{"id":70,"date":"2021-04-21T15:21:15","date_gmt":"2021-04-21T13:21:15","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/?post_type=chapter&#038;p=70"},"modified":"2023-04-25T13:38:23","modified_gmt":"2023-04-25T11:38:23","slug":"8-beruflich-erfolgreich-unterwegs-dank-niederschwelligen-zweijaehrigen-ausbildungsgefaessen","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/chapter\/8-beruflich-erfolgreich-unterwegs-dank-niederschwelligen-zweijaehrigen-ausbildungsgefaessen\/","title":{"raw":"8. Beruflich erfolgreich unterwegs dank niederschwelligen zweij\u00e4hrigen Ausbildungsgef\u00e4ssen? Endergebnisse aus einer l\u00e4ngsschnittlichen Befragung von Lernenden","rendered":"8. Beruflich erfolgreich unterwegs dank niederschwelligen zweij\u00e4hrigen Ausbildungsgef\u00e4ssen? Endergebnisse aus einer l\u00e4ngsschnittlichen Befragung von Lernenden"},"content":{"raw":"Die zweij\u00e4hrige Grundbildung mit Berufsattest (EBA) und die Praktische Ausbildung nach INSOS (PrA) wurden mit dem bildungspolitischen Ziel eingef\u00fchrt, m\u00f6glichst allen jungen Erwachsenen einen anerkannten Abschluss auf der Sekundarstufe II zu erm\u00f6glichen. Die L\u00e4ngsschnittstudie LUNA \u2013 finanziert durch das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und durchgef\u00fchrt in Kooperation mit dem Institut f\u00e9d\u00e9ral des hautes \u00e9tudes en formation professionnelle (IFFP) in Lausanne \u2013 untersuchte die Ausbildungssituation der Lernenden und ihre berufliche Integration nach dem Abschluss. F\u00fcr die quantitative Studie wurden Lernende aus den beiden Ausbildungsgef\u00e4ssen (EBA und PrA) aus vier Branchen zu drei Zeitpunkten befragt: zu Beginn der Ausbildung schriftlich in den Berufsfachklassen (<span class=\"math inline\">\\(n = 788\\)<\/span>), am Ende der Ausbildung (<span class=\"math inline\">\\(n = 714\\)<\/span>) sowie acht Monate nach Abschluss der Ausbildung (<span class=\"math inline\">\\(n = 424\\)<\/span>). Erg\u00e4nzt wurde die Gesamtstudie durch qualitative Interviews mit dem Fokus auf die Situation von Lernenden, die ihren Lehrvertrag aufgel\u00f6st haben.\r\n\r\nDie Ergebnisse zeigen eine grosse Heterogenit\u00e4t der Lernenden und einen oft verz\u00f6gerten \u00dcbergang in die Ausbildung. Die befragten Lernenden sind mit ihrer Ausbildungssituation \u00fcberwiegend zufrieden und durchschnittlich nur \u00abab und zu\u00bb im Betrieb und in der Schule belastet. Im Verlauf der Ausbildung sinkt die Zufriedenheit etwas, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Allerdings l\u00f6st rund ein Viertel der Lernenden ihren Lehrvertrag auf. Nach Abschluss der Ausbildung finden rund 80% einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass beide Ausbildungsgef\u00e4sse Personen mit unterschiedlichen Problemlagen eine Chance bieten, wie die mehrheitlich hohe Zufriedenheit als Ausdruck einer guten Passung zeigt. Optimiert werden sollte die Koordination der Unterst\u00fctzung \u2013 insbesondere bei Problemen in der Ausbildung (Lehrvertragsaufl\u00f6sungen) und beim \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt.\r\n<div id=\"einleitung-3\" class=\"section level2 unnumbered\">\r\n<h2>Einleitung<\/h2>\r\nIm Jahr 2004 wurde in der Schweiz die zweij\u00e4hrige Grundbildung mit eidgen\u00f6ssischem Berufsattest (EBA) eingef\u00fchrt. Die Einf\u00fchrung war mit der Hoffnung verbunden, dass sich dank standardisierter Ausbildungsinhalte die Arbeitsmarktf\u00e4higkeit und die Durchl\u00e4ssigkeit zu weiterf\u00fchrenden Ausbildungen wie dem eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitszeugnis (EFZ) verbessert. F\u00fcr Jugendliche, die diese H\u00fcrde nicht schaffen, wurde vom Branchenverband INSOS die Praktische Ausbildung (PrA) lanciert. Die bisherigen Erfahrungen mit den beiden Ausbildungsgef\u00e4ssen sind positiv, wie verschiedene Evaluationen zeigen <span class=\"citation\">(u. a. <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_haefeli2015\">Hofmann &amp; H\u00e4feli, 2015<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-sempert_kammermann2010\">Sempert &amp; Kammermann, 2010<\/a>)<\/span>. Der positive Gesamteindruck wird bei den EBA-Grundbildungen jedoch getr\u00fcbt durch verschiedene Hinweise auf hohe Lehrvertragsaufl\u00f6sungsquoten <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-bfs2019\">BFS, 2019<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-fitzli_etal2016\">Fitzli, Gr\u00fctter, Fontana, Koebel &amp; Bock, 2016<\/a>)<\/span>. Auch f\u00fcr die PrA deuten interne Statistiken auf eine hohe Abbruchquote hin. Eine Vorstudie <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2016\">Hofmann, Duc, H\u00e4feli &amp; Lamamra, 2016<\/a>)<\/span> best\u00e4tigte, dass insbesondere \u00fcber die Folgen einer Lehrvertragsaufl\u00f6sung wenig bekannt ist und dass die Akzeptanz in manchen Branchen und die Integration nach Ausbildungsabschluss noch weiter gef\u00f6rdert werden m\u00fcssten. Die vorliegende Studie \u2013 finanziert durch das SBFI und durchgef\u00fchrt in Kooperation mit dem IFFP Lausanne \u2013 befasste sich deshalb vertieft mit der Qualit\u00e4t der Ausbildungssituation und ihren Folgen f\u00fcr die berufliche Integration <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al., 2019<\/a>)<\/span>.\r\n\r\nEs wurden folgende Fragen zu drei Schwerpunkten bearbeitet:\r\n<ol style=\"list-style-type: upper-roman;\">\r\n \t<li>Einstieg in die Ausbildung und Verlauf: Wie gelangen die Lernenden in die Ausbildung? Wie erleben sie ihre Situation in der Berufsfachschule und im Betrieb?<\/li>\r\n \t<li>Lehrvertragsaufl\u00f6sungen: Welches sind die Gr\u00fcnde und Folgen von Lehrvertragsaufl\u00f6sungen und wie k\u00f6nnen Betroffene unterst\u00fctzt werden?<\/li>\r\n \t<li>Berufliche Perspektiven und \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt: Wie gut sind die Absolventinnen und Absolventen nach dem Abschluss beruflich integriert und wie wird die Durchl\u00e4ssigkeit zu weiterf\u00fchrenden Ausbildungen genutzt?<\/li>\r\n<\/ol>\r\nDie Studie ist in einem <em>Mixed-Methods-Design<\/em> angelegt, um die Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven beantworten zu k\u00f6nnen. Im vorliegenden Bericht liegt der Schwerpunkt auf den Ergebnissen der quantitativen L\u00e4ngsschnittstudie, welche durch Erkenntnisse der qualitativen Teilstudie erg\u00e4nzt wird.\r\n\r\nDie Erhebungen f\u00fcr die L\u00e4ngsschnittstudie fanden in neun Kantonen in der deutsch- und in der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz statt. Einbezogen wurden sechs EBA-Berufe (Schreinerpraktiker*innen, Hauswirtschaftspraktiker*innen, Bau-\/Malerpraktiker*innen, K\u00fcchen-\/Restaurationsangestellte) sowie die parallel dazu gef\u00fchrten PrA-Berufe.\r\n\r\n<\/div>\r\n<div id=\"ergebnisse-1\" class=\"section level2 unnumbered\">\r\n<h2>Ergebnisse<\/h2>\r\n<div id=\"schwerpunkt-i-einstieg-in-die-ausbildung-und-verlauf-der-ausbildung\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Schwerpunkt I: Einstieg in die Ausbildung und Verlauf der Ausbildung<\/h3>\r\nDie Ergebnisse zur Herkunft und zu den schulischen Laufbahnen verweisen auf die Heterogenit\u00e4t der Lernenden und die Unterschiede zwischen den Ausbildungsgef\u00e4ssen: In der EBA haben 27% ausschliesslich Regelschulen besucht (3% in der PrA). In der PrA sind 34% ausschliesslich aus Sonderschulen (9% in der EBA). In beiden Gef\u00e4ssen hat es zudem viele Personen mit nicht-linearen Bildungsverl\u00e4ufen (Schulbesuch im Ausland und Wechsel zwischen Regel- und Sondersettings). Hinzu kommt, dass die Lernenden auf sehr unterschiedlichen Wegen in die Ausbildung gelangt sind und Direkteinstiege nach Schulabschluss mit rund 28% eher selten sind. Bei der EBA liegen bei rund der H\u00e4lfte zwei oder mehr Jahre zwischen dem Schulabschluss und dem Einstieg in die Ausbildung. Rund ein F\u00fcnftel hat vor der aktuellen Ausbildung bereits eine andere Ausbildung begonnen. PrA-Lernende stiegen im Vergleich mit der EBA signifikant<a id=\"fnref1\" class=\"footnote-ref\" href=\"#fn1\"><sup>1<\/sup><\/a> h\u00e4ufiger direkt oder nach nur ein bis zwei Zwischenjahren ein <span class=\"citation\">(vgl. <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019b\">Hofmann, H\u00e4feli &amp; M\u00fcller, 2019<\/a>)<\/span>.\r\n\r\nDie Einsch\u00e4tzungen der Lernenden zur betrieblichen und zur schulischen Ausbildung sind \u00fcberwiegend positiv. Zufrieden \u00e4ussern sich die Lernenden insbesondere zur sozialen Situation im Betrieb und zu ihren betrieblichen Berufsbildenden. Im Vergleich zwischen Beginn und Ende der Ausbildung sinkt die Zufriedenheit im Lehrbetrieb und in der Berufsfachschule etwas, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Die Lernenden f\u00fchlen sich im Betrieb und in der der Schule \u2013 im Durchschnitt \u2013 nur \u00abab und zu\u00bb belastet. Allerdings sch\u00e4tzen Lernende, die ihre Schulzeit teilweise oder ganz im Ausland verbracht haben, die Belastung an beiden Lernorten h\u00f6her ein. F\u00fcr die Ausbildungszufriedenheit ist dies jedoch weniger entscheidend als die Verbundenheit mit dem Beruf oder dem Lehrbetrieb und die Unterst\u00fctzung der betrieblichen Berufsbildenden <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al., 2019<\/a>)<\/span>.\r\n\r\n<\/div>\r\n<div id=\"schwerpunkt-ii-lehrvertragsaufl\u00f6sungen\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Schwerpunkt II: Lehrvertragsaufl\u00f6sungen<\/h3>\r\nAus den durch die Lehrpersonen verf\u00fcgbaren Informationen geht hervor, dass 21% der EBA-Absolventinnen und -Absolventen sowie 27% der PrA-Absolventinnen und -Absolventen ihren Lehrvertrag zwischen t<sub>1<\/sub> und t<sub>2<\/sub> aufgel\u00f6st haben. Die Quoten variieren je nach Branche zwischen 17% und 28%. Personen ausl\u00e4ndischer Herkunft, die in der Schweiz eine Regelschule abgeschlossen haben, scheinen ein leicht erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine Lehrvertragsaufl\u00f6sung zu haben. Ein Vergleich der Situation zu Ausbildungsbeginn zwischen Personen, die ihren Lehrvertrag aufl\u00f6sen mit denjenigen, die in der Ausbildung verbleiben, zeigt folgende signifikante Unterschiede: EBA-Lernende, die ihre Ausbildung weiterf\u00fchren, sind unter anderem st\u00e4rker \u00fcberzeugt, dass sie die richtige Ausbildung gew\u00e4hlt haben, sind mit ihrem Lehrbetrieb st\u00e4rker verbunden, f\u00fchlen sich von ihrer Berufsbildnerin bzw. ihrem Berufsbildner besser unterst\u00fctzt und sind in der Berufsfachschule motivierter. PrA-Lernende, die ihre Lehre weiterf\u00fchren, r\u00e4umen zudem ihrer Praktikumserfahrung vor dem Ausbildungsantritt einen h\u00f6heren Stellenwert ein, sie f\u00fchlen sich besser informiert \u00fcber den Lehrbetrieb und von Lehrpersonen der obligatorischen Schule und der Berufsberatung besser unterst\u00fctzt <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al., 2019<\/a>)<\/span>.\r\n\r\nAus den Interviews der qualitativen Teilstudie mit EBA- und PrA-Lernenden, die von einer Lehrvertragsaufl\u00f6sung betroffen waren, ist zu erg\u00e4nzen, dass oft mehrere Gr\u00fcnde gleichzeitig eine Rolle spielten: Dazu geh\u00f6ren in vielen F\u00e4llen eine unbefriedigend verlaufene Berufswahl und gesundheitliche Probleme. Eine Mehrheit steigt zwar wieder in eine Ausbildung ein, trotz Unterst\u00fctzungsangeboten bleiben aber manche ohne Anschlussl\u00f6sung <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lamamra_etal2018\">Lamamra, Bosset &amp; Duc, 2018<\/a>)<\/span>.\r\n\r\n<\/div>\r\n<div id=\"schwerpunkt-iii-berufliche-perspektiven-und-\u00fcbergang-in-den-arbeitsmarkt\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Schwerpunkt III: Berufliche Perspektiven und \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt<\/h3>\r\nEhemalige EBA-Lernende sind acht Monate nach Ausbildungsabschluss zu rund 77% beruflich integriert, d.\u00a0h., sie haben eine Arbeit oder absolvieren eine Ausbildung. Bei der PrA liegt diese Quote mit knapp 86% sogar noch h\u00f6her (vgl. Abbildung <a href=\"#figure-1-hofmannmuellerkrausshaefeli\">8.1<\/a>). Personen, die arbeiten, sind zu rund 80% in ihrem erlernten Beruf t\u00e4tig, fest angestellt und arbeiten Vollzeit. Knapp ein Drittel verbleibt im Lehrbetrieb. Im ersten Arbeitsmarkt arbeiten bei den EBA-Abg\u00e4nger*innen 86%, bei den PrA-Abg\u00e4nger*innen sind es 49%. Die Zufriedenheit mit der Arbeitssituation insgesamt und in Bezug auf die verschiedenen Aspekte der Arbeit ist hoch, wobei keine signifikanten Unterschiede zwischen EBA und PrA und zwischen den Branchen festzustellen ist. Positiv \u00e4ussern sich die Befragten v. a. zu ihren Arbeitskolleg*innen und zu ihren Vorgesetzten. Personen, die wieder in einer Ausbildung sind, f\u00fchlen sich mehrheitlich (80%) gut vorbereitet und nicht \u00fcberfordert. Personen, die keine Arbeit oder keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sind hingegen signifikant weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Situation und beurteilen auch die Ausbildung r\u00fcckblickend signifikant kritischer. Die Unsicherheit, wie es weitergehen soll, und finanzielle Probleme werden als belastend erlebt. Von den Betroffenen sind 15% in einer Besch\u00e4ftigungsmassnahme, 44% hingegen arbeitslos und ohne Tagesstruktur <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al., 2019<\/a>)<\/span>.\r\n\r\n[caption id=\"figure-1-hofmannmuellerkrausshaefeli\" align=\"alignnone\" width=\"3080\"]<img class=\"wp-image-606 size-full\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final.png\" alt=\"Situation der Lernenden acht Monate nach Ausbildungsabschluss\" width=\"3080\" height=\"780\" \/> Abbildung 8.1: Situation der Lernenden acht Monate nach Ausbildungsabschluss[\/caption]\r\n\r\n<div id=\"diskussion\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h2>Diskussion<\/h2>\r\nDie Heterogenit\u00e4t in beiden Ausbildungsgef\u00e4ssen bedeutet v. a. f\u00fcr die Ausbildungsverantwortlichen der EBA eine Herausforderung und es stellt sich die Frage, wie gut es im Rahmen der beiden Ausbildungsgef\u00e4sse gelingt, auf die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse der Lernenden einzugehen. Vor diesem Hintergrund ist die hohe Zufriedenheit der Lernenden erfreulich. Auch Jugendliche mit schwierigen Schulkarrieren und aus sonderschulischen Settings sind meist nicht \u00fcberfordert. Die vorhandenen Unterst\u00fctzungsangebote, allen voran die fachkundige individuelle Begleitung FiB, greifen augenscheinlich gut. Allerdings erf\u00fcllt sich die Hoffnung nicht, dass der Direkteinstieg in eine EBA f\u00fcr Lernende eine Alternative zu einer Zwischenl\u00f6sung ist. Die H\u00fcrden f\u00fcr eine EBA werden offenbar nach wie vor als hoch wahrgenommen bzw. scheint die EBA immer noch nicht bei allen akzeptiert zu sein. Dies kann auch dazu f\u00fchren, dass man lieber versucht, doch noch in eine EFZ-Ausbildung einzusteigen, was allerdings mit einem h\u00f6heren Abbruchrisiko verbunden ist und von den Betroffenen vermutlich oft als Scheitern empfunden wird.\r\n\r\nDie berufliche Integration nach Abschluss der Ausbildung ist ein wichtiges Ziel der Berufsbildungspolitik und gem\u00e4ss der Vorstudie von besonders grossem Interesse f\u00fcr die Branchenverb\u00e4nde <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2016\">Hofmann, Duc, H\u00e4feli &amp; Lamamra, 2016<\/a>)<\/span>. Erfreulich ist, dass die Mehrheit im Lehrberuf bleibt und damit eine qualifizierte T\u00e4tigkeit aus\u00fcbt, die ihnen dank der Ausbildung zug\u00e4nglich gewesen ist. Ebenfalls positiv zu werten ist der Befund, dass fast die H\u00e4lfte der PrA-Lernenden eine Anschlussl\u00f6sung im ersten Arbeitsmarkt realisieren kann. Der Lehrbetrieb spielt \u2013 zumindest in der \u00dcbergangsphase \u2013 f\u00fcr die berufliche Integration nach dem Abschluss eine wichtige Rolle. Ob Personen eher arbeiten oder in einer Ausbildung sind, h\u00e4ngt auch von der Branche ab, wie weitere Analysen zeigen. Der Anreiz, eine weiterf\u00fchrende Ausbildung zu machen, ist vermutlich je nach Arbeitsmarktsituation unterschiedlich. So zeigt sich z. B., dass Schreinerpraktiker*innen am h\u00e4ufigsten eine weitere Ausbildung machen und gleichzeitig am l\u00e4ngsten brauchen, um eine Stelle nach Ausbildungsabschluss zu finden. Die Durchl\u00e4ssigkeit von einer EBA- in eine EFZ-Ausbildung ist mit rund 30% erfreulich hoch und scheint auch aus Sicht der Betroffenen einigermassen reibungslos zu funktionieren. Die hohe Zufriedenheit der Personen, die arbeiten, entspricht in etwa den Werten einer altersm\u00e4ssig vergleichbaren Stichprobe (18- bis 25-J\u00e4hrige) des Swiss-Household-Panels (nicht publizierte Auswertungen der Daten aus dem Jahr 2007). Allerdings geht es den Personen ohne Anschlussl\u00f6sung schlechter und bedenklich ist auch, wie viele in dieser Situation keine Tagesstruktur haben. Optimiert werden sollte entsprechend die Koordination der Unterst\u00fctzung \u2013 insbesondere bei Problemen in der Ausbildung (Lehrvertragsaufl\u00f6sungen) und beim \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt.\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div id=\"methodik-2\" class=\"section level2 unnumbered\">\r\n<h2>Methodik<\/h2>\r\nDie Studie wurde in einem <em>Mixed-Methods-Design<\/em> angelegt und bestand aus quantitativen Erhebungen (Fragebogen) und qualitativen Erhebungen (Leitfadeninterviews). Der Fokus liegt in diesem Bericht auf den quantitativen Erhebungen. Die Methoden zu den Interviews k\u00f6nnen in <span class=\"citation\"><a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al.<\/a> (<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">2019<\/a>)<\/span> nachgelesen werden.\r\n\r\nDie beiden ersten Befragungen fanden schriftlich in den Berufsfachschulklassen statt. F\u00fcr die dritte Befragung wurden drei verschiedene Fragebogen-Versionen erarbeitet (Arbeit, Ausbildung, ohne berufliche L\u00f6sung) und verschiedene Kan\u00e4le (schriftlich, telefonisch) genutzt.\r\n\r\nDie Stichprobengr\u00f6sse betrug zu t<sub>1<\/sub> <span class=\"math inline\">\\(n = 788\\)<\/span> Personen, zu t<sub>2<\/sub> <span class=\"math inline\">\\(n = 714\\)<\/span> Personen und zu t<sub>3<\/sub> <span class=\"math inline\">\\(n = 424\\)<\/span> Personen, wobei es sich bei rund einem F\u00fcnftel der Personen um PrA-Lernende handelte (vgl. Tabelle <a href=\"#table-1-hofmannmuellerkrausshaefeliLUNA\">8.1<\/a>). Zwischen den drei Befragungszeitpunkten hat sich die Stichprobe gewandelt: Zum Zeitpunkt t<sub>2<\/sub> ist ein Teil der befragten Personen meist infolge einer Lehrvertragsaufl\u00f6sung nicht mehr in der Ausbildung. Neu sind in dieser Stichprobe Personen, die meistens von der EFZ- in die EBA-Ausbildung bzw. von der EBA-Ausbildung in die PrA-Ausbildung heruntergestuft wurden. Anl\u00e4sslich der dritten Befragung konnten knapp 60% wieder erreicht werden. Aus der Deutschschweiz stammen 79% und aus der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz 21% der Befragten. Bei der EBA sind 63% m\u00e4nnlich, bei der PrA 54%. Das Durchschnittsalter (t<sub>1<\/sub>) betr\u00e4gt 19.3 Jahre (EBA) bzw. 17.8 Jahre (PrA). Rund 93% der PrA-Lernenden absolvierten die Ausbildung durch die Invalidenversicherung finanziert im gesch\u00fctzten Rahmen, die restlichen 7% wurden durch einen Coach im ersten Arbeitsmarkt unterst\u00fctzt. Demgegen\u00fcber absolvieren nur 28% der befragten EBA-Lernenden die Ausbildung im gesch\u00fctzten Rahmen (f\u00fcr Details siehe <span class=\"citation\"><a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al.<\/a> (<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">2019<\/a>))<\/span>.\r\n<table id=\"table-1-hofmannmuellerkrausshaefeliLUNA\" class=\"table table-striped table-hover table-condensed table-responsive lightable-paper\" style=\"margin-left: auto; margin-right: auto; , arial, helvetica, sans-serif;margin-left: auto;\"><caption>Tabelle 8.1: Stichproben zu den Messzeitpunkten t<sub>1<\/sub>\u2013t<sub>3<\/sub>.<\/caption>\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th style=\"border-bottom: medium hidden; padding-bottom: 0px; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial; width: 208.967px;\" colspan=\"1\">\r\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #ddd; padding-bottom: 5px;\">Ausbildungstyp<\/div><\/th>\r\n<th style=\"border-bottom: medium hidden; padding-bottom: 0px; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial; width: 167.567px;\" colspan=\"2\">\r\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #ddd; padding-bottom: 5px;\">t<sub>1<\/sub><\/div><\/th>\r\n<th style=\"border-bottom: medium hidden; padding-bottom: 0px; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial; width: 167.567px;\" colspan=\"2\">\r\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #ddd; padding-bottom: 5px;\">t<sub>2<\/sub><\/div><\/th>\r\n<th style=\"border-bottom: medium hidden; padding-bottom: 0px; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial; width: 168.567px;\" colspan=\"2\">\r\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #ddd; padding-bottom: 5px;\">t<sub>3<\/sub><\/div><\/th>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<th style=\"text-align: left; width: 202px;\"><\/th>\r\n<th style=\"text-align: right; width: 69px;\">$\\color{thunderbird-red}{n}$<\/th>\r\n<th style=\"text-align: right; width: 78px;\">%<\/th>\r\n<th style=\"text-align: right; width: 69px;\">$\\color{thunderbird-red}{n}$<\/th>\r\n<th style=\"text-align: right; width: 78px;\">%<\/th>\r\n<th style=\"text-align: right; width: 69px;\">$\\color{thunderbird-red}{n}$<\/th>\r\n<th style=\"text-align: right; width: 79px;\">%<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; width: 202.633px;\">EBA Total<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">628<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">79.7<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">604<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">84.6<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">347<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 79px;\">81.8<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; width: 202.633px;\">PrA Total<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">160<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">20.3<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">110<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">15.4<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">77<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 79px;\">18.2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; width: 202.633px;\">Total<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">788<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">100.0<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">714<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">100.0<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">424<\/td>\r\n<td style=\"text-align: right; width: 79px;\">100.0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<div id=\"danksagung-4\" class=\"section level2 unnumbered\">\r\n<h2>Danksagung<\/h2>\r\nDas Projekt wurde vom SBFI finanziell unterst\u00fctzt. Wir danken ausserdem allen Lernenden und den teilnehmenden Berufsfachschulen daf\u00fcr, dass sie sich die Zeit f\u00fcr das Ausf\u00fcllen der Frageb\u00f6gen und die Organisation der Befragungen genommen haben. Unterst\u00fctzt hat uns ausserdem eine Begleitgruppe, bestehend aus Verantwortlichen von Branchenverb\u00e4nden und von Berufsbildungs\u00e4mtern verschiedener Kantone.\r\n\r\n<\/div>\r\n<h2>Bibliografie<\/h2>\r\n<div id=\"refs\" class=\"references csl-bib-body hanging-indent\">\r\n<div id=\"ref-bfs2019\" class=\"csl-entry\">BFS. (2019). <em>Lehrvertragsaufl\u00f6sung, Wiedereinstieg, Zertifikationsstatus. Resultate zur dualen beruflichen Grundbildung (EBA und EFZ)<\/em>. Neuch\u00e2tel: Bundesamt f\u00fcr Statistik.<\/div>\r\n<div id=\"ref-fitzli_etal2016\" class=\"csl-entry\">Fitzli, D., Gr\u00fctter, M., Fontana, M.-C., Koebel, K. &amp; Bock, S. (2016). <em>Evaluation der Arbeitsmarktsituation und Weiterbildungsperspektive von Absolventen und Absolventinnen mit eidgen\u00f6ssischem Berufsattest (EBA)<\/em>. Bern: SBFI.<\/div>\r\n<div id=\"ref-hofmann_etal2016\" class=\"csl-entry\">Hofmann, C., Duc, B., H\u00e4feli, K. &amp; Lamamra, N. (2016). <em>Situation der Lernenden und Bew\u00e4ltigung von \u00dcberg\u00e4ngen im niederschwelligen Ausbildungsbereich. Qualitative Vorstudie. Synthesebericht.<\/em> Z\u00fcrich\/Lausanne: Interkantonale Hochschule f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik Z\u00fcrich (HfH) &amp; Institut f\u00e9d\u00e9ral des hautes \u00e9tudes en formation professionnelle (IFFP).<\/div>\r\n<div id=\"ref-hofmann_haefeli2015\" class=\"csl-entry\">Hofmann, C. &amp; H\u00e4feli, K. (2015). \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt nach einer Attestausbildung. In K. H\u00e4feli, M.P. Neuenschwander &amp; S. Schumann (Hrsg.), <em>Berufliche Passagen im Lebenslauf<\/em> (S. 189\u2013218). Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften.<\/div>\r\n<div id=\"ref-hofmann_etal2019b\" class=\"csl-entry\">Hofmann, C., H\u00e4feli, K. &amp; M\u00fcller, X. (2019). Auf Umwegen zum Ziel? Ausbildungseinstieg bei Jugendlichen in einer zweij\u00e4hrigen beruflichen Grundbildung mit Berufsattest in der Schweiz. <em>Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis<\/em>, <em>5<\/em>, 21\u201325.<\/div>\r\n<div id=\"ref-hofmann_etal2019a\" class=\"csl-entry\">Hofmann, C., H\u00e4feli, K., M\u00fcller, X., Krauss, A., Duc, B., Lamamra, N. et al. (2019). <em>Lernende in \u00dcbergangssituationen im niederschwelligen Ausbildungsbereich. Schlussbericht<\/em>. Z\u00fcrich\/Lausanne: Interkantonale Hochschule f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik Z\u00fcrich (HfH) &amp; Institut f\u00e9d\u00e9ral des hautes \u00e9tudes en formation professionnelle (IFFP).<\/div>\r\n<div id=\"ref-lamamra_etal2018\" class=\"csl-entry\">Lamamra, N., Bosset, I. &amp; Duc, B. (2018). Ce que les arr\u00eats pr\u00e9matur\u00e9s d\u2019apprentissage r\u00e9v\u00e8lent du syst\u00e8me de formation professionnelle suisse et de la transition \u00e0 l\u2019\u00e2ge adulte. <em>C\u00e9req \u00c9changes<\/em>, <em>6<\/em>, 279\u2013290. Nantes: Universit\u00e9 de Nantes.<\/div>\r\n<div id=\"ref-sempert_kammermann2010\" class=\"csl-entry\">Sempert, W. &amp; Kammermann, M. (2010). <em>Evaluation Pilotprojekt Praktische Ausbildung (PrA) INSOS. Bericht im Rahmen des mehrj\u00e4hrigen Forschungsprogramms zu Invalidit\u00e4t und Behinderung (FoP-IV) Beitr\u00e4ge zur Sozialen Sicherheit<\/em>. Bern: Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen.<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"footnotes\">\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<ol start=\"1\">\r\n \t<li id=\"fn1\">Unterschiede und Zusammenh\u00e4nge werden als signifikant bezeichnet, wenn sie auf dem 5%-Niveau der jeweiligen Tests statistisch bedeutsam sind.<a class=\"footnote-back\" href=\"#fnref1\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p>Die zweij\u00e4hrige Grundbildung mit Berufsattest (EBA) und die Praktische Ausbildung nach INSOS (PrA) wurden mit dem bildungspolitischen Ziel eingef\u00fchrt, m\u00f6glichst allen jungen Erwachsenen einen anerkannten Abschluss auf der Sekundarstufe II zu erm\u00f6glichen. Die L\u00e4ngsschnittstudie LUNA \u2013 finanziert durch das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und durchgef\u00fchrt in Kooperation mit dem Institut f\u00e9d\u00e9ral des hautes \u00e9tudes en formation professionnelle (IFFP) in Lausanne \u2013 untersuchte die Ausbildungssituation der Lernenden und ihre berufliche Integration nach dem Abschluss. F\u00fcr die quantitative Studie wurden Lernende aus den beiden Ausbildungsgef\u00e4ssen (EBA und PrA) aus vier Branchen zu drei Zeitpunkten befragt: zu Beginn der Ausbildung schriftlich in den Berufsfachklassen (<span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-32d3fd408651394c742bc0a09b0ebdab_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#110;&#32;&#61;&#32;&#55;&#56;&#56;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"13\" width=\"61\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span>), am Ende der Ausbildung (<span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-aad0ca834cdc0fe52dd2b56d829121d7_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#110;&#32;&#61;&#32;&#55;&#49;&#52;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"13\" width=\"61\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span>) sowie acht Monate nach Abschluss der Ausbildung (<span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-98e0bc40227f3c21f4ee7c0b52edf52d_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#110;&#32;&#61;&#32;&#52;&#50;&#52;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"12\" width=\"61\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span>). Erg\u00e4nzt wurde die Gesamtstudie durch qualitative Interviews mit dem Fokus auf die Situation von Lernenden, die ihren Lehrvertrag aufgel\u00f6st haben.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen eine grosse Heterogenit\u00e4t der Lernenden und einen oft verz\u00f6gerten \u00dcbergang in die Ausbildung. Die befragten Lernenden sind mit ihrer Ausbildungssituation \u00fcberwiegend zufrieden und durchschnittlich nur \u00abab und zu\u00bb im Betrieb und in der Schule belastet. Im Verlauf der Ausbildung sinkt die Zufriedenheit etwas, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Allerdings l\u00f6st rund ein Viertel der Lernenden ihren Lehrvertrag auf. Nach Abschluss der Ausbildung finden rund 80% einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass beide Ausbildungsgef\u00e4sse Personen mit unterschiedlichen Problemlagen eine Chance bieten, wie die mehrheitlich hohe Zufriedenheit als Ausdruck einer guten Passung zeigt. Optimiert werden sollte die Koordination der Unterst\u00fctzung \u2013 insbesondere bei Problemen in der Ausbildung (Lehrvertragsaufl\u00f6sungen) und beim \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt.<\/p>\n<div id=\"einleitung-3\" class=\"section level2 unnumbered\">\n<h2>Einleitung<\/h2>\n<p>Im Jahr 2004 wurde in der Schweiz die zweij\u00e4hrige Grundbildung mit eidgen\u00f6ssischem Berufsattest (EBA) eingef\u00fchrt. Die Einf\u00fchrung war mit der Hoffnung verbunden, dass sich dank standardisierter Ausbildungsinhalte die Arbeitsmarktf\u00e4higkeit und die Durchl\u00e4ssigkeit zu weiterf\u00fchrenden Ausbildungen wie dem eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitszeugnis (EFZ) verbessert. F\u00fcr Jugendliche, die diese H\u00fcrde nicht schaffen, wurde vom Branchenverband INSOS die Praktische Ausbildung (PrA) lanciert. Die bisherigen Erfahrungen mit den beiden Ausbildungsgef\u00e4ssen sind positiv, wie verschiedene Evaluationen zeigen <span class=\"citation\">(u. a. <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_haefeli2015\">Hofmann &amp; H\u00e4feli, 2015<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-sempert_kammermann2010\">Sempert &amp; Kammermann, 2010<\/a>)<\/span>. Der positive Gesamteindruck wird bei den EBA-Grundbildungen jedoch getr\u00fcbt durch verschiedene Hinweise auf hohe Lehrvertragsaufl\u00f6sungsquoten <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-bfs2019\">BFS, 2019<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-fitzli_etal2016\">Fitzli, Gr\u00fctter, Fontana, Koebel &amp; Bock, 2016<\/a>)<\/span>. Auch f\u00fcr die PrA deuten interne Statistiken auf eine hohe Abbruchquote hin. Eine Vorstudie <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2016\">Hofmann, Duc, H\u00e4feli &amp; Lamamra, 2016<\/a>)<\/span> best\u00e4tigte, dass insbesondere \u00fcber die Folgen einer Lehrvertragsaufl\u00f6sung wenig bekannt ist und dass die Akzeptanz in manchen Branchen und die Integration nach Ausbildungsabschluss noch weiter gef\u00f6rdert werden m\u00fcssten. Die vorliegende Studie \u2013 finanziert durch das SBFI und durchgef\u00fchrt in Kooperation mit dem IFFP Lausanne \u2013 befasste sich deshalb vertieft mit der Qualit\u00e4t der Ausbildungssituation und ihren Folgen f\u00fcr die berufliche Integration <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al., 2019<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<p>Es wurden folgende Fragen zu drei Schwerpunkten bearbeitet:<\/p>\n<ol style=\"list-style-type: upper-roman;\">\n<li>Einstieg in die Ausbildung und Verlauf: Wie gelangen die Lernenden in die Ausbildung? Wie erleben sie ihre Situation in der Berufsfachschule und im Betrieb?<\/li>\n<li>Lehrvertragsaufl\u00f6sungen: Welches sind die Gr\u00fcnde und Folgen von Lehrvertragsaufl\u00f6sungen und wie k\u00f6nnen Betroffene unterst\u00fctzt werden?<\/li>\n<li>Berufliche Perspektiven und \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt: Wie gut sind die Absolventinnen und Absolventen nach dem Abschluss beruflich integriert und wie wird die Durchl\u00e4ssigkeit zu weiterf\u00fchrenden Ausbildungen genutzt?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Studie ist in einem <em>Mixed-Methods-Design<\/em> angelegt, um die Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven beantworten zu k\u00f6nnen. Im vorliegenden Bericht liegt der Schwerpunkt auf den Ergebnissen der quantitativen L\u00e4ngsschnittstudie, welche durch Erkenntnisse der qualitativen Teilstudie erg\u00e4nzt wird.<\/p>\n<p>Die Erhebungen f\u00fcr die L\u00e4ngsschnittstudie fanden in neun Kantonen in der deutsch- und in der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz statt. Einbezogen wurden sechs EBA-Berufe (Schreinerpraktiker*innen, Hauswirtschaftspraktiker*innen, Bau-\/Malerpraktiker*innen, K\u00fcchen-\/Restaurationsangestellte) sowie die parallel dazu gef\u00fchrten PrA-Berufe.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ergebnisse-1\" class=\"section level2 unnumbered\">\n<h2>Ergebnisse<\/h2>\n<div id=\"schwerpunkt-i-einstieg-in-die-ausbildung-und-verlauf-der-ausbildung\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Schwerpunkt I: Einstieg in die Ausbildung und Verlauf der Ausbildung<\/h3>\n<p>Die Ergebnisse zur Herkunft und zu den schulischen Laufbahnen verweisen auf die Heterogenit\u00e4t der Lernenden und die Unterschiede zwischen den Ausbildungsgef\u00e4ssen: In der EBA haben 27% ausschliesslich Regelschulen besucht (3% in der PrA). In der PrA sind 34% ausschliesslich aus Sonderschulen (9% in der EBA). In beiden Gef\u00e4ssen hat es zudem viele Personen mit nicht-linearen Bildungsverl\u00e4ufen (Schulbesuch im Ausland und Wechsel zwischen Regel- und Sondersettings). Hinzu kommt, dass die Lernenden auf sehr unterschiedlichen Wegen in die Ausbildung gelangt sind und Direkteinstiege nach Schulabschluss mit rund 28% eher selten sind. Bei der EBA liegen bei rund der H\u00e4lfte zwei oder mehr Jahre zwischen dem Schulabschluss und dem Einstieg in die Ausbildung. Rund ein F\u00fcnftel hat vor der aktuellen Ausbildung bereits eine andere Ausbildung begonnen. PrA-Lernende stiegen im Vergleich mit der EBA signifikant<a id=\"fnref1\" class=\"footnote-ref\" href=\"#fn1\"><sup>1<\/sup><\/a> h\u00e4ufiger direkt oder nach nur ein bis zwei Zwischenjahren ein <span class=\"citation\">(vgl. <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019b\">Hofmann, H\u00e4feli &amp; M\u00fcller, 2019<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<p>Die Einsch\u00e4tzungen der Lernenden zur betrieblichen und zur schulischen Ausbildung sind \u00fcberwiegend positiv. Zufrieden \u00e4ussern sich die Lernenden insbesondere zur sozialen Situation im Betrieb und zu ihren betrieblichen Berufsbildenden. Im Vergleich zwischen Beginn und Ende der Ausbildung sinkt die Zufriedenheit im Lehrbetrieb und in der Berufsfachschule etwas, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Die Lernenden f\u00fchlen sich im Betrieb und in der der Schule \u2013 im Durchschnitt \u2013 nur \u00abab und zu\u00bb belastet. Allerdings sch\u00e4tzen Lernende, die ihre Schulzeit teilweise oder ganz im Ausland verbracht haben, die Belastung an beiden Lernorten h\u00f6her ein. F\u00fcr die Ausbildungszufriedenheit ist dies jedoch weniger entscheidend als die Verbundenheit mit dem Beruf oder dem Lehrbetrieb und die Unterst\u00fctzung der betrieblichen Berufsbildenden <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al., 2019<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"schwerpunkt-ii-lehrvertragsaufl\u00f6sungen\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Schwerpunkt II: Lehrvertragsaufl\u00f6sungen<\/h3>\n<p>Aus den durch die Lehrpersonen verf\u00fcgbaren Informationen geht hervor, dass 21% der EBA-Absolventinnen und -Absolventen sowie 27% der PrA-Absolventinnen und -Absolventen ihren Lehrvertrag zwischen t<sub>1<\/sub> und t<sub>2<\/sub> aufgel\u00f6st haben. Die Quoten variieren je nach Branche zwischen 17% und 28%. Personen ausl\u00e4ndischer Herkunft, die in der Schweiz eine Regelschule abgeschlossen haben, scheinen ein leicht erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine Lehrvertragsaufl\u00f6sung zu haben. Ein Vergleich der Situation zu Ausbildungsbeginn zwischen Personen, die ihren Lehrvertrag aufl\u00f6sen mit denjenigen, die in der Ausbildung verbleiben, zeigt folgende signifikante Unterschiede: EBA-Lernende, die ihre Ausbildung weiterf\u00fchren, sind unter anderem st\u00e4rker \u00fcberzeugt, dass sie die richtige Ausbildung gew\u00e4hlt haben, sind mit ihrem Lehrbetrieb st\u00e4rker verbunden, f\u00fchlen sich von ihrer Berufsbildnerin bzw. ihrem Berufsbildner besser unterst\u00fctzt und sind in der Berufsfachschule motivierter. PrA-Lernende, die ihre Lehre weiterf\u00fchren, r\u00e4umen zudem ihrer Praktikumserfahrung vor dem Ausbildungsantritt einen h\u00f6heren Stellenwert ein, sie f\u00fchlen sich besser informiert \u00fcber den Lehrbetrieb und von Lehrpersonen der obligatorischen Schule und der Berufsberatung besser unterst\u00fctzt <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al., 2019<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<p>Aus den Interviews der qualitativen Teilstudie mit EBA- und PrA-Lernenden, die von einer Lehrvertragsaufl\u00f6sung betroffen waren, ist zu erg\u00e4nzen, dass oft mehrere Gr\u00fcnde gleichzeitig eine Rolle spielten: Dazu geh\u00f6ren in vielen F\u00e4llen eine unbefriedigend verlaufene Berufswahl und gesundheitliche Probleme. Eine Mehrheit steigt zwar wieder in eine Ausbildung ein, trotz Unterst\u00fctzungsangeboten bleiben aber manche ohne Anschlussl\u00f6sung <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lamamra_etal2018\">Lamamra, Bosset &amp; Duc, 2018<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"schwerpunkt-iii-berufliche-perspektiven-und-\u00fcbergang-in-den-arbeitsmarkt\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Schwerpunkt III: Berufliche Perspektiven und \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt<\/h3>\n<p>Ehemalige EBA-Lernende sind acht Monate nach Ausbildungsabschluss zu rund 77% beruflich integriert, d.\u00a0h., sie haben eine Arbeit oder absolvieren eine Ausbildung. Bei der PrA liegt diese Quote mit knapp 86% sogar noch h\u00f6her (vgl. Abbildung <a href=\"#figure-1-hofmannmuellerkrausshaefeli\">8.1<\/a>). Personen, die arbeiten, sind zu rund 80% in ihrem erlernten Beruf t\u00e4tig, fest angestellt und arbeiten Vollzeit. Knapp ein Drittel verbleibt im Lehrbetrieb. Im ersten Arbeitsmarkt arbeiten bei den EBA-Abg\u00e4nger*innen 86%, bei den PrA-Abg\u00e4nger*innen sind es 49%. Die Zufriedenheit mit der Arbeitssituation insgesamt und in Bezug auf die verschiedenen Aspekte der Arbeit ist hoch, wobei keine signifikanten Unterschiede zwischen EBA und PrA und zwischen den Branchen festzustellen ist. Positiv \u00e4ussern sich die Befragten v. a. zu ihren Arbeitskolleg*innen und zu ihren Vorgesetzten. Personen, die wieder in einer Ausbildung sind, f\u00fchlen sich mehrheitlich (80%) gut vorbereitet und nicht \u00fcberfordert. Personen, die keine Arbeit oder keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sind hingegen signifikant weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Situation und beurteilen auch die Ausbildung r\u00fcckblickend signifikant kritischer. Die Unsicherheit, wie es weitergehen soll, und finanzielle Probleme werden als belastend erlebt. Von den Betroffenen sind 15% in einer Besch\u00e4ftigungsmassnahme, 44% hingegen arbeitslos und ohne Tagesstruktur <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al., 2019<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<figure id=\"figure-1-hofmannmuellerkrausshaefeli\" aria-describedby=\"caption-figure-1-hofmannmuellerkrausshaefeli\" style=\"width: 3080px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-606 size-full\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final.png\" alt=\"Situation der Lernenden acht Monate nach Ausbildungsabschluss\" width=\"3080\" height=\"780\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final.png 3080w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final-300x76.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final-1024x259.png 1024w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final-768x194.png 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final-1536x389.png 1536w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final-2048x519.png 2048w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final-65x16.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final-225x57.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/05\/2020_hofmann_mueller_krauss_haefeli_FIG1_1540x390-final-350x89.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 3080px) 100vw, 3080px\" \/><figcaption id=\"caption-figure-1-hofmannmuellerkrausshaefeli\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 8.1: Situation der Lernenden acht Monate nach Ausbildungsabschluss<\/figcaption><\/figure>\n<div id=\"diskussion\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h2>Diskussion<\/h2>\n<p>Die Heterogenit\u00e4t in beiden Ausbildungsgef\u00e4ssen bedeutet v. a. f\u00fcr die Ausbildungsverantwortlichen der EBA eine Herausforderung und es stellt sich die Frage, wie gut es im Rahmen der beiden Ausbildungsgef\u00e4sse gelingt, auf die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse der Lernenden einzugehen. Vor diesem Hintergrund ist die hohe Zufriedenheit der Lernenden erfreulich. Auch Jugendliche mit schwierigen Schulkarrieren und aus sonderschulischen Settings sind meist nicht \u00fcberfordert. Die vorhandenen Unterst\u00fctzungsangebote, allen voran die fachkundige individuelle Begleitung FiB, greifen augenscheinlich gut. Allerdings erf\u00fcllt sich die Hoffnung nicht, dass der Direkteinstieg in eine EBA f\u00fcr Lernende eine Alternative zu einer Zwischenl\u00f6sung ist. Die H\u00fcrden f\u00fcr eine EBA werden offenbar nach wie vor als hoch wahrgenommen bzw. scheint die EBA immer noch nicht bei allen akzeptiert zu sein. Dies kann auch dazu f\u00fchren, dass man lieber versucht, doch noch in eine EFZ-Ausbildung einzusteigen, was allerdings mit einem h\u00f6heren Abbruchrisiko verbunden ist und von den Betroffenen vermutlich oft als Scheitern empfunden wird.<\/p>\n<p>Die berufliche Integration nach Abschluss der Ausbildung ist ein wichtiges Ziel der Berufsbildungspolitik und gem\u00e4ss der Vorstudie von besonders grossem Interesse f\u00fcr die Branchenverb\u00e4nde <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2016\">Hofmann, Duc, H\u00e4feli &amp; Lamamra, 2016<\/a>)<\/span>. Erfreulich ist, dass die Mehrheit im Lehrberuf bleibt und damit eine qualifizierte T\u00e4tigkeit aus\u00fcbt, die ihnen dank der Ausbildung zug\u00e4nglich gewesen ist. Ebenfalls positiv zu werten ist der Befund, dass fast die H\u00e4lfte der PrA-Lernenden eine Anschlussl\u00f6sung im ersten Arbeitsmarkt realisieren kann. Der Lehrbetrieb spielt \u2013 zumindest in der \u00dcbergangsphase \u2013 f\u00fcr die berufliche Integration nach dem Abschluss eine wichtige Rolle. Ob Personen eher arbeiten oder in einer Ausbildung sind, h\u00e4ngt auch von der Branche ab, wie weitere Analysen zeigen. Der Anreiz, eine weiterf\u00fchrende Ausbildung zu machen, ist vermutlich je nach Arbeitsmarktsituation unterschiedlich. So zeigt sich z. B., dass Schreinerpraktiker*innen am h\u00e4ufigsten eine weitere Ausbildung machen und gleichzeitig am l\u00e4ngsten brauchen, um eine Stelle nach Ausbildungsabschluss zu finden. Die Durchl\u00e4ssigkeit von einer EBA- in eine EFZ-Ausbildung ist mit rund 30% erfreulich hoch und scheint auch aus Sicht der Betroffenen einigermassen reibungslos zu funktionieren. Die hohe Zufriedenheit der Personen, die arbeiten, entspricht in etwa den Werten einer altersm\u00e4ssig vergleichbaren Stichprobe (18- bis 25-J\u00e4hrige) des Swiss-Household-Panels (nicht publizierte Auswertungen der Daten aus dem Jahr 2007). Allerdings geht es den Personen ohne Anschlussl\u00f6sung schlechter und bedenklich ist auch, wie viele in dieser Situation keine Tagesstruktur haben. Optimiert werden sollte entsprechend die Koordination der Unterst\u00fctzung \u2013 insbesondere bei Problemen in der Ausbildung (Lehrvertragsaufl\u00f6sungen) und beim \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"methodik-2\" class=\"section level2 unnumbered\">\n<h2>Methodik<\/h2>\n<p>Die Studie wurde in einem <em>Mixed-Methods-Design<\/em> angelegt und bestand aus quantitativen Erhebungen (Fragebogen) und qualitativen Erhebungen (Leitfadeninterviews). Der Fokus liegt in diesem Bericht auf den quantitativen Erhebungen. Die Methoden zu den Interviews k\u00f6nnen in <span class=\"citation\"><a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al.<\/a> (<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">2019<\/a>)<\/span> nachgelesen werden.<\/p>\n<p>Die beiden ersten Befragungen fanden schriftlich in den Berufsfachschulklassen statt. F\u00fcr die dritte Befragung wurden drei verschiedene Fragebogen-Versionen erarbeitet (Arbeit, Ausbildung, ohne berufliche L\u00f6sung) und verschiedene Kan\u00e4le (schriftlich, telefonisch) genutzt.<\/p>\n<p>Die Stichprobengr\u00f6sse betrug zu t<sub>1<\/sub> <span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-32d3fd408651394c742bc0a09b0ebdab_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#110;&#32;&#61;&#32;&#55;&#56;&#56;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"13\" width=\"61\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span> Personen, zu t<sub>2<\/sub> <span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-aad0ca834cdc0fe52dd2b56d829121d7_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#110;&#32;&#61;&#32;&#55;&#49;&#52;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"13\" width=\"61\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span> Personen und zu t<sub>3<\/sub> <span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-98e0bc40227f3c21f4ee7c0b52edf52d_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#110;&#32;&#61;&#32;&#52;&#50;&#52;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"12\" width=\"61\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span> Personen, wobei es sich bei rund einem F\u00fcnftel der Personen um PrA-Lernende handelte (vgl. Tabelle <a href=\"#table-1-hofmannmuellerkrausshaefeliLUNA\">8.1<\/a>). Zwischen den drei Befragungszeitpunkten hat sich die Stichprobe gewandelt: Zum Zeitpunkt t<sub>2<\/sub> ist ein Teil der befragten Personen meist infolge einer Lehrvertragsaufl\u00f6sung nicht mehr in der Ausbildung. Neu sind in dieser Stichprobe Personen, die meistens von der EFZ- in die EBA-Ausbildung bzw. von der EBA-Ausbildung in die PrA-Ausbildung heruntergestuft wurden. Anl\u00e4sslich der dritten Befragung konnten knapp 60% wieder erreicht werden. Aus der Deutschschweiz stammen 79% und aus der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz 21% der Befragten. Bei der EBA sind 63% m\u00e4nnlich, bei der PrA 54%. Das Durchschnittsalter (t<sub>1<\/sub>) betr\u00e4gt 19.3 Jahre (EBA) bzw. 17.8 Jahre (PrA). Rund 93% der PrA-Lernenden absolvierten die Ausbildung durch die Invalidenversicherung finanziert im gesch\u00fctzten Rahmen, die restlichen 7% wurden durch einen Coach im ersten Arbeitsmarkt unterst\u00fctzt. Demgegen\u00fcber absolvieren nur 28% der befragten EBA-Lernenden die Ausbildung im gesch\u00fctzten Rahmen (f\u00fcr Details siehe <span class=\"citation\"><a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">Hofmann et al.<\/a> (<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-hofmann_etal2019a\">2019<\/a>))<\/span>.<\/p>\n<table id=\"table-1-hofmannmuellerkrausshaefeliLUNA\" class=\"table table-striped table-hover table-condensed table-responsive lightable-paper\" style=\"margin-left: auto; margin-right: auto; , arial, helvetica, sans-serif;margin-left: auto;\">\n<caption>Tabelle 8.1: Stichproben zu den Messzeitpunkten t<sub>1<\/sub>\u2013t<sub>3<\/sub>.<\/caption>\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"border-bottom: medium hidden; padding-bottom: 0px; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial; width: 208.967px;\" colspan=\"1\">\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #ddd; padding-bottom: 5px;\">Ausbildungstyp<\/div>\n<\/th>\n<th style=\"border-bottom: medium hidden; padding-bottom: 0px; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial; width: 167.567px;\" colspan=\"2\">\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #ddd; padding-bottom: 5px;\">t<sub>1<\/sub><\/div>\n<\/th>\n<th style=\"border-bottom: medium hidden; padding-bottom: 0px; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial; width: 167.567px;\" colspan=\"2\">\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #ddd; padding-bottom: 5px;\">t<sub>2<\/sub><\/div>\n<\/th>\n<th style=\"border-bottom: medium hidden; padding-bottom: 0px; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial; width: 168.567px;\" colspan=\"2\">\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #ddd; padding-bottom: 5px;\">t<sub>3<\/sub><\/div>\n<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<th style=\"text-align: left; width: 202px;\"><\/th>\n<th style=\"text-align: right; width: 69px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-ab3fe149f262606b0685187479f5eab7_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#92;&#99;&#111;&#108;&#111;&#114;&#123;&#116;&#104;&#117;&#110;&#100;&#101;&#114;&#98;&#105;&#114;&#100;&#45;&#114;&#101;&#100;&#125;&#123;&#110;&#125;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"8\" width=\"11\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/th>\n<th style=\"text-align: right; width: 78px;\">%<\/th>\n<th style=\"text-align: right; width: 69px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-ab3fe149f262606b0685187479f5eab7_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#92;&#99;&#111;&#108;&#111;&#114;&#123;&#116;&#104;&#117;&#110;&#100;&#101;&#114;&#98;&#105;&#114;&#100;&#45;&#114;&#101;&#100;&#125;&#123;&#110;&#125;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"8\" width=\"11\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/th>\n<th style=\"text-align: right; width: 78px;\">%<\/th>\n<th style=\"text-align: right; width: 69px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-ab3fe149f262606b0685187479f5eab7_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#92;&#99;&#111;&#108;&#111;&#114;&#123;&#116;&#104;&#117;&#110;&#100;&#101;&#114;&#98;&#105;&#114;&#100;&#45;&#114;&#101;&#100;&#125;&#123;&#110;&#125;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"8\" width=\"11\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/th>\n<th style=\"text-align: right; width: 79px;\">%<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; width: 202.633px;\">EBA Total<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">628<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">79.7<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">604<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">84.6<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">347<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 79px;\">81.8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; width: 202.633px;\">PrA Total<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">160<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">20.3<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">110<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">15.4<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">77<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 79px;\">18.2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; width: 202.633px;\">Total<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">788<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">100.0<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">714<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 78.6333px;\">100.0<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 69.6333px;\">424<\/td>\n<td style=\"text-align: right; width: 79px;\">100.0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<div id=\"danksagung-4\" class=\"section level2 unnumbered\">\n<h2>Danksagung<\/h2>\n<p>Das Projekt wurde vom SBFI finanziell unterst\u00fctzt. Wir danken ausserdem allen Lernenden und den teilnehmenden Berufsfachschulen daf\u00fcr, dass sie sich die Zeit f\u00fcr das Ausf\u00fcllen der Frageb\u00f6gen und die Organisation der Befragungen genommen haben. Unterst\u00fctzt hat uns ausserdem eine Begleitgruppe, bestehend aus Verantwortlichen von Branchenverb\u00e4nden und von Berufsbildungs\u00e4mtern verschiedener Kantone.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Bibliografie<\/h2>\n<div id=\"refs\" class=\"references csl-bib-body hanging-indent\">\n<div id=\"ref-bfs2019\" class=\"csl-entry\">BFS. (2019). <em>Lehrvertragsaufl\u00f6sung, Wiedereinstieg, Zertifikationsstatus. Resultate zur dualen beruflichen Grundbildung (EBA und EFZ)<\/em>. Neuch\u00e2tel: Bundesamt f\u00fcr Statistik.<\/div>\n<div id=\"ref-fitzli_etal2016\" class=\"csl-entry\">Fitzli, D., Gr\u00fctter, M., Fontana, M.-C., Koebel, K. &amp; Bock, S. (2016). <em>Evaluation der Arbeitsmarktsituation und Weiterbildungsperspektive von Absolventen und Absolventinnen mit eidgen\u00f6ssischem Berufsattest (EBA)<\/em>. Bern: SBFI.<\/div>\n<div id=\"ref-hofmann_etal2016\" class=\"csl-entry\">Hofmann, C., Duc, B., H\u00e4feli, K. &amp; Lamamra, N. (2016). <em>Situation der Lernenden und Bew\u00e4ltigung von \u00dcberg\u00e4ngen im niederschwelligen Ausbildungsbereich. Qualitative Vorstudie. Synthesebericht.<\/em> Z\u00fcrich\/Lausanne: Interkantonale Hochschule f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik Z\u00fcrich (HfH) &amp; Institut f\u00e9d\u00e9ral des hautes \u00e9tudes en formation professionnelle (IFFP).<\/div>\n<div id=\"ref-hofmann_haefeli2015\" class=\"csl-entry\">Hofmann, C. &amp; H\u00e4feli, K. (2015). \u00dcbergang in den Arbeitsmarkt nach einer Attestausbildung. In K. H\u00e4feli, M.P. Neuenschwander &amp; S. Schumann (Hrsg.), <em>Berufliche Passagen im Lebenslauf<\/em> (S. 189\u2013218). Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften.<\/div>\n<div id=\"ref-hofmann_etal2019b\" class=\"csl-entry\">Hofmann, C., H\u00e4feli, K. &amp; M\u00fcller, X. (2019). Auf Umwegen zum Ziel? Ausbildungseinstieg bei Jugendlichen in einer zweij\u00e4hrigen beruflichen Grundbildung mit Berufsattest in der Schweiz. <em>Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis<\/em>, <em>5<\/em>, 21\u201325.<\/div>\n<div id=\"ref-hofmann_etal2019a\" class=\"csl-entry\">Hofmann, C., H\u00e4feli, K., M\u00fcller, X., Krauss, A., Duc, B., Lamamra, N. et al. (2019). <em>Lernende in \u00dcbergangssituationen im niederschwelligen Ausbildungsbereich. Schlussbericht<\/em>. Z\u00fcrich\/Lausanne: Interkantonale Hochschule f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik Z\u00fcrich (HfH) &amp; Institut f\u00e9d\u00e9ral des hautes \u00e9tudes en formation professionnelle (IFFP).<\/div>\n<div id=\"ref-lamamra_etal2018\" class=\"csl-entry\">Lamamra, N., Bosset, I. &amp; Duc, B. (2018). Ce que les arr\u00eats pr\u00e9matur\u00e9s d\u2019apprentissage r\u00e9v\u00e8lent du syst\u00e8me de formation professionnelle suisse et de la transition \u00e0 l\u2019\u00e2ge adulte. <em>C\u00e9req \u00c9changes<\/em>, <em>6<\/em>, 279\u2013290. Nantes: Universit\u00e9 de Nantes.<\/div>\n<div id=\"ref-sempert_kammermann2010\" class=\"csl-entry\">Sempert, W. &amp; Kammermann, M. (2010). <em>Evaluation Pilotprojekt Praktische Ausbildung (PrA) INSOS. Bericht im Rahmen des mehrj\u00e4hrigen Forschungsprogramms zu Invalidit\u00e4t und Behinderung (FoP-IV) Beitr\u00e4ge zur Sozialen Sicherheit<\/em>. Bern: Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen.<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"footnotes\">\n<hr \/>\n<ol start=\"1\">\n<li id=\"fn1\">Unterschiede und Zusammenh\u00e4nge werden als signifikant bezeichnet, wenn sie auf dem 5%-Niveau der jeweiligen Tests statistisch bedeutsam sind.<a class=\"footnote-back\" href=\"#fnref1\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zweij\u00e4hrige Grundbildung mit Berufsattest (EBA) und die Praktische Ausbildung nach INSOS (PrA) wurden mit dem bildungspolitischen Ziel eingef\u00fchrt, m\u00f6glichst allen jungen Erwachsenen einen anerkannten Abschluss auf der Sekundarstufe II zu erm\u00f6glichen. Die L\u00e4ngsschnittstudie LUNA \u2013 finanziert durch das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und durchgef\u00fchrt in Kooperation mit dem Institut f\u00e9d\u00e9ral des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1452,"menu_order":2,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["claudia-hofmann-dr-phil","xenia-muller-dr-phil","annette-krauss-msc","kurt-haefeli-prof-dr-em"],"pb_section_license":""},"categories":[],"chapter-type":[],"contributor":[68,69,80,70],"license":[],"class_list":["post-70","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-annette-krauss-msc","contributor-claudia-hofmann-dr-phil","contributor-kurt-haefeli-prof-dr-em","contributor-xenia-muller-dr-phil"],"part":38,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/70","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1452"}],"version-history":[{"count":51,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/70\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":701,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/70\/revisions\/701"}],"part":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/38"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/70\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70"},{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=70"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=70"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=70"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}