{"id":40,"date":"2024-08-26T14:07:09","date_gmt":"2024-08-26T12:07:09","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/?post_type=chapter&#038;p=40"},"modified":"2025-03-05T11:06:10","modified_gmt":"2025-03-05T10:06:10","slug":"klassische-flexible-interviews","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/chapter\/klassische-flexible-interviews\/","title":{"raw":"Klassische flexible Interviews","rendered":"Klassische flexible Interviews"},"content":{"raw":"<div class=\"feature\">\r\n\r\nDie Genfer Schule hatte sich zum Ziel gesetzt, beschreiben und erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen, wie sich die Einsicht in immer komplexere Objekte und Sachverhalte\u00a0<em>entwickelt<\/em>. Der Intelligenzbegriff der Genfer Schule war von Anfang an<em>\u00a0ganzheitlich<\/em>.\r\n\r\nEs folgt eine Abbildung\u00a0 aus Blanchet &amp; Valladao, 1990, S. 170\r\n\r\n<img src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/Uhrwerk_www.jpg\" \/>\r\n\r\nAus diesem Grund liess man die Kinder und Jugendlichen mit verschiedensten Gegenst\u00e4nden operieren: Blumenstr\u00e4usse, Tiere, Uhrwerk (Abbildung aus Blanchet &amp; Valladao, 1990, S. 170), mit physikalischen und chemischen Sachverhalten, mit Mengen und Fragestellungen der Mathematik, mit der Geometrie sowie mit Regeln des sozialen Lebens u.v.m.\r\n\r\nGesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse und Zw\u00e4nge k\u00f6nnen das Individuum und die Erforschung des Individuums beeinflussen und entfremden. Zu Beginn der Genfer Entwicklungsforschungen wurde zur Kenntnis genommen, dass die kleinen Kinder in Reformschulen in England und den USA im Handeln und Experimentieren \u00fcber weit h\u00f6here logische Operationen verf\u00fcgten als \u00e4ltere kleine Kinder in Paris oder in Genf, welche mit urspr\u00fcnglichen klinischen Interviews untersucht worden waren (vgl. Piaget, 1967, S. 6-7). Deshalb entschied sich die Genfer Schule f\u00fcr eine erweiterte und kritische Forschungsmethode und f\u00fcr theoretische Ans\u00e4tze, welche die Suche nach Formen des Gleichgewichts und der Gegenseitigkeit (Reziprozit\u00e4t) in der Autonomie und der Mitverantwortung (siehe Piaget, 1976) unterst\u00fctzen.\r\n\r\nDie kritische Methode der Genfer Schule ist wie erw\u00e4hnt die Grundlage f\u00fcr entwicklungspsychologische und erkenntnistheoretische Forschungen. Sie ist auch ein Medium in der Bildung, welche das Denken, das Operieren mit Gegenst\u00e4nden sowie die Kooperation auf einer dialogischen Grundlage entfalten m\u00f6chte. In beiden Bereichen regt das flexible Interview zum Nachdenken \u00fcber Forschungs- und Interventionsmethoden an. In Anlehnung an Gamm (2012) ist die kritische Methode Teil eines psychologischen und p\u00e4dagogischen\u00a0<em>Erkenntnissystems<\/em>.\r\n<h2>Ist die Standardisierung von Tests nicht die bessere Wahl?<\/h2>\r\nGinsburg (1997, S.10) erl\u00e4utert acht Thesen, welche die Schwachstellen der Standardisierung behandeln: \u00abIn gewisser Weise ist die (standardisierte, Anm. d.d. \u00dcbers.) Methode oft ausgesprochen unfair und kann uns nur begrenzte Informationen \u00fcber das Denken der Kinder liefern. Die Methode der standardisierten Durchf\u00fchrung weist mehrere grundlegende M\u00e4ngel auf. Sie werden im Folgenden n\u00e4her beschrieben:\r\n\r\nTrotz standardisierter Durchf\u00fchrung interpretieren die Probanden Tests eigent\u00fcmlich. Das sind Verhaltensweisen, die vom Pr\u00fcfer nicht beabsichtigt sind.\r\n\r\nEs bleibt oft unklar, welche kognitiven Aktivit\u00e4ten durch standardisierte Tests tats\u00e4chlich gemessen werden.\r\n\r\nGew\u00f6hnlich basieren standardisierte Leistungstests auf veralteten Annahmen \u00fcber die Kognition.\r\n\r\nStandardisierte Methoden sind keine geeigneten Instrumente, um komplexes Denken zu untersuchen.\r\n\r\nStandardisierte Methoden sind keine geeigneten Instrumente zur Untersuchung dynamischer Ver\u00e4nderung.\r\n\r\nStandardisierte Verfahren k\u00f6nnen nicht alle Kinder effektiv motivieren.\r\n\r\nTraditionelle Methoden sind oft nicht geeignet, um die Kompetenz derjenigen zu erschlie\u00dfen, die aufgrund ihrer Kultur, ihrer ethnischen Zugeh\u00f6rigkeit, ihres Gesundheitszustands (z. B. H\u00f6rgesch\u00e4digte) oder aus anderen Gr\u00fcnden in irgendeiner Weise \u00abanders\u00bb sind.\r\n\r\nTraditionelle Methoden sind unzureichend f\u00fcr die Art der Exploration, die in Forschung und Praxis oft erforderlich ist\u00bb (ebd., S. 10; \u00dcbersetzung S. Meyer).\r\n\r\nDie acht Thesen bringen das Verh\u00e4ltnis zwischen standardisierten Methoden und qualitativen, flexiblen Methoden auf den Punkt. Ein Blick in die griechische Antike zeigt, dass das Ringen um qualitative, am Verstehen, d.h. an der Dialektik orientierte Methoden eine klassische Problematik behandelt.\r\n<h2>Das flexible Interview als Hebammenkunst<\/h2>\r\nIm Menon-Dialog beschrieb Platon in der sogenannten \u00abgeometrischen Episode\u00bb (Merkelbach, 1988, S.6), wie Sokrates mit einem Sklaven \u00fcber die <u><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/344209730_Menon_-_die_geometrische_Episode\">Verdoppelung der Quadratfl\u00e4che<\/a><\/u>\u00a0sprach, ohne dass er ihn dabei belehrte. Dieser Dialog wurde zum Lehrst\u00fcck und \u00dcbungsst\u00fcck der sogenannten Hebammenkunst.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Das-sokratische-Gespr%C3%A4ch-Reclams-Universal-Bibliothek\/dp\/3150182301?pd_rd_wg=kpyWd&amp;pd_rd_r=327b9ece-86de-4a50-a8a6-4c9a404a1a04&amp;pd_rd_w=1H0bp&amp;ref_=pd_gw_simh&amp;pf_rd_r=4QZ0NGPFJFWNJQVGZE1W&amp;pf_rd_p=73249d20-b16a-518c-b18c-92f2a58f2a88\">Das sokratische Gespr\u00e4ch: Logik und Ethik \u2013 18230 (Reclams Universal-Bibliothek) : Birnbacher, Dieter, Krohn, Dieter: Amazon.de: B\u00fccher<\/a>\r\n\r\n<img src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/Sokrates_Gespraech.png\" \/>\r\nMerkelbach (ebd., S. 69) umschrieb das Wort \u00abPhilosophie\u00bb mit \u00abSehnsucht nach dem Wissen\u00bb. Platons Texte waren nach Merkelbach (ebd., S. 6) \u00ab\u00dcbungsb\u00fccher f\u00fcr den Gebrauch im Unterricht\u00bb. Auch im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SWlUKJIMge4\">H\u00f6hlengleichnis<\/a>\u00a0wird aufgezeigt, dass der Erwerb von Kompetenzen nicht vorrangig ist, sondern dass man lernt, sich zum Menschsein umzuwenden. - Das flexible Interview tr\u00e4gt zu solchen Umwendungen bei, sei es philosophisch-erkenntnistheoretisch, sei es entwicklungspsychologisch oder p\u00e4dagogisch (vgl. Zazkis &amp; Koichu, 2018).\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/www.fondationjeanpiaget.ch\/fjp\/site\/biographie\/index_gen_media.php?MEDIAID=95\">Ein Beispiel dieser Methode ist der Film \"Anouchka et l'inclusion des fleurs\u00bb (Klasseninklusion)<\/a>. Das M\u00e4dchen soll herausfinden, ob es in einem Blumenstrauss (Rosen und Nelken) mehr Rosen oder mehr Blumen hat. Der Film wird von der Fondation Jean Piaget zur Verf\u00fcgung gestellt.\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-323\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/anouchka.png\" alt=\"\" width=\"269\" height=\"243\" \/>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Extras<\/h2>\r\nVorlagen mit flexiblen Interviews. <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/back-matter\/weitere-beispiele-von-flexiblen-interviews\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Invarianz von kleinen Mengen und Invarianz von Geldwerten, Klasseninklusion und den Funktionen (Proportionen)<\/a>\r\n\r\n<span class=\"story\">Sokrates (Foto S.Meyer, fondation pierre gianadda)<\/span>\r\n\r\n<img class=\" wp-image-330\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Sokrates1.jpg\" alt=\"\" width=\"143\" height=\"166\" \/>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/sendungen\/denker-des-abendlandes\/denker-des-abendlandes-lesch-vossenkuhl-sokrates100.html\">Sendung: Sokrates - Denker des Abendlandes 29'<\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/yo5ZX1of8HY\">Neu: Podcast und H\u00f6rspiel - Menon 32'<\/a>\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/www.rts.ch\/archives\/tv\/culture\/dimensions\/3471374-la-methode-piaget.html\">La m\u00e9thode Piaget. rts.ch Dimension - Reportage<\/a>\r\n\r\n<\/div>\r\nB\u00e4rbel Inhelder, Ioanna Berthoud, Jean Piaget (1976). Foto von Jean-R\u00e9my Berthoud\u00a0<small><small>\u00a9\u00a0<\/small><\/small>Fondation Jean Piaget, Genf\r\n<div class=\"feature\">\r\n<p class=\"story\"><img class=\"alignnone wp-image-327\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/al152.jpg\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"212\" \/><\/p>\r\n\r\n<\/div>\r\nKorrespondenzen (Foto S. Meyer)\r\n<div class=\"feature\">\r\n\r\n<img class=\" wp-image-329\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Muster_Poesie-rotated.jpg\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"179\" \/>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SWlUKJIMge4\">PLATO ON: The Allegory of the Cave<img class=\"alignnone wp-image-328\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/allegory_cave.jpg\" alt=\"\" width=\"338\" height=\"103\" \/><\/a>\r\n\r\n<\/div>\r\n&nbsp;","rendered":"<div class=\"feature\">\n<p>Die Genfer Schule hatte sich zum Ziel gesetzt, beschreiben und erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen, wie sich die Einsicht in immer komplexere Objekte und Sachverhalte\u00a0<em>entwickelt<\/em>. Der Intelligenzbegriff der Genfer Schule war von Anfang an<em>\u00a0ganzheitlich<\/em>.<\/p>\n<p>Es folgt eine Abbildung\u00a0 aus Blanchet &amp; Valladao, 1990, S. 170<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/Uhrwerk_www.jpg\" alt=\"image\" \/><\/p>\n<p>Aus diesem Grund liess man die Kinder und Jugendlichen mit verschiedensten Gegenst\u00e4nden operieren: Blumenstr\u00e4usse, Tiere, Uhrwerk (Abbildung aus Blanchet &amp; Valladao, 1990, S. 170), mit physikalischen und chemischen Sachverhalten, mit Mengen und Fragestellungen der Mathematik, mit der Geometrie sowie mit Regeln des sozialen Lebens u.v.m.<\/p>\n<p>Gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse und Zw\u00e4nge k\u00f6nnen das Individuum und die Erforschung des Individuums beeinflussen und entfremden. Zu Beginn der Genfer Entwicklungsforschungen wurde zur Kenntnis genommen, dass die kleinen Kinder in Reformschulen in England und den USA im Handeln und Experimentieren \u00fcber weit h\u00f6here logische Operationen verf\u00fcgten als \u00e4ltere kleine Kinder in Paris oder in Genf, welche mit urspr\u00fcnglichen klinischen Interviews untersucht worden waren (vgl. Piaget, 1967, S. 6-7). Deshalb entschied sich die Genfer Schule f\u00fcr eine erweiterte und kritische Forschungsmethode und f\u00fcr theoretische Ans\u00e4tze, welche die Suche nach Formen des Gleichgewichts und der Gegenseitigkeit (Reziprozit\u00e4t) in der Autonomie und der Mitverantwortung (siehe Piaget, 1976) unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die kritische Methode der Genfer Schule ist wie erw\u00e4hnt die Grundlage f\u00fcr entwicklungspsychologische und erkenntnistheoretische Forschungen. Sie ist auch ein Medium in der Bildung, welche das Denken, das Operieren mit Gegenst\u00e4nden sowie die Kooperation auf einer dialogischen Grundlage entfalten m\u00f6chte. In beiden Bereichen regt das flexible Interview zum Nachdenken \u00fcber Forschungs- und Interventionsmethoden an. In Anlehnung an Gamm (2012) ist die kritische Methode Teil eines psychologischen und p\u00e4dagogischen\u00a0<em>Erkenntnissystems<\/em>.<\/p>\n<h2>Ist die Standardisierung von Tests nicht die bessere Wahl?<\/h2>\n<p>Ginsburg (1997, S.10) erl\u00e4utert acht Thesen, welche die Schwachstellen der Standardisierung behandeln: \u00abIn gewisser Weise ist die (standardisierte, Anm. d.d. \u00dcbers.) Methode oft ausgesprochen unfair und kann uns nur begrenzte Informationen \u00fcber das Denken der Kinder liefern. Die Methode der standardisierten Durchf\u00fchrung weist mehrere grundlegende M\u00e4ngel auf. Sie werden im Folgenden n\u00e4her beschrieben:<\/p>\n<p>Trotz standardisierter Durchf\u00fchrung interpretieren die Probanden Tests eigent\u00fcmlich. Das sind Verhaltensweisen, die vom Pr\u00fcfer nicht beabsichtigt sind.<\/p>\n<p>Es bleibt oft unklar, welche kognitiven Aktivit\u00e4ten durch standardisierte Tests tats\u00e4chlich gemessen werden.<\/p>\n<p>Gew\u00f6hnlich basieren standardisierte Leistungstests auf veralteten Annahmen \u00fcber die Kognition.<\/p>\n<p>Standardisierte Methoden sind keine geeigneten Instrumente, um komplexes Denken zu untersuchen.<\/p>\n<p>Standardisierte Methoden sind keine geeigneten Instrumente zur Untersuchung dynamischer Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<p>Standardisierte Verfahren k\u00f6nnen nicht alle Kinder effektiv motivieren.<\/p>\n<p>Traditionelle Methoden sind oft nicht geeignet, um die Kompetenz derjenigen zu erschlie\u00dfen, die aufgrund ihrer Kultur, ihrer ethnischen Zugeh\u00f6rigkeit, ihres Gesundheitszustands (z. B. H\u00f6rgesch\u00e4digte) oder aus anderen Gr\u00fcnden in irgendeiner Weise \u00abanders\u00bb sind.<\/p>\n<p>Traditionelle Methoden sind unzureichend f\u00fcr die Art der Exploration, die in Forschung und Praxis oft erforderlich ist\u00bb (ebd., S. 10; \u00dcbersetzung S. Meyer).<\/p>\n<p>Die acht Thesen bringen das Verh\u00e4ltnis zwischen standardisierten Methoden und qualitativen, flexiblen Methoden auf den Punkt. Ein Blick in die griechische Antike zeigt, dass das Ringen um qualitative, am Verstehen, d.h. an der Dialektik orientierte Methoden eine klassische Problematik behandelt.<\/p>\n<h2>Das flexible Interview als Hebammenkunst<\/h2>\n<p>Im Menon-Dialog beschrieb Platon in der sogenannten \u00abgeometrischen Episode\u00bb (Merkelbach, 1988, S.6), wie Sokrates mit einem Sklaven \u00fcber die <u><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/344209730_Menon_-_die_geometrische_Episode\">Verdoppelung der Quadratfl\u00e4che<\/a><\/u>\u00a0sprach, ohne dass er ihn dabei belehrte. Dieser Dialog wurde zum Lehrst\u00fcck und \u00dcbungsst\u00fcck der sogenannten Hebammenkunst.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Das-sokratische-Gespr%C3%A4ch-Reclams-Universal-Bibliothek\/dp\/3150182301?pd_rd_wg=kpyWd&amp;pd_rd_r=327b9ece-86de-4a50-a8a6-4c9a404a1a04&amp;pd_rd_w=1H0bp&amp;ref_=pd_gw_simh&amp;pf_rd_r=4QZ0NGPFJFWNJQVGZE1W&amp;pf_rd_p=73249d20-b16a-518c-b18c-92f2a58f2a88\">Das sokratische Gespr\u00e4ch: Logik und Ethik \u2013 18230 (Reclams Universal-Bibliothek) : Birnbacher, Dieter, Krohn, Dieter: Amazon.de: B\u00fccher<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/Sokrates_Gespraech.png\" alt=\"image\" \/><br \/>\nMerkelbach (ebd., S. 69) umschrieb das Wort \u00abPhilosophie\u00bb mit \u00abSehnsucht nach dem Wissen\u00bb. Platons Texte waren nach Merkelbach (ebd., S. 6) \u00ab\u00dcbungsb\u00fccher f\u00fcr den Gebrauch im Unterricht\u00bb. Auch im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SWlUKJIMge4\">H\u00f6hlengleichnis<\/a>\u00a0wird aufgezeigt, dass der Erwerb von Kompetenzen nicht vorrangig ist, sondern dass man lernt, sich zum Menschsein umzuwenden. &#8211; Das flexible Interview tr\u00e4gt zu solchen Umwendungen bei, sei es philosophisch-erkenntnistheoretisch, sei es entwicklungspsychologisch oder p\u00e4dagogisch (vgl. Zazkis &amp; Koichu, 2018).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fondationjeanpiaget.ch\/fjp\/site\/biographie\/index_gen_media.php?MEDIAID=95\">Ein Beispiel dieser Methode ist der Film &#8222;Anouchka et l&#8217;inclusion des fleurs\u00bb (Klasseninklusion)<\/a>. Das M\u00e4dchen soll herausfinden, ob es in einem Blumenstrauss (Rosen und Nelken) mehr Rosen oder mehr Blumen hat. Der Film wird von der Fondation Jean Piaget zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-323\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/anouchka.png\" alt=\"\" width=\"269\" height=\"243\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/anouchka.png 356w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/anouchka-300x271.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/anouchka-65x59.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/anouchka-225x203.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/anouchka-350x316.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Extras<\/h2>\n<p>Vorlagen mit flexiblen Interviews. <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/back-matter\/weitere-beispiele-von-flexiblen-interviews\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Invarianz von kleinen Mengen und Invarianz von Geldwerten, Klasseninklusion und den Funktionen (Proportionen)<\/a><\/p>\n<p><span class=\"story\">Sokrates (Foto S.Meyer, fondation pierre gianadda)<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-330\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Sokrates1.jpg\" alt=\"\" width=\"143\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Sokrates1.jpg 336w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Sokrates1-258x300.jpg 258w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Sokrates1-65x76.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Sokrates1-225x262.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 143px) 100vw, 143px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/sendungen\/denker-des-abendlandes\/denker-des-abendlandes-lesch-vossenkuhl-sokrates100.html\">Sendung: Sokrates &#8211; Denker des Abendlandes 29&#8242;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/yo5ZX1of8HY\">Neu: Podcast und H\u00f6rspiel &#8211; Menon 32&#8242;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rts.ch\/archives\/tv\/culture\/dimensions\/3471374-la-methode-piaget.html\">La m\u00e9thode Piaget. rts.ch Dimension &#8211; Reportage<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>B\u00e4rbel Inhelder, Ioanna Berthoud, Jean Piaget (1976). Foto von Jean-R\u00e9my Berthoud\u00a0<small><small>\u00a9\u00a0<\/small><\/small>Fondation Jean Piaget, Genf<\/p>\n<div class=\"feature\">\n<p class=\"story\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-327\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/al152.jpg\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/al152.jpg 448w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/al152-300x210.jpg 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/al152-65x46.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/al152-225x158.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/al152-350x245.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><\/p>\n<\/div>\n<p>Korrespondenzen (Foto S. Meyer)<\/p>\n<div class=\"feature\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-329\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Muster_Poesie-rotated.jpg\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Muster_Poesie-rotated.jpg 372w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Muster_Poesie-300x220.jpg 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Muster_Poesie-65x48.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Muster_Poesie-225x165.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/Muster_Poesie-350x257.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SWlUKJIMge4\">PLATO ON: The Allegory of the Cave<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-328\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/allegory_cave.jpg\" alt=\"\" width=\"338\" height=\"103\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/allegory_cave.jpg 538w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/allegory_cave-300x91.jpg 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/allegory_cave-65x20.jpg 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/allegory_cave-225x69.jpg 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/03\/allegory_cave-350x107.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Genfer Schule hatte sich zum Ziel gesetzt, beschreiben und erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen, wie sich die Einsicht in immer komplexere Objekte und Sachverhalte\u00a0entwickelt. Der Intelligenzbegriff der Genfer Schule war von Anfang an\u00a0ganzheitlich. Es folgt eine Abbildung\u00a0 aus Blanchet &amp; Valladao, 1990, S. 170 Aus diesem Grund liess man die Kinder und Jugendlichen mit verschiedensten Gegenst\u00e4nden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"menu_order":4,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"categories":[],"chapter-type":[],"contributor":[],"license":[],"class_list":["post-40","chapter","type-chapter","status-publish","hentry"],"part":28,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/40","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/40\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":366,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/40\/revisions\/366"}],"part":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/28"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/40\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40"},{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=40"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=40"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=40"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}