{"id":42,"date":"2024-08-26T14:08:19","date_gmt":"2024-08-26T12:08:19","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/?post_type=chapter&#038;p=42"},"modified":"2025-04-09T08:48:28","modified_gmt":"2025-04-09T06:48:28","slug":"das-flexible-interview-und-das-unterrichten","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/chapter\/das-flexible-interview-und-das-unterrichten\/","title":{"raw":"Das flexible Interview und das Unterrichten","rendered":"Das flexible Interview und das Unterrichten"},"content":{"raw":"Jean Piaget forderte Menschen, die in irgendeinem Bereich kreativ wirken m\u00f6chten, auf:\u00a0<em>\"...ab und zu ein Kind zu bleiben, mit der Kreativit\u00e4t und der Erfindung, die Kinder charakterisieren, bevor sie von der Erwachsenengesellschaft deformiert werden.\"<\/em>\u00a0(Vortrag an der John Hopkins University, Baltimore, 19.10.1972)\r\n\r\nFlexible Interviews kommen in der dialogischen F\u00f6rderdiagnostik und in der Prozessbegleitung w\u00e4hrend des Unterrichts zum Einsatz (siehe Hengartner, 1999; Mast &amp; Ginsburg, 2010; [private] page not found\u00a0 <strong><a href=\"https:\/\/sites.google.com\/site\/constancekamii\/videos\">siehe Videos aus Unterrichtsforschungen von Constance Kamii, 2000<\/a>)<\/strong>. [\/private] Skepsis ist angebracht gegen\u00fcber Projekten, in denen Entwicklungspsychologie derart mit Fachdidaktik verkn\u00fcpft wird, dass ein starres und technokratisch-niveauorientiertes Programm entsteht (Freudenthal, 1977, 1991; Fuson et al., 2010; Clement &amp; Sarama, 2009). In Anlehnung an Wygotski (1986) steht nicht das aktuelle Niveau im Zentrum des Interesses, sondern die maximal m\u00f6glichen Handlungs- und Denkoperationen <u>in der Ko-Konstruktion<\/u>, welche als Zone der n\u00e4chsten Entwicklung bezeichnet werden. - Die Methode ist etwas \u00c4hnliches wie die Sprachspiele bei Wittgenstein (1980). Sie konkretisiert ein Mittel. Bloch (1985, S. 241) pr\u00e4zisiert: \"Ein Mittel, dem Warendenken vorl\u00e4ufig wenigstens zu begegnen, ist das genetische, also das Lernen und Lehren, das den Stoff als entstehend zeigt und so entwickelt.\" Die genetisch-systemische Entwicklungspsychologie unterst\u00fctzt die systemische didaktische Analyse, auf die jeder Unterricht angewiesen bleibt (Klafki, 1996; Gruschka, 2002; Wittmann, 2002).\r\n\r\nIn Anlehnung an\u00a0<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Alterit%C3%A4t-Pluralit%C3%A4t-Gerechtigkeit-Randg%C3%A4nge-P%C3%A4dagogik\/dp\/3883457132\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1434795417&amp;sr=8-1&amp;keywords=wimmer+masschelein\">Masschelein &amp; Wimmer (1996)<\/a>\u00a0gilt, dass P\u00e4dagogik durch das flexible Interview theoretisch und pragmatisch genauso\u00a0<em>dekonstruiert<\/em>\u00a0wird, wie die Psychologie im Arbeitsfeld und den Zwischenr\u00e4umen der p\u00e4dagogischen Praxis dekonstruiert werden muss.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_442\" align=\"aligncenter\" width=\"448\"]<img class=\"wp-image-442 size-full\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lern_Entwickl_Spektr.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"125\" \/> Lernen und Entwicklung - extreme Pole (Tanner, 1978, zitiert nach Adey &amp; Shayer, 1994, S.5)[\/caption]\r\n\r\nDie Abbildung zeigt, dass das flexible Interview zu einem breiten Band von Interventionsm\u00f6glichkeiten passt. Gleichzeitig wird sichtbar, dass die Bedeutungen der eigentlichen Bildungsprozesse markante Unterschiede aufweisen. Sie reichen vom Lernen als konditionierter Manipulation bis hin zur ko-konstruktiven Entwicklung autonomer Subjekte.\r\n\r\nBronfenbrenner (1977, S. 513) kritisierte die Beschr\u00e4nkung der Entwicklungsforschung: \"This limitation derives from the fact that many of these experiments involve situations that are unfamiliar, artificial, and short-lived and that call for unusual behaviors that are difficult to generalize to other settings. From this perspective, it can be said that much of contemporary developmental psychology is\u00a0<em>the science of the<\/em>\u00a0<em>strange behavior of children in strange situations with strange adults for the briefest possible periods of time.<\/em>\r\nPartially in reaction to such shortcomings, other workers have stressed the need for social relevance in research, but often with indifference to or open rejection of rigor. In its more extreme manifestations, this trend has taken the form of excluding the scientists themselves from the research process.\"\r\n\r\nIn Praxisprojekten werden flexible Interviews als Forschungsmethoden eingesetzt. Christoph Linsi, Schulischer Heilp\u00e4dagoge, kam in seinem Unterrichtsprojekt zu folgendem Schluss: \"Eine gute Erg\u00e4nzung dazu (gemeint sind standardisierte Tests, Anm. d.Verf.) sind die\u00a0flexiblen Interviews, die weit vertieftere Informationen \u00fcber den Stand der mathematischen Denkprozesse der Lernenden liefern als die obengenannten Tests\" (2009, S. 60). Diese Aussage passt zum Referenzschema des<a href=\"https:\/\/www.google.ch\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0ahUKEwjo-MeyiqzXAhVE2RoKHUGVBlMQFggyMAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.pat-thompson.net%2FPDFversions%2F2000TchExp.pdf&amp;usg=AOvVaw1wuVCs2t9IjkUvlnf4ZawC\">\u00a0\"teaching experiment\"\u00a0(vgl. Steffe, Thompson &amp; von Glasersfeld, 2000).<\/a>\u00a0Dabei steht nicht die Leistung im Zentrum des Interesses, sondern die dialektische Entwicklung mathematischer oder anderer Modelle bei den Lernenden. Nach den Autoren ist Mathematik ein lebendiges Thema (vgl. ebd., S. 269), welches die Aufgabendidaktik, also das tote Lernen, transformieren kann (siehe Abbildung \"Erkenntnistheoretischer Zirkel der transformativen P\u00e4dagogik und das flexible Interview\").\r\n\r\nGrunds\u00e4tzlich kann jeder Gegenstand der Bildung mit der Methode des flexiblen Interviews untersucht werden. Sie ist ein ausgezeichnetes Instrument, um Lernvoraussetzungen und didaktische Analysen in Echtzeit herzustellen. Gleichzeitig lernen die Lehrer-Forscher, Hypothesen explorativ und experimentell \"on the fly\" (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Edith_Ackermann\">Ackermann<\/a>, 1995) zu untersuchen. Die Methode untersucht auch Meinungen, Irrt\u00fcmer, kognitive und soziale Konflikte sowie Vorurteile bei den Lernenden und den Lehrenden im Sinn der sokratischen Hebammenkunst (Koch, 2012).\r\n\r\n<img class=\"wp-image-445 aligncenter\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FI_gruppal.png\" alt=\"\" width=\"537\" height=\"306\" \/>\r\n\r\nDie Abbildung illustriert, wie mit dem flexiblen Interview in Gruppen das Beobachten, Befragen, Experimentieren und Testen in Wechselwirkung. Es ist die Wechselwirkung, welche der Flexibilit\u00e4t und der Adaptivit\u00e4t zugrunde liegt. Die Methode wird sozialisiert (vgl. Piaget, 1966; Denis-Prinzhorn, Grize, 1966; Perret-Clermont &amp; Nicolet, 2001; Perraudeau, 2002).\r\n\r\nDuckworth (2004, S. 82-83; \u00dcbersetzung S. Meyer) charakterisiert die Methode der kritischen Exploration in Schulklassen mit zwei Aspekten. \"Es muss erstens ein gutes Projekt realisiert werden, in welchem die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler arbeiten k\u00f6nnen. Zweitens geht es darum, das Kind zu ermutigen, damit es \u00fcber seine Ideen spricht: sorgen Sie f\u00fcr eine angenehme Situation; heissen Sie alle Antworten willkommmen; verhalten Sie sich neutral gegen\u00fcber den Inhalten der Antworten der Kinder; ermutigen Sie es gleichzeitig zum Nachdenken und zum Sprechen; verfolgen Sie die Gedankeng\u00e4nge des Kindes \u00fcber seine ersten Ideen \u00fcber das Problem hinaus; ermutigen Sie das Kind dazu, dass es seine Gedanken ernst nimmt.\"\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Basis-Bibliothek-Die-Projektmethode-Der-bildenden\/dp\/340725542X\/ref=sr_1_9?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1334608963&amp;sr=1-9\">Die Projektmethode von Frey (2010)<\/a>\u00a0f\u00f6rdert die<em>\u00a0Entwicklung der dialogisch-kooperativen Prozesse im Unterricht<\/em>\u00a0mittel- und langfristig. Didaktische Arrangements wie der Klassenrat, mathematische Kolloquien, Schreibkonferenzen, Experimente in den Naturwissenschaften, ein Sitzkreis oder einfach ein Zn\u00fcnikreis bieten ausgezeichnete M\u00f6glichkeiten, um die Kompetenzen, die Sozialisation und die Autonomie zu f\u00f6rdern. Das flexible Interview ist in diesem Fall eine Methode der Prozessbegleitung.\r\n\r\nDer Unterricht wird bedeutsamer und tragf\u00e4higer, wenn Schulpsychologinnen und Schulpsychologen und Schulische Heilp\u00e4dagogen die Regelklassenlehrpersonen bei Bedarf unterst\u00fctzen (vgl. Mast &amp; Ginsburg, 2010). Das flexible Interview wird zum nat\u00fcrlichen Bestandteil des Unterrichts, es st\u00e4rkt die Triangulierung zwischen den Lehrenden, den Lernenden und der Lernaufgabe, es f\u00f6rdert das Teamteaching und die Prozessbegleitung. Flexible Interviews sollen den Unterricht autonomer, 'leichter' und gleichzeitig koh\u00e4renter machen (<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/%C3%9Cber-P%C3%A4dagogik-Jean-Piaget\/dp\/3407220014\/ref=sr_1_17?ie=UTF8&amp;qid=1336197394&amp;sr=8-17\">Piaget, 1999<\/a>;\u00a0<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Physical-Knowledge-Preschool-Education-Implications\/dp\/0807732540\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1336197460&amp;sr=8-1\">Kamii &amp; DeFries, 1993<\/a>).\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-612\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/FI_Handlungsaspekte_Math_LP21.jpg\" alt=\"\" width=\"469\" height=\"352\" \/>\r\n\r\nDie Abbildung skizziert das Schema, in welchem die Handlungsaspekte der mathematischen Bildung (operieren und benennen; mathematisieren und darstellen; erforschen und argumentieren; siehe Lehrplan 21, Schweiz) mit den methodischen Dimensionen des flexiblen Interviews verkn\u00fcpft werden.\r\n\r\nAuf der andern Seite ist das flexible Interview eine kritische Methode (vgl. Ducret, 2004; Smith, 1999), weil sie das Verhalten der Lehrenden und der Prozessbegleiter im Hinblick auf die zentralen Absichten der jeweiligen Interviews sowie der jeweiligen Situation in Frage stellt und der Reflexion \u00fcber Qualit\u00e4t zug\u00e4nglich macht.\r\n\r\nGesetzt den Fall, jemand beginne mit flexiblen Interviews, d.h. der Methode der kritischen Exploration zu Hause, in der Schule, in der Forschung oder der Schulpsychologie zu experimentieren und sie und er w\u00fcrden gleichzeitig\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=otMZLXTZbSI\">\"Awakenings\" von Oliver Sacks<\/a>\u00a0lesen, so w\u00fcrde bestimmt ein<u>\u00a0lebenslanger kathartischer Prozess<\/u>\u00a0einsetzen. L\u00e4uterung und Kompetenzen k\u00f6nnten in Liebe zum Verstehen gedeihen.\r\n\r\nIn den letzten zwei Jahrzehnten der Aktionsforschung und der Lehre ist es gelungen, die Methode der kritischen Exploration in eine operative und kritische Beziehung zur P\u00e4dagogik zu setzen. Es entstand ein\u00a0<u>interdisziplin\u00e4res<\/u>\u00a0Referenzschema zum erkenntnistheoretischern Zirkel der transformativen P\u00e4dagogik und dem flexiblen Interview: befreiendes Erkennen und befreiende, transformative P\u00e4dagogik bilden ein System mit f\u00f6rdernden Wechselwirkungen (siehe Abbildung; vgl. Bronfenbrenner, 1977; Freire, 1998; Burbules, 2005; Wink, 2011). Das Referenzschema ist kritisch: der Eurozentrismus, der Rassismus und die Fremdenfeinlichkeit werden aus der Perspektive der \"<u>epistemolog\u00eda del sur<\/u>\" (vgl. Lander, 2000; Diaz Barrios, 2019; Becker, 2017, 2019), sowie der Menschenrechte, der Kinderrechte und der Rechte der Menschen mit Behinderung hinterfragt. Das l\u00e4sst sich im Motto zusammenfassen: Ohne Befreiung keine Inklusion.<img class=\"alignnone size-full wp-image-614\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/Erkenntnistheoretischer_Zirkel.png\" alt=\"\" width=\"1047\" height=\"627\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Extras:<\/h2>\r\nHarvard Education Letter: Herbert P. Ginsburg:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hepg.org\/page\/102\">misconceptions about mastering early math<\/a>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/www.freedomwritersfoundation.org\/\">Freedom Writers Foundation<\/a>\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-448\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FW.jpg\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"174\" \/>\r\n\r\n<strong><a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/us\/podcast\/freedom-writers-podcast\/id1368157992\">Freedom Writers Podcast iTunes<\/a><\/strong>\r\n\r\nAllgemeine Unterrichtsforschung:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.unterrichtsdiagnostik.info\/\">Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik und - entwicklung<\/a>\r\n\r\nBuchtipp:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tcpress.com\/\">Die Unterrichtsprojekte von Constance Kamii<\/a>\r\n\r\nProjektskizze:\u00a0<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/MethodeKerzen_2012.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kerzen - Chemie und Mathematik<\/a>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/methodenpool.uni-koeln.de\/index.html\">Unterrichtsmethoden im konstruktiven und systemischen Methodenpool (K. Reich)<\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/metodo_EMC_D_20120216-2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spielend denken, denkend spielen. Ganzheitliche, integrative und multimethodische Bildung zum Thema Geld (Schreiner, 2016)<img class=\"alignnone wp-image-452\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/PP_Schreiner.jpg\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"232\" \/><\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/metodo_EMC_D_20120216-1-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spielend denken, denkend spielen. Ganzheitliche, integrative und multimethodische Bildung zum Thema Geld (Schreiner, 2016)<\/a>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/www.heinemann.com\/cgimath\/\">Cognitively Guided Instruction CGI<\/a>\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-455\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/CGI_Authors_c_LI.jpg\" alt=\"\" width=\"366\" height=\"196\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\nBild Leiter of Student Involvement\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-457\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/School_ladder.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"306\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/www.americanradioworks.org\/documentaries\/teaching-teachers\/\">Lesson Study Radio<img class=\"alignnone wp-image-458\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lesson_Study.png\" alt=\"\" width=\"308\" height=\"218\" \/><\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/educationendowmentfoundation.org.uk\/news\/trialled-and-tested-podcast-embedding-formative-assessment\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Podcast Embedding Formative Assessment<\/a>","rendered":"<p>Jean Piaget forderte Menschen, die in irgendeinem Bereich kreativ wirken m\u00f6chten, auf:\u00a0<em>&#8222;&#8230;ab und zu ein Kind zu bleiben, mit der Kreativit\u00e4t und der Erfindung, die Kinder charakterisieren, bevor sie von der Erwachsenengesellschaft deformiert werden.&#8220;<\/em>\u00a0(Vortrag an der John Hopkins University, Baltimore, 19.10.1972)<\/p>\n<p>Flexible Interviews kommen in der dialogischen F\u00f6rderdiagnostik und in der Prozessbegleitung w\u00e4hrend des Unterrichts zum Einsatz (siehe Hengartner, 1999; Mast &amp; Ginsburg, 2010;  Skepsis ist angebracht gegen\u00fcber Projekten, in denen Entwicklungspsychologie derart mit Fachdidaktik verkn\u00fcpft wird, dass ein starres und technokratisch-niveauorientiertes Programm entsteht (Freudenthal, 1977, 1991; Fuson et al., 2010; Clement &amp; Sarama, 2009). In Anlehnung an Wygotski (1986) steht nicht das aktuelle Niveau im Zentrum des Interesses, sondern die maximal m\u00f6glichen Handlungs- und Denkoperationen <u>in der Ko-Konstruktion<\/u>, welche als Zone der n\u00e4chsten Entwicklung bezeichnet werden. &#8211; Die Methode ist etwas \u00c4hnliches wie die Sprachspiele bei Wittgenstein (1980). Sie konkretisiert ein Mittel. Bloch (1985, S. 241) pr\u00e4zisiert: &#8222;Ein Mittel, dem Warendenken vorl\u00e4ufig wenigstens zu begegnen, ist das genetische, also das Lernen und Lehren, das den Stoff als entstehend zeigt und so entwickelt.&#8220; Die genetisch-systemische Entwicklungspsychologie unterst\u00fctzt die systemische didaktische Analyse, auf die jeder Unterricht angewiesen bleibt (Klafki, 1996; Gruschka, 2002; Wittmann, 2002).<\/p>\n<p>In Anlehnung an\u00a0<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Alterit%C3%A4t-Pluralit%C3%A4t-Gerechtigkeit-Randg%C3%A4nge-P%C3%A4dagogik\/dp\/3883457132\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1434795417&amp;sr=8-1&amp;keywords=wimmer+masschelein\">Masschelein &amp; Wimmer (1996)<\/a>\u00a0gilt, dass P\u00e4dagogik durch das flexible Interview theoretisch und pragmatisch genauso\u00a0<em>dekonstruiert<\/em>\u00a0wird, wie die Psychologie im Arbeitsfeld und den Zwischenr\u00e4umen der p\u00e4dagogischen Praxis dekonstruiert werden muss.<\/p>\n<figure id=\"attachment_442\" aria-describedby=\"caption-attachment-442\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-442 size-full\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lern_Entwickl_Spektr.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"125\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lern_Entwickl_Spektr.jpg 448w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lern_Entwickl_Spektr-300x84.jpg 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lern_Entwickl_Spektr-65x18.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lern_Entwickl_Spektr-225x63.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lern_Entwickl_Spektr-350x98.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-442\" class=\"wp-caption-text\">Lernen und Entwicklung &#8211; extreme Pole (Tanner, 1978, zitiert nach Adey &amp; Shayer, 1994, S.5)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Abbildung zeigt, dass das flexible Interview zu einem breiten Band von Interventionsm\u00f6glichkeiten passt. Gleichzeitig wird sichtbar, dass die Bedeutungen der eigentlichen Bildungsprozesse markante Unterschiede aufweisen. Sie reichen vom Lernen als konditionierter Manipulation bis hin zur ko-konstruktiven Entwicklung autonomer Subjekte.<\/p>\n<p>Bronfenbrenner (1977, S. 513) kritisierte die Beschr\u00e4nkung der Entwicklungsforschung: &#8222;This limitation derives from the fact that many of these experiments involve situations that are unfamiliar, artificial, and short-lived and that call for unusual behaviors that are difficult to generalize to other settings. From this perspective, it can be said that much of contemporary developmental psychology is\u00a0<em>the science of the<\/em>\u00a0<em>strange behavior of children in strange situations with strange adults for the briefest possible periods of time.<\/em><br \/>\nPartially in reaction to such shortcomings, other workers have stressed the need for social relevance in research, but often with indifference to or open rejection of rigor. In its more extreme manifestations, this trend has taken the form of excluding the scientists themselves from the research process.&#8220;<\/p>\n<p>In Praxisprojekten werden flexible Interviews als Forschungsmethoden eingesetzt. Christoph Linsi, Schulischer Heilp\u00e4dagoge, kam in seinem Unterrichtsprojekt zu folgendem Schluss: &#8222;Eine gute Erg\u00e4nzung dazu (gemeint sind standardisierte Tests, Anm. d.Verf.) sind die\u00a0flexiblen Interviews, die weit vertieftere Informationen \u00fcber den Stand der mathematischen Denkprozesse der Lernenden liefern als die obengenannten Tests&#8220; (2009, S. 60). Diese Aussage passt zum Referenzschema des<a href=\"https:\/\/www.google.ch\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0ahUKEwjo-MeyiqzXAhVE2RoKHUGVBlMQFggyMAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.pat-thompson.net%2FPDFversions%2F2000TchExp.pdf&amp;usg=AOvVaw1wuVCs2t9IjkUvlnf4ZawC\">\u00a0&#8222;teaching experiment&#8220;\u00a0(vgl. Steffe, Thompson &amp; von Glasersfeld, 2000).<\/a>\u00a0Dabei steht nicht die Leistung im Zentrum des Interesses, sondern die dialektische Entwicklung mathematischer oder anderer Modelle bei den Lernenden. Nach den Autoren ist Mathematik ein lebendiges Thema (vgl. ebd., S. 269), welches die Aufgabendidaktik, also das tote Lernen, transformieren kann (siehe Abbildung &#8222;Erkenntnistheoretischer Zirkel der transformativen P\u00e4dagogik und das flexible Interview&#8220;).<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich kann jeder Gegenstand der Bildung mit der Methode des flexiblen Interviews untersucht werden. Sie ist ein ausgezeichnetes Instrument, um Lernvoraussetzungen und didaktische Analysen in Echtzeit herzustellen. Gleichzeitig lernen die Lehrer-Forscher, Hypothesen explorativ und experimentell &#8222;on the fly&#8220; (vgl.\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Edith_Ackermann\">Ackermann<\/a>, 1995) zu untersuchen. Die Methode untersucht auch Meinungen, Irrt\u00fcmer, kognitive und soziale Konflikte sowie Vorurteile bei den Lernenden und den Lehrenden im Sinn der sokratischen Hebammenkunst (Koch, 2012).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-445 aligncenter\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FI_gruppal.png\" alt=\"\" width=\"537\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FI_gruppal.png 943w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FI_gruppal-300x171.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FI_gruppal-768x438.png 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FI_gruppal-65x37.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FI_gruppal-225x128.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FI_gruppal-350x200.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 537px) 100vw, 537px\" \/><\/p>\n<p>Die Abbildung illustriert, wie mit dem flexiblen Interview in Gruppen das Beobachten, Befragen, Experimentieren und Testen in Wechselwirkung. Es ist die Wechselwirkung, welche der Flexibilit\u00e4t und der Adaptivit\u00e4t zugrunde liegt. Die Methode wird sozialisiert (vgl. Piaget, 1966; Denis-Prinzhorn, Grize, 1966; Perret-Clermont &amp; Nicolet, 2001; Perraudeau, 2002).<\/p>\n<p>Duckworth (2004, S. 82-83; \u00dcbersetzung S. Meyer) charakterisiert die Methode der kritischen Exploration in Schulklassen mit zwei Aspekten. &#8222;Es muss erstens ein gutes Projekt realisiert werden, in welchem die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler arbeiten k\u00f6nnen. Zweitens geht es darum, das Kind zu ermutigen, damit es \u00fcber seine Ideen spricht: sorgen Sie f\u00fcr eine angenehme Situation; heissen Sie alle Antworten willkommmen; verhalten Sie sich neutral gegen\u00fcber den Inhalten der Antworten der Kinder; ermutigen Sie es gleichzeitig zum Nachdenken und zum Sprechen; verfolgen Sie die Gedankeng\u00e4nge des Kindes \u00fcber seine ersten Ideen \u00fcber das Problem hinaus; ermutigen Sie das Kind dazu, dass es seine Gedanken ernst nimmt.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Basis-Bibliothek-Die-Projektmethode-Der-bildenden\/dp\/340725542X\/ref=sr_1_9?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1334608963&amp;sr=1-9\">Die Projektmethode von Frey (2010)<\/a>\u00a0f\u00f6rdert die<em>\u00a0Entwicklung der dialogisch-kooperativen Prozesse im Unterricht<\/em>\u00a0mittel- und langfristig. Didaktische Arrangements wie der Klassenrat, mathematische Kolloquien, Schreibkonferenzen, Experimente in den Naturwissenschaften, ein Sitzkreis oder einfach ein Zn\u00fcnikreis bieten ausgezeichnete M\u00f6glichkeiten, um die Kompetenzen, die Sozialisation und die Autonomie zu f\u00f6rdern. Das flexible Interview ist in diesem Fall eine Methode der Prozessbegleitung.<\/p>\n<p>Der Unterricht wird bedeutsamer und tragf\u00e4higer, wenn Schulpsychologinnen und Schulpsychologen und Schulische Heilp\u00e4dagogen die Regelklassenlehrpersonen bei Bedarf unterst\u00fctzen (vgl. Mast &amp; Ginsburg, 2010). Das flexible Interview wird zum nat\u00fcrlichen Bestandteil des Unterrichts, es st\u00e4rkt die Triangulierung zwischen den Lehrenden, den Lernenden und der Lernaufgabe, es f\u00f6rdert das Teamteaching und die Prozessbegleitung. Flexible Interviews sollen den Unterricht autonomer, &#8218;leichter&#8216; und gleichzeitig koh\u00e4renter machen (<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/%C3%9Cber-P%C3%A4dagogik-Jean-Piaget\/dp\/3407220014\/ref=sr_1_17?ie=UTF8&amp;qid=1336197394&amp;sr=8-17\">Piaget, 1999<\/a>;\u00a0<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Physical-Knowledge-Preschool-Education-Implications\/dp\/0807732540\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1336197460&amp;sr=8-1\">Kamii &amp; DeFries, 1993<\/a>).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-612\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/FI_Handlungsaspekte_Math_LP21.jpg\" alt=\"\" width=\"469\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/FI_Handlungsaspekte_Math_LP21.jpg 960w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/FI_Handlungsaspekte_Math_LP21-300x225.jpg 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/FI_Handlungsaspekte_Math_LP21-768x576.jpg 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/FI_Handlungsaspekte_Math_LP21-65x49.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/FI_Handlungsaspekte_Math_LP21-225x169.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/FI_Handlungsaspekte_Math_LP21-350x263.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px\" \/><\/p>\n<p>Die Abbildung skizziert das Schema, in welchem die Handlungsaspekte der mathematischen Bildung (operieren und benennen; mathematisieren und darstellen; erforschen und argumentieren; siehe Lehrplan 21, Schweiz) mit den methodischen Dimensionen des flexiblen Interviews verkn\u00fcpft werden.<\/p>\n<p>Auf der andern Seite ist das flexible Interview eine kritische Methode (vgl. Ducret, 2004; Smith, 1999), weil sie das Verhalten der Lehrenden und der Prozessbegleiter im Hinblick auf die zentralen Absichten der jeweiligen Interviews sowie der jeweiligen Situation in Frage stellt und der Reflexion \u00fcber Qualit\u00e4t zug\u00e4nglich macht.<\/p>\n<p>Gesetzt den Fall, jemand beginne mit flexiblen Interviews, d.h. der Methode der kritischen Exploration zu Hause, in der Schule, in der Forschung oder der Schulpsychologie zu experimentieren und sie und er w\u00fcrden gleichzeitig\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=otMZLXTZbSI\">&#8222;Awakenings&#8220; von Oliver Sacks<\/a>\u00a0lesen, so w\u00fcrde bestimmt ein<u>\u00a0lebenslanger kathartischer Prozess<\/u>\u00a0einsetzen. L\u00e4uterung und Kompetenzen k\u00f6nnten in Liebe zum Verstehen gedeihen.<\/p>\n<p>In den letzten zwei Jahrzehnten der Aktionsforschung und der Lehre ist es gelungen, die Methode der kritischen Exploration in eine operative und kritische Beziehung zur P\u00e4dagogik zu setzen. Es entstand ein\u00a0<u>interdisziplin\u00e4res<\/u>\u00a0Referenzschema zum erkenntnistheoretischern Zirkel der transformativen P\u00e4dagogik und dem flexiblen Interview: befreiendes Erkennen und befreiende, transformative P\u00e4dagogik bilden ein System mit f\u00f6rdernden Wechselwirkungen (siehe Abbildung; vgl. Bronfenbrenner, 1977; Freire, 1998; Burbules, 2005; Wink, 2011). Das Referenzschema ist kritisch: der Eurozentrismus, der Rassismus und die Fremdenfeinlichkeit werden aus der Perspektive der &#8222;<u>epistemolog\u00eda del sur<\/u>&#8220; (vgl. Lander, 2000; Diaz Barrios, 2019; Becker, 2017, 2019), sowie der Menschenrechte, der Kinderrechte und der Rechte der Menschen mit Behinderung hinterfragt. Das l\u00e4sst sich im Motto zusammenfassen: Ohne Befreiung keine Inklusion.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-614\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/Erkenntnistheoretischer_Zirkel.png\" alt=\"\" width=\"1047\" height=\"627\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/Erkenntnistheoretischer_Zirkel.png 1047w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/Erkenntnistheoretischer_Zirkel-300x180.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/Erkenntnistheoretischer_Zirkel-1024x613.png 1024w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/Erkenntnistheoretischer_Zirkel-768x460.png 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/Erkenntnistheoretischer_Zirkel-65x39.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/Erkenntnistheoretischer_Zirkel-225x135.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/04\/Erkenntnistheoretischer_Zirkel-350x210.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 1047px) 100vw, 1047px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Extras:<\/h2>\n<p>Harvard Education Letter: Herbert P. Ginsburg:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hepg.org\/page\/102\">misconceptions about mastering early math<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.freedomwritersfoundation.org\/\">Freedom Writers Foundation<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-448\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FW.jpg\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"174\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FW.jpg 722w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FW-300x136.jpg 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FW-65x30.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FW-225x102.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/FW-350x159.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 383px) 100vw, 383px\" \/><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/us\/podcast\/freedom-writers-podcast\/id1368157992\">Freedom Writers Podcast iTunes<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Allgemeine Unterrichtsforschung:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.unterrichtsdiagnostik.info\/\">Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik und &#8211; entwicklung<\/a><\/p>\n<p>Buchtipp:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tcpress.com\/\">Die Unterrichtsprojekte von Constance Kamii<\/a><\/p>\n<p>Projektskizze:\u00a0<a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/MethodeKerzen_2012.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kerzen &#8211; Chemie und Mathematik<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/methodenpool.uni-koeln.de\/index.html\">Unterrichtsmethoden im konstruktiven und systemischen Methodenpool (K. Reich)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/metodo_EMC_D_20120216-2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spielend denken, denkend spielen. Ganzheitliche, integrative und multimethodische Bildung zum Thema Geld (Schreiner, 2016)<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-452\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/PP_Schreiner.jpg\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"232\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/PP_Schreiner.jpg 403w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/PP_Schreiner-300x233.jpg 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/PP_Schreiner-65x50.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/PP_Schreiner-225x175.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/PP_Schreiner-350x272.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/metodo_EMC_D_20120216-1-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spielend denken, denkend spielen. Ganzheitliche, integrative und multimethodische Bildung zum Thema Geld (Schreiner, 2016)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.heinemann.com\/cgimath\/\">Cognitively Guided Instruction CGI<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-455\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/CGI_Authors_c_LI.jpg\" alt=\"\" width=\"366\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/CGI_Authors_c_LI.jpg 539w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/CGI_Authors_c_LI-300x161.jpg 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/CGI_Authors_c_LI-65x35.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/CGI_Authors_c_LI-225x121.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/CGI_Authors_c_LI-350x188.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 366px) 100vw, 366px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bild Leiter of Student Involvement<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-457\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/School_ladder.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/School_ladder.png 427w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/School_ladder-294x300.png 294w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/School_ladder-65x66.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/School_ladder-225x229.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/School_ladder-350x357.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.americanradioworks.org\/documentaries\/teaching-teachers\/\">Lesson Study Radio<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-458\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lesson_Study.png\" alt=\"\" width=\"308\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lesson_Study.png 609w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lesson_Study-300x212.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lesson_Study-65x46.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lesson_Study-225x159.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Lesson_Study-350x248.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 308px) 100vw, 308px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a 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[&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"menu_order":1,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"categories":[],"chapter-type":[],"contributor":[],"license":[],"class_list":["post-42","chapter","type-chapter","status-publish","hentry"],"part":30,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/42","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/42\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":615,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/42\/revisions\/615"}],"part":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/30"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/42\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42"},{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=42"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=42"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=42"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}