{"id":121,"date":"2024-10-23T13:02:12","date_gmt":"2024-10-23T13:02:12","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/?post_type=chapter&#038;p=121"},"modified":"2024-12-11T17:16:52","modified_gmt":"2024-12-11T17:16:52","slug":"das-kind-versteht-mehrwortaeusserungen-und-einfache-saetze","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/chapter\/das-kind-versteht-mehrwortaeusserungen-und-einfache-saetze\/","title":{"raw":"Das Kind versteht Mehrwort\u00e4usserungen und einfache S\u00e4tze.","rendered":"Das Kind versteht Mehrwort\u00e4usserungen und einfache S\u00e4tze."},"content":{"raw":"<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind versteht Mehrwort\u00e4usserungen und einfache S\u00e4tze.<\/h1>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<details><summary>Grundlagen zum rezeptiven Sprachbereich<\/summary>F\u00fcr den Aufbau des Sprachverst\u00e4ndnisses sind Momente der gemeinsamen Aufmerksamkeit entscheidend (vgl. Gemeinsame Aufmerksamkeit; Gemeinsame Aktivit\u00e4t). Nur in solchen Momenten kann ein Kind ein geh\u00f6rtes Wort auf den bezeichneten Gegenstand oder das bezeichnete Ereignis beziehen. Dies gelingt dem Kind leichter, wenn sein Gegen\u00fcber zu Beginn den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten und seine sprachliche \u00c4usserung darauf bezieht. Wichtig ist auch, die eigenen sprachlichen \u00c4usserungen dem Sprachverst\u00e4ndnisniveau des Kindes anzupassen und dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr eine Reaktion zu geben.\r\nFolgende Strategien eignen sich, um die rezeptiven Sprachf\u00e4higkeiten des Kindes zu f\u00f6rdern:\r\n<ul>\r\n \t<li>Momente der gemeinsamen Aufmerksamkeit f\u00fcr sprachlichen Input nutzen.<\/li>\r\n \t<li>Den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten, und W\u00f6rter anbieten f\u00fcr das, worauf das Kind seine Aufmerksamkeit richtet.<\/li>\r\n \t<li>variationsreiche Intonation benutzen<\/li>\r\n \t<li>Stimme\/Sprache so einsetzen, dass das Kind seine Aufmerksamkeit darauf richtet (Lautst\u00e4rke, Tonh\u00f6he usw. den Vorlieben des Kindes anpassen)<\/li>\r\n \t<li>Das Sprachniveau des Kindes beachten und das eigene sprachliche Angebot entsprechend anpassen. D.h. das Sprachangebot sollte entwicklungsproximal sein, also immer ein bisschen komplexer als der aktuelle Sprachstand des Kindes.<\/li>\r\n \t<li>Sprachliche \u00c4usserungen sollten pr\u00e4gnant und klar sein<\/li>\r\n \t<li>W\u00f6rter hochfrequent anbieten<\/li>\r\n \t<li>Eine Reaktion erwarten und abwarten<\/li>\r\n \t<li>Dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr eine Reaktion geben<\/li>\r\n \t<li>Wenn das Kind nicht reagiert, Hilfestellungen anbieten<\/li>\r\n \t<li>Visuelle Hilfsmittel einsetzen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/details>Zur Umsetzung dieses Ziels ist es wichtig, darauf zu achten, das sprachliche Angebot entwicklungsproximal zu halten. D.h. die \u00c4usserungen des Erwachsenen sollten nur so komplex sein, dass das Kind sie verarbeiten kann. Zu Beginn bietet es sich an, Gesten oder andere visuelle Hilfsmittel einzusetzen, um das Verst\u00e4ndnis zu unterst\u00fctzen.\r\nFolgende Strategien k\u00f6nnen eingesetzt werden, um das Verst\u00e4ndnis zu unterst\u00fctzen:\r\n<ul>\r\n \t<li>Erst sprechen, wenn das Kind die Aufmerksamkeit aufs Gegen\u00fcber gerichtet hat<\/li>\r\n \t<li>Dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr die Verarbeitung und eine Reaktion geben, bevor wieder gesprochen wird<\/li>\r\n \t<li>Gesten und\/oder visuelle Hilfsmittel zur Unterst\u00fctzung einsetzen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n[hfh_category_table show_all_levels=true]","rendered":"<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind versteht Mehrwort\u00e4usserungen und einfache S\u00e4tze.<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<details>\n<summary>Grundlagen zum rezeptiven Sprachbereich<\/summary>\n<p>F\u00fcr den Aufbau des Sprachverst\u00e4ndnisses sind Momente der gemeinsamen Aufmerksamkeit entscheidend (vgl. Gemeinsame Aufmerksamkeit; Gemeinsame Aktivit\u00e4t). Nur in solchen Momenten kann ein Kind ein geh\u00f6rtes Wort auf den bezeichneten Gegenstand oder das bezeichnete Ereignis beziehen. Dies gelingt dem Kind leichter, wenn sein Gegen\u00fcber zu Beginn den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten und seine sprachliche \u00c4usserung darauf bezieht. Wichtig ist auch, die eigenen sprachlichen \u00c4usserungen dem Sprachverst\u00e4ndnisniveau des Kindes anzupassen und dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr eine Reaktion zu geben.<br \/>\nFolgende Strategien eignen sich, um die rezeptiven Sprachf\u00e4higkeiten des Kindes zu f\u00f6rdern:<\/p>\n<ul>\n<li>Momente der gemeinsamen Aufmerksamkeit f\u00fcr sprachlichen Input nutzen.<\/li>\n<li>Den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten, und W\u00f6rter anbieten f\u00fcr das, worauf das Kind seine Aufmerksamkeit richtet.<\/li>\n<li>variationsreiche Intonation benutzen<\/li>\n<li>Stimme\/Sprache so einsetzen, dass das Kind seine Aufmerksamkeit darauf richtet (Lautst\u00e4rke, Tonh\u00f6he usw. den Vorlieben des Kindes anpassen)<\/li>\n<li>Das Sprachniveau des Kindes beachten und das eigene sprachliche Angebot entsprechend anpassen. D.h. das Sprachangebot sollte entwicklungsproximal sein, also immer ein bisschen komplexer als der aktuelle Sprachstand des Kindes.<\/li>\n<li>Sprachliche \u00c4usserungen sollten pr\u00e4gnant und klar sein<\/li>\n<li>W\u00f6rter hochfrequent anbieten<\/li>\n<li>Eine Reaktion erwarten und abwarten<\/li>\n<li>Dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr eine Reaktion geben<\/li>\n<li>Wenn das Kind nicht reagiert, Hilfestellungen anbieten<\/li>\n<li>Visuelle Hilfsmittel einsetzen<\/li>\n<\/ul>\n<\/details>\n<p>Zur Umsetzung dieses Ziels ist es wichtig, darauf zu achten, das sprachliche Angebot entwicklungsproximal zu halten. D.h. die \u00c4usserungen des Erwachsenen sollten nur so komplex sein, dass das Kind sie verarbeiten kann. Zu Beginn bietet es sich an, Gesten oder andere visuelle Hilfsmittel einzusetzen, um das Verst\u00e4ndnis zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nFolgende Strategien k\u00f6nnen eingesetzt werden, um das Verst\u00e4ndnis zu unterst\u00fctzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Erst sprechen, wenn das Kind die Aufmerksamkeit aufs Gegen\u00fcber gerichtet hat<\/li>\n<li>Dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr die Verarbeitung und eine Reaktion geben, bevor wieder gesprochen wird<\/li>\n<li>Gesten und\/oder visuelle Hilfsmittel zur Unterst\u00fctzung einsetzen<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<table class=\"hfh-category-table\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>Entwicklungsbereiche<\/th>\n<\/tr>\n<tr style='border-bottom: 2px solid #F2D1D4;'>\n<td style='background-color: #fbf3f4;'>Kommunikation und Sprache, Rezeptiver Sprachbereich<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00f6rderziel Das Kind versteht Mehrwort\u00e4usserungen und einfache S\u00e4tze. 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