{"id":34,"date":"2024-08-26T14:05:46","date_gmt":"2024-08-26T12:05:46","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/?post_type=chapter&#038;p=34"},"modified":"2026-04-09T07:11:34","modified_gmt":"2026-04-09T05:11:34","slug":"uber-dieses-tool","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/chapter\/uber-dieses-tool\/","title":{"raw":"\u00dcber dieses Tool","rendered":"\u00dcber dieses Tool"},"content":{"raw":"Dieses Tool ist in Fortbildungen von Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Primarlehrpersonen sowie schulischen Heilp\u00e4dagoginnen und Heilp\u00e4dagogen seit \u00fcber 20 Jahren eingesetzt und differenziert worden.\r\n\r\nAls Methode ist das FI erkenntnistheoretisch, diagnostisch und praktisch wegweisend (Fetz, 1978). Im Anschluss an die Grundlagenforschungen der Genfer Schule wurde das FI zur Erforschung von Verst\u00e4ndnisprozessen in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen angewendet. Gleichzeitig stieg die Bedeutung des FI in der fachdidaktischen Forschung und Entwicklung (Morgado &amp; Parrat-Dayan, 2002).\r\n\r\nDie Erfahrungen belegten, dass die Methode polyvalent ist. Montada (1998) brachte dies auf den Punkt, als er 1982 in der ersten Ausgabe der \"Entwicklungspsychologie\" schrieb:\r\n<p class=\"Stil1\">Im Lichte dieser \u00dcberlegungen ist Piagets\u00a0klinische Methode\u00a0der Befragung von Kindern zu Ph\u00e4nomenen und Problemen, die von ihm als eine Methode der Diagnose des Strukturniveaus seiner Probanden verstanden wird, in Wahrheit bereits die ideale Methode des Unterrichtens: Probleme werden gestellt, aber keine L\u00f6sungen durchgesetzt und auf oberfl\u00e4chlichem Niveau automatisiert. (S. 559)<\/p>\r\n<p class=\"Stil2\">Wittmann (1982) leistete Pionierarbeit, als er die Methode im deutschsprachigen Raum in die Ausbildung der Lehrpersonen in der Fachdidaktik der Mathematik aufnahm und als Standard etablierte.<\/p>\r\nDas Tool erl\u00e4utert methodische Bausteine und l\u00e4dt zu einem exemplarischen Rollenspiel ein, in dem Sie konkrete Erfahrungen mit dieser Methode machen k\u00f6nnen. \u00dcbungen sind in dreierlei Hinsicht notwendig. Einerseits bewegen sich Forschungs\u00fcbungen im individualpsychologischen Bereich. Dabei sollen Denkwege und deren Entwicklung rekonstruiert werden. Andererseits m\u00fcssen Forschungen gruppale bzw. interaktionistische Fragen er\u00f6rtern, insofern sie die Bedeutung der Kommunikation, der Rolle und der Kooperation einsichtig machen wollen (Steinbring, 2009). Die dritte Hinsicht geht davon aus, dass p\u00e4dagogisch-didaktisches Wirken immer in Wechselwirkung zwischen dem Individuellen, dem Gruppalen und der Aufgabe in der jeweiligen Fachdisziplin aufgefasst werden sollte. Dadurch kommen die systemischen und transformativen Aspekte in den Fokus (vgl. Baumann &amp; Epple, 2013), was f\u00fcr die P\u00e4dagogik und die Erkenntnistheorie der P\u00e4dagogik unabdingbar ist (vgl. Bringuier, 1977, 2004; Cuomo, 2007).\r\n\r\nSchenken Sie sich Zeit f\u00fcr das Lernen aus Erfahrung, dann entfaltet sich die Wirkung dieser Methode in der Praxis. Aktuelle Projekte arbeiteten mit Zeitbudgets zwischen 6-12 Monaten. Workshops dienen der Einf\u00fchrung. Die Vertiefung wird am besten \u00fcber berufsbegleitende Fortbildungen erreicht, in denen sich Gruppen w\u00e4hrend eines Jahres im Rhythmus von 14 Tagen f\u00fcr 2.5 Stunden treffen (vgl. Steinberg et al., 2004).\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<h2>Extras<\/h2>\r\n<a href=\"https:\/\/archivespiaget.ch\/fr\/les-archives\/informations\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Les Archives Jean Piaget<\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/www.fondationjeanpiaget.ch\/fjp\/site\/accueil\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fondation Jean Piaget<\/a>\r\n\r\n[private]\r\n\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/www.hfh.ch\/kurse_detail-n112-i1188-sD.html\">Weiterbildungskurse HfH\u00a0<\/a>\r\n\r\nLink nicht gefunden\r\n\r\n[\/private]\r\n\r\nVisualisierung, Die Methode spontan verwenden:\r\n\r\n<img class=\"\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/image002.jpg\" width=\"182\" height=\"122\" \/>\r\n\r\n","rendered":"<p>Dieses Tool ist in Fortbildungen von Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Primarlehrpersonen sowie schulischen Heilp\u00e4dagoginnen und Heilp\u00e4dagogen seit \u00fcber 20 Jahren eingesetzt und differenziert worden.<\/p>\n<p>Als Methode ist das FI erkenntnistheoretisch, diagnostisch und praktisch wegweisend (Fetz, 1978). Im Anschluss an die Grundlagenforschungen der Genfer Schule wurde das FI zur Erforschung von Verst\u00e4ndnisprozessen in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen angewendet. Gleichzeitig stieg die Bedeutung des FI in der fachdidaktischen Forschung und Entwicklung (Morgado &amp; Parrat-Dayan, 2002).<\/p>\n<p>Die Erfahrungen belegten, dass die Methode polyvalent ist. Montada (1998) brachte dies auf den Punkt, als er 1982 in der ersten Ausgabe der &#8222;Entwicklungspsychologie&#8220; schrieb:<\/p>\n<p class=\"Stil1\">Im Lichte dieser \u00dcberlegungen ist Piagets\u00a0klinische Methode\u00a0der Befragung von Kindern zu Ph\u00e4nomenen und Problemen, die von ihm als eine Methode der Diagnose des Strukturniveaus seiner Probanden verstanden wird, in Wahrheit bereits die ideale Methode des Unterrichtens: Probleme werden gestellt, aber keine L\u00f6sungen durchgesetzt und auf oberfl\u00e4chlichem Niveau automatisiert. (S. 559)<\/p>\n<p class=\"Stil2\">Wittmann (1982) leistete Pionierarbeit, als er die Methode im deutschsprachigen Raum in die Ausbildung der Lehrpersonen in der Fachdidaktik der Mathematik aufnahm und als Standard etablierte.<\/p>\n<p>Das Tool erl\u00e4utert methodische Bausteine und l\u00e4dt zu einem exemplarischen Rollenspiel ein, in dem Sie konkrete Erfahrungen mit dieser Methode machen k\u00f6nnen. \u00dcbungen sind in dreierlei Hinsicht notwendig. Einerseits bewegen sich Forschungs\u00fcbungen im individualpsychologischen Bereich. Dabei sollen Denkwege und deren Entwicklung rekonstruiert werden. Andererseits m\u00fcssen Forschungen gruppale bzw. interaktionistische Fragen er\u00f6rtern, insofern sie die Bedeutung der Kommunikation, der Rolle und der Kooperation einsichtig machen wollen (Steinbring, 2009). Die dritte Hinsicht geht davon aus, dass p\u00e4dagogisch-didaktisches Wirken immer in Wechselwirkung zwischen dem Individuellen, dem Gruppalen und der Aufgabe in der jeweiligen Fachdisziplin aufgefasst werden sollte. Dadurch kommen die systemischen und transformativen Aspekte in den Fokus (vgl. Baumann &amp; Epple, 2013), was f\u00fcr die P\u00e4dagogik und die Erkenntnistheorie der P\u00e4dagogik unabdingbar ist (vgl. Bringuier, 1977, 2004; Cuomo, 2007).<\/p>\n<p>Schenken Sie sich Zeit f\u00fcr das Lernen aus Erfahrung, dann entfaltet sich die Wirkung dieser Methode in der Praxis. Aktuelle Projekte arbeiteten mit Zeitbudgets zwischen 6-12 Monaten. Workshops dienen der Einf\u00fchrung. Die Vertiefung wird am besten \u00fcber berufsbegleitende Fortbildungen erreicht, in denen sich Gruppen w\u00e4hrend eines Jahres im Rhythmus von 14 Tagen f\u00fcr 2.5 Stunden treffen (vgl. Steinberg et al., 2004).<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Extras<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/archivespiaget.ch\/fr\/les-archives\/informations\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Les Archives Jean Piaget<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fondationjeanpiaget.ch\/fjp\/site\/accueil\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fondation Jean Piaget<\/a><\/p>\n<p>Visualisierung, Die Methode spontan verwenden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/interview\/wp-content\/uploads\/sites\/81\/2025\/01\/image002.jpg\" width=\"182\" height=\"122\" alt=\"image\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Tool ist in Fortbildungen von Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Primarlehrpersonen sowie schulischen Heilp\u00e4dagoginnen und Heilp\u00e4dagogen seit \u00fcber 20 Jahren eingesetzt und differenziert worden. Als Methode ist das FI erkenntnistheoretisch, diagnostisch und praktisch wegweisend (Fetz, 1978). 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