{"id":53,"date":"2021-04-21T15:09:54","date_gmt":"2021-04-21T13:09:54","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/?post_type=chapter&#038;p=53"},"modified":"2022-08-31T10:10:44","modified_gmt":"2022-08-31T08:10:44","slug":"3-inklusion-in-der-kindertagesstaette","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/chapter\/3-inklusion-in-der-kindertagesstaette\/","title":{"raw":"3. Inklusion in der Kindertagesst\u00e4tte: Eine Mixed-Method-Studie zu Einstellungen und Selbstwirksamkeit von Betreuenden","rendered":"3. Inklusion in der Kindertagesst\u00e4tte: Eine Mixed-Method-Studie zu Einstellungen und Selbstwirksamkeit von Betreuenden"},"content":{"raw":"In der Schweiz werden Kinder mit Behinderung vermehrt in Betreuungseinrichtungen der fr\u00fchkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) integriert. Bei der Umsetzung der Inklusion spielen \u00dcberzeugungen eine entscheidende Rolle. Die Studie untersuchte die inklusiven \u00dcberzeugungen von Mitarbeitenden in Z\u00fcrcher Kindertagesst\u00e4tten \\(n = 119\\). In einem Mixed-Method-Design wurden die Einstellungen und die Selbstwirksamkeit gegen\u00fcber der inklusiven Arbeit mit Kindern mit Behinderung quantitativ mittels Fragebogen erfasst. Gemeinsam mit den anschliessenden problemzentrierten Interviews mit sechs Fachkr\u00e4ften der fr\u00fchkindlichen Bildung zeigen die Ergebnisse eine hohe Bef\u00fcrwortung der Inklusion, wobei die Selbstwirksamkeit am niedrigsten erlebt wurde. Positive inklusive \u00dcberzeugungen standen insbesondere mit der aktuell erlebten inklusiven Betreuung in Zusammenhang. Ein hoher F\u00f6rder- und Unterst\u00fctzungsbedarf der Kinder ging einher mit einer niedrigen Selbstwirksamkeit.\r\n<div id=\"lutolf_schaub_einleitung\" class=\"section level2 unnumbered\">\r\n<h2>Einleitung<\/h2>\r\nInklusive Bildung hat im p\u00e4dagogischen und sonderp\u00e4dagogischen Diskurs, bei Eltern und Interessensvertreter*innen im Bereich der Schule seit geraumer Zeit Bestand. Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) durch die Schweiz im Jahr 2014 richtet sich der Blick nun gezielter auf das Recht auf Teilhabe von Geburt an \u2013 eine bedeutende Voraussetzung f\u00fcr die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Bislang ist die Inklusion im Vorschulbereich \u00abnur vereinzelt und unsystematisch realisiert\u00bb worden <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-inclusionhandicap2017\">Inclusion Handicap, 2017, S. 26<\/a>)<\/span>. Zahlreiche Anstrengungen auf privater, kommunaler und kantonaler Ebene f\u00fchrten in den letzten Jahren allerdings zu einer zunehmenden Inklusion von Kindern mit Behinderung in Einrichtungen der FBBE <span class=\"citation\">(Kitas, <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lutolf_schaub2017\">L\u00fctolf &amp; Schaub, 2017<\/a>)<\/span>. Beispielsweise stieg die Anzahl inklusiv betreuter Kinder in Stadtz\u00fcrcher Kindertagesst\u00e4tten (Kitas) von 61 Kindern im Jahr 2014 auf 159 Kinder im Jahr 2019 <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-stadtzurich2020\">Stadt Z\u00fcrich, 2020<\/a>)<\/span>. Die zunehmende Inklusion von Kindern mit Behinderung stellt Einrichtungen der FBBE vor grosse Herausforderungen <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-heimlich2016\">Heimlich, 2016<\/a>)<\/span>. Gleichzeitig ist der Forschungsstand zur Implementierung inklusiver Betreuung noch gering <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-wiedebusch_albers2016\">Wiedebusch &amp; Albers, 2016<\/a>)<\/span>.\r\n<div id=\"inklusive-\u00fcberzeugungen\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Inklusive \u00dcberzeugungen<\/h3>\r\nIn der Inklusionsforschung werden positive Einstellungen als eine der einflussreichsten oder gar als Grundvoraussetzung erfolgreicher Inklusion betrachtet <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-guralnick2000\">Guralnick, 2000<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mulvihill_etal2004\">Mulvihill, Cotton &amp; Gyaben, 2004<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-odom2000\">Odom, 2000<\/a>)<\/span>. \u00abAbove all, inclusion requires the adoption of attitudes of acceptance and tolerance\u00bb <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-frankel_etal2010\">Frankel, Gold &amp; Ajodhia-Andrews, 2010, S. 12<\/a>)<\/span>. Einstellungen sind handlungsleitend und bewerten gedankliche Entit\u00e4ten, d. h. Menschen, Objekte oder Ideen mit einem bestimmten Mass an Zustimmung oder Ablehnung <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-eagly_chaiken2005\">Eagly &amp; Chaiken, 2005<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-fishbein_ajzen2010\">Fishbein &amp; Ajzen, 2010<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-kraus1995\">Kraus, 1995<\/a>)<\/span>. International l\u00e4sst sich in den letzten Jahren eine Zunahme an Forschungsarbeiten zu den inklusiven \u00dcberzeugungen von Fachkr\u00e4ften der fr\u00fchkindlichen Bildung beobachten. Diese Forschung zeigt, dass Fachkr\u00e4fte gegen\u00fcber der Inklusion in der fr\u00fchen Kindheit (tendenziell) positiv eingestellt sind <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-uusimaki_etal2020\">Uusimaki, Garvis &amp; Sharma, 2020<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">Weglarz-Ward, Santos &amp; Timmer, 2019<\/a>)<\/span>.\r\n\r\nEine entscheidende Rolle bei der Umsetzung von Einstellungen in tats\u00e4chliches Verhalten wird der <em>Selbstwirksamkeit<\/em>\u00a0<span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-bandura1986\">Bandura, 1986<\/a>)<\/span> respektive dem verwandten Konstrukt der <em>wahrgenommenen Verhaltenskontrolle<\/em>\u00a0<span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-ajzen1991\">Ajzen, 1991<\/a>)<\/span> zugeschrieben. Beide Konstrukte umschreiben die subjektive Einsch\u00e4tzung der eigenen F\u00e4higkeit, eine bestimmte Aufgabe erf\u00fcllen beziehungsweise ein bestimmtes Verhalten ausf\u00fchren zu k\u00f6nnen. In der fr\u00fchen inklusiven Bildung meint dies folglich die subjektive \u00dcberzeugung, unterschiedliche (heil-)p\u00e4dagogische Praktiken im Kita-Alltag umsetzen zu k\u00f6nnen <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-dunst_bruder2014\">Dunst &amp; Bruder, 2014<\/a>)<\/span>.\r\n\r\nDie Auspr\u00e4gung der inklusiven \u00dcberzeugungen wird durch eine Vielzahl an Merkmalen bedingt, welche in Merkmale des Kindes, der Person und der Umwelt kategorisiert werden k\u00f6nnen. Der Grad der Beeintr\u00e4chtigung eines Kindes hat einen deutlichen Einfluss: Gegen\u00fcber der Inklusion von Kindern mit leichteren Beeintr\u00e4chtigungen (z. B. Lern-, Sprachbeeintr\u00e4chtigung) werden positivere \u00dcberzeugungen ge\u00e4ussert als gegen\u00fcber Kindern mit Verhaltensproblemen oder schweren Beeintr\u00e4chtigungen (z. B. erworbene Hirnsch\u00e4den, geistige Behinderung) <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-gronke_sarimski2018\">Gr\u00f6nke &amp; Sarimski, 2018<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lee_etal2015\">Lee, Yeung, Tracey &amp; Barker, 2015<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lohmann_etal2017\">Lohmann, Hensen &amp; Wiedebusch, 2017<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mohay_reid2006\">Mohay &amp; Reid, 2006<\/a>)<\/span>. F\u00fcr die Fachkr\u00e4fte der fr\u00fchkindlichen Bildung sind das Wissen \u00fcber Behinderung und inklusive Praktiken sowie die praktische Erfahrung in der inklusiven Arbeit zentral <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-dias_cadime2016\">Dias &amp; Cadime, 2016<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lee_etal2015\">Lee, Yeung, Tracey &amp; Barker, 2015<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mohay_reid2006\">Mohay &amp; Reid, 2006<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-park_etal2018\">Park, Dimitrov &amp; Park, 2018<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-you_etal2019\">You, Kim &amp; Shin, 2019<\/a>)<\/span>. Schliesslich wirken sich die Rahmenbedingungen des inklusiven Settings auf die Auspr\u00e4gung der \u00dcberzeugungen aus. Dies k\u00f6nnen personelle Ressourcen wie die Unterst\u00fctzung durch Fachpersonen <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-engstrand_rollpettersson2014\">Engstrand &amp; Roll-Pettersson, 2014<\/a>)<\/span> oder materielle Ressourcen sein <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-yu2019\">Yu, 2019<\/a>)<\/span>. <span class=\"citation\"><a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">Weglarz-Ward, Santos und Timmer<\/a> (<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">2019<\/a>)<\/span> schliessen aus einer Befragung von 620 Fachkr\u00e4ften in US-amerikanischen Kitas, dass die Einstellungen zur Inklusion zwar positiv, die Rahmenbedingungen aktuell aber noch ungen\u00fcgend sind:\r\n<blockquote>\u00abWe have willing, interested, and motivated providers in child care [..] who want to support children with disabilities and their families but feel that there are many existing barriers\u00bb <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">ebd., S. 172<\/a>)<\/span>.<\/blockquote>\r\nDie mehrheitlich aus internationalen Studien stammenden Befunde lassen sich nur ungen\u00fcgend auf die Situation in der Schweiz \u00fcbertragen. \u00dcberzeugungen werden durch die Umgebung und durch kulturelle Faktoren gepr\u00e4gt <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-malinen_etal2013\">Malinen et al., 2013<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-uusimaki_etal2020\">Uusimaki, Garvis &amp; Sharma, 2020<\/a>)<\/span>. \u00abThe larger social-political climate of the community and the values and beliefs adopted by the educational community exert a major influence on the process of inclusion\u00bb <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-frankel_etal2010\">Frankel, Gold &amp; Ajodhia-Andrews, 2010, S. 205<\/a>)<\/span>. Die nach wie vor bestehende Trennung von Bildung und Betreuung sowie die fehlende nationale Regelung der fr\u00fchkindlichen Betreuung in der Schweiz <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-burger_etal2017\">Burger, Neumann &amp; Brandenberg, 2017<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-skbf2018\">SKBF, 2018<\/a>)<\/span> steht im Kontrast zu L\u00e4ndern wie Schweden, wo die Vorschule explizit dem Bildungssystem zugeordnet wird <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-engstrand_rollpettersson2014\">Engstrand &amp; Roll-Pettersson, 2014<\/a>),<\/span> oder zu Deutschland, wo das Recht auf Inklusion im Vorschulbereich bereits gesetzlich verankert ist <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-wiedebusch_etal2015\">Wiedebusch, Lohmann, Tasche, Thye &amp; Hensen, 2015<\/a>)<\/span>. Da sowohl die inklusive Betreuung in der Schweiz ein junges Ph\u00e4nomen ist, als auch bis anhin keine empirischen Befunde zu den inklusiven \u00dcberzeugungen der Fachkr\u00e4fte der fr\u00fchkindlichen Betreuung bekannt sind, wurde f\u00fcr die gegenw\u00e4rtige Studie ein Mixed-Method-Ansatz gew\u00e4hlt. Dieser Ansatz eignet sich besonders f\u00fcr Problemstellungen, welche in einem komplexen sozialen Kontext stattfinden <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-creswell_clark2007\">Creswell &amp; Clark, 2007<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-tashakkori_teddlie1998\">Tashakkori &amp; Teddlie, 1998<\/a>)<\/span>. Dieser Ansatz verbindet die positivistischen und konstruktivistischen Zug\u00e4nge aus der quantitativen und qualitativen Forschungstradition in einer einzelnen Studie. Ziel ist ein gr\u00f6sserer Erkenntnisgewinn, als aus einem einzelnen Zugang resultieren w\u00fcrde <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-kratzmann2018\">Kratzmann, 2018<\/a>)<\/span>.\r\n\r\nDie hier pr\u00e4sentierten Daten sind Teil einer gr\u00f6sseren Studie, welche das Gelingen der inklusiven Betreuung beispielhaft in Kindertagesst\u00e4tten der <em>Stiftung GFZ<\/em> in Z\u00fcrich untersucht. Zuerst wurden in einer quantitativen Projektphase die soziale Partizipation von Kindern mit und ohne Behinderung anhand von Beobachtungen im Kita-Alltag vergleichend untersucht <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-luetolf_schaub2019\">L\u00fctolf &amp; Schaub, 2019<\/a>)<\/span> und die inklusiven \u00dcberzeugungen der Kita-Mitarbeitenden erfragt. In der anschliessenden qualitativen Phase wurden diese Befunde im Rahmen von leitfadengest\u00fctzten Interviews vertieft. Bezogen auf die inklusiven \u00dcberzeugungen wurden folgende Fragestellungen untersucht:\r\n<ol style=\"list-style-type: decimal;\">\r\n \t<li>Welche inklusiven \u00dcberzeugungen haben Fachpersonen der Kita?<\/li>\r\n \t<li>Welche Faktoren beg\u00fcnstigen positive inklusiven \u00dcberzeugungen?<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div id=\"lutolf_schaub_ergebnisse\" class=\"section level2 unnumbered\">\r\n<h2>Ergebnisse und Diskussion<\/h2>\r\nDie Inklusion von Kindern mit Behinderung in Kitas bringt f\u00fcr alle Kinder lebenslange Vorteile <span class=\"citation\">(z. B. <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-henninger_gupta2014\">Henninger IV &amp; Gupta, 2014<\/a>)<\/span>. Auch in der Schweiz zeichnet sich seit der Ratifizierung der BRK im Jahr 2014 eine deutliche Zunahme fr\u00fcher inklusiver Bildung und Betreuung ab, wobei bislang eine empirische Grundlage f\u00fcr die Umsetzung der Inklusion weitgehend fehlt <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lutolf_schaub2017\">L\u00fctolf &amp; Schaub, 2017<\/a>)<\/span>. Insbesondere ist wenig dazu bekannt, wie Fachkr\u00e4fte der fr\u00fchkindlichen Bildung \u2013 also jener Personenkreis, welcher die Inklusion prim\u00e4r umsetzen muss \u2013 zur Inklusion stehen. Diesen inklusiven \u00dcberzeugungen werden in der internationalen Forschung eine entscheidende Rolle zugesprochen <span class=\"citation\">(z. B. <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-odom2000\">Odom, 2000<\/a>)<\/span>.\r\n\r\nIn der quantitativen Phase der Mixed-Method-Studie wurden die Einstellungen (kognitiv, affektiv, verhaltensbezogen) und die Selbstwirksamkeit von Mitarbeitenden in Kitas der <em>Stiftung GFZ<\/em> erfragt. In den darauffolgenden Interviews mit Kita-Leiterinnen, Fachfrauen Betreuung und Lernenden wurden diese Befunde vertieft.\r\n<div id=\"die-inklusiven-\u00fcberzeugungen-der-fachkr\u00e4fte\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Die inklusiven \u00dcberzeugungen der Fachkr\u00e4fte<\/h3>\r\nVergleichbar mit internationalen Ergebnissen \u00e4ussern sich die Mitarbeitenden positiv zur inklusiven Betreuung. Die deskriptive quantitative Auswertung zeigt, dass die Mittelwerte aller Skalen \u00fcber dem erwarteten Mittel von 3.5 liegen (siehe Abbildung <a href=\"#figure-1-lutolfschaub\">3.1<\/a>).\r\n<div class=\"figure\"><\/div>\r\n\r\n[caption id=\"figure-1-lutolfschaub\" align=\"aligncenter\" width=\"3080\"]<img class=\"wp-image-429 size-full\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540.png\" alt=\"Dimensionen inklusiver \u00dcberzeugungen, Mittelwerte und Standardfehler. ***p &lt; .001, **p &lt; .01\" width=\"3080\" height=\"1080\" \/> Abbildung 3.1: Dimensionen inklusiver \u00dcberzeugungen, Mittelwerte und Standardfehler. ***\\(p &lt; .001\\), **\\(p &lt; .01\\)[\/caption]\r\n\r\nAuch in den Interviews sind die Fachpersonen gegen\u00fcber der Inklusion von Kindern mit Behinderung mehrheitlich positiv eingestellt. Dies zeigt sich beispielsweise in Aussagen, welche darauf hinweisen, dass die Inklusion in der Verantwortung der Gesellschaft liegt. Zudem wird betont, dass die Kita als Institution der fr\u00fchkindlichen Bildung in eben dieser Gesellschaft allen Kindern die Chance bieten soll, Teil einer Kindergruppe zu sein.\r\n<blockquote>\u00abAlso, auch Kinder mit Behinderung geh\u00f6ren zu unserer Gesellschaft. F\u00fcr mich geh\u00f6ren sie dazu, ja\u00bb (Kitaleiterin).<\/blockquote>\r\n<blockquote>\u00abWeil grunds\u00e4tzlich finde ich, dass jeder Mensch so ist, wie er ist und eben, es sollte eigentlich auch Platz haben f\u00fcr die mit Beeintr\u00e4chtigung\u00bb (Lernende).<\/blockquote>\r\nInsgesamt wird die Selbstwirksamkeit signifikant negativer beurteilt als die Skalen der Einstellung (siehe Abbildung <a href=\"#figure-1-lutolfschaub\">3.1<\/a>). Dieser Befund spiegelt sich in den Interviews wider. Beispielsweise stehen die positiven Affekte gegen\u00fcber der inklusiven Betreuung eines Kindes mit einer Sinnesbehinderung im folgenden Zitat im Kontrast zur gering ausgepr\u00e4gten Selbstwirksamkeit.\r\n<blockquote>\u00abEs ist mega abwechslungsreich. Auch mega spannend zu sehen, eben wie man auch mit einer Sinnesbehinderung die Welt entdecken kann. Es ist auch manchmal mega aufregend oder eben auch schwierig. Man weiss dann manchmal doch nicht, wie man richtig handeln sollte\u00bb (Lernende).<\/blockquote>\r\nJe konkreter der Betreuungsalltag thematisiert wird, desto kritischer werden die Aussagen. Hauptmerkmal ist dabei die Einsch\u00e4tzung der Inklusion als Herausforderung, welche auf der Ebene des vorstellbaren Kindes auch infrage gestellt wird.\r\n<blockquote>\u00abWeil, egal, also ich meine, das ist auch so bei einem gesunden Kind. Ich finde, immer wenn das Kind hierherkommt, dann muss es wahrgenommen werden, seine Bed\u00fcrfnisse m\u00fcssen abgedeckt werden und das ist einfach mit einem Kind mit Beeintr\u00e4chtigung eine noch gr\u00f6ssere Challenge\u00bb (Kita-Leiterin).<\/blockquote>\r\n<blockquote>\u00abAlso ich verstehe es, wenn man die Kinder eigentlich in den normalen Kindergarten, in eine normale Kita eben bringen will. Wenn es wirklich ein Kind eben im Rollstuhl, mit Schwerfachbehinderung ist, finde ich pers\u00f6nlich, es geh\u00f6rt nicht in eine normale Kita\u00bb (Lernende).<\/blockquote>\r\n<table id=\"table-1-luetolfschaub-TiKi\" class=\"table table-striped table-hover table-condensed table-responsive lightable-paper\" style=\", arial, helvetica, sans-serif;margin-left: auto; margin-right: auto;\"><caption>Tabelle 3.1: Korrelationen zwischen Merkmalen der Teilnehmenden und den inklusiven \u00dcberzeugungen.<\/caption>\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th style=\"padding-bottom: 0; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial;\" colspan=\"2\">\r\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #00000020; padding-bottom: 5px;\">Merkmale der Teilnehmenden<\/div><\/th>\r\n<th style=\"padding-bottom: 0; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial;\" colspan=\"3\">\r\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #00000020; padding-bottom: 5px;\">Einstellung<\/div><\/th>\r\n<th style=\"padding-bottom: 0; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial;\" colspan=\"1\">\r\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #00000020; padding-bottom: 5px;\">Selbstwirksamkeit<\/div><\/th>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\">kognitiv<\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\">affektiv<\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\">verhaltensbezogen<\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"5\">Arbeitssituation<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Alter<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.15<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.03<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.13<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Geschlecht<sup>1<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.03<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">-.01<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">-.04<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Funktion<sup>2<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.16<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.23<sup>*<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.14<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.16<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Dauer in der Einrichtung<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.17<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.23<sup>*<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.14<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Anstellungsprozent<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.00<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">-.05<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">-.05<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.00<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"2\">Berufserfahrung<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Allgemein<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.09<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.24<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.25<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.13<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Arbeit<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.09<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.15<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.04<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.12<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"2\">Aktuelle Betreuungssituation<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">1 Kind mit Beeintr\u00e4chtigung<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.29<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.24<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.26<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.28<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">2\u20133 Kinder mit Beeintr\u00e4chtigung<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">-.31<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.03<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.01<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">-.02<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<tfoot>\r\n<tr>\r\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><span style=\"font-style: italic;\">Anmerkung: <\/span><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\">**<em>p<\/em> &lt; .01, *<em>p<\/em> &lt; .05<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><sup>1<\/sup> 0 = m\u00e4nnlich, 1 = weiblich;<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><sup>2<\/sup> 0 = Mitarbeitende ohne Ausbildungsabschluss, 1 = Mitarbeitende mit abgeschlossener Ausbildung, 2 = Mitarbeitende in leitender Funktion<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tfoot>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<div id=\"personenbezogene-einfl\u00fcsse\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Personenbezogene Einfl\u00fcsse<\/h3>\r\nInklusive \u00dcberzeugungen werden durch praktische Erfahrungen sowie Wissen \u00fcber Behinderung und inklusive Praktiken gepr\u00e4gt <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-dias_cadime2016\">Dias &amp; Cadime, 2016<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mohay_reid2006\">Mohay &amp; Reid, 2006<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-park_etal2018\">Park, Dimitrov &amp; Park, 2018<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-you_etal2019\">You, Kim &amp; Shin, 2019<\/a>)<\/span>. Auch in der gegenw\u00e4rtigen Studie stellten sich diese Merkmale der Befragten als zentral heraus. Tabelle <a href=\"#table-1-luetolfschaub-TiKi\">3.1<\/a> zeigt die Korrelationen zwischen Merkmalen der Befragten und ihren inklusiven \u00dcberzeugungen. Um den singul\u00e4ren Beitrag der einzelnen Merkmale zu ermitteln, wurden zudem f\u00fcr jede Skala schrittweise multiple Regressionen gerechnet (siehe Tab. <a href=\"#table-2-luetolfschaub-TiKi\">3.2<\/a>).\r\n<table id=\"table-2-luetolfschaub-TiKi\" class=\"table table-striped table-hover table-condensed table-responsive lightable-paper\" style=\", arial, helvetica, sans-serif;margin-left: auto; margin-right: auto;\"><caption>Tabelle 3.2: Schrittweise lineare Regressionsanalysen<\/caption>\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th style=\"text-align: left;\">Einstellung<\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\">Variable<\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\">$\\color{thunderbird-red}{\\beta}$<\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\"><em>R<\/em><sup>2<\/sup><\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\"><em>R<\/em><sup>2<\/sup> Ver\u00e4nderung<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"4\">Kognitiv<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 1<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 2\u20133 Kinder<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">-.26<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.09<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.09<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 2<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 1 Kind<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.23<sup>*<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.15<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 3<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Funktion<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.19<sup>*<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.18<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.04<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Angepasstes <em>R<\/em><sup>2<\/sup> = .16, <em>F<\/em>(3,110) = 8.30<sup>***<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"3\">Affektiv<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 1<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Dauer in der Einrichtung<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.21<sup>*<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 2<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 1 Kind<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.21<sup>*<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.10<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.02<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Angepasstes <em>R<\/em><sup>2<\/sup> = .08, <em>F<\/em>(2,111) = 6.22<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"3\">Verhaltensbezogen<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 1<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 1 Kind<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.22<sup>*<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.07<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.07<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 2<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Berufserfahrung<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.20<sup>*<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.10<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.04<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Angepasstes <em>R<\/em><sup>2<\/sup> = .09, <em>F<\/em>(2,111) = 6.48<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"2\">Selbstwirksamkeit<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 1<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 1 Kind<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.26<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.07<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">.07<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Angepasstes <em>R<\/em><sup>2<\/sup> = .06, <em>F<\/em>(1,112) = 8.40<sup>**<\/sup><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<tfoot>\r\n<tr>\r\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><span style=\"font-style: italic;\">Anmerkung: <\/span><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\">Schrittweise lineare Regressionsanalysen f\u00fcr die verschiedenen Dimensionen inklusiver \u00dcberzeugungen mit den Pr\u00e4diktoren <em>Funktion in der Kita<\/em>, <em>Dauer in der Einrichtung<\/em>, <em>allgemeine und inklusive Berufserfahrung<\/em> und <em>aktuelle Betreuungssituation<\/em> (1 Kind, 2\u20133 Kinder mit Beeintr\u00e4chtigung). Das Alter wurde aufgrund hoher Multikollinearit\u00e4t mit der allgemeinen Berufserfahrung (&gt; .70) in den Auswertungen nicht ber\u00fccksichtigt. <span class=\"math inline\">\\(\\beta\\)<\/span> = standardisiertes Beta des letzten Schrittes; <span class=\"math inline\">\\(R^2\\)<\/span> = Bestimmtheitsmass, erkl\u00e4rte Varianz; ***<em>p<\/em> &lt; .001, **<em>p<\/em> &lt; .01, *<em>p<\/em> &lt; .05.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tfoot>\r\n<\/table>\r\nDer bedeutsamste Pr\u00e4diktor f\u00fcr alle Dimensionen inklusiver \u00dcberzeugungen ist die aktuelle inklusive Betreuung eines Kindes. Mit weiteren Aspekten praktischer Erfahrungen wie der Berufserfahrung zeigen sich mehrheitlich korrelative Zusammenh\u00e4nge. Im Falle der Selbstwirksamkeit ist die aktuelle Betreuungssituation dar\u00fcber hinaus der einzige Pr\u00e4diktor. In den Interviews dagegen werden der pers\u00f6nlichen Reife und der Berufserfahrung eine tragende Rolle zugesprochen, unabh\u00e4ngig davon, ob sich diese Erfahrungen explizit auf die Betreuung von Kindern mit Behinderung bezieht:\r\n<blockquote>\u00abIch denke halt die Erfahrung, die man mit der Zeit sammelt. Ja und auch, also ich denke, vielleicht auch ein St\u00fcck weit das Alter, die Reife, also Sicherheit, die ich nat\u00fcrlich von jahrelanger Arbeit mit Kindern einfach in mir habe\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/blockquote>\r\n<blockquote>\u00abAlso, auch jetzt f\u00e4llt es mir manchmal noch schwer, aber viel besser und ja, einfach die Routine auch in schwierigen Situationen jonglieren zu k\u00f6nnen. Was jetzt \u00e4hm ja, eben, 8 Jahre Unterschied macht etwas aus in diesem Beruf\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/blockquote>\r\nIn der Frage der konkreten Ausgestaltung der Inklusion sind neben der Reife und der Berufserfahrung Fachkompetenzen und Fachwissen wichtig. Dabei wird betont, dass dieses Wissen nicht per se vorhanden sei, sondern in den aktuellen Betreuungssituationen von Kindern mit Behinderung entstehe. In der t\u00e4glichen Arbeit eigne man sich Fachwissen an, mache wichtige Erfahrung und baue Routinen auf. Dies trage dazu bei, inklusive Betreuungssettings anzunehmen und umzusetzen.\r\n<blockquote>\u00abJa und je mehr man sich damit auseinandersetzt, desto, ja, also desto normaler wird es dann auch. Man verinnerlicht es ziemlich schnell. Aber man muss Interesse daf\u00fcr haben, man muss das auch wollen und man muss sich dann auch damit besch\u00e4ftigen und auseinandersetzen\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/blockquote>\r\nGleichzeitig ist die Aneignung von fachspezifischem Wissen unterst\u00fctzend und n\u00f6tig. Die Fachpersonen betonen, dass zus\u00e4tzliche interne und externe Weiterbildungsangebote wichtig w\u00e4ren, um fachliche Kompetenz und damit die n\u00f6tige Sicherheit in Bezug auf das eigene Handeln zu erlangen.\r\n\r\n<\/div>\r\n<div id=\"umweltbezogene-einfl\u00fcsse\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Umweltbezogene Einfl\u00fcsse<\/h3>\r\nAus der internationalen Forschung ist bekannt, dass die \u00e4usseren Bedingungen der Inklusion einen entscheidenden Einfluss auf die \u00dcberzeugungen haben <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-engstrand_rollpettersson2014\">Engstrand &amp; Roll-Pettersson, 2014<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">Weglarz-Ward, Santos &amp; Timmer, 2019<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-yu2019\">Yu, 2019<\/a>)<\/span>. Die Befragten der gegenw\u00e4rtigen Studie waren Mitarbeitende einer gr\u00f6sseren Kita-Anbieterin und arbeiteten folglich unter den gleichen Rahmenbedingungen. In der quantitativen Befragung wurden die Einfl\u00fcsse der Rahmenbedingungen dementsprechend nicht adressiert. Allerdings zeigt sich, dass die Dauer der Anstellung in der Kita bei Mitarbeitenden die \u00dcberzeugungen bez\u00fcglich der Inklusion beeinflusst: Je l\u00e4nger Mitarbeitende in der Kita angestellt sind, desto positiver sind ihre affektiven Einstellungen gegen\u00fcber der Inklusion.\r\n\r\nAus den Interviews wird die Bedeutsamkeit des Teams f\u00fcr die Bildung inklusiver \u00dcberzeugungen und f\u00fcr die aktive Umsetzung der Inklusion deutlich. Dabei wird einerseits betont, dass eine offene und positive Haltung des ganzen Teams gegen\u00fcber der Inklusion die Basis f\u00fcr eine gelingende Umsetzung darstellt. Des Weiteren werden wiederholt die Kontinuit\u00e4t und der Zusammenhalt im Team als unterst\u00fctzende Aspekte angesprochen.\r\n<blockquote>\u00abDas Team ist halt, das macht auch ganz viel aus, ein kontinuierliches Team, das m\u00f6glichst stabil ist\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/blockquote>\r\nAls f\u00f6rderliche Aspekte der Teamarbeit im Alltag werden die gegenseitige Entlastung und Unterst\u00fctzung in Stresssituationen und bei Unsicherheiten genannt. Ein gut eingespieltes, verl\u00e4ssliches und in der Haltung gegen\u00fcber der Inklusion gemeinsam denkendes Team wird als sehr unterst\u00fctzend wahrgenommen. Dabei wird zus\u00e4tzlich betont, dass dies einerseits mit dem Betreuungsschl\u00fcssel zusammenh\u00e4ngt, jedoch auch mit den Kompetenzen und dem Fachwissen, welches ein Team in Bezug auf das Thema Behinderung einbringen kann.\r\n<blockquote>\u00abJa also wir haben ja ein Teammitglied, unsere Erzieherin ist ja verantwortlich f\u00fcr die Kinder mit Behinderung. Das heisst, sie hat auch Weiterbildungen gemacht. Und sie ist wie f\u00fcr alle Kinder mit Behinderung zust\u00e4ndig. Also wenn etwas ist, dann geht man eigentlich auf sie zu\u00bb (Lernende).<\/blockquote>\r\nIn den Interviews wird auch die bedeutsame Rolle der Heilp\u00e4dagogin thematisiert, insbesondere wenn diese im Kita-Alltag aktiv dabei ist.\r\n<blockquote>\u00abAuch bei den ganz schwierigen Kindern, die wir hatten, da kam am Anfang dann die Heilp\u00e4dagogin oft, also die kam alle zwei Wochen und ist dann wirklich auch ein, zwei Stunden dageblieben mit uns und mit dem Kind. Und sie hat mir auch viel, also sie hat viel gebracht, sie hat mir viele Inputs gegeben, wenn ich zusehen konnte: Ah, so macht sie es. Ja, also ich finde schon, dass es viel bringt\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/blockquote>\r\n<blockquote>\u00abAber am meisten finde ich, hilft es, wenn die externen Fachpersonen wirklich dann auch herkommen und im Alltag da sind, also nicht bloss zu den Gespr\u00e4chen, sondern wirklich auch mit drinnen sind, und das haben wir bei den Kindern mit Behinderung gehabt\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/blockquote>\r\n<\/div>\r\n<div id=\"kindbezogene-einfl\u00fcsse\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Kindbezogene Einfl\u00fcsse<\/h3>\r\nIn der quantitativen Befragung zeigen sich subjektive Grenzen inklusiver Betreuung anhand des negativen Einflusses der aktuellen Betreuungssituation auf die kognitive Dimension der Einstellung. Die aktuelle Betreuung eines Kindes mit Behinderung wirkte sich positiv auf alle Dimensionen der Einstellungen und auf die Selbstwirksamkeit aus. Im Gegensatz dazu hatte die aktuelle Betreuung von mehr als einem Kind mit Behinderung einen negativen Effekt auf die kognitive Dimension der Einstellung. Aus den Interviews wird der Einfluss der Behinderung auf die inklusiven \u00dcberzeugungen deutlich, im Besonderen der Schweregrad. Die Fachpersonen stufen nicht alle Behinderungsformen als gleich gut inkludierbar ein. Die Inklusion von Kindern mit einem hohen Unterst\u00fctzungsbedarf und einer eingeschr\u00e4nkten Selbstst\u00e4ndigkeit wird als herausfordernder wahrgenommen. Dies betrifft beispielsweise Kinder mit einer Mehrfachbehinderung, einer erheblichen kognitiven Beeintr\u00e4chtigung, einer starken Verhaltensauff\u00e4lligkeit oder einem erh\u00f6hten medizinischen Pflegebedarf.\r\n<blockquote>\u00abEben die Mehrfachbehinderung, dort waren am Anfang zum Beispiel auch mehr \u00c4ngste vorhanden bei den Erzieherinnen. Schaffen wir das wirklich diesem Kind gerecht zu werden?\u00bb (Kita-Leiterin).<\/blockquote>\r\n<blockquote>\u00abWenn ich selber dann noch medizinisch handeln m\u00fcsste, da k\u00f6nnte ich mir vorstellen, dass ich dort an meine Grenzen kommen w\u00fcrde\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/blockquote>\r\nBegr\u00fcndet wird diese eher kritische Haltung mit Hinweisen auf die nicht ad\u00e4quate Infrastruktur der Einrichtung, mit fehlendem spezifischem Fachwissen und einer m\u00f6glichen \u00dcberforderung der Fachpersonen. Gerade aus Sicht der Leitungspersonen ist die \u00dcberforderung ein wichtiger Aspekt, den es zu beachten gilt.\r\n<blockquote>\u00abDas heisst, wenn das Kind mehrmals t\u00e4glich zum Beispiel emotionale Ausbr\u00fcche hat, wo es so Eins-zu-eins-Begleitung braucht, ich glaube, das ist wirklich eine Herausforderung, wo ich auch finde, dass das je nachdem auch an die Substanz der Erzieherinnen geht\u00bb (Kita-Leiterin).<\/blockquote>\r\n<\/div>\r\n<div id=\"fazit-1\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Fazit<\/h3>\r\nDie Schweiz hat eine junge Tradition inklusiver Bildung, Betreuung und Erziehung in der fr\u00fchen Kindheit. Gleichwohl \u00e4usserten die befragten Fachpersonen positive Einstellungen gegen\u00fcber der Inklusion von Kindern mit Behinderung in \u00f6ffentlichen Kindertagesst\u00e4tten. Die Ergebnisse zeigen, dass inklusive \u00dcberzeugungen von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngen. Damit werden Befunde aus internationalen Studien best\u00e4tigt, wonach die berufliche Erfahrung und Wissen \u00fcber Behinderung, Merkmale des Kindes und die Rahmenbedingungen des inklusiven Settings die \u00dcberzeugungen massgeblich pr\u00e4gen. Insgesamt fielen die Einstellungen deutlich positiver aus als die wahrgenommene Selbstwirksamkeit, Kinder mit Behinderung betreuen zu k\u00f6nnen. In den Interviews wird insbesondere die Herausforderung genannt, allen Kindern mit Behinderung gerecht zu werden. Eine bedeutsame Frage zuk\u00fcnftiger Forschung wird sein, wie die Bereitschaft erh\u00f6ht werden kann, auch Kinder mit schweren Beeintr\u00e4chtigungen inklusiv zu betreuen.\r\n\r\nDer bedeutsame positive Einfluss der erlebten Inklusion steht in Einklang mit Banduras theoretischer Konzeption von Selbstwirksamkeit <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-bandura1997\">1997<\/a>)<\/span>, gem\u00e4ss derer pers\u00f6nliche Erfolgserfahrungen <em>(mastery experience)<\/em> die st\u00e4rkste Quelle einer stark ausgepr\u00e4gten Selbstwirksamkeit sind. Zudem wird die Rolle der Fachperson der Heilp\u00e4dagogischen Fr\u00fcherzieherung bei der Aneignung inklusiver Praktiken betont. Damit wird dem Modelllernen \u2013 einer weiteren Quelle von Selbstwirksamkeit \u2013 ein grosses Gewicht beigemessen.\r\n\r\nEinschr\u00e4nkend muss festgehalten werden, dass diese Schlussfolgerungen auf einer kleinen Stichprobe aus einer Vielzahl von Mitarbeitenden einer ausgew\u00e4hlten Kita-Anbieterin basieren. Sie k\u00f6nnen demnach nicht auf die Situation in der Schweiz generalisiert werden. Gleichwohl zeigen die Ergebnisse, dass sich die Einrichtungen und Fachpersonen der FBBE mit dem Thema der Inklusion auseinandersetzen und damit massgeblich zur Umsetzung der Teilhabe ab Geburt beitragen. Die Umsetzung ihrer positiven Einstellungen hin zur Bef\u00e4higung zur inklusiven Praxis gelingt im Zusammenspiel aller an der fr\u00fchkindlichen Bildung beteiligten Fachpersonen aus der Regel- wie auch der Heilp\u00e4dagogik.\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div id=\"lutolf_schaub_methodik\" class=\"section level2 unnumbered\">\r\n<h2>Methoden und Materialien<\/h2>\r\nDie Fragestellungen wurden mit einem sequenziellen (QUAN\u2192QUAL) Mixed-Method-Design untersucht <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-creswell_clark2007\">Creswell &amp; Clark, 2007<\/a>)<\/span>.\r\n<div id=\"stichprobe\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Stichprobe<\/h3>\r\nDie Stiftung GFZ betreibt in der Stadt Z\u00fcrich 15 Kitas mit rund 280 Mitarbeitenden. Diese werden von zwei Heilp\u00e4dagoginnen unterst\u00fctzt. An der Befragung nahmen 119 Fachpersonen teil. Tabelle <a href=\"#table3luetolfschaubTiKi\">3.3<\/a> zeigt die demografischen Merkmale der Stichprobe. Mit einer ausgew\u00e4hlten Stichprobe wurden Einzelinterviews gef\u00fchrt, d. h. mit zwei Kita-Leiterinnen, zwei Mitarbeiterinnen mit einer abgeschlossenen p\u00e4dagogischen Ausbildung und mit zwei Mitarbeiterinnen in Ausbildung.\r\n<table id=\"table3luetolfschaubTiKi\" class=\"table table-striped table-hover table-condensed table-responsive lightable-paper\" style=\", arial, helvetica, sans-serif;margin-left: auto; margin-right: auto;\"><caption>Tabelle 3.3: Demographische Merkmale der Befragten<\/caption>\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\r\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Alter<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">16\u201358 Jahre, <em>M<\/em> = 28.4 (<em>SD<\/em> = 10.3)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"3\">Geschlecht<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">88.2% weiblich<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">6.7% m\u00e4nnlich<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">5.0% fehlend<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"3\">Funktion in der Kita<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">26.9% Leitungsfunktion (9 Kitaleitung, 16 Gruppenleitung, 4 Ausbildungsverantwortliche)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">49.9% ausgebildete Fachfrauen Betreuung (22 Miterzieher*innen<em>, <\/em>38 Erzieher*innen)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">25.2% ohne abgeschlossene p\u00e4dagogische Ausbildung (24 in Ausbildung, 6 Praktikum)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Stellenprozent<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">40\u2013100%, <em>M<\/em> = 83.7 (<em>SD<\/em> = 16.0)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Dauer Zugeh\u00f6rigkeit zur Kita<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">0.01\u201325.00 Jahre, <em>M<\/em> = 3.04 (<em>SD<\/em> = 3.05)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Berufserfahrung<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">0.03\u201336.00 Jahre, <em>M<\/em> = 8.06 (<em>SD<\/em> = 7.02)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Berufserfahrung<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">0.03\u201313.00 Jahre, <em>M<\/em> = 3.01 (<em>SD<\/em> = 2.08)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"4\">Aktuelle Situation<\/td>\r\n<td style=\"text-align: left;\">52.1% keine inklusive Betreuung<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">33.6% inklusive Betreuung von 1 Kind<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">10.1% inklusive Betreuung von 2\u20133 Kindern<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: left;\">4.2% fehlend<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<tfoot>\r\n<tr>\r\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><span style=\"font-style: italic;\">Anmerkung: <\/span><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><em>M<\/em> = Mittelwert; <em>SD<\/em> = Standardabweichung<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tfoot>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n<div id=\"fragebogen-quan\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Fragebogen (QUAN)<\/h3>\r\nDie inklusiven Einstellungen wurden mit der <em>Multidimensional Attitudes toward Preschool Inclusion Scale<\/em> (MATPIES) erfasst <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lohmann_etal2016\">Lohmann, Wiedebusch &amp; Hensen, 2016<\/a>)<\/span>. Die MATPIES ist eine Adaptation der englischsprachigen <em>Multidimensional Attitudes toward Inclusion Scale<\/em> (MATIES) aus dem schulischen Bereich <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mahat2008\">Mahat, 2008<\/a>)<\/span>. Sie erfasst die kognitive, die affektive und die verhaltensbezogene Komponente der Einstellung von Fachkr\u00e4ften der fr\u00fchkindlichen Bildung. Die Originalversion umfasst 18 Items, welche auf einer sechsstufigen Skala von 1 (stimme gar nicht zu) bis 6 (stimme voll und ganz zu) beantwortet werden. Ein Item der kognitiven Skala wurde aufgrund einer geringen Trennsch\u00e4rfe von .240 entfernt (\u00abIch glaube, dass eine inklusive Kindertageseinrichtung es allen Kindern unabh\u00e4ngig von ihren F\u00e4higkeiten erm\u00f6glicht, sich optimal weiterzuentwickeln\u00bb). Die endg\u00fcltigen Skalen wiesen mit Cronbach <span class=\"math inline\">\\(\\alpha\\)<\/span> = .610 (kognitive Dimension, 5 Items), <span class=\"math inline\">\\(\\alpha\\)<\/span> = .720 (affektive Dimension, 6 Items) und <span class=\"math inline\">\\(\\alpha\\)<\/span> = .796 (verhaltensbezogene Dimension, 6 Items) akzeptable und mit der Originalversion vergleichbare interne Konsistenzen auf.\r\n\r\nZur Erfassung der Selbstwirksamkeit wurden ausgew\u00e4hlte Items des f\u00fcr den schulischen Kontext konzipierten Fragebogens <em>Selbstwirksamkeit im Umgang mit besonderen Kindern<\/em>\u00a0<span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-kopp2009\">Kopp, 2009<\/a>)<\/span> f\u00fcr den Kita-Bereich adaptiert. Dieser Fragebogen umfasst 6 Items zu inklusiven Praktiken (z. B. \u00abIch weiss, dass ich ein Lern- und Spielangebot so vielf\u00e4ltig aufbereiten kann, dass auch Kinder mit geistiger Behinderung aktiv daran teilnehmen k\u00f6nnen.\u00bb) und zur Schaffung eines inklusiven Kita-Klimas (z. B. \u00abIch f\u00fchle mich in der Lage, den Bed\u00fcrfnissen aller Kinder gerecht zu werden\u00bb). Die Fragen konnten auf einer sechsstufigen Skala von 1 (stimme gar nicht zu) bis 6 (stimme voll und ganz zu) beantwortet werden. Die Skala weist mit <span class=\"math inline\">\\(\\alpha\\)<\/span> = .770 eine akzeptable interne Konsistenz auf.\r\n\r\n<\/div>\r\n<div id=\"interviews-qual\" class=\"section level3 unnumbered\">\r\n<h3>Interviews (QUAL)<\/h3>\r\nDie halbstandardisierten Interviews wurden mithilfe eines Interviewleitfadens durchgef\u00fchrt, in welchem die inklusiven \u00dcberzeugungen mit folgender Erz\u00e4hlaufforderung eingeleitet wurden: \u00abWelche positiven und m\u00f6glicherweise auch negativen Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf, wenn Sie wissen, dass ab Sommer wieder ein Kind mit Beeintr\u00e4chtigung in Ihrer Kita integriert werden soll?\u00bb Des Weiteren beinhaltet der Leitfaden u. a. folgende Fragen: \u00abWarum f\u00fchlen Sie sich der Situation gewachsen? Warum allenfalls nicht? Was w\u00fcrde Ihre Sicherheit mit Blick auf die Inklusion erh\u00f6hen?\u00bb\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div id=\"danksagung\" class=\"section level2 unnumbered\">\r\n<h2>Danksagung<\/h2>\r\nWir danken Martina Schweizer f\u00fcr die Mitarbeit an der Auswertung der qualitativen Daten und Moira Corina f\u00fcr ihre tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung auf allen Ebenen der Durchf\u00fchrung. Der <em>Schweizerischen Stiftung f\u00fcr das cerebral gel\u00e4hmte Kind<\/em> und der Dr. Hedwig <em>Stauffer Stiftung<\/em> danken wir f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung. Schliesslich gilt unser besonderer Dank Raffaela Vedova, Astrid Hartmann und allen Mitarbeiter*innen der <em>Stiftung GFZ<\/em> f\u00fcr die Offenheit zur Teilnahme an der Studie.\r\n\r\n<\/div>\r\n<h2>Bibliografie<\/h2>\r\n<div id=\"refs\" class=\"references csl-bib-body hanging-indent\">\r\n<div id=\"ref-ajzen1991\" class=\"csl-entry\">Ajzen, I. (1991). The theory of planned behavior. <em>Organizational Behavior and Human Decision Processes<\/em>, <em>50<\/em>, 179\u2013211. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/0749-5978(91)90020-T\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/0749-5978(91)90020-T<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-bandura1986\" class=\"csl-entry\">Bandura, A. (1986). <em>Social foundations of thought and action: A social cognitive theory<\/em>. Englewood Cliffs, NJ: Prentice-Hall, Inc.<\/div>\r\n<div id=\"ref-bandura1997\" class=\"csl-entry\">Bandura, A. (1997). <em>Self-efficacy: The exercise of control<\/em>. New York, NY: W. H. Freemann\/Times Books\/Henry Holt &amp; Co.<\/div>\r\n<div id=\"ref-burger_etal2017\" class=\"csl-entry\">Burger, K., Neumann, S. &amp; Brandenberg, K. (2017). <em>Studien zur fru\u0308hkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz<\/em>. Z\u00fcrich: Jacobs Foundation.<\/div>\r\n<div id=\"ref-creswell_clark2007\" class=\"csl-entry\">Creswell, J. W. &amp; Clark, V. L. P. (2007). <em>Designing and conducting mixed methods research<\/em>. Thousand Oack, CA: Sage Publications, Inc.<\/div>\r\n<div id=\"ref-dias_cadime2016\" class=\"csl-entry\">Dias, P. C. &amp; Cadime, I. (2016). Effects of personal and professional factors on teachers\u2019 attitudes towards inclusion in preschool. <em>European Journal of Special Needs Education<\/em>, <em>31<\/em>, 111\u2013123. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/08856257.2015.1108040\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/08856257.2015.1108040<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-dunst_bruder2014\" class=\"csl-entry\">Dunst, C. J. &amp; Bruder, M. B. (2014). Preservice professional preparation and teachers\u2019 self-efficacy appraisals of natural environment and inclusion practices. <em>Teacher Education and Special Education<\/em>, <em>37<\/em>, 121\u2013132. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/0888406413505873\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/0888406413505873<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-eagly_chaiken2005\" class=\"csl-entry\">Eagly, A. H. &amp; Chaiken, S. (2005). Attitude research in the 21st century: The current state of knowledge. In D. Albarracin, B.T. Johnson &amp; M.P. Zanna (Hrsg.), <em>The handbook of attitudes<\/em> (Band 3, S. 743\u2013767). Mahwah, NJ: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.<\/div>\r\n<div id=\"ref-engstrand_rollpettersson2014\" class=\"csl-entry\">Engstrand, R. Z. &amp; Roll-Pettersson, L. (2014). Inclusion of preschool children with autism in Sweden: attitudes and perceived efficacy of preschool teachers. <em>Journal of Research in Special Educational Needs<\/em>, <em>14<\/em>, 170\u2013179. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1471-3802.2012.01252.x\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1471-3802.2012.01252.x<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-fishbein_ajzen2010\" class=\"csl-entry\">Fishbein, M. &amp; Ajzen, I. (2010). <em>Predicting and changing behavior: The reasoned action approach<\/em>. New York, NY: Psychology Press.<\/div>\r\n<div id=\"ref-frankel_etal2010\" class=\"csl-entry\">Frankel, E. B., Gold, S. &amp; Ajodhia-Andrews, A. (2010). International preschool inclusion: Bridging the gap between vision and practices. <em>Young Exceptional Children<\/em>, <em>13<\/em>, 2\u201316. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/1096250610379983\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/1096250610379983<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-gronke_sarimski2018\" class=\"csl-entry\">Gr\u00f6nke, M. &amp; Sarimski, K. (2018). Einstellungen von p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften zur inklusiven Betreuung von Kindern mit Behinderungen. <em>Fr\u00fche Bildung<\/em>, <em>7<\/em>, 107\u2013113. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000373\">https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000373<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-guralnick2000\" class=\"csl-entry\">Guralnick, M. J. (2000). An agenda for change in early childhood inclusion. <em>Journal of Early Intervention<\/em>, <em>23<\/em>, 213\u2013222. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/10538151000230040101\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/10538151000230040101<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-heimlich2016\" class=\"csl-entry\">Heimlich, U. (2016). Inklusion und Qualit\u00e4t: Auf dem Weg zur inklusiven Kindertageseinrichtung. <em>Fr\u00fchf\u00f6rderung interdisziplin\u00e4r<\/em>, <em>35<\/em>, 28\u201339. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.2378\/fi2016.art03d\">https:\/\/doi.org\/10.2378\/fi2016.art03d<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-henninger_gupta2014\" class=\"csl-entry\">Henninger IV, W. R. &amp; Gupta, S. S. (2014). How do children benefit from inclusion? In S.S. Gupta, W.R. Henninger IV &amp; M.E. Vinh (Hrsg.), <em>First Steps to Preschool Inclusion: How to Jumpstart Your Programwide Plan<\/em> (S. 33\u201357). Baltimore: Brookes Publishing.<\/div>\r\n<div id=\"ref-inclusionhandicap2017\" class=\"csl-entry\">Inclusion Handicap. (2017). <em>Schattenbericht. Bericht der Zivilgesellschaft anla\u0308sslich des ersten Staatenberichtsverfahrens vor dem UN-Ausschuss fu\u0308r die Rechte von Menschen mit Behinderungen<\/em>. Bern: Inclusion Handicap. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.inclusion-handicap.ch\/admin\/data\/files\/asset\/file_de\/424\/dok_schattenbericht_unobrk_inclusion_handicap_barrierefrei.pdf?lm=1528210534\">https:\/\/www.inclusion-handicap.ch\/admin\/data\/files\/asset\/file_de\/424\/dok_schattenbericht_unobrk_inclusion_handicap_barrierefrei.pdf?lm=1528210534<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-kopp2009\" class=\"csl-entry\">Kopp, B. (2009). Inklusive \u00dcberzeugung und Selbstwirksamkeit im Umgang mit Heterogenit\u00e4t \u2013 Wie denken Studierende des Lehramts f\u00fcr Grundschulen? <em>Empirische Sonderp\u00e4dagogikn<\/em>, <em>1<\/em>, 5\u201325.<\/div>\r\n<div id=\"ref-kratzmann2018\" class=\"csl-entry\">Kratzmann, J. (2018). Mixed Methods. Methodologie, Designs, Ergebnisintegration und deren Anwendung in der P\u00e4dagogik der fr\u00fchen Kindheit. In T. Schmidt &amp; W. Smidt (Hrsg.), <em>Handbuch empirische Forschung in der P\u00e4dagogik der fr\u00fchen Kindheit<\/em> (S. 57\u201375). M\u00fcnster: Waxmann.<\/div>\r\n<div id=\"ref-kraus1995\" class=\"csl-entry\">Kraus, S. J. (1995). Attitudes and the prediction of behavior: A meta-analysis of the empirical literature. <em>Personality and Social Psychology Bulletin<\/em>, <em>21<\/em>, 58\u201375. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/0146167295211007\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/0146167295211007<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-lee_etal2015\" class=\"csl-entry\">Lee, F. L. M., Yeung, A. S., Tracey, D. &amp; Barker, K. (2015). Inclusion of children with special needs in early childhood education: What teacher characteristics matter. <em>Topics in Early Childhood Special Education<\/em>, <em>35<\/em>, 79\u201388. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/0271121414566014\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/0271121414566014<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-lohmann_etal2017\" class=\"csl-entry\">Lohmann, A., Hensen, G. &amp; Wiedebusch, S. (2017). Einstellungen heilp\u00e4dagogischer Fachkr\u00e4fte zu Inklusiver Bildung. <em>Vierteljahresschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik und ihre Nachbargebiete<\/em>, <em>86<\/em>, 26\u201340. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.2378\/vhn2017.art03d\">https:\/\/doi.org\/10.2378\/vhn2017.art03d<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-lohmann_etal2016\" class=\"csl-entry\">Lohmann, A., Wiedebusch, S. &amp; Hensen, G. (2016). Multidimensional Attitudes toward Preschool Inclusive Education Scale (MATPIES). Ein Instrument zur Erhebung der Einstellung fr\u00fchp\u00e4dagogischer Fachkr\u00e4fte zu Inklusiver Bildung. <em>Fr\u00fche Bildung<\/em>, <em>5<\/em>, 198\u2013205. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000282\">https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000282<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-lutolf_schaub2017\" class=\"csl-entry\">L\u00fctolf, M. &amp; Schaub, S. (2017). Integration von Kindern mit Behinderung in der Fru\u0308hen Bildung. Juristische und empirische Ausgangslage, Aufgaben und Anforderungen. <em>Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik<\/em>, <em>23<\/em>, 6\u201313.<\/div>\r\n<div id=\"ref-luetolf_schaub2019\" class=\"csl-entry\">L\u00fctolf, M. &amp; Schaub, S. (2019). Soziale Teilhabe von Kindern mit Behinderung in der Kindertagesst\u00e4tte: Eine Beobachtungsstudie. <em>Fru\u0308hf\u00f6rderung interdisziplin\u00e4r<\/em>, <em>38<\/em>, 176\u2013190.<\/div>\r\n<div id=\"ref-mahat2008\" class=\"csl-entry\">Mahat, M. (2008). The development of a psychometrically-sound instrument to measure teachers\u2019 multidimensional attitudes toward inclusive educations. <em>International Journal of Special Education<\/em>, <em>23<\/em>, 82\u201392.<\/div>\r\n<div id=\"ref-malinen_etal2013\" class=\"csl-entry\">Malinen, O.-P., Savolainen, H., Engelbrecht, P., Xu, J., Nel, M., Nel, N. et al. (2013). Exploring teacher self-efficacy for inclusive practices in three diverse countries. <em>Teaching and Teacher Education: An International Journal of Research and Studies<\/em>, <em>33<\/em>, 34\u201344. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.tate.2013.02.004\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.tate.2013.02.004<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-mohay_reid2006\" class=\"csl-entry\">Mohay, H. &amp; Reid, E. (2006). The inclusion of children with a disability in child care: The influence of experience, training and attitudes of childcare staff. <em>Australian Journal of Early Childhood<\/em>, <em>31<\/em>, 35\u201342. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/183693910603100106\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/183693910603100106<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-mulvihill_etal2004\" class=\"csl-entry\">Mulvihill, B. A., Cotton, J. N. &amp; Gyaben, S. L. (2004). Best practices for inclusive child and adolescent out-of-school care: a review of the literature. <em>Family &amp; community health<\/em>, <em>27<\/em>, 52\u201364. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1097\/00003727-200401000-00006\">https:\/\/doi.org\/10.1097\/00003727-200401000-00006<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-odom2000\" class=\"csl-entry\">Odom, S. L. (2000). Preschool inclusion: What we know and where we go from here. <em>Topics in Early Childhood Special Education<\/em>, <em>20<\/em>, 20\u201327. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/027112140002000104\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/027112140002000104<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-park_etal2018\" class=\"csl-entry\">Park, M.-H., Dimitrov, D. M. &amp; Park, D.-Y. (2018). Effects of background variables of early childhood teachers on their concerns about inclusion: The mediation role of confidence in teaching. <em>Journal of Research in Childhood Education<\/em>, <em>32<\/em>, 165\u2013180. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/02568543.2017.1417926\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/02568543.2017.1417926<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-skbf2018\" class=\"csl-entry\">SKBF. (2018). <em>Bildungsbericht Schweiz<\/em>. Aarau: Schweizerische Koordinationsstelle fu\u0308r Bildungsforschung.<\/div>\r\n<div id=\"ref-stadtzurich2020\" class=\"csl-entry\">Stadt Z\u00fcrich. (2020). <em>Report Kinderbetreuung. Leistungen 2019<\/em>. Z\u00fcrich: Sozialdepartement. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/sd\/de\/index\/ueber_das_departement\/publikationen\/rep_kibe.html\">https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/sd\/de\/index\/ueber_das_departement\/publikationen\/rep_kibe.html<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-tashakkori_teddlie1998\" class=\"csl-entry\">Tashakkori, A. &amp; Teddlie, C. (1998). <em>Mixed methodology: Combining qualitative and quantitative approaches<\/em>. Thousand Oaks, CA: Sage Publications, Inc.<\/div>\r\n<div id=\"ref-uusimaki_etal2020\" class=\"csl-entry\">Uusimaki, L., Garvis, S. &amp; Sharma, U. (2020). Swedish final year early childhood preservice teachers\u2019 attitudes, concerns and intentions towards inclusion. <em>Journal of International Special Needs Education<\/em>, <em>23<\/em>, 23\u201332. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.9782\/jisne-d-17-00034\">https:\/\/doi.org\/10.9782\/jisne-d-17-00034<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-weglarzward_etal2019\" class=\"csl-entry\">Weglarz-Ward, J. M., Santos, R. M. &amp; Timmer, J. (2019). Factors that support and hinder including infants with disabilities in child care. <em>Early Childhood Education Journal<\/em>, <em>47<\/em>, 163\u2013173. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10643-018-0900-3\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10643-018-0900-3<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-wiedebusch_albers2016\" class=\"csl-entry\">Wiedebusch, S. &amp; Albers, T. (2016). Integration\/Inklusion in Kitas. <em>Fr\u00fche Bildung<\/em>, <em>5<\/em>, 185\u2013186. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000280\">https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000280<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-wiedebusch_etal2015\" class=\"csl-entry\">Wiedebusch, S., Lohmann, S., Tasche, H., Thye, M. &amp; Hensen, G. (2015). Inklusion von Kindern mit Beeintr\u00e4chtigungen im Spiegel p\u00e4dagogischer Konzeptionen von Kindertageseinrichtungen. <em>Fr\u00fche Bildung<\/em>, <em>4<\/em>, 203\u2013210.<\/div>\r\n<div id=\"ref-you_etal2019\" class=\"csl-entry\">You, S., Kim, E. K. &amp; Shin, K. (2019). Teachers\u2019 belief and efficacy toward inclusive education in early childhood settings in Korea. <em>Sustainability<\/em>, <em>11<\/em>, 1489. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/su11051489\">https:\/\/doi.org\/10.3390\/su11051489<\/a><\/div>\r\n<div id=\"ref-yu2019\" class=\"csl-entry\">Yu, S. (2019). Head Start teachers\u2019 attitudes and perceived competence toward inclusion. <em>Journal of Early Intervention<\/em>, <em>41<\/em>, 30\u201343. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/1053815118801372\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/1053815118801372<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p>In der Schweiz werden Kinder mit Behinderung vermehrt in Betreuungseinrichtungen der fr\u00fchkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) integriert. Bei der Umsetzung der Inklusion spielen \u00dcberzeugungen eine entscheidende Rolle. Die Studie untersuchte die inklusiven \u00dcberzeugungen von Mitarbeitenden in Z\u00fcrcher Kindertagesst\u00e4tten <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-0e81c6381a6ffe257e5c075ec73cb8bc_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#110;&#32;&#61;&#32;&#49;&#49;&#57;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"12\" width=\"61\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/>. In einem Mixed-Method-Design wurden die Einstellungen und die Selbstwirksamkeit gegen\u00fcber der inklusiven Arbeit mit Kindern mit Behinderung quantitativ mittels Fragebogen erfasst. Gemeinsam mit den anschliessenden problemzentrierten Interviews mit sechs Fachkr\u00e4ften der fr\u00fchkindlichen Bildung zeigen die Ergebnisse eine hohe Bef\u00fcrwortung der Inklusion, wobei die Selbstwirksamkeit am niedrigsten erlebt wurde. Positive inklusive \u00dcberzeugungen standen insbesondere mit der aktuell erlebten inklusiven Betreuung in Zusammenhang. Ein hoher F\u00f6rder- und Unterst\u00fctzungsbedarf der Kinder ging einher mit einer niedrigen Selbstwirksamkeit.<\/p>\n<div id=\"lutolf_schaub_einleitung\" class=\"section level2 unnumbered\">\n<h2>Einleitung<\/h2>\n<p>Inklusive Bildung hat im p\u00e4dagogischen und sonderp\u00e4dagogischen Diskurs, bei Eltern und Interessensvertreter*innen im Bereich der Schule seit geraumer Zeit Bestand. Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) durch die Schweiz im Jahr 2014 richtet sich der Blick nun gezielter auf das Recht auf Teilhabe von Geburt an \u2013 eine bedeutende Voraussetzung f\u00fcr die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Bislang ist die Inklusion im Vorschulbereich \u00abnur vereinzelt und unsystematisch realisiert\u00bb worden <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-inclusionhandicap2017\">Inclusion Handicap, 2017, S. 26<\/a>)<\/span>. Zahlreiche Anstrengungen auf privater, kommunaler und kantonaler Ebene f\u00fchrten in den letzten Jahren allerdings zu einer zunehmenden Inklusion von Kindern mit Behinderung in Einrichtungen der FBBE <span class=\"citation\">(Kitas, <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lutolf_schaub2017\">L\u00fctolf &amp; Schaub, 2017<\/a>)<\/span>. Beispielsweise stieg die Anzahl inklusiv betreuter Kinder in Stadtz\u00fcrcher Kindertagesst\u00e4tten (Kitas) von 61 Kindern im Jahr 2014 auf 159 Kinder im Jahr 2019 <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-stadtzurich2020\">Stadt Z\u00fcrich, 2020<\/a>)<\/span>. Die zunehmende Inklusion von Kindern mit Behinderung stellt Einrichtungen der FBBE vor grosse Herausforderungen <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-heimlich2016\">Heimlich, 2016<\/a>)<\/span>. Gleichzeitig ist der Forschungsstand zur Implementierung inklusiver Betreuung noch gering <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-wiedebusch_albers2016\">Wiedebusch &amp; Albers, 2016<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<div id=\"inklusive-\u00fcberzeugungen\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Inklusive \u00dcberzeugungen<\/h3>\n<p>In der Inklusionsforschung werden positive Einstellungen als eine der einflussreichsten oder gar als Grundvoraussetzung erfolgreicher Inklusion betrachtet <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-guralnick2000\">Guralnick, 2000<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mulvihill_etal2004\">Mulvihill, Cotton &amp; Gyaben, 2004<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-odom2000\">Odom, 2000<\/a>)<\/span>. \u00abAbove all, inclusion requires the adoption of attitudes of acceptance and tolerance\u00bb <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-frankel_etal2010\">Frankel, Gold &amp; Ajodhia-Andrews, 2010, S. 12<\/a>)<\/span>. Einstellungen sind handlungsleitend und bewerten gedankliche Entit\u00e4ten, d. h. Menschen, Objekte oder Ideen mit einem bestimmten Mass an Zustimmung oder Ablehnung <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-eagly_chaiken2005\">Eagly &amp; Chaiken, 2005<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-fishbein_ajzen2010\">Fishbein &amp; Ajzen, 2010<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-kraus1995\">Kraus, 1995<\/a>)<\/span>. International l\u00e4sst sich in den letzten Jahren eine Zunahme an Forschungsarbeiten zu den inklusiven \u00dcberzeugungen von Fachkr\u00e4ften der fr\u00fchkindlichen Bildung beobachten. Diese Forschung zeigt, dass Fachkr\u00e4fte gegen\u00fcber der Inklusion in der fr\u00fchen Kindheit (tendenziell) positiv eingestellt sind <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-uusimaki_etal2020\">Uusimaki, Garvis &amp; Sharma, 2020<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">Weglarz-Ward, Santos &amp; Timmer, 2019<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<p>Eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung von Einstellungen in tats\u00e4chliches Verhalten wird der <em>Selbstwirksamkeit<\/em>\u00a0<span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-bandura1986\">Bandura, 1986<\/a>)<\/span> respektive dem verwandten Konstrukt der <em>wahrgenommenen Verhaltenskontrolle<\/em>\u00a0<span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-ajzen1991\">Ajzen, 1991<\/a>)<\/span> zugeschrieben. Beide Konstrukte umschreiben die subjektive Einsch\u00e4tzung der eigenen F\u00e4higkeit, eine bestimmte Aufgabe erf\u00fcllen beziehungsweise ein bestimmtes Verhalten ausf\u00fchren zu k\u00f6nnen. In der fr\u00fchen inklusiven Bildung meint dies folglich die subjektive \u00dcberzeugung, unterschiedliche (heil-)p\u00e4dagogische Praktiken im Kita-Alltag umsetzen zu k\u00f6nnen <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-dunst_bruder2014\">Dunst &amp; Bruder, 2014<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<p>Die Auspr\u00e4gung der inklusiven \u00dcberzeugungen wird durch eine Vielzahl an Merkmalen bedingt, welche in Merkmale des Kindes, der Person und der Umwelt kategorisiert werden k\u00f6nnen. Der Grad der Beeintr\u00e4chtigung eines Kindes hat einen deutlichen Einfluss: Gegen\u00fcber der Inklusion von Kindern mit leichteren Beeintr\u00e4chtigungen (z. B. Lern-, Sprachbeeintr\u00e4chtigung) werden positivere \u00dcberzeugungen ge\u00e4ussert als gegen\u00fcber Kindern mit Verhaltensproblemen oder schweren Beeintr\u00e4chtigungen (z. B. erworbene Hirnsch\u00e4den, geistige Behinderung) <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-gronke_sarimski2018\">Gr\u00f6nke &amp; Sarimski, 2018<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lee_etal2015\">Lee, Yeung, Tracey &amp; Barker, 2015<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lohmann_etal2017\">Lohmann, Hensen &amp; Wiedebusch, 2017<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mohay_reid2006\">Mohay &amp; Reid, 2006<\/a>)<\/span>. F\u00fcr die Fachkr\u00e4fte der fr\u00fchkindlichen Bildung sind das Wissen \u00fcber Behinderung und inklusive Praktiken sowie die praktische Erfahrung in der inklusiven Arbeit zentral <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-dias_cadime2016\">Dias &amp; Cadime, 2016<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lee_etal2015\">Lee, Yeung, Tracey &amp; Barker, 2015<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mohay_reid2006\">Mohay &amp; Reid, 2006<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-park_etal2018\">Park, Dimitrov &amp; Park, 2018<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-you_etal2019\">You, Kim &amp; Shin, 2019<\/a>)<\/span>. Schliesslich wirken sich die Rahmenbedingungen des inklusiven Settings auf die Auspr\u00e4gung der \u00dcberzeugungen aus. Dies k\u00f6nnen personelle Ressourcen wie die Unterst\u00fctzung durch Fachpersonen <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-engstrand_rollpettersson2014\">Engstrand &amp; Roll-Pettersson, 2014<\/a>)<\/span> oder materielle Ressourcen sein <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-yu2019\">Yu, 2019<\/a>)<\/span>. <span class=\"citation\"><a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">Weglarz-Ward, Santos und Timmer<\/a> (<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">2019<\/a>)<\/span> schliessen aus einer Befragung von 620 Fachkr\u00e4ften in US-amerikanischen Kitas, dass die Einstellungen zur Inklusion zwar positiv, die Rahmenbedingungen aktuell aber noch ungen\u00fcgend sind:<\/p>\n<blockquote><p>\u00abWe have willing, interested, and motivated providers in child care [..] who want to support children with disabilities and their families but feel that there are many existing barriers\u00bb <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">ebd., S. 172<\/a>)<\/span>.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die mehrheitlich aus internationalen Studien stammenden Befunde lassen sich nur ungen\u00fcgend auf die Situation in der Schweiz \u00fcbertragen. \u00dcberzeugungen werden durch die Umgebung und durch kulturelle Faktoren gepr\u00e4gt <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-malinen_etal2013\">Malinen et al., 2013<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-uusimaki_etal2020\">Uusimaki, Garvis &amp; Sharma, 2020<\/a>)<\/span>. \u00abThe larger social-political climate of the community and the values and beliefs adopted by the educational community exert a major influence on the process of inclusion\u00bb <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-frankel_etal2010\">Frankel, Gold &amp; Ajodhia-Andrews, 2010, S. 205<\/a>)<\/span>. Die nach wie vor bestehende Trennung von Bildung und Betreuung sowie die fehlende nationale Regelung der fr\u00fchkindlichen Betreuung in der Schweiz <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-burger_etal2017\">Burger, Neumann &amp; Brandenberg, 2017<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-skbf2018\">SKBF, 2018<\/a>)<\/span> steht im Kontrast zu L\u00e4ndern wie Schweden, wo die Vorschule explizit dem Bildungssystem zugeordnet wird <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-engstrand_rollpettersson2014\">Engstrand &amp; Roll-Pettersson, 2014<\/a>),<\/span> oder zu Deutschland, wo das Recht auf Inklusion im Vorschulbereich bereits gesetzlich verankert ist <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-wiedebusch_etal2015\">Wiedebusch, Lohmann, Tasche, Thye &amp; Hensen, 2015<\/a>)<\/span>. Da sowohl die inklusive Betreuung in der Schweiz ein junges Ph\u00e4nomen ist, als auch bis anhin keine empirischen Befunde zu den inklusiven \u00dcberzeugungen der Fachkr\u00e4fte der fr\u00fchkindlichen Betreuung bekannt sind, wurde f\u00fcr die gegenw\u00e4rtige Studie ein Mixed-Method-Ansatz gew\u00e4hlt. Dieser Ansatz eignet sich besonders f\u00fcr Problemstellungen, welche in einem komplexen sozialen Kontext stattfinden <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-creswell_clark2007\">Creswell &amp; Clark, 2007<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-tashakkori_teddlie1998\">Tashakkori &amp; Teddlie, 1998<\/a>)<\/span>. Dieser Ansatz verbindet die positivistischen und konstruktivistischen Zug\u00e4nge aus der quantitativen und qualitativen Forschungstradition in einer einzelnen Studie. Ziel ist ein gr\u00f6sserer Erkenntnisgewinn, als aus einem einzelnen Zugang resultieren w\u00fcrde <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-kratzmann2018\">Kratzmann, 2018<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<p>Die hier pr\u00e4sentierten Daten sind Teil einer gr\u00f6sseren Studie, welche das Gelingen der inklusiven Betreuung beispielhaft in Kindertagesst\u00e4tten der <em>Stiftung GFZ<\/em> in Z\u00fcrich untersucht. Zuerst wurden in einer quantitativen Projektphase die soziale Partizipation von Kindern mit und ohne Behinderung anhand von Beobachtungen im Kita-Alltag vergleichend untersucht <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-luetolf_schaub2019\">L\u00fctolf &amp; Schaub, 2019<\/a>)<\/span> und die inklusiven \u00dcberzeugungen der Kita-Mitarbeitenden erfragt. In der anschliessenden qualitativen Phase wurden diese Befunde im Rahmen von leitfadengest\u00fctzten Interviews vertieft. Bezogen auf die inklusiven \u00dcberzeugungen wurden folgende Fragestellungen untersucht:<\/p>\n<ol style=\"list-style-type: decimal;\">\n<li>Welche inklusiven \u00dcberzeugungen haben Fachpersonen der Kita?<\/li>\n<li>Welche Faktoren beg\u00fcnstigen positive inklusiven \u00dcberzeugungen?<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"lutolf_schaub_ergebnisse\" class=\"section level2 unnumbered\">\n<h2>Ergebnisse und Diskussion<\/h2>\n<p>Die Inklusion von Kindern mit Behinderung in Kitas bringt f\u00fcr alle Kinder lebenslange Vorteile <span class=\"citation\">(z. B. <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-henninger_gupta2014\">Henninger IV &amp; Gupta, 2014<\/a>)<\/span>. Auch in der Schweiz zeichnet sich seit der Ratifizierung der BRK im Jahr 2014 eine deutliche Zunahme fr\u00fcher inklusiver Bildung und Betreuung ab, wobei bislang eine empirische Grundlage f\u00fcr die Umsetzung der Inklusion weitgehend fehlt <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lutolf_schaub2017\">L\u00fctolf &amp; Schaub, 2017<\/a>)<\/span>. Insbesondere ist wenig dazu bekannt, wie Fachkr\u00e4fte der fr\u00fchkindlichen Bildung \u2013 also jener Personenkreis, welcher die Inklusion prim\u00e4r umsetzen muss \u2013 zur Inklusion stehen. Diesen inklusiven \u00dcberzeugungen werden in der internationalen Forschung eine entscheidende Rolle zugesprochen <span class=\"citation\">(z. B. <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-odom2000\">Odom, 2000<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<p>In der quantitativen Phase der Mixed-Method-Studie wurden die Einstellungen (kognitiv, affektiv, verhaltensbezogen) und die Selbstwirksamkeit von Mitarbeitenden in Kitas der <em>Stiftung GFZ<\/em> erfragt. In den darauffolgenden Interviews mit Kita-Leiterinnen, Fachfrauen Betreuung und Lernenden wurden diese Befunde vertieft.<\/p>\n<div id=\"die-inklusiven-\u00fcberzeugungen-der-fachkr\u00e4fte\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Die inklusiven \u00dcberzeugungen der Fachkr\u00e4fte<\/h3>\n<p>Vergleichbar mit internationalen Ergebnissen \u00e4ussern sich die Mitarbeitenden positiv zur inklusiven Betreuung. Die deskriptive quantitative Auswertung zeigt, dass die Mittelwerte aller Skalen \u00fcber dem erwarteten Mittel von 3.5 liegen (siehe Abbildung <a href=\"#figure-1-lutolfschaub\">3.1<\/a>).<\/p>\n<div class=\"figure\"><\/div>\n<figure id=\"figure-1-lutolfschaub\" aria-describedby=\"caption-figure-1-lutolfschaub\" style=\"width: 3080px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-429 size-full\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540.png\" alt=\"Dimensionen inklusiver \u00dcberzeugungen, Mittelwerte und Standardfehler. ***p &lt; .001, **p &lt; .01\" width=\"3080\" height=\"1080\" srcset=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540.png 3080w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540-300x105.png 300w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540-1024x359.png 1024w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540-768x269.png 768w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540-1536x539.png 1536w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540-2048x718.png 2048w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540-65x23.png 65w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540-225x79.png 225w, https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/uploads\/sites\/26\/2021\/04\/2020_luetolf_schaub_FIG1_1540x540-350x123.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 3080px) 100vw, 3080px\" \/><figcaption id=\"caption-figure-1-lutolfschaub\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 3.1: Dimensionen inklusiver \u00dcberzeugungen, Mittelwerte und Standardfehler. ***<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-b5e2b5e330495efbee1e72cebf26b9f5_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#112;&#32;&#60;&#32;&#46;&#48;&#48;&#49;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"16\" width=\"65\" style=\"vertical-align: -4px;\" \/>, **<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-d7eac9b3c961cad5bcbfc5fbf158178e_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#112;&#32;&#60;&#32;&#46;&#48;&#49;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"16\" width=\"56\" style=\"vertical-align: -4px;\" \/><\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch in den Interviews sind die Fachpersonen gegen\u00fcber der Inklusion von Kindern mit Behinderung mehrheitlich positiv eingestellt. Dies zeigt sich beispielsweise in Aussagen, welche darauf hinweisen, dass die Inklusion in der Verantwortung der Gesellschaft liegt. Zudem wird betont, dass die Kita als Institution der fr\u00fchkindlichen Bildung in eben dieser Gesellschaft allen Kindern die Chance bieten soll, Teil einer Kindergruppe zu sein.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abAlso, auch Kinder mit Behinderung geh\u00f6ren zu unserer Gesellschaft. F\u00fcr mich geh\u00f6ren sie dazu, ja\u00bb (Kitaleiterin).<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u00abWeil grunds\u00e4tzlich finde ich, dass jeder Mensch so ist, wie er ist und eben, es sollte eigentlich auch Platz haben f\u00fcr die mit Beeintr\u00e4chtigung\u00bb (Lernende).<\/p><\/blockquote>\n<p>Insgesamt wird die Selbstwirksamkeit signifikant negativer beurteilt als die Skalen der Einstellung (siehe Abbildung <a href=\"#figure-1-lutolfschaub\">3.1<\/a>). Dieser Befund spiegelt sich in den Interviews wider. Beispielsweise stehen die positiven Affekte gegen\u00fcber der inklusiven Betreuung eines Kindes mit einer Sinnesbehinderung im folgenden Zitat im Kontrast zur gering ausgepr\u00e4gten Selbstwirksamkeit.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abEs ist mega abwechslungsreich. Auch mega spannend zu sehen, eben wie man auch mit einer Sinnesbehinderung die Welt entdecken kann. Es ist auch manchmal mega aufregend oder eben auch schwierig. Man weiss dann manchmal doch nicht, wie man richtig handeln sollte\u00bb (Lernende).<\/p><\/blockquote>\n<p>Je konkreter der Betreuungsalltag thematisiert wird, desto kritischer werden die Aussagen. Hauptmerkmal ist dabei die Einsch\u00e4tzung der Inklusion als Herausforderung, welche auf der Ebene des vorstellbaren Kindes auch infrage gestellt wird.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abWeil, egal, also ich meine, das ist auch so bei einem gesunden Kind. Ich finde, immer wenn das Kind hierherkommt, dann muss es wahrgenommen werden, seine Bed\u00fcrfnisse m\u00fcssen abgedeckt werden und das ist einfach mit einem Kind mit Beeintr\u00e4chtigung eine noch gr\u00f6ssere Challenge\u00bb (Kita-Leiterin).<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u00abAlso ich verstehe es, wenn man die Kinder eigentlich in den normalen Kindergarten, in eine normale Kita eben bringen will. Wenn es wirklich ein Kind eben im Rollstuhl, mit Schwerfachbehinderung ist, finde ich pers\u00f6nlich, es geh\u00f6rt nicht in eine normale Kita\u00bb (Lernende).<\/p><\/blockquote>\n<table id=\"table-1-luetolfschaub-TiKi\" class=\"table table-striped table-hover table-condensed table-responsive lightable-paper\" style=\", arial, helvetica, sans-serif;margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<caption>Tabelle 3.1: Korrelationen zwischen Merkmalen der Teilnehmenden und den inklusiven \u00dcberzeugungen.<\/caption>\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"padding-bottom: 0; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial;\" colspan=\"2\">\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #00000020; padding-bottom: 5px;\">Merkmale der Teilnehmenden<\/div>\n<\/th>\n<th style=\"padding-bottom: 0; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial;\" colspan=\"3\">\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #00000020; padding-bottom: 5px;\">Einstellung<\/div>\n<\/th>\n<th style=\"padding-bottom: 0; padding-left: 3px; padding-right: 3px; text-align: initial;\" colspan=\"1\">\n<div style=\"border-bottom: 1px solid #00000020; padding-bottom: 5px;\">Selbstwirksamkeit<\/div>\n<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\n<th style=\"text-align: left;\">kognitiv<\/th>\n<th style=\"text-align: left;\">affektiv<\/th>\n<th style=\"text-align: left;\">verhaltensbezogen<\/th>\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"5\">Arbeitssituation<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Alter<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.15<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.03<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.13<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Geschlecht<sup>1<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.03<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">-.01<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">-.04<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Funktion<sup>2<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.16<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.23<sup>*<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.14<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.16<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Dauer in der Einrichtung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.17<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.23<sup>*<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.14<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Anstellungsprozent<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.00<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">-.05<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">-.05<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"2\">Berufserfahrung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Allgemein<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.09<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.24<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.25<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.13<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Arbeit<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.09<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.15<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.04<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.12<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"2\">Aktuelle Betreuungssituation<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">1 Kind mit Beeintr\u00e4chtigung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.29<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.24<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.26<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.28<sup>**<\/sup><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">2\u20133 Kinder mit Beeintr\u00e4chtigung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">-.31<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.03<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.01<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">-.02<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<tfoot>\n<tr>\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><span style=\"font-style: italic;\">Anmerkung: <\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\">**<em>p<\/em> &lt; .01, *<em>p<\/em> &lt; .05<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><sup>1<\/sup> 0 = m\u00e4nnlich, 1 = weiblich;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><sup>2<\/sup> 0 = Mitarbeitende ohne Ausbildungsabschluss, 1 = Mitarbeitende mit abgeschlossener Ausbildung, 2 = Mitarbeitende in leitender Funktion<\/td>\n<\/tr>\n<\/tfoot>\n<\/table>\n<\/div>\n<div id=\"personenbezogene-einfl\u00fcsse\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Personenbezogene Einfl\u00fcsse<\/h3>\n<p>Inklusive \u00dcberzeugungen werden durch praktische Erfahrungen sowie Wissen \u00fcber Behinderung und inklusive Praktiken gepr\u00e4gt <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-dias_cadime2016\">Dias &amp; Cadime, 2016<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mohay_reid2006\">Mohay &amp; Reid, 2006<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-park_etal2018\">Park, Dimitrov &amp; Park, 2018<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-you_etal2019\">You, Kim &amp; Shin, 2019<\/a>)<\/span>. Auch in der gegenw\u00e4rtigen Studie stellten sich diese Merkmale der Befragten als zentral heraus. Tabelle <a href=\"#table-1-luetolfschaub-TiKi\">3.1<\/a> zeigt die Korrelationen zwischen Merkmalen der Befragten und ihren inklusiven \u00dcberzeugungen. Um den singul\u00e4ren Beitrag der einzelnen Merkmale zu ermitteln, wurden zudem f\u00fcr jede Skala schrittweise multiple Regressionen gerechnet (siehe Tab. <a href=\"#table-2-luetolfschaub-TiKi\">3.2<\/a>).<\/p>\n<table id=\"table-2-luetolfschaub-TiKi\" class=\"table table-striped table-hover table-condensed table-responsive lightable-paper\" style=\", arial, helvetica, sans-serif;margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<caption>Tabelle 3.2: Schrittweise lineare Regressionsanalysen<\/caption>\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"text-align: left;\">Einstellung<\/th>\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\n<th style=\"text-align: left;\">Variable<\/th>\n<th style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-c156cd94d3ade44259ffeef72863b060_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#92;&#99;&#111;&#108;&#111;&#114;&#123;&#116;&#104;&#117;&#110;&#100;&#101;&#114;&#98;&#105;&#114;&#100;&#45;&#114;&#101;&#100;&#125;&#123;&#92;&#98;&#101;&#116;&#97;&#125;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"17\" width=\"11\" style=\"vertical-align: -4px;\" \/><\/th>\n<th style=\"text-align: left;\"><em>R<\/em><sup>2<\/sup><\/th>\n<th style=\"text-align: left;\"><em>R<\/em><sup>2<\/sup> Ver\u00e4nderung<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"4\">Kognitiv<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 1<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 2\u20133 Kinder<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">-.26<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.09<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.09<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 2<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 1 Kind<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.23<sup>*<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.15<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 3<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Funktion<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.19<sup>*<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.18<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.04<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Angepasstes <em>R<\/em><sup>2<\/sup> = .16, <em>F<\/em>(3,110) = 8.30<sup>***<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"3\">Affektiv<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 1<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Dauer in der Einrichtung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.21<sup>*<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.06<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 2<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 1 Kind<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.21<sup>*<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.10<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.02<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Angepasstes <em>R<\/em><sup>2<\/sup> = .08, <em>F<\/em>(2,111) = 6.22<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"3\">Verhaltensbezogen<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 1<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 1 Kind<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.22<sup>*<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.07<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.07<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 2<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Berufserfahrung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.20<sup>*<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.10<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.04<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Angepasstes <em>R<\/em><sup>2<\/sup> = .09, <em>F<\/em>(2,111) = 6.48<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"2\">Selbstwirksamkeit<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Schritt 1<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Betreuung: 1 Kind<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.26<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.07<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">.07<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Angepasstes <em>R<\/em><sup>2<\/sup> = .06, <em>F<\/em>(1,112) = 8.40<sup>**<\/sup><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<tfoot>\n<tr>\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><span style=\"font-style: italic;\">Anmerkung: <\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\">Schrittweise lineare Regressionsanalysen f\u00fcr die verschiedenen Dimensionen inklusiver \u00dcberzeugungen mit den Pr\u00e4diktoren <em>Funktion in der Kita<\/em>, <em>Dauer in der Einrichtung<\/em>, <em>allgemeine und inklusive Berufserfahrung<\/em> und <em>aktuelle Betreuungssituation<\/em> (1 Kind, 2\u20133 Kinder mit Beeintr\u00e4chtigung). Das Alter wurde aufgrund hoher Multikollinearit\u00e4t mit der allgemeinen Berufserfahrung (&gt; .70) in den Auswertungen nicht ber\u00fccksichtigt. <span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-3e08de14ae2e310c31034568cde57b85_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#92;&#98;&#101;&#116;&#97;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"17\" width=\"11\" style=\"vertical-align: -4px;\" \/><\/span> = standardisiertes Beta des letzten Schrittes; <span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-f77445694b03eda2a9c0d7b248366272_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#82;&#94;&#50;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"15\" width=\"21\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span> = Bestimmtheitsmass, erkl\u00e4rte Varianz; ***<em>p<\/em> &lt; .001, **<em>p<\/em> &lt; .01, *<em>p<\/em> &lt; .05.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tfoot>\n<\/table>\n<p>Der bedeutsamste Pr\u00e4diktor f\u00fcr alle Dimensionen inklusiver \u00dcberzeugungen ist die aktuelle inklusive Betreuung eines Kindes. Mit weiteren Aspekten praktischer Erfahrungen wie der Berufserfahrung zeigen sich mehrheitlich korrelative Zusammenh\u00e4nge. Im Falle der Selbstwirksamkeit ist die aktuelle Betreuungssituation dar\u00fcber hinaus der einzige Pr\u00e4diktor. In den Interviews dagegen werden der pers\u00f6nlichen Reife und der Berufserfahrung eine tragende Rolle zugesprochen, unabh\u00e4ngig davon, ob sich diese Erfahrungen explizit auf die Betreuung von Kindern mit Behinderung bezieht:<\/p>\n<blockquote><p>\u00abIch denke halt die Erfahrung, die man mit der Zeit sammelt. Ja und auch, also ich denke, vielleicht auch ein St\u00fcck weit das Alter, die Reife, also Sicherheit, die ich nat\u00fcrlich von jahrelanger Arbeit mit Kindern einfach in mir habe\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u00abAlso, auch jetzt f\u00e4llt es mir manchmal noch schwer, aber viel besser und ja, einfach die Routine auch in schwierigen Situationen jonglieren zu k\u00f6nnen. Was jetzt \u00e4hm ja, eben, 8 Jahre Unterschied macht etwas aus in diesem Beruf\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/p><\/blockquote>\n<p>In der Frage der konkreten Ausgestaltung der Inklusion sind neben der Reife und der Berufserfahrung Fachkompetenzen und Fachwissen wichtig. Dabei wird betont, dass dieses Wissen nicht per se vorhanden sei, sondern in den aktuellen Betreuungssituationen von Kindern mit Behinderung entstehe. In der t\u00e4glichen Arbeit eigne man sich Fachwissen an, mache wichtige Erfahrung und baue Routinen auf. Dies trage dazu bei, inklusive Betreuungssettings anzunehmen und umzusetzen.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abJa und je mehr man sich damit auseinandersetzt, desto, ja, also desto normaler wird es dann auch. Man verinnerlicht es ziemlich schnell. Aber man muss Interesse daf\u00fcr haben, man muss das auch wollen und man muss sich dann auch damit besch\u00e4ftigen und auseinandersetzen\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/p><\/blockquote>\n<p>Gleichzeitig ist die Aneignung von fachspezifischem Wissen unterst\u00fctzend und n\u00f6tig. Die Fachpersonen betonen, dass zus\u00e4tzliche interne und externe Weiterbildungsangebote wichtig w\u00e4ren, um fachliche Kompetenz und damit die n\u00f6tige Sicherheit in Bezug auf das eigene Handeln zu erlangen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"umweltbezogene-einfl\u00fcsse\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Umweltbezogene Einfl\u00fcsse<\/h3>\n<p>Aus der internationalen Forschung ist bekannt, dass die \u00e4usseren Bedingungen der Inklusion einen entscheidenden Einfluss auf die \u00dcberzeugungen haben <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-engstrand_rollpettersson2014\">Engstrand &amp; Roll-Pettersson, 2014<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-weglarzward_etal2019\">Weglarz-Ward, Santos &amp; Timmer, 2019<\/a>; <a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-yu2019\">Yu, 2019<\/a>)<\/span>. Die Befragten der gegenw\u00e4rtigen Studie waren Mitarbeitende einer gr\u00f6sseren Kita-Anbieterin und arbeiteten folglich unter den gleichen Rahmenbedingungen. In der quantitativen Befragung wurden die Einfl\u00fcsse der Rahmenbedingungen dementsprechend nicht adressiert. Allerdings zeigt sich, dass die Dauer der Anstellung in der Kita bei Mitarbeitenden die \u00dcberzeugungen bez\u00fcglich der Inklusion beeinflusst: Je l\u00e4nger Mitarbeitende in der Kita angestellt sind, desto positiver sind ihre affektiven Einstellungen gegen\u00fcber der Inklusion.<\/p>\n<p>Aus den Interviews wird die Bedeutsamkeit des Teams f\u00fcr die Bildung inklusiver \u00dcberzeugungen und f\u00fcr die aktive Umsetzung der Inklusion deutlich. Dabei wird einerseits betont, dass eine offene und positive Haltung des ganzen Teams gegen\u00fcber der Inklusion die Basis f\u00fcr eine gelingende Umsetzung darstellt. Des Weiteren werden wiederholt die Kontinuit\u00e4t und der Zusammenhalt im Team als unterst\u00fctzende Aspekte angesprochen.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abDas Team ist halt, das macht auch ganz viel aus, ein kontinuierliches Team, das m\u00f6glichst stabil ist\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/p><\/blockquote>\n<p>Als f\u00f6rderliche Aspekte der Teamarbeit im Alltag werden die gegenseitige Entlastung und Unterst\u00fctzung in Stresssituationen und bei Unsicherheiten genannt. Ein gut eingespieltes, verl\u00e4ssliches und in der Haltung gegen\u00fcber der Inklusion gemeinsam denkendes Team wird als sehr unterst\u00fctzend wahrgenommen. Dabei wird zus\u00e4tzlich betont, dass dies einerseits mit dem Betreuungsschl\u00fcssel zusammenh\u00e4ngt, jedoch auch mit den Kompetenzen und dem Fachwissen, welches ein Team in Bezug auf das Thema Behinderung einbringen kann.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abJa also wir haben ja ein Teammitglied, unsere Erzieherin ist ja verantwortlich f\u00fcr die Kinder mit Behinderung. Das heisst, sie hat auch Weiterbildungen gemacht. Und sie ist wie f\u00fcr alle Kinder mit Behinderung zust\u00e4ndig. Also wenn etwas ist, dann geht man eigentlich auf sie zu\u00bb (Lernende).<\/p><\/blockquote>\n<p>In den Interviews wird auch die bedeutsame Rolle der Heilp\u00e4dagogin thematisiert, insbesondere wenn diese im Kita-Alltag aktiv dabei ist.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abAuch bei den ganz schwierigen Kindern, die wir hatten, da kam am Anfang dann die Heilp\u00e4dagogin oft, also die kam alle zwei Wochen und ist dann wirklich auch ein, zwei Stunden dageblieben mit uns und mit dem Kind. Und sie hat mir auch viel, also sie hat viel gebracht, sie hat mir viele Inputs gegeben, wenn ich zusehen konnte: Ah, so macht sie es. Ja, also ich finde schon, dass es viel bringt\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u00abAber am meisten finde ich, hilft es, wenn die externen Fachpersonen wirklich dann auch herkommen und im Alltag da sind, also nicht bloss zu den Gespr\u00e4chen, sondern wirklich auch mit drinnen sind, und das haben wir bei den Kindern mit Behinderung gehabt\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<div id=\"kindbezogene-einfl\u00fcsse\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Kindbezogene Einfl\u00fcsse<\/h3>\n<p>In der quantitativen Befragung zeigen sich subjektive Grenzen inklusiver Betreuung anhand des negativen Einflusses der aktuellen Betreuungssituation auf die kognitive Dimension der Einstellung. Die aktuelle Betreuung eines Kindes mit Behinderung wirkte sich positiv auf alle Dimensionen der Einstellungen und auf die Selbstwirksamkeit aus. Im Gegensatz dazu hatte die aktuelle Betreuung von mehr als einem Kind mit Behinderung einen negativen Effekt auf die kognitive Dimension der Einstellung. Aus den Interviews wird der Einfluss der Behinderung auf die inklusiven \u00dcberzeugungen deutlich, im Besonderen der Schweregrad. Die Fachpersonen stufen nicht alle Behinderungsformen als gleich gut inkludierbar ein. Die Inklusion von Kindern mit einem hohen Unterst\u00fctzungsbedarf und einer eingeschr\u00e4nkten Selbstst\u00e4ndigkeit wird als herausfordernder wahrgenommen. Dies betrifft beispielsweise Kinder mit einer Mehrfachbehinderung, einer erheblichen kognitiven Beeintr\u00e4chtigung, einer starken Verhaltensauff\u00e4lligkeit oder einem erh\u00f6hten medizinischen Pflegebedarf.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abEben die Mehrfachbehinderung, dort waren am Anfang zum Beispiel auch mehr \u00c4ngste vorhanden bei den Erzieherinnen. Schaffen wir das wirklich diesem Kind gerecht zu werden?\u00bb (Kita-Leiterin).<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u00abWenn ich selber dann noch medizinisch handeln m\u00fcsste, da k\u00f6nnte ich mir vorstellen, dass ich dort an meine Grenzen kommen w\u00fcrde\u00bb (Fachfrau Betreuung).<\/p><\/blockquote>\n<p>Begr\u00fcndet wird diese eher kritische Haltung mit Hinweisen auf die nicht ad\u00e4quate Infrastruktur der Einrichtung, mit fehlendem spezifischem Fachwissen und einer m\u00f6glichen \u00dcberforderung der Fachpersonen. Gerade aus Sicht der Leitungspersonen ist die \u00dcberforderung ein wichtiger Aspekt, den es zu beachten gilt.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abDas heisst, wenn das Kind mehrmals t\u00e4glich zum Beispiel emotionale Ausbr\u00fcche hat, wo es so Eins-zu-eins-Begleitung braucht, ich glaube, das ist wirklich eine Herausforderung, wo ich auch finde, dass das je nachdem auch an die Substanz der Erzieherinnen geht\u00bb (Kita-Leiterin).<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<div id=\"fazit-1\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Die Schweiz hat eine junge Tradition inklusiver Bildung, Betreuung und Erziehung in der fr\u00fchen Kindheit. Gleichwohl \u00e4usserten die befragten Fachpersonen positive Einstellungen gegen\u00fcber der Inklusion von Kindern mit Behinderung in \u00f6ffentlichen Kindertagesst\u00e4tten. Die Ergebnisse zeigen, dass inklusive \u00dcberzeugungen von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngen. Damit werden Befunde aus internationalen Studien best\u00e4tigt, wonach die berufliche Erfahrung und Wissen \u00fcber Behinderung, Merkmale des Kindes und die Rahmenbedingungen des inklusiven Settings die \u00dcberzeugungen massgeblich pr\u00e4gen. Insgesamt fielen die Einstellungen deutlich positiver aus als die wahrgenommene Selbstwirksamkeit, Kinder mit Behinderung betreuen zu k\u00f6nnen. In den Interviews wird insbesondere die Herausforderung genannt, allen Kindern mit Behinderung gerecht zu werden. Eine bedeutsame Frage zuk\u00fcnftiger Forschung wird sein, wie die Bereitschaft erh\u00f6ht werden kann, auch Kinder mit schweren Beeintr\u00e4chtigungen inklusiv zu betreuen.<\/p>\n<p>Der bedeutsame positive Einfluss der erlebten Inklusion steht in Einklang mit Banduras theoretischer Konzeption von Selbstwirksamkeit <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-bandura1997\">1997<\/a>)<\/span>, gem\u00e4ss derer pers\u00f6nliche Erfolgserfahrungen <em>(mastery experience)<\/em> die st\u00e4rkste Quelle einer stark ausgepr\u00e4gten Selbstwirksamkeit sind. Zudem wird die Rolle der Fachperson der Heilp\u00e4dagogischen Fr\u00fcherzieherung bei der Aneignung inklusiver Praktiken betont. Damit wird dem Modelllernen \u2013 einer weiteren Quelle von Selbstwirksamkeit \u2013 ein grosses Gewicht beigemessen.<\/p>\n<p>Einschr\u00e4nkend muss festgehalten werden, dass diese Schlussfolgerungen auf einer kleinen Stichprobe aus einer Vielzahl von Mitarbeitenden einer ausgew\u00e4hlten Kita-Anbieterin basieren. Sie k\u00f6nnen demnach nicht auf die Situation in der Schweiz generalisiert werden. Gleichwohl zeigen die Ergebnisse, dass sich die Einrichtungen und Fachpersonen der FBBE mit dem Thema der Inklusion auseinandersetzen und damit massgeblich zur Umsetzung der Teilhabe ab Geburt beitragen. Die Umsetzung ihrer positiven Einstellungen hin zur Bef\u00e4higung zur inklusiven Praxis gelingt im Zusammenspiel aller an der fr\u00fchkindlichen Bildung beteiligten Fachpersonen aus der Regel- wie auch der Heilp\u00e4dagogik.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"lutolf_schaub_methodik\" class=\"section level2 unnumbered\">\n<h2>Methoden und Materialien<\/h2>\n<p>Die Fragestellungen wurden mit einem sequenziellen (QUAN\u2192QUAL) Mixed-Method-Design untersucht <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-creswell_clark2007\">Creswell &amp; Clark, 2007<\/a>)<\/span>.<\/p>\n<div id=\"stichprobe\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Stichprobe<\/h3>\n<p>Die Stiftung GFZ betreibt in der Stadt Z\u00fcrich 15 Kitas mit rund 280 Mitarbeitenden. Diese werden von zwei Heilp\u00e4dagoginnen unterst\u00fctzt. An der Befragung nahmen 119 Fachpersonen teil. Tabelle <a href=\"#table3luetolfschaubTiKi\">3.3<\/a> zeigt die demografischen Merkmale der Stichprobe. Mit einer ausgew\u00e4hlten Stichprobe wurden Einzelinterviews gef\u00fchrt, d. h. mit zwei Kita-Leiterinnen, zwei Mitarbeiterinnen mit einer abgeschlossenen p\u00e4dagogischen Ausbildung und mit zwei Mitarbeiterinnen in Ausbildung.<\/p>\n<table id=\"table3luetolfschaubTiKi\" class=\"table table-striped table-hover table-condensed table-responsive lightable-paper\" style=\", arial, helvetica, sans-serif;margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<caption>Tabelle 3.3: Demographische Merkmale der Befragten<\/caption>\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\n<th style=\"text-align: left;\"><\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Alter<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">16\u201358 Jahre, <em>M<\/em> = 28.4 (<em>SD<\/em> = 10.3)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"3\">Geschlecht<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">88.2% weiblich<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">6.7% m\u00e4nnlich<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">5.0% fehlend<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"3\">Funktion in der Kita<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">26.9% Leitungsfunktion (9 Kitaleitung, 16 Gruppenleitung, 4 Ausbildungsverantwortliche)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">49.9% ausgebildete Fachfrauen Betreuung (22 Miterzieher*innen<em>, <\/em>38 Erzieher*innen)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">25.2% ohne abgeschlossene p\u00e4dagogische Ausbildung (24 in Ausbildung, 6 Praktikum)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Stellenprozent<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">40\u2013100%, <em>M<\/em> = 83.7 (<em>SD<\/em> = 16.0)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Dauer Zugeh\u00f6rigkeit zur Kita<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">0.01\u201325.00 Jahre, <em>M<\/em> = 3.04 (<em>SD<\/em> = 3.05)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Berufserfahrung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">0.03\u201336.00 Jahre, <em>M<\/em> = 8.06 (<em>SD<\/em> = 7.02)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Inklusive Berufserfahrung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">0.03\u201313.00 Jahre, <em>M<\/em> = 3.01 (<em>SD<\/em> = 2.08)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left; vertical-align: top !important;\" rowspan=\"4\">Aktuelle Situation<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">52.1% keine inklusive Betreuung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">33.6% inklusive Betreuung von 1 Kind<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">10.1% inklusive Betreuung von 2\u20133 Kindern<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">4.2% fehlend<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<tfoot>\n<tr>\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><span style=\"font-style: italic;\">Anmerkung: <\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 0; border: 0;\" colspan=\"100%\"><em>M<\/em> = Mittelwert; <em>SD<\/em> = Standardabweichung<\/td>\n<\/tr>\n<\/tfoot>\n<\/table>\n<\/div>\n<div id=\"fragebogen-quan\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Fragebogen (QUAN)<\/h3>\n<p>Die inklusiven Einstellungen wurden mit der <em>Multidimensional Attitudes toward Preschool Inclusion Scale<\/em> (MATPIES) erfasst <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-lohmann_etal2016\">Lohmann, Wiedebusch &amp; Hensen, 2016<\/a>)<\/span>. Die MATPIES ist eine Adaptation der englischsprachigen <em>Multidimensional Attitudes toward Inclusion Scale<\/em> (MATIES) aus dem schulischen Bereich <span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-mahat2008\">Mahat, 2008<\/a>)<\/span>. Sie erfasst die kognitive, die affektive und die verhaltensbezogene Komponente der Einstellung von Fachkr\u00e4ften der fr\u00fchkindlichen Bildung. Die Originalversion umfasst 18 Items, welche auf einer sechsstufigen Skala von 1 (stimme gar nicht zu) bis 6 (stimme voll und ganz zu) beantwortet werden. Ein Item der kognitiven Skala wurde aufgrund einer geringen Trennsch\u00e4rfe von .240 entfernt (\u00abIch glaube, dass eine inklusive Kindertageseinrichtung es allen Kindern unabh\u00e4ngig von ihren F\u00e4higkeiten erm\u00f6glicht, sich optimal weiterzuentwickeln\u00bb). Die endg\u00fcltigen Skalen wiesen mit Cronbach <span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-21cd665a8a1efedc4c5ae85bd655a588_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#92;&#97;&#108;&#112;&#104;&#97;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"8\" width=\"11\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span> = .610 (kognitive Dimension, 5 Items), <span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-21cd665a8a1efedc4c5ae85bd655a588_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#92;&#97;&#108;&#112;&#104;&#97;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"8\" width=\"11\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span> = .720 (affektive Dimension, 6 Items) und <span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-21cd665a8a1efedc4c5ae85bd655a588_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#92;&#97;&#108;&#112;&#104;&#97;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"8\" width=\"11\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span> = .796 (verhaltensbezogene Dimension, 6 Items) akzeptable und mit der Originalversion vergleichbare interne Konsistenzen auf.<\/p>\n<p>Zur Erfassung der Selbstwirksamkeit wurden ausgew\u00e4hlte Items des f\u00fcr den schulischen Kontext konzipierten Fragebogens <em>Selbstwirksamkeit im Umgang mit besonderen Kindern<\/em>\u00a0<span class=\"citation\">(<a role=\"doc-biblioref\" href=\"#ref-kopp2009\">Kopp, 2009<\/a>)<\/span> f\u00fcr den Kita-Bereich adaptiert. Dieser Fragebogen umfasst 6 Items zu inklusiven Praktiken (z. B. \u00abIch weiss, dass ich ein Lern- und Spielangebot so vielf\u00e4ltig aufbereiten kann, dass auch Kinder mit geistiger Behinderung aktiv daran teilnehmen k\u00f6nnen.\u00bb) und zur Schaffung eines inklusiven Kita-Klimas (z. B. \u00abIch f\u00fchle mich in der Lage, den Bed\u00fcrfnissen aller Kinder gerecht zu werden\u00bb). Die Fragen konnten auf einer sechsstufigen Skala von 1 (stimme gar nicht zu) bis 6 (stimme voll und ganz zu) beantwortet werden. Die Skala weist mit <span class=\"math inline\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/forschungsbericht-2021\/wp-content\/ql-cache\/quicklatex.com-21cd665a8a1efedc4c5ae85bd655a588_l3.png\" class=\"ql-img-inline-formula quicklatex-auto-format\" alt=\"&#92;&#97;&#108;&#112;&#104;&#97;\" title=\"Rendered by QuickLaTeX.com\" height=\"8\" width=\"11\" style=\"vertical-align: 0px;\" \/><\/span> = .770 eine akzeptable interne Konsistenz auf.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"interviews-qual\" class=\"section level3 unnumbered\">\n<h3>Interviews (QUAL)<\/h3>\n<p>Die halbstandardisierten Interviews wurden mithilfe eines Interviewleitfadens durchgef\u00fchrt, in welchem die inklusiven \u00dcberzeugungen mit folgender Erz\u00e4hlaufforderung eingeleitet wurden: \u00abWelche positiven und m\u00f6glicherweise auch negativen Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf, wenn Sie wissen, dass ab Sommer wieder ein Kind mit Beeintr\u00e4chtigung in Ihrer Kita integriert werden soll?\u00bb Des Weiteren beinhaltet der Leitfaden u. a. folgende Fragen: \u00abWarum f\u00fchlen Sie sich der Situation gewachsen? Warum allenfalls nicht? Was w\u00fcrde Ihre Sicherheit mit Blick auf die Inklusion erh\u00f6hen?\u00bb<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"danksagung\" class=\"section level2 unnumbered\">\n<h2>Danksagung<\/h2>\n<p>Wir danken Martina Schweizer f\u00fcr die Mitarbeit an der Auswertung der qualitativen Daten und Moira Corina f\u00fcr ihre tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung auf allen Ebenen der Durchf\u00fchrung. Der <em>Schweizerischen Stiftung f\u00fcr das cerebral gel\u00e4hmte Kind<\/em> und der Dr. Hedwig <em>Stauffer Stiftung<\/em> danken wir f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung. Schliesslich gilt unser besonderer Dank Raffaela Vedova, Astrid Hartmann und allen Mitarbeiter*innen der <em>Stiftung GFZ<\/em> f\u00fcr die Offenheit zur Teilnahme an der Studie.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Bibliografie<\/h2>\n<div id=\"refs\" class=\"references csl-bib-body hanging-indent\">\n<div id=\"ref-ajzen1991\" class=\"csl-entry\">Ajzen, I. (1991). The theory of planned behavior. <em>Organizational Behavior and Human Decision Processes<\/em>, <em>50<\/em>, 179\u2013211. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/0749-5978(91)90020-T\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/0749-5978(91)90020-T<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-bandura1986\" class=\"csl-entry\">Bandura, A. (1986). <em>Social foundations of thought and action: A social cognitive theory<\/em>. Englewood Cliffs, NJ: Prentice-Hall, Inc.<\/div>\n<div id=\"ref-bandura1997\" class=\"csl-entry\">Bandura, A. (1997). <em>Self-efficacy: The exercise of control<\/em>. New York, NY: W. H. Freemann\/Times Books\/Henry Holt &amp; Co.<\/div>\n<div id=\"ref-burger_etal2017\" class=\"csl-entry\">Burger, K., Neumann, S. &amp; Brandenberg, K. (2017). <em>Studien zur fru\u0308hkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz<\/em>. Z\u00fcrich: Jacobs Foundation.<\/div>\n<div id=\"ref-creswell_clark2007\" class=\"csl-entry\">Creswell, J. W. &amp; Clark, V. L. P. (2007). <em>Designing and conducting mixed methods research<\/em>. Thousand Oack, CA: Sage Publications, Inc.<\/div>\n<div id=\"ref-dias_cadime2016\" class=\"csl-entry\">Dias, P. C. &amp; Cadime, I. (2016). Effects of personal and professional factors on teachers\u2019 attitudes towards inclusion in preschool. <em>European Journal of Special Needs Education<\/em>, <em>31<\/em>, 111\u2013123. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/08856257.2015.1108040\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/08856257.2015.1108040<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-dunst_bruder2014\" class=\"csl-entry\">Dunst, C. J. &amp; Bruder, M. B. (2014). Preservice professional preparation and teachers\u2019 self-efficacy appraisals of natural environment and inclusion practices. <em>Teacher Education and Special Education<\/em>, <em>37<\/em>, 121\u2013132. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/0888406413505873\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/0888406413505873<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-eagly_chaiken2005\" class=\"csl-entry\">Eagly, A. H. &amp; Chaiken, S. (2005). Attitude research in the 21st century: The current state of knowledge. In D. Albarracin, B.T. Johnson &amp; M.P. Zanna (Hrsg.), <em>The handbook of attitudes<\/em> (Band 3, S. 743\u2013767). Mahwah, NJ: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.<\/div>\n<div id=\"ref-engstrand_rollpettersson2014\" class=\"csl-entry\">Engstrand, R. Z. &amp; Roll-Pettersson, L. (2014). Inclusion of preschool children with autism in Sweden: attitudes and perceived efficacy of preschool teachers. <em>Journal of Research in Special Educational Needs<\/em>, <em>14<\/em>, 170\u2013179. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1471-3802.2012.01252.x\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1471-3802.2012.01252.x<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-fishbein_ajzen2010\" class=\"csl-entry\">Fishbein, M. &amp; Ajzen, I. (2010). <em>Predicting and changing behavior: The reasoned action approach<\/em>. New York, NY: Psychology Press.<\/div>\n<div id=\"ref-frankel_etal2010\" class=\"csl-entry\">Frankel, E. B., Gold, S. &amp; Ajodhia-Andrews, A. (2010). International preschool inclusion: Bridging the gap between vision and practices. <em>Young Exceptional Children<\/em>, <em>13<\/em>, 2\u201316. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/1096250610379983\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/1096250610379983<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-gronke_sarimski2018\" class=\"csl-entry\">Gr\u00f6nke, M. &amp; Sarimski, K. (2018). Einstellungen von p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften zur inklusiven Betreuung von Kindern mit Behinderungen. <em>Fr\u00fche Bildung<\/em>, <em>7<\/em>, 107\u2013113. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000373\">https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000373<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-guralnick2000\" class=\"csl-entry\">Guralnick, M. J. (2000). An agenda for change in early childhood inclusion. <em>Journal of Early Intervention<\/em>, <em>23<\/em>, 213\u2013222. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/10538151000230040101\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/10538151000230040101<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-heimlich2016\" class=\"csl-entry\">Heimlich, U. (2016). Inklusion und Qualit\u00e4t: Auf dem Weg zur inklusiven Kindertageseinrichtung. <em>Fr\u00fchf\u00f6rderung interdisziplin\u00e4r<\/em>, <em>35<\/em>, 28\u201339. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.2378\/fi2016.art03d\">https:\/\/doi.org\/10.2378\/fi2016.art03d<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-henninger_gupta2014\" class=\"csl-entry\">Henninger IV, W. R. &amp; Gupta, S. S. (2014). How do children benefit from inclusion? In S.S. Gupta, W.R. Henninger IV &amp; M.E. Vinh (Hrsg.), <em>First Steps to Preschool Inclusion: How to Jumpstart Your Programwide Plan<\/em> (S. 33\u201357). Baltimore: Brookes Publishing.<\/div>\n<div id=\"ref-inclusionhandicap2017\" class=\"csl-entry\">Inclusion Handicap. (2017). <em>Schattenbericht. Bericht der Zivilgesellschaft anla\u0308sslich des ersten Staatenberichtsverfahrens vor dem UN-Ausschuss fu\u0308r die Rechte von Menschen mit Behinderungen<\/em>. Bern: Inclusion Handicap. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.inclusion-handicap.ch\/admin\/data\/files\/asset\/file_de\/424\/dok_schattenbericht_unobrk_inclusion_handicap_barrierefrei.pdf?lm=1528210534\">https:\/\/www.inclusion-handicap.ch\/admin\/data\/files\/asset\/file_de\/424\/dok_schattenbericht_unobrk_inclusion_handicap_barrierefrei.pdf?lm=1528210534<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-kopp2009\" class=\"csl-entry\">Kopp, B. (2009). Inklusive \u00dcberzeugung und Selbstwirksamkeit im Umgang mit Heterogenit\u00e4t \u2013 Wie denken Studierende des Lehramts f\u00fcr Grundschulen? <em>Empirische Sonderp\u00e4dagogikn<\/em>, <em>1<\/em>, 5\u201325.<\/div>\n<div id=\"ref-kratzmann2018\" class=\"csl-entry\">Kratzmann, J. (2018). Mixed Methods. Methodologie, Designs, Ergebnisintegration und deren Anwendung in der P\u00e4dagogik der fr\u00fchen Kindheit. In T. Schmidt &amp; W. Smidt (Hrsg.), <em>Handbuch empirische Forschung in der P\u00e4dagogik der fr\u00fchen Kindheit<\/em> (S. 57\u201375). M\u00fcnster: Waxmann.<\/div>\n<div id=\"ref-kraus1995\" class=\"csl-entry\">Kraus, S. J. (1995). Attitudes and the prediction of behavior: A meta-analysis of the empirical literature. <em>Personality and Social Psychology Bulletin<\/em>, <em>21<\/em>, 58\u201375. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/0146167295211007\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/0146167295211007<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-lee_etal2015\" class=\"csl-entry\">Lee, F. L. M., Yeung, A. S., Tracey, D. &amp; Barker, K. (2015). Inclusion of children with special needs in early childhood education: What teacher characteristics matter. <em>Topics in Early Childhood Special Education<\/em>, <em>35<\/em>, 79\u201388. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/0271121414566014\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/0271121414566014<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-lohmann_etal2017\" class=\"csl-entry\">Lohmann, A., Hensen, G. &amp; Wiedebusch, S. (2017). Einstellungen heilp\u00e4dagogischer Fachkr\u00e4fte zu Inklusiver Bildung. <em>Vierteljahresschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik und ihre Nachbargebiete<\/em>, <em>86<\/em>, 26\u201340. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.2378\/vhn2017.art03d\">https:\/\/doi.org\/10.2378\/vhn2017.art03d<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-lohmann_etal2016\" class=\"csl-entry\">Lohmann, A., Wiedebusch, S. &amp; Hensen, G. (2016). Multidimensional Attitudes toward Preschool Inclusive Education Scale (MATPIES). Ein Instrument zur Erhebung der Einstellung fr\u00fchp\u00e4dagogischer Fachkr\u00e4fte zu Inklusiver Bildung. <em>Fr\u00fche Bildung<\/em>, <em>5<\/em>, 198\u2013205. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000282\">https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000282<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-lutolf_schaub2017\" class=\"csl-entry\">L\u00fctolf, M. &amp; Schaub, S. (2017). Integration von Kindern mit Behinderung in der Fru\u0308hen Bildung. Juristische und empirische Ausgangslage, Aufgaben und Anforderungen. <em>Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik<\/em>, <em>23<\/em>, 6\u201313.<\/div>\n<div id=\"ref-luetolf_schaub2019\" class=\"csl-entry\">L\u00fctolf, M. &amp; Schaub, S. (2019). Soziale Teilhabe von Kindern mit Behinderung in der Kindertagesst\u00e4tte: Eine Beobachtungsstudie. <em>Fru\u0308hf\u00f6rderung interdisziplin\u00e4r<\/em>, <em>38<\/em>, 176\u2013190.<\/div>\n<div id=\"ref-mahat2008\" class=\"csl-entry\">Mahat, M. (2008). The development of a psychometrically-sound instrument to measure teachers\u2019 multidimensional attitudes toward inclusive educations. <em>International Journal of Special Education<\/em>, <em>23<\/em>, 82\u201392.<\/div>\n<div id=\"ref-malinen_etal2013\" class=\"csl-entry\">Malinen, O.-P., Savolainen, H., Engelbrecht, P., Xu, J., Nel, M., Nel, N. et al. (2013). Exploring teacher self-efficacy for inclusive practices in three diverse countries. <em>Teaching and Teacher Education: An International Journal of Research and Studies<\/em>, <em>33<\/em>, 34\u201344. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.tate.2013.02.004\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.tate.2013.02.004<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-mohay_reid2006\" class=\"csl-entry\">Mohay, H. &amp; Reid, E. (2006). The inclusion of children with a disability in child care: The influence of experience, training and attitudes of childcare staff. <em>Australian Journal of Early Childhood<\/em>, <em>31<\/em>, 35\u201342. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/183693910603100106\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/183693910603100106<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-mulvihill_etal2004\" class=\"csl-entry\">Mulvihill, B. A., Cotton, J. N. &amp; Gyaben, S. L. (2004). Best practices for inclusive child and adolescent out-of-school care: a review of the literature. <em>Family &amp; community health<\/em>, <em>27<\/em>, 52\u201364. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1097\/00003727-200401000-00006\">https:\/\/doi.org\/10.1097\/00003727-200401000-00006<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-odom2000\" class=\"csl-entry\">Odom, S. L. (2000). Preschool inclusion: What we know and where we go from here. <em>Topics in Early Childhood Special Education<\/em>, <em>20<\/em>, 20\u201327. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/027112140002000104\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/027112140002000104<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-park_etal2018\" class=\"csl-entry\">Park, M.-H., Dimitrov, D. M. &amp; Park, D.-Y. (2018). Effects of background variables of early childhood teachers on their concerns about inclusion: The mediation role of confidence in teaching. <em>Journal of Research in Childhood Education<\/em>, <em>32<\/em>, 165\u2013180. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/02568543.2017.1417926\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/02568543.2017.1417926<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-skbf2018\" class=\"csl-entry\">SKBF. (2018). <em>Bildungsbericht Schweiz<\/em>. Aarau: Schweizerische Koordinationsstelle fu\u0308r Bildungsforschung.<\/div>\n<div id=\"ref-stadtzurich2020\" class=\"csl-entry\">Stadt Z\u00fcrich. (2020). <em>Report Kinderbetreuung. Leistungen 2019<\/em>. Z\u00fcrich: Sozialdepartement. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/sd\/de\/index\/ueber_das_departement\/publikationen\/rep_kibe.html\">https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/sd\/de\/index\/ueber_das_departement\/publikationen\/rep_kibe.html<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-tashakkori_teddlie1998\" class=\"csl-entry\">Tashakkori, A. &amp; Teddlie, C. (1998). <em>Mixed methodology: Combining qualitative and quantitative approaches<\/em>. Thousand Oaks, CA: Sage Publications, Inc.<\/div>\n<div id=\"ref-uusimaki_etal2020\" class=\"csl-entry\">Uusimaki, L., Garvis, S. &amp; Sharma, U. (2020). Swedish final year early childhood preservice teachers\u2019 attitudes, concerns and intentions towards inclusion. <em>Journal of International Special Needs Education<\/em>, <em>23<\/em>, 23\u201332. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.9782\/jisne-d-17-00034\">https:\/\/doi.org\/10.9782\/jisne-d-17-00034<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-weglarzward_etal2019\" class=\"csl-entry\">Weglarz-Ward, J. M., Santos, R. M. &amp; Timmer, J. (2019). Factors that support and hinder including infants with disabilities in child care. <em>Early Childhood Education Journal<\/em>, <em>47<\/em>, 163\u2013173. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10643-018-0900-3\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10643-018-0900-3<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-wiedebusch_albers2016\" class=\"csl-entry\">Wiedebusch, S. &amp; Albers, T. (2016). Integration\/Inklusion in Kitas. <em>Fr\u00fche Bildung<\/em>, <em>5<\/em>, 185\u2013186. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000280\">https:\/\/doi.org\/10.1026\/2191-9186\/a000280<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-wiedebusch_etal2015\" class=\"csl-entry\">Wiedebusch, S., Lohmann, S., Tasche, H., Thye, M. &amp; Hensen, G. (2015). Inklusion von Kindern mit Beeintr\u00e4chtigungen im Spiegel p\u00e4dagogischer Konzeptionen von Kindertageseinrichtungen. <em>Fr\u00fche Bildung<\/em>, <em>4<\/em>, 203\u2013210.<\/div>\n<div id=\"ref-you_etal2019\" class=\"csl-entry\">You, S., Kim, E. K. &amp; Shin, K. (2019). Teachers\u2019 belief and efficacy toward inclusive education in early childhood settings in Korea. <em>Sustainability<\/em>, <em>11<\/em>, 1489. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/su11051489\">https:\/\/doi.org\/10.3390\/su11051489<\/a><\/div>\n<div id=\"ref-yu2019\" class=\"csl-entry\">Yu, S. (2019). Head Start teachers\u2019 attitudes and perceived competence toward inclusion. <em>Journal of Early Intervention<\/em>, <em>41<\/em>, 30\u201343. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/1053815118801372\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/1053815118801372<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schweiz werden Kinder mit Behinderung vermehrt in Betreuungseinrichtungen der fr\u00fchkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) integriert. Bei der Umsetzung der Inklusion spielen \u00dcberzeugungen eine entscheidende Rolle. 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