter in kommunikativen Situationen anbieten und Situationen schaffen, in denen das Kind seine W\u00f6rter zur Kommunikation einsetzen kann.<\/li>\r\n \t<li>Das Sprachniveau des Kindes beachten und das eigene sprachliche Angebot entsprechend anpassen. D.h. das Sprachangebot sollte entwicklungsproximal sein, also immer ein bisschen komplexer als der aktuelle Sprachstand des Kindes.<\/li>\r\n \t<li>Wenn n\u00f6tig, von Weniger mehr anbieten (Fokusw\u00f6rter, Inputspezifizierung)<\/li>\r\n \t<li>Visuelle Hilfsmittel zur Unterst\u00fctzung einsetzen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/details>Der Einstieg in die produktive Sprache erfolgt h\u00e4ufig \u00fcber Laute und Lautmalereien. Diese sind weniger abstrakt als W\u00f6rter und einfacher zu produzieren. Einige Kinder im Autismus-Spektrum zeigen vermehrtes Interesse, wenn Lautmalereien mit \u00fcbertriebener Stimme eingesetzt werden.\r\nEinige Spielideen, bei denen Lautmalereien besonders gut eingesetzt werden k\u00f6nnen:\r\n<ul>\r\n \t<li>Spiele\/B\u00fccher mit Tieren<\/li>\r\n \t<li>Spiele\/B\u00fccher mit Fahrzeugen<\/li>\r\n \t<li>Spielt\u00e4tigkeiten mit Ger\u00e4uschen begleiten: Z.B. \u00abnamnamnam\u00bb oder b\u00e4h beim Essen, tschtsch beim Zugspielen, usw.<\/li>\r\n \t<li>Handlungen mit Ausrufen begleiten: Zack, hop, jumm, jee, hui, oh nein, u\u00e4\u00e4\u00e4, usw...<\/li>\r\n<\/ul>\r\nF\u00fcr viele Kinder mit Autismus ist die Besch\u00e4ftigung mit Buchstaben motivierend. Dies kann f\u00fcr die F\u00f6rderung der Lautbildung ebenfalls genutzt werden.\u00a0Sobald das Kind gezielt Laute\/Lautmalereien bilden kann, ist es sinnvoll, diese in kommunikative Kontexte einzubauen. So kann das Kind fr\u00fch die Erfahrung machen, dass es durch seine Laut\u00e4usserungen etwas bewirken kann.\u00a0Folgende Spielhandlungen k\u00f6nnen daf\u00fcr genutzt werden:\r\n<ul>\r\n \t<li>In einem ritualisierten Ablauf, die Sprache weglassen<\/li>\r\n \t<li>Den ersten Teil einer bekannten \u00c4usserung sagen, dann eine erwartungsvolle Pause machen (z.B. \u201cachtung, fertig, .....)<\/li>\r\n \t<li>Zwei Lautmalereien zur Auswahl anbieten: Z.B. beim F\u00fcttern einer Handpuppe \u201cnamnam\u201d oder \u201cb\u00e4h\u201d<\/li>\r\n \t<li>Laute, die das Kind gezielt \u00e4ussern kann, in einen kommunikativen Kontext einbetten. Z.B. sagt das Kind \u201cfff\u201d um die Bezugsperson aufzufordern einen Ballon aufzublasen. Oder es initiiert das Singen eines Liedes, indem es den ersten Laut \u00e4ussert.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n[hfh_category_table show_all_levels=true]","rendered":"<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind benennt einzelne Gegenst\u00e4nde oder T\u00e4tigkeiten mit Lautmalereien.<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<details>\n<summary>Grundlagen zum expressiven Sprachbereich<\/summary>\n<p>Auch f\u00fcr Ziele im Bereich der Sprachproduktion sind die grundlegenden F\u00e4higkeiten aus den vorhergehenden Kapiteln entscheidend. Wenn in die aufgebauten gemeinsamen Spielroutinen von Anfang an Sprache eingebaut wurde, kann nun darauf zur\u00fcckgegriffen werden. Hier noch einmal zusammenfassend diejenigen Strategien, die den Spracherwerb unterst\u00fctzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Situationen der gemeinsamen Aufmerksamkeit schaffen<\/li>\n<li>Nonverbale Kommunikationsm\u00f6glichkeiten anbieten, f\u00f6rdern und positiv darauf reagieren<\/li>\n<li>Lautmalereien\/Ger\u00e4usche\/Lieder und Verse einsetzen<\/li>\n<li>variationsreiche Intonation benutzen<\/li>\n<li>Stimme\/Sprache so einsetzen, dass das Kind seine Aufmerksamkeit darauf richtet (Lautst\u00e4rke, Tonh\u00f6he usw. den Vorlieben des Kindes anpassen)<\/li>\n<li>Den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten, und W\u00f6rter anbieten f\u00fcr das, worauf das Kind seine Aufmerksamkeit richtet.<\/li>\n<li>Vielf\u00e4ltige Situationen zur Kommunikation schaffen und dem Kind Raum und Zeit geben, kommunikative Initiative zu ergreifen und auf kommunikative Angebote zu reagieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Strategien, die den expressiven Sprachbereich unterst\u00fctzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Neue W\u00f6rter in kommunikativen Situationen anbieten und Situationen schaffen, in denen das Kind seine W\u00f6rter zur Kommunikation einsetzen kann.<\/li>\n<li>Das Sprachniveau des Kindes beachten und das eigene sprachliche Angebot entsprechend anpassen. D.h. das Sprachangebot sollte entwicklungsproximal sein, also immer ein bisschen komplexer als der aktuelle Sprachstand des Kindes.<\/li>\n<li>Wenn n\u00f6tig, von Weniger mehr anbieten (Fokusw\u00f6rter, Inputspezifizierung)<\/li>\n<li>Visuelle Hilfsmittel zur Unterst\u00fctzung einsetzen<\/li>\n<\/ul>\n<\/details>\n<p>Der Einstieg in die produktive Sprache erfolgt h\u00e4ufig \u00fcber Laute und Lautmalereien. Diese sind weniger abstrakt als W\u00f6rter und einfacher zu produzieren. Einige Kinder im Autismus-Spektrum zeigen vermehrtes Interesse, wenn Lautmalereien mit \u00fcbertriebener Stimme eingesetzt werden.<br \/>\nEinige Spielideen, bei denen Lautmalereien besonders gut eingesetzt werden k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Spiele\/B\u00fccher mit Tieren<\/li>\n<li>Spiele\/B\u00fccher mit Fahrzeugen<\/li>\n<li>Spielt\u00e4tigkeiten mit Ger\u00e4uschen begleiten: Z.B. \u00abnamnamnam\u00bb oder b\u00e4h beim Essen, tschtsch beim Zugspielen, usw.<\/li>\n<li>Handlungen mit Ausrufen begleiten: Zack, hop, jumm, jee, hui, oh nein, u\u00e4\u00e4\u00e4, usw&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr viele Kinder mit Autismus ist die Besch\u00e4ftigung mit Buchstaben motivierend. Dies kann f\u00fcr die F\u00f6rderung der Lautbildung ebenfalls genutzt werden.\u00a0Sobald das Kind gezielt Laute\/Lautmalereien bilden kann, ist es sinnvoll, diese in kommunikative Kontexte einzubauen. 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