{"id":535,"date":"2024-04-25T13:08:39","date_gmt":"2024-04-25T11:08:39","guid":{"rendered":"https:\/\/digital.hfh.ch\/argumentarium-leitfragen-qualitaetsaspekte\/?post_type=chapter&#038;p=535"},"modified":"2024-10-09T12:06:57","modified_gmt":"2024-10-09T10:06:57","slug":"studierende","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/digital.hfh.ch\/argumentarium-leitfragen-qualitaetsaspekte\/chapter\/studierende\/","title":{"raw":"Studierende","rendered":"Studierende"},"content":{"raw":"<blockquote><em>\u00abMan muss Menschen Gelegenheit geben, diese Selbstsicherheit und Kompetenzen zu entwickeln. Im \u2018vorigen Leben\u2019, war keine Inklusion da, ich musste viel mit den H\u00e4nden arbeiten und nicht mit dem Kopf. Das fehlte mir \u2018mega\u2019. Ich fand \u2018das kann es doch nicht sein, ich bin 34, ich will auch etwas anderes machen.\u00bb<\/em>\r\n\r\n<img class=\"alignleft wp-image-797\" src=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/argumentarium-leitfragen-qualitaetsaspekte\/wp-content\/uploads\/sites\/75\/2024\/06\/C.Raissig-1-150x150.png\" alt=\"Foto\" width=\"100\" height=\"100\" \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\nCristina Raissig, Absolventin des Hochschulprogramms \u00e9colsiv<\/blockquote>\r\n&nbsp;\r\n<h2>Gut zu wissen<\/h2>\r\nIm Austausch im Netzwerk stark<sup>3<\/sup> haben sich viele Studierende eingebracht. Insbesondere Begegnungen und Gespr\u00e4che wurden immer wieder als wichtig erachtet, um Inklusion an der Hochschule zu erm\u00f6glichen.\r\n\r\nF\u00fcr manche Menschen mit kognitiver Beeintr\u00e4chtigung ist es schwer, ausreichend M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Begegnungen im Leben zu haben.\r\n\r\nManche BA-Studierende berichten, dass sie vor dem Studium noch nie Kontakt zu Menschen mit Behinderungen hatten.\r\n<blockquote><em>\u00abVor meinem Studium am Institut Unterstrass hatte ich weder in meinem privaten Umfeld noch in der Schule Ber\u00fchrungspunkte mit Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung. Ich wusste daher zu Beginn nicht genau, wie ich mich im Umgang mit Lucien Le verhalten sollte. Es war f\u00fcr mich eine ungewohnte Situation. Doch je l\u00e4nger wir gemeinsam am Unterstrass studierten, desto besser lernte ich ihn und seine Bed\u00fcrfnisse kennen und merkte, wie man mit ihm umgehen soll. Achtung Spoiler: genau gleich wie mit allen anderen!\u00bb[footnote]Labhart, D., M\u00fcller B\u00f6sch, C., &amp; Gubler, M. (Hrsg.). (2021). \u00c9colsiv \u2014 Schule inklusiv. Ein Hochschulprogramm inklusiver Bildung. Bern: SZH: S. 93[\/footnote]<\/em><\/blockquote>\r\nhttps:\/\/youtu.be\/C8IyEVQLO7A?si=5wU5QtlTws-2GotL&amp;t=73\r\nInklusion an der Hochschule hilft, \u00c4ngste vor dem Umgang mit solchen Situationen abzubauen \u2013 auch f\u00fcr die Zukunft im Beruf. Durch das Studium gewinnen Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen zudem mehr Selbstvertrauen und k\u00f6nnen ihre Potentiale entfalten. Sie lernen, ihre F\u00e4higkeiten einzusetzen und k\u00f6nnen wichtige Rollen in der Gesellschaft \u00fcbernehmen.\r\n<h2>Wichtige Aspekte<\/h2>\r\nEs ist sinnvoll, sich zuerst nur einzelnen Qualit\u00e4tsaspekten zu widmen und bestimmte Bereiche zu fokussieren. Folgende Priorisierungen werden f\u00fcr die Studierenden empfohlen:\r\n<h3>Begegnungen<\/h3>\r\nStudierende m\u00fcssen zusammen in Kontakt kommen k\u00f6nnen.\r\n\r\nBegegnungen sollen im Unterricht und auch in der Freizeit m\u00f6glich werden.\r\n\r\nDabei m\u00fcssen alle offen sein f\u00fcr individuelle St\u00e4rken und Schw\u00e4chen.\r\n\r\nEs muss gekl\u00e4rt sein, wohin man sich wenden kann, wenn man sich nicht anerkannt f\u00fchlt.\r\n\r\nDabei k\u00f6nnen die Leitfragen zu den Qualit\u00e4tsaspekten <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/argumentarium-leitfragen-qualitaetsaspekte\/chapter\/die-begegnungen-sind-gekennzeichnet-durch-gegenseitige-akzeptanz-und-anerkennung\/\">3.2 Die Begegnungen sind gekennzeichnet durch gegenseitige Akzeptanz und Anerkennung<\/a> und <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/argumentarium-leitfragen-qualitaetsaspekte\/chapter\/menschen-bauen-gegenseitige-beruehrungsaengste-ab-2\/\">3.4 Menschen bauen gegenseitige Ber\u00fchrungs\u00e4ngste ab<\/a> hilfreich sein.\r\n<h3>Unterschiedliche Ziele<\/h3>\r\nAn der Hochschule sollen alle am gleichen Thema gemeinsam lernen k\u00f6nnen.\r\n\r\nDaf\u00fcr muss es m\u00f6glich sein, dass unterschiedliche Lernziele verfolgt werden.\r\n\r\nDie unterschiedlichen Kompetenzen sollen wertgesch\u00e4tzt werden.\r\n\r\nDabei k\u00f6nnen die Leitfragen zum Qualit\u00e4tsaspekt <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/argumentarium-leitfragen-qualitaetsaspekte\/chapter\/alle-beteiligten-erweitern-ihr-wissen-und-koennen\/\">2.5 Alle Beteiligten erweitern ihr Wissen und K\u00f6nnen<\/a> hilfreich sein.","rendered":"<blockquote><p><em>\u00abMan muss Menschen Gelegenheit geben, diese Selbstsicherheit und Kompetenzen zu entwickeln. Im \u2018vorigen Leben\u2019, war keine Inklusion da, ich musste viel mit den H\u00e4nden arbeiten und nicht mit dem Kopf. Das fehlte mir \u2018mega\u2019. 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Insbesondere Begegnungen und Gespr\u00e4che wurden immer wieder als wichtig erachtet, um Inklusion an der Hochschule zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>F\u00fcr manche Menschen mit kognitiver Beeintr\u00e4chtigung ist es schwer, ausreichend M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Begegnungen im Leben zu haben.<\/p>\n<p>Manche BA-Studierende berichten, dass sie vor dem Studium noch nie Kontakt zu Menschen mit Behinderungen hatten.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u00abVor meinem Studium am Institut Unterstrass hatte ich weder in meinem privaten Umfeld noch in der Schule Ber\u00fchrungspunkte mit Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung. Ich wusste daher zu Beginn nicht genau, wie ich mich im Umgang mit Lucien Le verhalten sollte. Es war f\u00fcr mich eine ungewohnte Situation. Doch je l\u00e4nger wir gemeinsam am Unterstrass studierten, desto besser lernte ich ihn und seine Bed\u00fcrfnisse kennen und merkte, wie man mit ihm umgehen soll. Achtung Spoiler: genau gleich wie mit allen anderen!\u00bb<a class=\"footnote\" title=\"Labhart, D., M\u00fcller B\u00f6sch, C., &amp; Gubler, M. (Hrsg.). (2021). \u00c9colsiv \u2014 Schule inklusiv. Ein Hochschulprogramm inklusiver Bildung. Bern: SZH: S. 93\" id=\"return-footnote-535-1\" href=\"#footnote-535-1\" aria-label=\"Footnote 1\"><sup class=\"footnote\">[1]<\/sup><\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" id=\"oembed-1\" title=\"\u00ab\u00e9colsiv \u2013 Schule inklusiv\u00bb im Gespr\u00e4ch mit Aurelia Gorlero\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/C8IyEVQLO7A?start=73&#38;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><br \/>\nInklusion an der Hochschule hilft, \u00c4ngste vor dem Umgang mit solchen Situationen abzubauen \u2013 auch f\u00fcr die Zukunft im Beruf. Durch das Studium gewinnen Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen zudem mehr Selbstvertrauen und k\u00f6nnen ihre Potentiale entfalten. Sie lernen, ihre F\u00e4higkeiten einzusetzen und k\u00f6nnen wichtige Rollen in der Gesellschaft \u00fcbernehmen.<\/p>\n<h2>Wichtige Aspekte<\/h2>\n<p>Es ist sinnvoll, sich zuerst nur einzelnen Qualit\u00e4tsaspekten zu widmen und bestimmte Bereiche zu fokussieren. Folgende Priorisierungen werden f\u00fcr die Studierenden empfohlen:<\/p>\n<h3>Begegnungen<\/h3>\n<p>Studierende m\u00fcssen zusammen in Kontakt kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Begegnungen sollen im Unterricht und auch in der Freizeit m\u00f6glich werden.<\/p>\n<p>Dabei m\u00fcssen alle offen sein f\u00fcr individuelle St\u00e4rken und Schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Es muss gekl\u00e4rt sein, wohin man sich wenden kann, wenn man sich nicht anerkannt f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Dabei k\u00f6nnen die Leitfragen zu den Qualit\u00e4tsaspekten <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/argumentarium-leitfragen-qualitaetsaspekte\/chapter\/die-begegnungen-sind-gekennzeichnet-durch-gegenseitige-akzeptanz-und-anerkennung\/\">3.2 Die Begegnungen sind gekennzeichnet durch gegenseitige Akzeptanz und Anerkennung<\/a> und <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/argumentarium-leitfragen-qualitaetsaspekte\/chapter\/menschen-bauen-gegenseitige-beruehrungsaengste-ab-2\/\">3.4 Menschen bauen gegenseitige Ber\u00fchrungs\u00e4ngste ab<\/a> hilfreich sein.<\/p>\n<h3>Unterschiedliche Ziele<\/h3>\n<p>An der Hochschule sollen alle am gleichen Thema gemeinsam lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr muss es m\u00f6glich sein, dass unterschiedliche Lernziele verfolgt werden.<\/p>\n<p>Die unterschiedlichen Kompetenzen sollen wertgesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p>Dabei k\u00f6nnen die Leitfragen zum Qualit\u00e4tsaspekt <a href=\"https:\/\/digital.hfh.ch\/argumentarium-leitfragen-qualitaetsaspekte\/chapter\/alle-beteiligten-erweitern-ihr-wissen-und-koennen\/\">2.5 Alle Beteiligten erweitern ihr Wissen und K\u00f6nnen<\/a> hilfreich sein.<\/p>\n<hr class=\"before-footnotes clear\" \/><div class=\"footnotes\"><ol><li id=\"footnote-535-1\">Labhart, D., M\u00fcller B\u00f6sch, C., &amp; Gubler, M. 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