{"id":1711,"date":"2024-08-31T16:46:20","date_gmt":"2024-08-31T14:46:20","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/infopointlrs\/?post_type=chapter&#038;p=1711"},"modified":"2024-09-15T11:48:45","modified_gmt":"2024-09-15T09:48:45","slug":"1711","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/infopointlrs\/chapter\/1711\/","title":{"raw":"Ratespiel mit Stoffbeuteln\/ Greifsack","rendered":"Ratespiel mit Stoffbeuteln\/ Greifsack"},"content":{"raw":"<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Beschreibung<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nAuf einem Tisch befinden sich \u2013 gut sichtbar \u2013 dieselben Stofftiere (oder andere Spielfiguren), die sich ein zweites Mal \u2013 versteckt \u2013 hinter einer visuellen Abtrennung befinden. Eines der versteckten Tiere verschwindet in einem Stoffbeutel. Der Spielpartner versucht den Gegenstand zu ertasten. Nehmen mehrere Kinder am Ratespiel teil, so wandert der Stoffbeutel reihum, sodass jedes Kind seine Vermutung anstellen kann. In einer ersten Phase k\u00f6nnen die Gegenst\u00e4nde auf dem Tisch gezeigt werden. In einer sp\u00e4teren Phase werden die \u201eDuplikate\u201c entfernt, sodass die Benennung zwingend erforderlich wird.\r\n\r\nIch habe \u2026 \/ Was habe ich?\r\n\r\nDu hast \u2026 \/ Was hast du?\r\n\r\nIn Kleingruppen nimmt die sprachliche Interaktion zu, wenn keine Einzelspieler, sondern Teams (von 2, 3 oder 4 Personen) an einem Spiel teilnehmen, die sich gegenseitig beraten und ihre Vermutungen austauschen.\r\n\r\nDer Stoffbeutel wird zuerst vom Interaktionspartner fragend \u00fcberreicht:\r\n\r\n\u201eWas habe ich?\u201c \u00dcberreicht das Kind anschliessend den Stoffbeutel, ohne die entsprechende Frage zu stellen, so pr\u00e4sentiert der Interaktionspartner parallel zur Spielhandlung den Zielsatz:\r\n\r\n\u201eWas hast du?\u201c Die Ziels\u00e4tze, die m\u00f6glichst h\u00e4ufig in dieser kurzen Form auf pr\u00e4gnante Art und Weise (kurze und einfache S\u00e4tze, betont und langsam ausgesprochen) realisiert werden, werden durch zus\u00e4tzliche, einfache Aussagen erg\u00e4nzt:\r\n\r\n\u201eWas hast du versteckt? Du hast bestimmt ein grosses Tier. Du gibst mir den Stoffbeutel. Du hast \u2026 (tastet) das Eichh\u00f6rnchen. Das Eichh\u00f6rnchen hat einen langen Schwanz.\u201c Erkennt das Kind den versteckten Gegenstand, kennt aber nicht dessen Bezeichnung, so zeigt es auf das \u201eDuplikat\u201c auf dem Tisch. Auch diese Handlung wird sprachlich vom Interaktionspartner begleitet: \u201eWas hast du? Das Eichh\u00f6rnchen? Du hast das Eichh\u00f6rnchen.\u201c\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<h2><span style=\"color: #14776c\">Zielstrukturen, die hiermit ge\u00fcbt werden k\u00f6nnen:<\/span><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>[pb_glossary id=\"645\"]Subjekt-Verb-Kongruenz[\/pb_glossary], Verbzweitstellung\r\n<h3>Beispiele<\/h3>\r\nTast- und Riechspiel Obst\r\nEine Obstsorte befindet sich im Greifsack und soll durch das Ertasten erkannt werden, eine zweite Obstsorte soll der Sch\u00fcler durch das Riechen mit verbundenen Augen erkennen. Dadurch ergibt sich die folgende Struktur:\r\n\u201eWas f\u00fchlst du und was riechst du?\u201c\r\n\u201eIch f\u00fchle \u00c4pfel und ich rieche Bananen.\u201c<\/li>\r\n \t<li>[pb_glossary id=\"701\"]Akkusativmarkierung[\/pb_glossary] am bestimmten Artikel (mit Genusvariation)\r\nMathematikunterricht mit geometrischen K\u00f6rpern \/ den Quader, die Pyramide, den Zylinder \u2026<\/li>\r\n \t<li>[pb_glossary id=\"701\"]Akkusativmarkierung[\/pb_glossary] am bestimmten Artikel und am Adjektiv\r\nMathematikunterricht Reihen legen \/ Was legst du? \u2013 Den kleinen roten Kreis.<\/li>\r\n \t<li>[pb_glossary id=\"817\"]Dativmarkierung[\/pb_glossary] des Artikels in der Pr\u00e4positionalphrase\r\nThema \u201eTiere auf dem Bauernhof\u201c \u2013 Tiere auf dem Bauernhofbild platzieren \u2013 Durch Fragen erfahren, wo die Tiere stehen \/ Wo steht das Schwein? Vor dem Haus.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h3>Beispiel: Kontrastierung von Akkusativ und Dativ<\/h3>\r\nBerufe \u2013 pro Beruf zwei verschiedene Bildkarten (z. B. Es gibt den Friseur mit der Schere oder den Friseur mit dem Kamm; den G\u00e4rtner mit der Giesskanne und den G\u00e4rtner mit dem Wasserschlauch)","rendered":"<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Beschreibung<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Auf einem Tisch befinden sich \u2013 gut sichtbar \u2013 dieselben Stofftiere (oder andere Spielfiguren), die sich ein zweites Mal \u2013 versteckt \u2013 hinter einer visuellen Abtrennung befinden. Eines der versteckten Tiere verschwindet in einem Stoffbeutel. Der Spielpartner versucht den Gegenstand zu ertasten. Nehmen mehrere Kinder am Ratespiel teil, so wandert der Stoffbeutel reihum, sodass jedes Kind seine Vermutung anstellen kann. In einer ersten Phase k\u00f6nnen die Gegenst\u00e4nde auf dem Tisch gezeigt werden. In einer sp\u00e4teren Phase werden die \u201eDuplikate\u201c entfernt, sodass die Benennung zwingend erforderlich wird.<\/p>\n<p>Ich habe \u2026 \/ Was habe ich?<\/p>\n<p>Du hast \u2026 \/ Was hast du?<\/p>\n<p>In Kleingruppen nimmt die sprachliche Interaktion zu, wenn keine Einzelspieler, sondern Teams (von 2, 3 oder 4 Personen) an einem Spiel teilnehmen, die sich gegenseitig beraten und ihre Vermutungen austauschen.<\/p>\n<p>Der Stoffbeutel wird zuerst vom Interaktionspartner fragend \u00fcberreicht:<\/p>\n<p>\u201eWas habe ich?\u201c \u00dcberreicht das Kind anschliessend den Stoffbeutel, ohne die entsprechende Frage zu stellen, so pr\u00e4sentiert der Interaktionspartner parallel zur Spielhandlung den Zielsatz:<\/p>\n<p>\u201eWas hast du?\u201c Die Ziels\u00e4tze, die m\u00f6glichst h\u00e4ufig in dieser kurzen Form auf pr\u00e4gnante Art und Weise (kurze und einfache S\u00e4tze, betont und langsam ausgesprochen) realisiert werden, werden durch zus\u00e4tzliche, einfache Aussagen erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p>\u201eWas hast du versteckt? Du hast bestimmt ein grosses Tier. Du gibst mir den Stoffbeutel. Du hast \u2026 (tastet) das Eichh\u00f6rnchen. Das Eichh\u00f6rnchen hat einen langen Schwanz.\u201c Erkennt das Kind den versteckten Gegenstand, kennt aber nicht dessen Bezeichnung, so zeigt es auf das \u201eDuplikat\u201c auf dem Tisch. Auch diese Handlung wird sprachlich vom Interaktionspartner begleitet: \u201eWas hast du? Das Eichh\u00f6rnchen? Du hast das Eichh\u00f6rnchen.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2><span style=\"color: #14776c\">Zielstrukturen, die hiermit ge\u00fcbt werden k\u00f6nnen:<\/span><\/h2>\n<ul>\n<li><a class=\"glossary-term\" aria-haspopup=\"dialog\" aria-describedby=\"definition\" href=\"#term_1711_645\">Subjekt-Verb-Kongruenz<\/a>, Verbzweitstellung<br \/>\n<h3>Beispiele<\/h3>\n<p>Tast- und Riechspiel Obst<br \/>\nEine Obstsorte befindet sich im Greifsack und soll durch das Ertasten erkannt werden, eine zweite Obstsorte soll der Sch\u00fcler durch das Riechen mit verbundenen Augen erkennen. 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B. nur die Grundform (R<em>ennen<\/em>).<\/p>\n<\/div><button><span aria-hidden=\"true\">&times;<\/span><span class=\"screen-reader-text\">Close definition<\/span><\/button><\/div><\/template><template id=\"term_1711_701\"><div class=\"glossary__definition\" role=\"dialog\" data-id=\"term_1711_701\"><div tabindex=\"-1\"><p>Im Deutschen ist die Satzreihenfolge relativ frei gestaltbar. Aus diesem Grund gibt der Kasus (Fall) an, wer das Subjekt (oder auch der Aktor) ist.<\/p>\n<p><em><strong>Die<\/strong><\/em> Sch\u00fclerin tr\u00e4gt <em><strong>den<\/strong><\/em> Hund. Den Hund tr\u00e4gt <em><strong>die<\/strong><\/em> Sch\u00fclerin.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig ist er auch verbunden mit Richtungsangaben (Pr\u00e4positionen): Er geht <strong><em>in den<\/em><\/strong> Zoo. (Im Gegensatz zu Ortsangaben: Er ist <strong><em>im<\/em><\/strong> Zoo (Dativ)).<\/p>\n<\/div><button><span aria-hidden=\"true\">&times;<\/span><span class=\"screen-reader-text\">Close definition<\/span><\/button><\/div><\/template><template id=\"term_1711_817\"><div class=\"glossary__definition\" role=\"dialog\" data-id=\"term_1711_817\"><div tabindex=\"-1\"><p>Im Deutschen ist die Satzreihenfolge relativ frei gestaltbar. Aus diesem Grund gibt der Kasus (Fall) an, wer das Subjekt (oder auch der Aktor) ist.<\/p>\n<p><strong><em>Der<\/em><\/strong> Vater hilft <strong><em>dem<\/em><\/strong> Sohn. <strong><em>Dem<\/em><\/strong> Sohn hilft <strong><em>der<\/em><\/strong> Vater.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig ist er auch verbunden mit Ortsangaben (Pr\u00e4positionen): Er ist <strong><em>im<\/em><\/strong> Zoo. (Im Gegensatz zu Richtungsangaben: Er geht <strong><em>in den<\/em><\/strong> Zoo. (Akkusativ)).<\/p>\n<\/div><button><span aria-hidden=\"true\">&times;<\/span><span class=\"screen-reader-text\">Close definition<\/span><\/button><\/div><\/template><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beschreibung Auf einem Tisch befinden sich \u2013 gut sichtbar \u2013 dieselben Stofftiere (oder andere Spielfiguren), die sich ein zweites Mal \u2013 versteckt \u2013 hinter einer visuellen Abtrennung befinden. Eines der versteckten Tiere verschwindet in einem Stoffbeutel. Der Spielpartner versucht den Gegenstand zu ertasten. 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