{"id":114,"date":"2024-10-23T12:54:19","date_gmt":"2024-10-23T12:54:19","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/?post_type=chapter&#038;p=114"},"modified":"2024-12-11T17:18:03","modified_gmt":"2024-12-11T17:18:03","slug":"das-kind-versteht-signalwoerter","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/orka\/chapter\/das-kind-versteht-signalwoerter\/","title":{"raw":"Das Kind versteht Signalw\u00f6rter.","rendered":"Das Kind versteht Signalw\u00f6rter."},"content":{"raw":"<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind versteht Signalw\u00f6rter.<\/h1>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<details><summary>Grundlagen zum rezeptiven Sprachbereich<\/summary>F\u00fcr den Aufbau des Sprachverst\u00e4ndnisses sind Momente der gemeinsamen Aufmerksamkeit entscheidend (vgl. Gemeinsame Aufmerksamkeit; Gemeinsame Aktivit\u00e4t). Nur in solchen Momenten kann ein Kind ein geh\u00f6rtes Wort auf den bezeichneten Gegenstand oder das bezeichnete Ereignis beziehen. Dies gelingt dem Kind leichter, wenn sein Gegen\u00fcber zu Beginn den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten und seine sprachliche \u00c4usserung darauf bezieht. Wichtig ist auch, die eigenen sprachlichen \u00c4usserungen dem Sprachverst\u00e4ndnisniveau des Kindes anzupassen und dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr eine Reaktion zu geben.\r\nFolgende Strategien eignen sich, um die rezeptiven Sprachf\u00e4higkeiten des Kindes zu f\u00f6rdern:\r\n<ul>\r\n \t<li>Momente der gemeinsamen Aufmerksamkeit f\u00fcr sprachlichen Input nutzen.<\/li>\r\n \t<li>Den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten, und W\u00f6rter anbieten f\u00fcr das, worauf das Kind seine Aufmerksamkeit richtet.<\/li>\r\n \t<li>variationsreiche Intonation benutzen<\/li>\r\n \t<li>Stimme\/Sprache so einsetzen, dass das Kind seine Aufmerksamkeit darauf richtet (Lautst\u00e4rke, Tonh\u00f6he usw. den Vorlieben des Kindes anpassen)<\/li>\r\n \t<li>Das Sprachniveau des Kindes beachten und das eigene sprachliche Angebot entsprechend anpassen. D.h. das Sprachangebot sollte entwicklungsproximal sein, also immer ein bisschen komplexer als der aktuelle Sprachstand des Kindes.<\/li>\r\n \t<li>Sprachliche \u00c4usserungen sollten pr\u00e4gnant und klar sein<\/li>\r\n \t<li>W\u00f6rter hochfrequent anbieten<\/li>\r\n \t<li>Eine Reaktion erwarten und abwarten<\/li>\r\n \t<li>Dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr eine Reaktion geben<\/li>\r\n \t<li>Wenn das Kind nicht reagiert, Hilfestellungen anbieten<\/li>\r\n \t<li>Visuelle Hilfsmittel einsetzen<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/details>F\u00fcr W\u00f6rter gilt dasselbe wie f\u00fcr Geb\u00e4rden. Ein Kind muss wiederkehrend die Erfahrung machen, in welcher Situation das entsprechende Wort benutzt wird. Zu Beginn k\u00f6nnen die W\u00f6rter mit Gesten\/Geb\u00e4rden unterst\u00fctzt werden.\r\nSpiele zur Einf\u00fchrung von Signalw\u00f6rtern:\r\n<ul>\r\n \t<li>Markierungen auf den Boden kleben (z.B. im Flur). Auf \u201clos\u201d mit dem Kind zur Markierung rennen, dort \u201cstopp\u201d rufen und deutlich stoppen. Dann wieder \u201clos\u201d bis zur n\u00e4chsten Markierung, dort stoppen usw.<\/li>\r\n \t<li>\u201cKomm\u201d rufen und etwas Attraktives anbieten.<\/li>\r\n \t<li>Kugeln bei Kugelbahn mit dem Finger zur\u00fcckhalten und auf \u201cLos\u201d loslassen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n[hfh_category_table show_all_levels=true]","rendered":"<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">F\u00f6rderziel<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<h1 class=\"no-heading-style\">Das Kind versteht Signalw\u00f6rter.<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<details>\n<summary>Grundlagen zum rezeptiven Sprachbereich<\/summary>\n<p>F\u00fcr den Aufbau des Sprachverst\u00e4ndnisses sind Momente der gemeinsamen Aufmerksamkeit entscheidend (vgl. Gemeinsame Aufmerksamkeit; Gemeinsame Aktivit\u00e4t). Nur in solchen Momenten kann ein Kind ein geh\u00f6rtes Wort auf den bezeichneten Gegenstand oder das bezeichnete Ereignis beziehen. Dies gelingt dem Kind leichter, wenn sein Gegen\u00fcber zu Beginn den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten und seine sprachliche \u00c4usserung darauf bezieht. Wichtig ist auch, die eigenen sprachlichen \u00c4usserungen dem Sprachverst\u00e4ndnisniveau des Kindes anzupassen und dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr eine Reaktion zu geben.<br \/>\nFolgende Strategien eignen sich, um die rezeptiven Sprachf\u00e4higkeiten des Kindes zu f\u00f6rdern:<\/p>\n<ul>\n<li>Momente der gemeinsamen Aufmerksamkeit f\u00fcr sprachlichen Input nutzen.<\/li>\n<li>Den Aufmerksamkeitsfokus des Kindes beachten, und W\u00f6rter anbieten f\u00fcr das, worauf das Kind seine Aufmerksamkeit richtet.<\/li>\n<li>variationsreiche Intonation benutzen<\/li>\n<li>Stimme\/Sprache so einsetzen, dass das Kind seine Aufmerksamkeit darauf richtet (Lautst\u00e4rke, Tonh\u00f6he usw. den Vorlieben des Kindes anpassen)<\/li>\n<li>Das Sprachniveau des Kindes beachten und das eigene sprachliche Angebot entsprechend anpassen. D.h. das Sprachangebot sollte entwicklungsproximal sein, also immer ein bisschen komplexer als der aktuelle Sprachstand des Kindes.<\/li>\n<li>Sprachliche \u00c4usserungen sollten pr\u00e4gnant und klar sein<\/li>\n<li>W\u00f6rter hochfrequent anbieten<\/li>\n<li>Eine Reaktion erwarten und abwarten<\/li>\n<li>Dem Kind gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr eine Reaktion geben<\/li>\n<li>Wenn das Kind nicht reagiert, Hilfestellungen anbieten<\/li>\n<li>Visuelle Hilfsmittel einsetzen<\/li>\n<\/ul>\n<\/details>\n<p>F\u00fcr W\u00f6rter gilt dasselbe wie f\u00fcr Geb\u00e4rden. Ein Kind muss wiederkehrend die Erfahrung machen, in welcher Situation das entsprechende Wort benutzt wird. Zu Beginn k\u00f6nnen die W\u00f6rter mit Gesten\/Geb\u00e4rden unterst\u00fctzt werden.<br \/>\nSpiele zur Einf\u00fchrung von Signalw\u00f6rtern:<\/p>\n<ul>\n<li>Markierungen auf den Boden kleben (z.B. im Flur). Auf \u201clos\u201d mit dem Kind zur Markierung rennen, dort \u201cstopp\u201d rufen und deutlich stoppen. Dann wieder \u201clos\u201d bis zur n\u00e4chsten Markierung, dort stoppen usw.<\/li>\n<li>\u201cKomm\u201d rufen und etwas Attraktives anbieten.<\/li>\n<li>Kugeln bei Kugelbahn mit dem Finger zur\u00fcckhalten und auf \u201cLos\u201d loslassen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<table class=\"hfh-category-table\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>Entwicklungsbereiche<\/th>\n<\/tr>\n<tr style='border-bottom: 2px solid #F2D1D4;'>\n<td style='background-color: #fbf3f4;'>Kommunikation und Sprache, Rezeptiver Sprachbereich<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00f6rderziel Das Kind versteht Signalw\u00f6rter. Grundlagen zum rezeptiven Sprachbereich F\u00fcr den Aufbau des Sprachverst\u00e4ndnisses sind Momente der gemeinsamen Aufmerksamkeit entscheidend (vgl. Gemeinsame Aufmerksamkeit; Gemeinsame Aktivit\u00e4t). Nur in solchen Momenten kann ein Kind ein geh\u00f6rtes Wort auf den bezeichneten Gegenstand oder das bezeichnete Ereignis beziehen. 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